Hartmut (Silbersand Emotion 5)

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Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.

Beitragvon grobian.gans » 30.10.2017, 19:13

Back to the roots...

Nachdem ich mein ursprüngliches minimalistisches Setup NAS - DEQX - Line 15 zuerst mit meinem Aries Femto und dann noch mit dem T+A DAC 8 erweitert (und verbessert) habe, habe ich mich nochmals den Einstellungen des DEQX gewidmet. Da die Line 15 ab Werk absolut linear eingemessen sind und die LS zeit- und phasenrichtig spielen, lag es nahe, im DEQX-Setup testhalber mal die Kalibrierungsfilter aus dem Profil herauszunehmen. Übrig bleiben dann nur noch die Filter des param. Equalizers für die Raumkorrektur. Und der Verzicht auf die Kalibrierungsfilter hat dem Klang nochmals wohlgetan.

Nun ist es eine ziemliche Verschwendung, diesen DEQX-Zauberkasten nur als Equalizer zu verwenden. Ich verlasse deshalb die DEQX-Gilde leider nach so kurzer Zeit wieder. Das Gerät ist toll, aber bei mir leider vollkommen unter seinen Möglichkeiten eingesetzt.

Jetzt hat ein miniDSP DDRC-22D mit Dirac Live an Bord die Raumkorrektur übernommen. Das Gerät steht zwischen dem Aries und den Line 15, die ich jetzt wieder direkt digital anfahre. Die Korrektur aus dem DDRC-22D lässt für mich keine Wünsche offen (das bleibt hoffentlich so :wink:). Die Zielkurve hatte ich ja bereits im DEQX ermittelt und die Werte übertragen. Nach ein paar Iterationen hat's dann gepasst.

Grüße

Hartmut
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Beitragvon wgh52 » 30.10.2017, 19:29

Hallo Hartmut,

interessante Entwicklungen bei Dir! Eine Frage zum DDRC-22D: Hörst Du jetzt die verschiedenen digitalen Auflösungen mit dem DDRC-internen Hardware ASRC auf 24/96 resampled? ...oder hast Du off-line Deine CDs von 16/44 auf 24/96 konvertiert?

Weiter viel Spaß beim Hören und Tunen!

Grüße,
Winfried

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Beitragvon grobian.gans » 30.10.2017, 21:04

Hallo Winfried,

die Frage, wer denn jetzt das Upsampling übernehmen soll, habe ich dem Vertrieb auch gestellt, aber keine so befriedigende Antwort erhalten. Derzeit übernimmt das DDRC-22 das Upsampling.

Meine CD-Sammlung werde ich nicht konvertieren. Aber ein paar Titel schon um mal einen A/B-Vergleich zu bekommen. Weiterhin könnte ich auch noch den Aries diese Aufgabe übernehmen lassen.

Im nächsten Schritt werde ich aber zuerst mal das grenzwertige Netzteil ersetzen. Danach ist dann Reclocking auf dem Plan.

Grüße

Hartmut
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Beitragvon wgh52 » 30.10.2017, 21:29

Hallo Hartmut,

grobian.gans hat geschrieben:...Meine CD-Sammlung werde ich nicht konvertieren. Aber ein paar Titel schon um mal einen A/B-Vergleich zu bekommen...
Ja, teile doch Dein subjektives Hörergebnis zu gegebener Zeit mit uns.

grobian.gans hat geschrieben:...Im nächsten Schritt werde ich aber zuerst mal das grenzwertige Netzteil ersetzen...
Nochmals Ja! Die Schaltnetzteile bei MiniDSP sind wirklich Sparteile, da lohnt sich ein besseres Netzteil mit ziemlicher Sicherheit! Und auch darauf achten, dass beim Musikhören die zum Programmieren benutzte USB Verbindung getrennt ist. Ich kenne Fälle, da ertönte der USB Traffic zwischen miniDSP und PC (als leises Störgeräusch) im Lautsprecher :shock:

grobian.gans hat geschrieben:...Danach ist dann Reclocking auf dem Plan...
Wenn Du Reclocking dann implementiert hast würde mich auch hier der Klangeffekt interessieren, und zwar auch wo reclocking (in Deinem Fall) am meisten bringt: Vor oder nach dem DDRC (oder vieleicht auf beiden Seiten :wink: ).

