Gabriel (Sonus Faber Amati Futura)

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Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.

Beitragvon StreamFidelity » 28.08.2018, 17:09

Lieber Andi,

ich danke Dir für Deinen schönen Bericht und natürlich auch für Deinen Besuch mit dem guten Rotwein aus dem Barrique. Letzteres werde ich in den kommenden Herbsttagen genießen. Außerdem freue ich mich sehr, dass es Dir wieder besser geht.

Schmunzeln musste ich wegen Deiner Reaktion, als ich auf Wunsch die Acourate-Korrektur ausschaltete und zum Vergleich wieder einschalten wollte. Die "Schnute" war nicht zu übersehen. :mrgreen:

Das ist das schöne an unserem Hobby. Jeder hat seine eigenen Vorlieben.

Am Gegenbesuch arbeite ich noch terminlich.

Grüße Gabriel
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Beitragvon Salvador » 28.08.2018, 18:57

Hallo Gabriel,

wie gesagt, auch mir gefällt es objektiv mit Acourate besser bei Dir.
Die " Schnute " war nur wegen limitierter Zeit und dem für mich wichtigen Höreindruck ohne Acourate ;)
Meinen herzlichen Dank für Deine Gastfreundschaft, es war ein sehr angenehmes Treffen!

LG,
Andi
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Beitragvon StreamFidelity » 14.09.2018, 15:12

Hallo zusammen,

ich bin richtig zufrieden mit meinem Equipment. So zufrieden, dass mir schon wieder langweilig wird. :mrgreen: Ich muss selbstkritisch zugeben, dass ich einen gewissen Spieltrieb habe. So habe ich mich allen Ernstes schon mit dem Gedanken beschäftigt einen zusätzlichen DAC (Lumin S1, in der Bucht für 5,5k zu haben) anzuschaffen. Hintergrund: Roon Ready und MQA-fähig. Bis ich mich daran erinnerte, welches bei mir die größte Klangsteigerung brachte: die hübschen Italienerinnen Amati und Futura. Am Anfang meiner HiFi-Karriere war die Eletronik deutlich wertvoller als die Boxen. Nun ist es ungefähr Pari. Für mich ist die Entwicklung nachvollziehbar, da die Boxen die Schwerstarbeit verrichten (Luft im unoptimalen Raum bewegen). Ich könnte mir vorstellen, in ferner Zukunft das Verhältnis umzudrehen. Zum Beispiel mit Tidal Lautsprechern (Contriva oder Agoria).

Aber ich bin halt aktuell ausgesprochen zufrieden. Um meinem Spieltrieb zu beschäftigen, stelle ich gerade Überlegungen an die USB-Stecke zum DAC zu verbessern. Es handelt sich jedoch um eine Übergangsoptimierung. T+A macht gerade seine Player Roon fähig (der MP 8 ist es schon). Ggf. gibt es für meinen Player ein Upgrade und dann ist USB Geschichte. Soll heißen, dass es dann mit dem RAAT-Protokoll von Roon über Lan (Audio-over-IP) in den DAC geht. Die im Forum vieldiskutierte Dante-Lösung ist für mich daher keine Option (zumal meine Bastelfähigkeiten und nochmehr meine Geduld sehr begrenzt sind).

Zurück zum Thema: USB-Optimierung. Unten habe ich drei unterschiedliche Konzepte zusammengefasst. Als erstes eine Auftrennung der USB-Strecke über eine galvanische Trennung und mit Reclocking. Dann den Sonderweg von B.M.C., wobei ich nicht weiß, was da konkret abläuft. Mein USB-Kabel ist eher untere Mittelklasse (Alpha Design Labs by Furutech Formula 2 USB-Kabel), deshalb wäre es vielleicht eine Steigerung. Und als letztes den Wechsel der Strecke von USB auf (in meinem Fall) AES-EBU. Hier wäre der Singxer SU-1 USB meine erste Wahl, den ich evtl. mit einem Forumsmitglied ausprobiere.

