Werte Forumsmitglieder,

wer es noch nicht mitbekommen hat:

Unser nächstes Forumstreffen findet vom 20. bis 22.05.22 in Weisenheim am Berg (Landkreis Bad Dürkheim in Rheinland-Pfalz) statt.

Bild

Bild

Noch sind Plätze frei und wir würden uns freuen, wenn ihr euch noch kurzfristig zur Teilnahme entschließen könntet.

Infos zum Treffen bzw. zur Anmeldung findet ihr hier: viewtopic.php?f=5&t=12270

Mit besten Grüßen
Euer Organisationsteam


PS: Dieses Ankündigungsfenster könnt ihr dauerhaft schließen, indem ihr es rechts oben wegklickt.

Hironimus (Abacus Trifon 5X, Cortex 10, C-Box 3)

audiophile Biografien unserer Mitglieder
Forumsregeln
Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.
Antworten
Hironimus_23
Aktiver Hörer
Beiträge: 603
Registriert: 29.12.2012, 21:49
Wohnort: Norddeutschland

Beitrag von Hironimus_23 »

Hallo Peter,

ja, da die Decke sehr viele Schrägen in unterschiedlichen Richtungen und dabei Höhen von teils 1m, dann über große Teile bis 2,6m bzw. auch 3,4m hat, ist eine klassiche Berechnung gemäß Quarder bei mir schlecht möglich. Ich werde also weiter im Rahmen des Möglichen schieben.

Wobei es mit hier nur um das Verstehen der gemessenen Kurven mit dem Gehörten geht - und das ist/klingt super gut :D .

Hallo Uli,

die rote und grüne Kurve ist identisch bezeichnen, weil ich bei der linken Box nur den Abstad zur Rückwand vermerkt hatte, seitlich szeht sie ja frei.

Rote Kurve ist die Box an ihrem urspünglichen Standort.

Grüne/blaue Kurve ist die Box, die die vom ursprünglichen Standort um 20cm nach rechts, also nach innen verrückt wurde.

Braune Kurve ist die Box, die vom ursprünglichen Standort um 20cm vorgezogen wurde, sich der Abstand zur Rückwans also auf 160cm vergrößert hat.

Viele Grüße
Hironimus
Bild
Hironimus_23
Aktiver Hörer
Beiträge: 603
Registriert: 29.12.2012, 21:49
Wohnort: Norddeutschland

Beitrag von Hironimus_23 »

und noch ein Hinweis.

Die Kurven stellen die Raumantwort dar. Da ist noch nichts korrigiert. Mit Zielkurve und Faltung sieht es natürlich etwas anders im Raum aus.

VG
Hironimus
Bild
wgh52
Aktiver Hörer
Beiträge: 5305
Registriert: 25.01.2008, 15:17
Wohnort: Schweitenkirchen
Kontaktdaten:

Beitrag von wgh52 »

Hallo Freunde,

ich habe eine Verständnisfrage: Wäre es in Acourate nicht möglich den Direktschall von der Messung inkl. Raumantwort zu subtrahieren, so das Raumverhalten allein (am Messplatz) beurteilen zu können und ggf. darauf basierend Maßnahmen zu ergreifen?

Danke und Grüße,
Winfried

5159
Bild
Hironimus_23
Aktiver Hörer
Beiträge: 603
Registriert: 29.12.2012, 21:49
Wohnort: Norddeutschland

Beitrag von Hironimus_23 »

Hallo Winfried,

da bin ich zuwenig Experte in Acorate(CV). Aber bei der Mesung fange ich mit dem Mikrofon doch immer beides ein, den Direktschall und alle Reflektionen und Einflüsse des Raumes. Ich wüsste nicht, wie ich den Raumeinfluss aus der Messung fernhalten könnte, außer, ich messe die Boxen mit meinem Hörabstand in einem schalltoten Raum (oder im Garten :) ). Aber möglicherweise mache ich auch einen Denkfehler.

VG
Hironimus
Bild
wgh52
Aktiver Hörer
Beiträge: 5305
Registriert: 25.01.2008, 15:17
Wohnort: Schweitenkirchen
Kontaktdaten:

Beitrag von wgh52 »

Hallo Hironimus,

soweit ich weis gibt es ja die Fensterfunktion, mit welcher der Raum ausgeblendet wird. Man müsste also (eigentlich) den Direktschall ausblenden um die Raumantwort allein zu bekommen...