Also dann viel Erfolg und Spaß mit dem neuen Aufbau!
Grüße,
Winfried

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Beitragvon chriss0212 » 30.10.2017, 21:42

Vielleicht kann der Kali Reclocker hier helfen?

https://www.allo.com/sparky/kali-reclocker.html

Grüße

Christian
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Beitragvon grobian.gans » 30.10.2017, 22:40

Hallo Winfried,

ich werde hier zu gegebener Zeit dann etwas zu den Tests schreiben.

Hallo Christian,

danke für den Link. Wenn ich das richtig verstanden habe, ist das Board ein Huckepack-Modul für den Raspi. Preislich ist das ja sehr attraktiv. Hast Du Erfahrung mit dem Reclocker?

Grüße

Hartmut
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Beitragvon chriss0212 » 30.10.2017, 23:05

Hallo Hartmut

Leider kann ich Dir nicht sagen ob das Ding kompatibel ist. Ich bin mal durch Zufall darauf gestoßen, da er I2S Ein- und Ausgang hat.

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon grobian.gans » 07.11.2017, 21:16

So, das Zerozone 5V Linearnetzteil für den DDRC ist in Rekordzeit von China direkt zu mir nach Hause gekommen. (Die Transaktion war zwar grottig, aber das Gerät ist dafür gut). Ursprünglich wollte ich eigentlich ein ifi-Power Netzteil kaufen, bin aber froh, dass ich mich doch noch anders entschieden habe.

Klanglich macht sich der Austausch in den oberen Mitten und den Höhen bemerkbar. Es klingt deutlich abgerundeter als mit dem von miniDSP gelieferten Steckernetzteil.

Weiterer Vorteil: ich kann den DDRC endlich ausschalten. Und der fiese Ausschaltknacks, der seit dem neuen Setup meinen LS innewohnt, ist auch wieder weg 8)

Jetzt warte ich auf den Reclocker...

Grüße

Hartmut
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Beitragvon grobian.gans » 20.11.2017, 20:57

Es clockt :D

Letzte Woche traf der Reclocker ein. Ich habe mich für den DAT RS 05 von Lake People entschieden (http://www.lake-people.de/produktdetails-de/DAT_RS_05.html). Das Gerät ist von bekannt guter Qualität und besitzt als Schmankerl eine motorische, fernbedienbare Lautstärkeregelung. (Der DDR-22C kann das zwar auch, hat aber nur ein Endlos-Drehrad, bei dem man nicht sieht, welche Lautstärke gerade eingestellt ist)

Der Aries liefert jetzt die Musik im Format 44.1/16 bzw. 96/24 an den DDR-22C, der das Signal ggf. auf 96/24 bringt, korrigiert und dann an den DAT RS 05 weiterreicht. Dort wird das Signal auf 192/24 umgerechnet, mit neuem Takt versehen und dann an den Digitaleingang der LS geschickt.

Wie klingt's nun?

Riesige Unterschiede zur Kette ohne Reclocking gibt es natürlich nicht. Aber die Abbildung kommt mir mit noch etwas stabiler vor als ohne. Ausserdem ist die Ortbarkeit noch etwas besser geworden.

Einen Unterschied bei Verwendung unterschiedlicher Samplingraten kann ich nicht ausmachen. Viel Varianten habe ich hier ja auch nicht zum Spielen. DDR-22C = 96, LS = 192 - das kann ich nicht beeinflussen. Und es ist für mich auch kein hörbarer Unterschied vorhanden, egal welches Gerät das Upsampling gerade übernimmt.

@Winfried: Den Reclocker zwischen den Aries Femto (sic!) und den DDR-22C zu klemmen habe ich mir gespart. Eine Femto-Clock ist ja immerhin eine Ansage. Der Test mit hochgesampeltem CD-Material steht noch aus. Das spare ich mir für die Zeit zwischen den Jahren auf.

