Joschka (DIY Hörner, BM 30, Capaciti uvm.)

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Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.

Beitragvon A_stinner » 21.04.2019, 16:09

Hallo Josh,

ich plane ein Hornsystem ( möglichst 5 Wege) und bin aktuell am recherchieren (Hörner, Treiber, Elektronik, etc). Bevor ich starte benötige ich logischerweise eine solide Kalkulation, sowohl techn. wie auch finanziell.

Gruß

Andreas
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Beitragvon Hornguru » 24.04.2019, 13:11

aktives hoeren.de hat geschrieben:Forumsregeln
Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden.


Hallo Andreas

Erstelle doch einfach ein neues Thema, bringe deine Erwartungen und Gedanken vor, und erwähne auch was dir an deinen Martion nicht gefiel. Ich glaube wir werden alle gerne behilflich und gesprächig sein, inklusive mir :)

Mein Threat ist kein Shootout und auch keine Referenz. Ich erfreue mich nur unverbindlich an meinem Spielzeug.

Gruß
Josh
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Beitragvon Hornguru » 01.05.2019, 09:53

Zurück zum Thema :D

Der 582 Laboratory... gabs auch in der noch größeren Ausführung!
Mit Alnico, 13 Kilo, massiv Metall Phaseplug.
Und alternativ zum Duraluminium auch als Phenol. Hmmmm phenolic.
Das Duraluminium ist baugleich und lässt sich austauschen.
Nicht zu verwechseln mit Aluminium. Es ist mind 5 mal härter und Ermüdungsärmer, bei gleicher Dichte.
Das Phenol ist weich, man sagt ihm auch weichen Klang nach.
Dafür lässt sich die (belüftete!) Sicke auch bis 300Hz prügeln, mit 150 Watt. Zuhause auch bis 100Hz.

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Genug der Sachlichkeit. Ihr wollt Fakten? Wenn der auf Fuß fällt, Fuß kaputt!

Gruß
Josh
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Beitragvon phase_accurate » 01.05.2019, 11:23

Hallo Josh

Schickes Teil. So einen "Pepper Pot" Phaseplug hat auch Peavey früher eingesetzt. Habe noch zwei grosse biradial Hörner auf dem Dachboden, welche mit solchen Treibern bestückt sind.

Gruss

Charles
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Beitragvon Hornguru » 02.05.2019, 12:54

Hallo Charles

Ich finde die Pepperpots auch aufregend. Selten und tote Legende.
Es gab zwei grundsätzlich verschiedene Ausführungen :

Die erste ist mir von Tannoy geläufig, die Löcher verlaufen konzentrisch zum Hals.

Die zweite kenne ich von Fostex, die Löcher verlaufen gerade.
Der Phaseplug ist zur Membran hin rund, und auf der anderen Seite ein Stumpfkegel.
Der Hornhals des Treibers weitet sich nach dem kleinsten konischen Punkt noch einmal auf, um den Phaseplug.

TAD nutzt in den ganz neuen Treibern mit verbesserter Bandbreite (oberste Oktave) das gleiche Verfahren. Zwar mit den modernen Rund-Schlitzen statt Löchern, aber das Schnittmodell von der Seite sieht 1:1 identisch aus:

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Wenn man einmal mit Stift und Lineal entlang geht, merkt man dass dort alle Bezugspunkte eine viel "ähnlichere Streckenlänge" zueinander haben. Außerdem weitet der Plug bis zum Zusammentreffen der Wellen im Hals nicht auf. Im Geraden Tunnel bleibt die Wellenfront gerade. Die Fragmente addieren sich besser zu einem Ganzen.

Im Standard Phaseplug würden sich die einzelnen Wellen jeweils entlang der einzelnen Kanäle bogenförmig entwickeln, und an den Enden in Wellenform aufeinander treffen, statt flach & gerade.

Pioneer erwähnt verbessertes Hochtonverhalten.
Der Fostex fällt trotzdem ab 10kHz wie ein Stein ab. Fostex erwähnt jedoch dass der Phaseplug auf kosten der Bandbreite weniger Klirrt im Mittelton. Was PR und was Wahrheit ist, habe ich noch nicht ausgetestet. Wird aber interessant.