Grüße,
Winfried

5160
Bild
Hans-Martin
Aktiver Hörer
Beiträge: 8217
Registriert: 14.06.2009, 15:45

Beitrag von Hans-Martin »

Hallo Franz, Hironimus,
nach meiner Vorstellung gibt es (jeweils pro Kanal) einen Direktschall und danach folgen in einem großen Zeitfenster nacheinander viele Raumantworten. Wie will man die sinnvoll zusammenfassen, und kann man sie mit einem Streich kompensieren?
Ich hatte einst angenommen, man könnte mit ausgesuchtem Fenster den Nachhall erfassen und ihm eine Klangfarbe aufmanipulieren, die dem Direktschall angenähert entspricht und Lautsprecher und Raum zu einem homogenen Klang verbinden könnte (der Klassiker...).
Uli hatte mir am Telefon bestätigt, dass eine solche getrennte Erfassung möglich sei.
Bisher war bei Raumkorrektur in einem unsymmetrischen Raum der Nachhall durchaus als divergent wahrnehmbar, macht einen Schwierigkeitsgrad mehr.
Ich bezweifle, dass es gelingt, aber Uli ist ja immer für eine Überraschung gut...

Seit MLSSA ist Fensterung ein bekannt-bewährtes Thema um die Raumantwort auszuklammern, wenn exakt, auch die frühe Reflexion vom Boden.
Raumkorrektursysteme sollen aber gerade die Raumantwort kompensieren, speziell im Grundtonbereich braucht es lange Fensterzeiten, weshalb sie nur im Ausnahmefall auch gute Messysteme sind (wie z.B. Acourate mit sehr vielen Einstellmöglichkeiten)
Grüße
Hans-Martin
Bild
planetti
Aktiver Hörer
Beiträge: 240
Registriert: 29.04.2014, 22:17
Wohnort: Olching, nähe München

Beitrag von planetti »

Hallo Hironimus,
Hironimus_23 hat geschrieben:
05.08.2021, 20:10
Hier mal eine Skizze des Raumes.

Was mich verwundert ist, dass, wie auch von Uli (planetti) erwähnt, der Verlauf der rechten Kurven ab 1kHz deutlich ruhiger als die linken verkläuft. Und das, obwohl die linke Seite viel freier, also ohne nahe Seitenwand, ist.
Hm, der Raum ist ja eine echte Herausforderung für Akustikberechner, Dachdecker und Feng-Shui-Berater :shock: .
Eine kleine Ursache für die Besonderheiten im erwähnten Frequenzspektrum könnte der (geringe) Abstand des Hörplatzes zu den Wänden (im Rücken und an der rechten Seite) sein. Hast Du da etwas absorbierendes oder diffuses?

Gruß
Uli
Bild
Hironimus_23
Aktiver Hörer
Beiträge: 603
Registriert: 29.12.2012, 21:49
Wohnort: Norddeutschland

Beitrag von Hironimus_23 »

Hallo Uli,

ja, an der Rückwand habe ich selbstgebaute Basotect-Absorber, siehe hier.

Viele Grüße
Hironimus
Bild
Hironimus_23
Aktiver Hörer
Beiträge: 603
Registriert: 29.12.2012, 21:49
Wohnort: Norddeutschland

Beitrag von Hironimus_23 »

Hallo Zusammen,

es ist mal wieder Zeit für ein kleines Update in meinem Hörraum.

Geändert hat sich, dass ich den Streamer und die NAS, also alles zum Hören relevante, über einen neuen 10Gtek-Switch vom übrigen LAN entkoppelt habe. Damit hoffe ich weniger ggf. klangbeeinträchtigenden Traffic in die Hörkette zu bekommen.

Als weitere Neuerung verfügt dieser 10Gtek-Switch über ein 40km SFP-Modul, über das ich einen von Gert V. modifizierten 11Gtek (ebenfalls mit 40km SFP-Modul) per LWL anbinde und somit eine galvanische Entkopplung des Streamers vom LAN sowie eine optimierte Aufbereitung des Digitalsignals erhalte.

Jetzt werde ich mir das Ganze noch in Ruhe anhören und bin gespannt, ob sich eine wahrnehmbare Verbesserung eingestellt hat.

So sieht es jetzt im Hörraum aus:

Bild

Viele Grüße
Hironimus
Bild
Hironimus_23
Aktiver Hörer
Beiträge: 603
Registriert: 29.12.2012, 21:49
Wohnort: Norddeutschland

DIY LAN-Kabel

Beitrag von Hironimus_23 »

Hallo Zusammen,

dieses Mal eine kleine Veränderung in meinem Setup im Hörraum: Motiviert durch Stephans (SolidCore) Anleitung für das DIY Forum-LAN-Kabel für Audio und Streaming habe ich mir eines in 60cm Länge gebaut. Es verbindet den Ausgang meines G11Tek Medienkonverters und den Eingang des Streamers (gepimter Raspberry).

