Uli (aktive DIY-Hörner)

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Beitragvon Hornguru » 12.06.2019, 16:02

uli.brueggemann hat geschrieben:Ich glaube es nicht, hast Du einen Nachweis?


Ich hoffte die Smileys ersetzten die Notwendigkeit der Ironie-Markierung ...

uli.brueggemann hat geschrieben:Hab ich auch nicht behauptet.


Du nicht, ließ mich der Preis aber vermuten. War ich mal wieder Naiv. Wie so oft :D

uli.brueggemann hat geschrieben:Du hast ja doch auch die Yamahas. Die Membran mit Spule lässt sich doch abschrauben und dann lässt sich alles wieder reinigen.
Also Butter bei die Fische, steile Thesen werden nur durch Überprüfung zur Wahrheit. Und ein HornGURU zeichnet sich für mich dadurch aus, dass er es WEISS und nicht nur vermutet.


Ja, bei der Namenswahl war ich auch wieder Naiv. Mittlerweile weiß ich dass ich nichts weiß...
Bei einer alten AES Convention hat ein TAD Ingineur vorgetragen dass die bei fast allen Kompressionstreibern sichtbare 2kHz Delle (+-1k) auf eine Hohlraumresonanz zurückzuschließen ist.
Die Sicke ballert diese in den Luftspalt. Bei Rückwärts-Strahlern ist diese kleiner.
Trotzdem noch da.
LeCleach hat diese Resonanz über einen hochohmigen Serienwiderstand egalisiert, da diese auch in der elektrischen Impedanz sichtbar ist. Belastet aber den Verstärker mehr (fordert viel höhere Spannung).
Daher wunderts mich dass der Yamaha ohne eigentliche Sicke diese Reso immer noch hat.
Reicht die Spule alleine wohl aus zur Anregung.
Gemeint ist der Hohlraum der sich unter den Polplatten richtung Magnet entlang aufweitet. Da werden die Polplatten wieder weiter bzw enden. Dahinter liegt ein großer Hohlraum der nicht sichtbar ist.
Man könnte mit einem Haken rein, über 0.5mm Stahldraht.
Hätte Könnte Fahrradkette. Ich probiere das lieber an einem schrottigen Titantreiber.
Klar kann man das auch am Yamaha testen. Man kann auch an der geerbten Rolex seine ersten Lötversuche an Gold testen ;)

Gruß
Josh
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Beitragvon wgh52 » 12.06.2019, 16:11

Hallo Josh,

Hornguru hat geschrieben:...LeCleach hat diese Resonanz über einen hochohmigen Serienwiderstand egalisiert, da diese auch in der elektrischen Impedanz sichtbar ist. Belastet aber den Verstärker mehr (fordert viel höhere Spannung)...


Dazu eine Frage vom Nichtfachmann aus dem "off":
Hieße das nicht, dass möglicherweise (zumindest hier) die Treiber vom Betrieb an Konstantstromendstufen profitieren könnten? Dann bräuchte man keine Leistung am zusätzlichen (hochohmigen) Widerstand zu verbraten...

Grüße,
Winfried

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Beitragvon Hornguru » 12.06.2019, 16:22

Hi Winfried

Bingo!
Dazu gibt es ein paar wenige Untersuchungen. Auch von Nelson Pass:
https://www.passdiy.com/project/amplifiers/current-source-amplifiers-and-sensitive-full-range-drivers
oder auch LeCleach
https://www.diyaudio.com/forums/multi-way/245080-advantages-current-drive-compression-drivers-2.html#post3686695
Auch interessant dass es sogar IMD Klirr bevorteilt:
https://pdfs.semanticscholar.org/2e6b/5b6ec83e229c1ab06108f731582de7368298.pdf

Leider mangelt es an Angeboten :(
Gibts ja kaum. Nelson Pass ist auch nur eine Niesche die nicht jedem zusagt.
Wenn du mehr Amps kennst, lass es uns wissen. Oder jemand hier der Current Amps kennt??

Will Uli auch nicht weiter seine Intro kapern :wink:

Gruß
Josh
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Beitragvon chriss0212 » 13.06.2019, 07:50

Hallo Josh

Wenn du mehr Amps kennst, lass es uns wissen. Oder jemand hier der Current Amps kennt??


Ja:

http://www.sauermann-audio.eu/technologie.html

Grüße

Christian
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Beitragvon Hans-Martin » 13.06.2019, 10:32

wgh52 hat geschrieben:Hieße das nicht, dass möglicherweise (zumindest hier) die Treiber vom Betrieb an Konstantstromendstufen profitieren könnten? Dann bräuchte man keine Leistung am zusätzlichen (hochohmigen) Widerstand zu verbraten...
Hallo Winfried, Josh,
nach meinen Vorstellungen hat ein Horn eine untere Grenzfrequenz und die Horntreiberresonanz sollte frequenzmäßig etwas darüber liegen, damit sie durch das Horn bedämpft werden kann. Mit dem Hochpass koppelt man dann oberhalb der Resonanzstelle an.
Mit einem Saugkreis am Chassis könnte man (bei einer passiven Weiche) die Impedanz an der Resonanzstelle ausgleichen.
Mit einem Parallelwiderstand zum Chassis könnte man m.E. auch die Resonanz bedämpfen, zumindest habe ich das bei Konuschassis festgestellt.

Wenn sich die Resonanz üblicherweise als Impedanzpeak zeigt, bedeutet das bei Stromsteuerung eine Anhebung der Spannung, um denselben Strom zu erzielen, dadurch wird die umzusetzende Leistung bei der Resonanzstelle erhöht. Mir scheint das kontraproduktiv zu sein.

Bei Kalottenhochtönern mit Ferrofluid zeigt sich ein Problem, wenn Ferrofluid intern verspritzt oder verkocht, weil die Wirkung eines abgestimmten Saugkreises sich reduziert, sobald das Chassis seine Resonanzstelle verschiebt. In Verbindung mit Stromsteuerung führte das zum Exitus.
Wenn ein Serienwiderstand zu einer Verbesserung der Situation führt, würde mich eine Analyse des Wirkmechanismus interessieren. IIRC ist ein größerer Widerstand in Reihe mit dem Hochtonhorn des Koaxchassis bei KS Digital zu finden. Ich habe das auch mal alternativ versucht, aber es gefiel mir nicht.

Was passiert mit dem Verlauf der Phase im Bereich der diskutierten Resonanzstelle?

Ich habe keine guten Erfahrungen mit Sperrkreisen gemacht, die die Kopplung zwischen Verstärker und Chassis im Problembereich verschlechtern.
Grüße
Hans-Martin
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