Galvanische Trennung, Ausgang über USB
    - iFi Nano iGalvanic3.0 Bundle (Set mit iDefender3.0, iPower 5V) 450,00 €
    - Uptone ISO Regen 380,00 €
    - SOtM tX-USBultra 1.190,00 €
    - Intona 7054-X-DK 394,00 €

USB-Signaloptimierung
    - B.M.C. PureUSB1 290,00 €

USB Audio Bridge, Augang über AES-EBU
    - Singxer SU-1 USB 350,00 €
    - GUSTARD U12 32Bit 160,00 €
    - Alpha-USB 1.500,00 €

Wer mir noch Tipps geben will ist herzlich willkommen. Wer mir davon abrät aber auch. Ich bin nicht so der Typ, der immer noch ein Kästchen mehr haben will. Zumal mein DAC eine sauber getrennte analoge und digitale Stromzufuhr hat und das Signal eine zweifache Jitter-Bereinigung durchläuft.

Grüße Gabriel
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Beitragvon Salvador » 14.09.2018, 15:28

Hallo Gabriel,

da würde ich das Upgrade auf die Audio-over IP-Lösung machen!
Keine zusätzliche Kiste und wahrscheinlich sogar ein NOCH besserer Klang (nicht, dass das nötig wäre).

Beste Grüße,
Andi
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Beitragvon Bernd Peter » 14.09.2018, 19:39

Hallo Gabriel,

wenn Lumin, dann den U1 und ein R2R NOS DAC.

Wenn USB, dann gehört der ISO Regen in die Kette.

Oder eben Dante.

Gruß

Bernd Peter
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Beitragvon StreamFidelity » 02.10.2018, 16:05

Hallo zusammen,

danke für die Tipps. Das Thema Verbesserung USB oder AoIP liegt derzeit auf Eis, Begründung siehe zweiter Teil meines Beitrags.

1. Teil Stromversorgung

Zunächst möchte ich auf den Supra AC Sensor eingehen, welchen ich aufgrund eines Besuchs bei GuidoS angeschafft habe. Die Handhabung des Supra AC-Sensors ist denkbar einfach. Man stellt die Empfindlichkeit ein (muss man ein wenig experimentieren) und geht mit dem Stift so nah ran, bis der Stift rot pulsiert. Dann dreht man den Stecker und wiederholt den Vorgang. Je später der Alarm ausgelöst wird (also die Störung am geringsten ist), ist es die richtige Stellung. Funktioniert auch an anderen Geräten, zum Beispiel Lampen.

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Wenn man hochwertig geschirmte Stromkabel hat, gibt es einen Nachteil: der Alarm wird in keiner Steckerstellung ausgelöst. So ist es jedenfalls bei mir. Was ja auch ein gutes Zeichen ist. :wink:

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In meinem Fall ist das nicht weiter von Belang, da die T+A Geräte eine Kennzeichnung der Phase haben. Mein GigaWatt Conditioner zeigt die falsche Steckerstellung an. Zwei Übeltäter habe ich aber noch erwischt. Ausgerechnet im Fach in dem der PC (RipNAS Solid) steht. Unten ist ein Foto des Linearnetzteils zu sehen. Entschärft habe ich auch das Schaltnetzteil meines Plattenspielermotors.

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Der Besuch bei GuidoS hat mich außerdem sensibilisert, die Stromkabel tunlichst von den Signalkabeln zu trennen. Das habe ich jetzt noch konsequenter umgesetzt.

Wie hört es sich an? Für meine Ohren gibt es keinen Unterschied. Es beruhigt mich aber, mögliche Störungen durch Elektrosmog weiter minimiert zu haben.

2. Teil Upsampling

Durch verschiedene Lektüren zum Thema hat sich bei mir die Meinung durchgesetzt, intensive Rechenvorgänge doch dem PC zu überlassen. Bei mir werkeln 8 x 2,9GHz Prozessoren und selbst mit höchstem Upsampling komme ich mittlerweile nicht über 5% CPU-Auslastung. Die Daten meines T+A DACs (MP 3000 HV):

- USB Class2 Mode bis max. 192/32
- AES-EBU/BNC bis max. 192/24
- internes Upsampling auf 352.8/32 oder 384/32

Mein T+A muss bei einer Anlieferung der höchsten Güte (192/32) "nur" noch die Samplingrate verdoppeln.

Aufgrund der Raumkorrektur (Filter mit Acourate erstellt und in Roon eingebunden) ergab sich bisher eine recht hohe Verarbeitungsleistung in Roon. Hier ein Beispiel Flac 44.1/16 mit über 90x:

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Und jetzt das Erstaunliche: mit dem über USB höchstmögliche Upsampling (ganzzahlig) 176.4/32 kam ich auf unter 20x!