Da das empfohlene 20AWG 6N 99,9999% OCC nicht lieferbar war, habe ich das etwas dickere (1mm Durchmesser) 18AWG bestellt und die 4 Adern sowie den JSSG-Draht damit realisiert. Die ganzen Baumwollschläuche, Schirmgeflecht und Gewebeschlauch passten trotzdem alle und auch lässt sich das Kabel noch sehr gut biegen.

Bild

Als es fertig war, war ich natürlich auf den Vergleich mit dem Billig-4€-Kabel gespannt. Da der Streamer je nach zugelieferter Auflösung des Musikmaterials 15 Sekunden (192kHz) bis 120 Sekunden (44,1kHz) Musik puffert, konnte ich während des Hörens die Kabel wechseln, hatte noch etwas Zeit das bisherige zu hören bis der Puffer leer war, um dann ohne Unterbrechung mit dem anderen weiter hören. Die beiden Kabel habe ich mehrmals geändert und auch unterschiedliches Musikmaterial gehört…. Aber die beiden Kabel klangen absolut identisch. Ich konnte in keinem Fall den Wechsel wahrnehmen.

Nun kann das ggf. daran liegen, dass das vom G11Tek aufgearbeitete Signal sehr gut und weitestgehend frei von „Schmutz“ ist oder auch, dass ich wenig Beeinträchtigungen durch das Stromnetz habe, da ich mich auf dem „platten Lande“ abseits von nahen Nachbarn befinde. Auch habe ich kein WLAN, Schaltnetzteile, Dimmer oder andere Verdächtige am Laufen.

Trotzdem bleibt das Kabel, es klingt ja nicht schlechter und das Basteln hat Spaß gemacht.

Viele Grüße
Hironimus
Bild
Hironimus_23
Aktiver Hörer
Beiträge: 603
Registriert: 29.12.2012, 21:49
Wohnort: Norddeutschland

Upgrade von AcourateCV auf Acourate Pro 2.0

Beitrag von Hironimus_23 »

Hallo Zusammen,

schon länger überlegte ich ein Upgrade der Raumkorrektursoftware Audiovero AcourateCV auf die Vollversion Acourate Pro. Als Uli B. dann hier im Forum von seinen Neuerungen zur Optimierung in unsymmetrischen Stereo-Setups und der resultierenden Version 2.0 berichtete, war es um mich geschehen und ich musste sie haben.

Da mein Hörraum, mit dem ich grundsätzlich sehr zufrieden bin, eine große Unsymmetrie aufweist, auf der rechten Seiten eine Fensterfront, auf der linken offen zum Raum, der sich auch noch durch die Dachschräge bis 3,40m erhöht, vermutete ich Verbesserungspotenzial.

Also ging es an eine neue Messung und dem Einstieg in Acourate Pro 2.0. Natürlich hatte ich den Faden „Acourate und das unsymmetrische Stereo-Setup“ und den Nachfolgefade gefühlt 20x vorab gelesen und fühlte mich bestens vorbereitet jetzt in Acourate Pro 2.0 einzusteigen. Aber dann wurde ich sofort mit meiner Realität konfrontiert und die ersten Hürden galt es zu Bewältigen. Dank des hervorragenden und unermüdlichen Supports von Uli B. konnte ich dann aber Fortschritte vermelden und lernte, dass es in meiner Hörumgebung mehrere von einander abhängige Aspekte zu berücksichtigen gilt, wie z.B. die Abhängigkeiten von Preringing, Größe der Exzessphasen-Fenster sowie die in Macro6 zu definierenden Einstellungen mit Frequenz und Güte.

Daraus resultierten die folgenden Summerfrequenzgänge (Summe linker+rechter Kanal), die ich für den Vergleich „Original Raumantwort ohne Korrektur“, „mit Korrektur, aber ohne ICPA“ und „mit Korrektur und mit ICPA“ im Diagram dargestellt habe.
ICPA: InterChannel Phase Alignment, die neun Funktion in Macro6 zur Phasenjustierung zwischen den Kanälen, um ein möglichst identisches Verhalten der Kanäle zu erreichen.

Bild

Gespannt war ich dann auf das Verhalten der Sprungantworten und habe mir 4 Filter erstellt, um die schrittweise Veränderung zu sehen. Das Filter 4 entspricht dann dem, aus dem die rote Kurve im oberen Frequenzgang resultiert.