Gruß
Josh
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Beitragvon Hornguru » 02.05.2019, 22:15

Und der kleinste den Fostex je gebaut hat: der D232.
Hat auch seinen Reiz! Die Tangential Sicke, wie zB typisch für die Altecs oder Western 555.
Das erlaubt viel Hub und geht so tief runter. Aber Vorsicht wenn man keinen Ersatz hat, hubende Alusicken leiern aus.
Die putzige 39mm Spule legts im Gegensatz zum Western Electric (100-5000Hz) eher auf die höheren Töne an. Das wird besonders leicht. Nicht der lauteste, 104dB. Aber super breitbandig von 650-20.000 Hz.

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Beitragvon Hornguru » 04.05.2019, 21:35

Und weiter gehts. Frisch eingetroffen und Fabrikneu, unangetastet. Lustig da weit und 30 Jahre alt. Die Mittelste Serie von Fostex glorreichen Jahren der frühen 80er.

Der D276 besaß auch einen riesen Alnico mit Phenol Membran, unkaputtbarer Sicke, mit Belüftung (!)
Aber nur 5cm kleine Membran. Das zusammen mit einem gemischt gerade+konisch Phaseplug ergab auch eine herausragende Bandbreite von 300-10.000 Hz.

Aufregender Treiber weil er den Spagat zwischen dem Riesen D506 und dem Winzling D232 schafft.
Gute Mitte!

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Beitragvon Sigi M. » 05.05.2019, 00:13

Hallo Josh, da krieg ich ja ganz feuchte Augen ;-)
wenn Du nicht hier gewesen wärst, könnte ich den ideellen Wert nicht ermessen :D (und auch nicht den materiellen...)
Viele Freude damit!
Sigi
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Beitragvon Hornguru » 05.05.2019, 13:42

Hi Sigi. Ich hoffe eines Tages zum shootout einzuladen ;)

Es geht munter weiter mit den Laboratories:

Der D272 ist ein weiterer Versuch das beste aus allen Optionen zu kombinieren.
Als Membran 50mm Duraluminium, und als Sicke Phenol.
Das gabs meines Wissens nirgends ein zweites Mal.
So erhält man die Vorteile Leichtmetalls in den Höhen, und gleichzeitig die Belastbarkeit des Phenoliums in den Tiefen. Großer AlNiCo und belüftete Sicke natürlich auch:

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Beitragvon Hornguru » 05.05.2019, 23:58

Kürzlich auch eingetroffen, NOS und absolut unangetastet wie neu. Eine Legende für sich, die man nicht mehr vorstellen muss:

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Freischwingende Kalotte an Kupferbeinchen

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Ausgeklügelter Phaseplug

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Beitragvon Daihedz » 06.05.2019, 07:22

Hallo Josh

Woher beziehst Du bloss all die Schätzchen?

Hornguru hat geschrieben: ... Freischwingende Kalotte an Kupferbeinchen ...

Unlegiertes Kupfer an dieser Stelle wäre mechanisch wohl zu wenig beständig. Es handelt sich sinnvollerweise um Berylliumkupfer, wie aus dem Foto der Yamaha-Dokumentation ersichtlich ist.

Langzeitschwingelastische Grüsse
Simon
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Beitragvon Hornguru » 14.05.2019, 19:32

Hallo Simon

Du hast ja Recht. Aber das bisschen Beryllium ist der Rede nicht wert. Das ist oft in Drähten und Teilen. Zb auch in jeder 50 Cent Bananenhülse. Macht aber klar elastischer. Trotzdem finden sich einige im Netz denen die Yamaha Beinchen schon gebrochen sind.

Frage mich ob man Beryllium kleben kann? Was hält da??

Ach nebenbei. Neu in der Runde ein Pärchen TAD 4001.
Mal sehen ob Alnico besser klingt als der 4002er mit Neodym.

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Gruß
Josh
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Beitragvon chriss0212 » 14.05.2019, 19:48

Klar :cheers:

Grüße

Christian
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