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Noch besser wird es mit einer hochauflösenden MQA-Datei von 96/24. Hier geht die Verarbeitungsleistung auf unter 10x zurück.

Bild

Zu meiner Überraschung hat sich sogar die Latenz verbessert. Diese war vorher tendenziell höher und unruhiger.

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Wie hört es sich an? Hier meine ich schon ein Quentchen mehr an Auflösung (süchtig machend) zu vernehmen. In jedem Fall kann ich mit der Einstellung stundenlang Musik hören. Um die höchstmögliche Auflösung über USB zu erhalten, kommt eine USB Audio Bridge (Augang über AES-EBU) derzeit nicht in Frage. Und da ich keine Probleme mit meiner USB-Verbindung habe, werde ich mich aktuell hüten mögliche neue Fehlerquellen mit weiteren Geräten einzufangen. Das ist mein jetziger Kenntnisstand. Bis halt wieder neue Erkenntnisse kommen. :wink:

Grüße Gabriel
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Beitragvon SirMartin » 03.10.2018, 08:38

Hallo Gabriel,

Bin mal wieder sehr beeindruckt wie systematisch du dich der bestmöglichen Wiedergabe annäherst.
Um deinen Spieltrieb noch etwas zu beflügeln würde ich dir doch den Test verschiedener USB Kabel ans Herz legen. Bei allen Versuchen mit Signalkabeln war nach meiner Erfahrung das größte Potential in der USB Verbindung verborgen. Ich nutze aktuell ein CAD Nero USB und habe die Investition nicht bereut. Eine Absolute Empfehlung sind die Kabel von Jcat falls du das Budget etwas schonen willst! :cheers:

Grüße aus dem Süden

Martin
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Beitragvon Hans-Martin » 03.10.2018, 11:34

StreamFidelity hat geschrieben:Hallo
Zunächst möchte ich auf den Supra AC Sensor eingehen, welchen ich aufgrund eines Besuchs bei GuidoS angeschafft habe. Die Handhabung des Supra AC-Sensors ist denkbar einfach. Man stellt die Empfindlichkeit ein (muss man ein wenig experimentieren) und geht mit dem Stift so nah ran, bis der Stift rot pulsiert. Dann dreht man den Stecker und wiederholt den Vorgang. Je später der Alarm ausgelöst wird (also die Störung am geringsten ist), ist es die richtige Stellung. Funktioniert auch an anderen Geräten, zum Beispiel Lampen.
Hallo Gabriel,
bis hier habe ich es verstanden, man geht mit dem Prüfer nahe an das Gerät heran, und vergleicht (bei identischem Abstand) den Einfluss der beiden Netzsteckerpositionen.
Wenn man hochwertig geschirmte Stromkabel hat, gibt es einen Nachteil: der Alarm wird in keiner Steckerstellung ausgelöst. So ist es jedenfalls bei mir. Was ja auch ein gutes Zeichen ist. :wink:

Ab hier habe ich Verständnisschwierigkeiten. Bei Geräten mit 3-poligen Kaltgerätesteckverbindern ist idR die Schutzerde konnektiert, abgeschirmte Netzkabel sind zwangsläufig auf Schutzerde bezogen, aber das heißt nicht, dass das Gerät auf beide Netzsteckerpositionen identisch reagiert, nur weil am Netzkabel mit Sensor kein Unetrschied gemessen werden kann. Beim üblichen Ausphasen misst man zwischen Schuko und Gehäuse, was die Schutzerdeverbindung über das Netzkabel kurzschließt, also zur Anzeige "0" führt.