Filter 1: Ohne PRC, kein ICPA
Filter 2: Mit PRC, kein ICPA
Filter 3: Ohne PRC, mit ICPA
Filter 4: Mit PRC, mit ICPA

Bild

Filter 1: Linker und rechter Kanal relativ synchron (trotz meines asymmetrischen Raumes), jedoch Preringing auf dem linken Kanal
Filter 2: Durch das PRC laufen die beiden Kanäle zeitlich jetzt stärker auseinander
Filter 3: Durch Anwendung von ICPA ohne PRC wird die Synchronität nicht besser als beim Originalen, jedoch entsteht verstärktes Preringing auf dem linken Kanal.
Filter 4: Erst durch Anwendung von PRC und ICPA wird ein geringes Preringing und eine gute Kanalsynchronität beim Einschwingen erreicht.

Somit wird erst aus der Summe aller Möglichkeiten ein recht gutes Gesamtergebnis, wobei die Reihenfolge immer sein sollte, erst eine Optimierung ohne ICPA zu erreichen und dann die Optierung mit ICPA durchzuführen.

Die Frequenzgangabsenkung im Bereich 160-190Hz kann ich mit Acourate nicht in den Griff bekommen, hierzu muss ich nochmals meine Räumlichkeiten begutachten, ob da etwas verändert oder verschoben werden kann.

Und wie hört es sich nun an?

Es sind Feinheiten, die ich wahrnehme, etwas mehr Details bei bestimmten Arten von Musik. Auch meine ich, dass es etwas fokussierter aus der Mitte kommt. Mir gefällt es und ich denke, damit bin ich wieder eine weiten Schritt in meinem Hörsetup weiter gekommen.

Da das trotzdem alles noch neu für mich ist, werde ich weiter mit Acourate Pro experimentieren, weitere Zielkurven ausprobieren und auch das Zusammenspiel der Einstellmöglichkeiten von Acourate mit den Einstellmöglichkeiten an meinen Lautsprechern kombinieren. Mal sehen, wie es ausgeht :D

Viele Grüße
Hironimus
Bild
Tiefdruck
Aktiver Hörer
Beiträge: 56
Registriert: 03.01.2022, 21:57
Wohnort: Nördlich von München

Beitrag von Tiefdruck »

Hallo Hironimus,

ich wollte dir nur für die ausführliche Gegenüberstellung danken , wirklich sehr interessant und anschaulich.

Viel Spaß weiterhin beim Musikhören.
Viele Grüße Thomas
Bild
Hironimus_23
Aktiver Hörer
Beiträge: 603
Registriert: 29.12.2012, 21:49
Wohnort: Norddeutschland

Es gibt Chips!

Beitrag von Hironimus_23 »

Hallo zusammen,

heute mal eine Veränderung der anderen Art, es betrifft meine Hörkette im Wohnzimmer. Dort werkeln schon längere Zeit Aktivlautsprecher Cortex 10, die eine digitale Signalverarbeitung beinhalten. Für diese hat die Firma ABACUS ein Update entwickelt, das auch in bestehende Cortex-Lautsprecher eingebracht werden kann – entweder durch ABACUS selbst oder auch in Eigenregie :) (ABACUS hat in ihrem Forum auch eine sehr schöne Anleitung eingestellt).

Also gleich mal eine „Tüte“ Chips bei denen bestellt …

Bild

Bild

… und an den Austausch der ICs gemacht. Da diese gesockelt sind, ist der Austausch ein Kinderspiel, je Lautsprecher ein EEPROM mit dem neuen DSP-Programm und ein weiterer 8-Beiner für das Update der Einschaltautomatik – obwohl ich die Einschaltautomatik gar nicht nutze, da die Lautsprecher über einen exklusiven „Licht“-Schalter geschaltet werden. Je ein weiteres IC hat ABACUS noch als Reserve beigelegt.

Bild

Das ganze Procedere hat keine 15 Minuten gedauert, da standen die Cortexe wieder in ihren Wandnischen und tönen mit frischen Genen.
Und wie klingt es jetzt? Nun muss ich dazu sagen, dass ich Musik vom Streamer mit Acourate falte und somit bereits korrigiert höre. Bei dieser Quelle müsste ich mir die Ohren verbiegen, um eine Veränderung wahrzunehmen.

Mein Ansatz für dieses Chip-Tuning galt eher dem TV-Ton, der direkt über den Oppo 205 an die Cortexe gegeben wird und keine Acourate-Filter erfährt. Bei diesem empfinde ich den Stimmenbereich etwas mehr im Vordergrund, was mit gut gefällt. Auch klingt es dadurch etwas griffiger (fokussierter?). Alles keine Welten, aber mal wieder eine kleine Verbesserung für minimalen Aufwand.

Viele Grüße
Hironimus
Bild
Antworten