Bis dahin werde ich zuerst einmal sehr zufrieden Musik hören :cheers:

Grüße

Hartmut
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Beitragvon grobian.gans » 19.08.2018, 23:13

Eigentlich ...

... hätte alles ja schon so bleiben können, aber dann kam mir ein BMC DAC 1 in die Quere. Den konnte ich günstig erwerben und seitdem hat sich in meiner Kette alles geändert.

Eigentlich sollte nur der DAC zwischen den Reclocker und die LS kommen und diese dann über seine regelbare Vorstufe betreiben (die Lautstärkeregelung des Recklockers funktioniert zwar recht ordentlich, ich empfand sie aber trotzdem als etwas hakelig). Und mit dem DAC sah meine Kette jetzt auch wieder nach HiFi aus :mrgreen:.

Im nächsten Schritt habe ich die USB-Schnittstelle des DACs getestet. Das geschah etwas mit Vorbehalt, weil meine ersten Versuche vor längerer Zeit mit einer anderen Kombination PC/DAC zwar klanglich befriedigend waren, aber oftmals der PC den DAC, oder umgekehrt, nicht gefunden hat. Danach habe ich auf die USB-Schnittstelle in Musikanlagen ausserhalb meines Schreibtischs vorerst verzichtet. Die jetzige Paarung Intel NUC/BMC DAC 1 erwies sich aber klanglich als so gut und auch bedienungs- und treibertechnisch als so stabil, dass ich beschlossen habe, die drei Geräte, die sich bislang noch in Reihe geschaltet vor dem DAC befanden (Auralic Aries, miniDSP DDRC und Reclocker) durch den Intel NUC zu ersetzen. Als Abspielsoftware kommt derzeit foobar zum Einsatz, die Raumkorrektur übernimmt Math Audio EQ zusammen mit der Equalizer APO. Qobuz spiele ich über die native App.

Soweit so gut. Das wäre aber noch kein Grund zu schreiben. Vor einigen Wochen hat sich aber angebahnt, dass ich evtl. von Privat ein Paar Silbersand Emotion 5 kaufen kann. Das hat dann letztendlich geklappt und seit zwei Wochen spielen diese Lautsprecher nun bei mir. Als ich die Geräte Probe gehört habe, hatte ich bereits da den Eindruck, dass die LS wegen Ihrer Abstimmung und wegen des Aufbaus in meinem Raum besser funktionieren könnten als die Line 15. Und ich habe mich nicht getäuscht 8). Was den Bass anbetrifft, hat die E5 zwar keine Chance gegen die Line 15, aber die Mitten der E5 machen das locker wieder wett. Spezielle Musikstücke, die mir wegen der hellen Abstimmung der Line 15 immer etwas Ohrzerbrechen bereitet haben, klingen nun auch in meinem Raum sauber und harmonisch.

Ich bin auf jeden Fall sehr zufrieden mit dem "Austausch" der LS und bin momentan dabei, viele Teile meiner Musik neu zu entdecken.

Grüße

Hartmut
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Beitragvon grobian.gans » 06.12.2018, 16:08

Altbewährtes

Mittlerweile ist wieder ein Lyngdorf DPA-1 bei mir eingezogen, den ich von einem netten AHF-Mitglied gekauft habe. Ich komme von diesem Gerät einfach nicht los :) Es erfüllt meine Erwartungen am besten, was Integrationsdichte, Features, Qualität und Convenience anbetrifft.

Ich habe deshalb damit begonnen, wieder mit RoomPerfect zu arbeiten. Die Ergebnisse sind sehr zufriedenstellend. Und für die Musikrichtungen Rock/Pop/Elektro wäre das Ergebnis für mich auch perfekt gewesen. Aber bei akustischen Instrumenten im Bereich Klassik hat immer etwas gestört. Durch die vorgegebene, etwas bass- und oberbasslastige Zielkurve geriet der Bassbereich immer etwas mulmig, was ganz besonders bei Klaviermusik gestört hat.

Ich hatte den Lyngdorf deshalb eine Zeit lang für Musik als reinen VV ohne RP im Einsatz und habe RP nur für TV-Wiedergabe aktiviert. Für Musik übernahm MathAudio die Korrektur.

