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Beitragvon Joerghag » 22.10.2018, 21:47

Hallo Ralf,

wenn ich das richtig verstanden habe, gehst du doch analog aus dem Oppo. Hat der keine analoge Lautstärkeregelung? Dann ist es doch egal, wenn du nur mit 5-10% der möglichen Ausgangsleistung
ansteuerst. Oder rauscht er dann zu stark?

Gruß Jörg
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Beitragvon Boxentroll » 23.10.2018, 16:43

Hallo Ralf, hallo Jörg,

wenn man den Masterpegel über "store Group Settings and current level to SAM Monitors" speichert, dann ist dieser Pegel beim Einschalten der Box aktiv. Man muß im Setup den analogen Eingang anwählen - der wird mit abgespeichert. Das ist für den Betriebsfall analoge Zuspielung. Die Lautstärke wird über die analoge Quelle geregelt.
Wenn man das GLM aktiviert, wird der per GLM eingestellte Pegel aktiv (also so, wie der Lautstärkeregler steht) und bleibt es auch wenn man das GLM ausschaltet bis zum Ausschalten der Box. Das ist der Betriebsfall für die digitale Zuspielung. Die Lautstärke wird jetzt über das GLM geregelt.

D.h. der Masterpegel ist (da fix) nur für die analoge Zuspielung relevant, das GLM muß in diesem Fall immer aus sein.
Nur bei digitaler Zuspielung darf das GLM aktiv sein und regelt die Lautstärke.

Das funktioniert problemlos - wenn man nicht ständig zwischen digital und analog wechselt.
(Wir schauen entweder einen Film oder ich höre Musik...)
Auch der Wechsel von Film (analog) auf Musik (digital) ist kein Problem. Man muß nur das GLM einschalten und die digitale Quelle.
Nur wenn man von Musik auf Film wechselt, muß man die Box ausschalten und bei deaktiviertem GLM und deaktivierter digitaler Quelle wieder einschalten. Sonst bleiben digitaler Eingang und letzter Pegel aktiv.

Das Risiko von extremen Pegeln ist nur gegeben, wenn die digitale Quelle aktiv ist aber das GLM nicht. Da ich das GLM per Master Slave Steckdose automatisch mit der digitalen Quelle einschalte, wäre das nur bei einem Defekt der Fall.
Ich gebe aber gerne zu, daß ich diesen Effekt beim Austüfteln der Logik diverse Male hatte.
Daher habe ich meine gesamten Tests mit dem ersten Track von "Mr. Corellin in London" gemacht.
Maurice Steger holt erst mal Luft und setzt dann zu einem langen leisen Ton an - da war immer genug Zeit die Stopptaste zu drücken.

Ziel in beiden Betriebsfällen sollte sein, die Lautstärke so wenig wie möglich vor der Box abzuschwächen.
Bei digitaler Zuspielung also mit vollem digitalen Pegel in die Box rein und nur durch das GLM regeln, dann findet nämlich nur einmal eine Änderung auf digitaler Ebene statt und man geht mit voller digitaler Auflösung in die Box.
Bei analoger Zuspielung sollte man mit möglichst hohem analogen Eingangspegel in die Box, also den Master Level möglichst stark absenken (ohne daß die Quelle verzerrt oder man die Box übersteuert natürlich), dann nutzt man die Auflösung des A/D Wandlers am Eingang möglichst gut aus.

@Jörg: Du regelst die Laustärke beim Musik hören dann im Lyngdorf? Nutzt Du noch weitere Funktionen (verschiedene Quellen usw.)?

Viele Grüße
Christian
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Beitragvon Joerghag » 24.10.2018, 01:45

Hallo Christian,

ja, ich nutze den Lyngdorf als Lautstärkesteller und auch als Quellenumschalter (Streamer und CD) und als Analogeingang für den Plattenspieler. Die Lyngdorf-Raumkorrektur ist dabei natürlich ausgeschaltet.

Bei analoger Zuspielung würde ich dem Masterpegel auf keinen Fall absenken, da auch dieser
rein digital in der Box geregelt wird. Damit verschenkst du direkt die maximale Auflösung des Wandlers.
Würde die Masterlautstärke analog geregelt, wäre das etwas anderes.

Bei digitaler Zuspielung kommt es darauf an, wer die Lautstärkeregelung übernimmt. Bei mir macht das der Lyngdorf, der einen digitalen geregelten Ausgang besitzt. Damit bleibt der Masterpegel natürlich auch hier
im Lautsprecher auf 0db.

Gruß Jörg
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Beitragvon Boxentroll » 24.10.2018, 11:03

Hallo Jörg,

interessantes Gerät der Lyngdorf, gerade wenn noch analoge Quellen relevant sind.
Hast Du mal verglichen, wie sich die Raumkorrekturen unterscheiden?

Bezüglich analoger Zuspielung war für mich entscheidend, daß ich die interne Auflösung der Genelec möglichst gut ausnutzen möchte. Da die A/D Wandlung direkt hinter dem Eingang stattfindet, nutzt man nur bei Vollaussteuerung die möglichen 24 Bit. Wenn man mit leiserem Pegel in die Box geht, verliert man an Auflösung auf der digitalen Strecke. Oder mache ich einen Denkfehler?

Ich höre üblicherweise zwischen -40dB und -30dB. Dies bei einer 24 Bit Strecke zu verschenken schien mir etwas zu viel.
Wobei die Frage natürlich immer ist, ob die Unterschiede auch hörbar sind.

Viele Grüße
Christian
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Beitragvon Joerghag » 25.10.2018, 00:26

Hallo Christian,

na zumindest verlierst du bei analoger Zuspielung durch die -12db Masterlautstärke schon mal direkt ca. 2 Bit an möglicher Auflösung. Vermutlich ist es aber egal, ob man die -12db mit dem einhergehenden Bit-Verlust am Wandlereingang oder -ausgang hat.

Einen Vergleich verschiedener Raumkorrekturen habe ich mal in meinem Vorstellungthreat gepostet.
Für mich klingt die Korrektur per GLM „knackiger“ und weniger „verwaschen“ als die des Lyngdorf.
Mittlerweile korregiere ich die Zeitebene zusätzlich noch mit einem Acourate-Filter. Netterweise hat Uli
mir noch ein Korrekturfilter für den Phasensprung des Lyngdorf (bei 500hz) gebastelt.

Wenn ich ehrlich bin, höre ich den Unterschied mit/ohne Lyngdorf-Korrekturfilter aber nicht heraus.
Beruhigt aber das Gewissen 8)

Mit Acourate verlagert sich die Bühne etwas weiter nach hinten und das Klangbild wird etwas weicher ohne dabei Details zu verlieren.
Der Unterschied ist aber gering und nur im direkten Vergleich zu hören. Mit Acourate ist es sogut wie identisch zum Trinnov, was ich vor kurzem nochmal probieren konnte.

Im Endeffekt habe ich mich gegen den Trinnov Altitude als neue Gesamtlösung entschieden, da ich für den Bereich Hifi mit Acourate eine gleichwertig feine Lösung habe und mir im Heimkinobetrieb die etwas anspringendere Gangart des GLM in Verbindung mit meiner Yamaha Vorstufe sogar besser gefällt.

Gruß Jörg
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