Nun habe ich das Voicing „Open“ für mich entdeckt. Das korrigiert die Zielkurve im Bassbereich nach unten. Damit wird auch bei klassischer Musik der Bassbereich wieder sehr schön durchhörbar und ein Konzertflügel ist im Bass nicht mehr so aufgedickt.

Das nur am Rand :D

Grüße

Hartmut
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Beitragvon StreamFidelity » 06.12.2018, 16:56

Hallo Hartmut,

mein Glückwunsch zum Lyngdorf. :cheers:

Ich möchte auch nicht mehr ohne Raumkorrektur hören. Ich mache das mit Acourate. Was manche als Nachteil empfinden: es wird keine automatische Korrektur erstellt, empfinde ich als Vorteil. Bei der Erstellung der Zielkurve werden zwangsläufig Grundkenntnisse in der Psychoakustik vermittelt. Aber es hat gedauert, bis ich die für mich richtige Zielkurve gefunden habe. Und das Thema entwickle ich natürlich weiter.

Viel Spaß beim weiteren ausprobieren.

Grüße Gabriel

Nachtrag: Ich habe gerade einen interessanten Test Lyngdorf TDAI-3400 entdeckt. :wink:
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Beitragvon grobian.gans » 06.12.2018, 18:06

Hallo Gabriel,

ich bin schon seit 2004 Lyngdorf-Adept und weiß seit dieser Zeit Raumkorrektur zu schätzen. Aber mir ist auch Komfort sehr wichtig.

Acourate habe ich mir bislang verkniffen, weil man sich doch tiefer einarbeiten muss. Ich hatte vor einiger Zeit Dirac Live im Einsatz, was ebenfalls ein sehr gutes, komfortabel zu handhabendes System ist. MathAudio EQ arbeitet von Haus aus mit psychoakustischen Kurven und funktioniert auch sehr gut. Nur das Zielkurvendesign ist dort etwas hakelig.

Wenn ich jetzt über längere Zeit keinen Drang mehr verspüren sollte, an der Raumkorrektur herumzudengeln :D, bleibt RoomPerfect und den PC ersetze ich wieder durch einen Streamer.

Du hast eine sehr schöne Anlage. Und wenn Du nicht so highendige Komponenten hättest, würde ich Dir sogar mal empfehlen, einen der neuen Lyngdorf-Verstärker auszuprobieren. Wenn RoomPerfect für einen passt, gibt es mbMn nichts komfortableres.

Grüße

Hartmut
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Beitragvon Rudolf » 06.12.2018, 21:08

Hallo Hartmut,

als ein Lyndorf DPA-1 Kunde der ersten Stunde ist mir dieses Gerät ebenfalls in bester Erinnerung geblieben: sehr guter Klang, vielfältige Anschlussmöglichkeiten und mit dem großen Drehrad eine hervorragende Optik/Haptik.

Allein RoomPerfect - wenngleich sehr wirksam - ist im Vergleich zu Acourate weitgehend unflexibel. Aber wenn wie bei dir ein passendes Voicing dabei ist, passt doch alles.

Viel Spaß beim Wiederhören!
Rudolf
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Beitragvon Hans-Martin » 06.12.2018, 21:50

grobian.gans hat geschrieben: Durch die vorgegebene, etwas bass- und oberbasslastige Zielkurve geriet der Bassbereich immer etwas mulmig, was ganz besonders bei Klaviermusik gestört hat.
Hallo Hartmut,
ein Lösungsansatz konnte so aussehen: Gehe den Raum ab (auf Global schalten), finde, wo das Mulmige besonders lästig wird, dann stell das Mikrofon dorthin und füge eine Raummessung hinzu, lass dann RP die Korrektur neu rechnen.
Du kannst zusätzlich natürlich auch auf Global schalten, den Raum abgehen, wo das mulmige besonders wenig ausgeprägt ist, dort eine Focus2 Messung machen, Korrektur rechnen lassen, dort sitzen und hören.
Grüße
Hans-Martin
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