Netzkabel sollen verlustarm das Gerät versorgen, da kenne ich keine Kabel, die unterschiedliche Querschnitte für Phase und Nulleiter haben, gemäß der Forderung, dass die Schutzerde den zugeführten Strom auch ableiten können muss, sind industrielle Kabel immer mit gleichen Leiterquerschnitten (symmetrisch) oder durch den Schirm bei beidseitiger Konnektierung mit größerem Querschnitt des Schutzleiters ausgestattet.
Bei entsprechender eingestellter Empfindlichkeit des Supra sollte es möglich sein, auf beiden Seiten eines 2-adrigen Netzkabels unterschiedliche Werte zu anzuzeigen (mehr auf der Seite des Phase-Leiters, weniger auf der Nullleiterseite). Wenn intern die Leitungen umeinander gewendelt sind, oder das Netzkabel sich windet, wird es schon schwieriger mit einer zuverlässigen Aussage. Der Elektrosmog kann durch Verwendelung reduziert werden, ebenso durch Schirmung (das erste magnetisch, das zweite elektrisch).
Bei 230V Netzspannung auf Phase und Erdpotential auf dem Nullleiter spielt sich (ungeschirmt) ein Mittelwert auf 115V ein, der auf die Nachbarschaft wirkt, z.B. auf den Fußboden, auf dem die Leitungen meist liegen. Bei ungeschirmten signalführenden Leitungen zu den LS (üblich bei passiv-LS) kann sich der Smog über die kapazitive Verkopplung auf diesem Umweg zwischen Netz-und Signalleitung durchschlängeln und über die Gegenkopplung der Treiberstufe in den Signalweg einschleichen. Mit einem Oszilloskop und einer Kuchenblech-Sensorfläche( auf Isolatoren vom Boden auf kleine Distanz gehalten) kann man den Einfluss der Netzkabellage schnell messen, ein gutes Argument für Kabelbrücken, über die sich die halbe Internetforumswelt lustig macht, sofern sie keine Ohren haben :cheers:

In meinem Fall ist das nicht weiter von Belang, da die T+A Geräte eine Kennzeichnung der Phase haben. Mein GigaWatt Conditioner zeigt die falsche Steckerstellung an. Zwei Übeltäter habe ich aber noch erwischt. Ausgerechnet im Fach in dem der PC (RipNAS Solid) steht. Unten ist ein Foto des Linearnetzteils zu sehen. Entschärft habe ich auch das Schaltnetzteil meines Plattenspielermotors.

Hier wird es sehr interessant, weil das Supra austretende Felder anzeigt.
Vielleicht tut es auch ein Leitungsfinder aus dem Baumarkt.

Der Besuch bei GuidoS hat mich außerdem sensibilisert, die Stromkabel tunlichst von den Signalkabeln zu trennen. Das habe ich jetzt noch konsequenter umgesetzt.

Wie hört es sich an? Für meine Ohren gibt es keinen Unterschied. Es beruhigt mich aber, mögliche Störungen durch Elektrosmog weiter minimiert zu haben.

Vielleicht wirst du irgendwann entdecken, in welcher Ebene sich dieser Elektrosmogeinfluss klanglich bemerkbar macht (s.o. Kabelbrücken).

Es gibt eine Polarisierung zwischen Befürwortern von abgeschirmten Netzleitungen und Gegnern, die nichtgeschirmte Leitungen bevorzugen, beide können begründete erfahrungsbasierte Meinungen von ernstzunehmenden Vertretern der High-End-Gemeinde sein, dasselbe gilt für Audiokabel, Digital- und Netzwerkkabel.
Der unsachgemäße Einsatz von Messmitteln könnte zu einer Fehlinterpretation führen, und diesen Eindruck hatte ich von deinen gezeigten Bildern.
Grüße
Hans-Martin
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Beitragvon StreamFidelity » 03.10.2018, 13:08

Hallo Martin,

vielen Dank. Dein CAD Nero USB Kabel ist natürlich schon eine ganz andere Hausnummer. Ich nutze das ADL by Furutech F21.2 USB-Kabel mit folgenden Eigenschaften:

- Hauptleiter: versilberte sauerstofffreie Kupfer Leiter (OFC), nach patentiertem kryogenem Verfahren behandelt
- Hauptummantelung: hochwertiges, hoch abschirmendes Polyethylen Gewebe
- Stecker: 24 Karat vergoldete Stecker

Für einen schmalen Taler stellt es mich derzeit zufrieden. Ich will nicht ausschließen, dass mich hier noch ein weiterer Optimierungswahn antreibt. :wink:

Hallo Hans-Martin,

Hans-Martin hat geschrieben:Bei entsprechender eingestellter Empfindlichkeit des Supra sollte es möglich sein, auf beiden Seiten eines 2-adrigen Netzkabels unterschiedliche Werte zu anzuzeigen (mehr auf der Seite des Phase-Leiters, weniger auf der Nullleiterseite).


Tatsächlich habe ich bei den T+A Netzkabeln nur direkt an der Buchse mit mittlerer Empfindlichkeit überhaupt etwas angezeigt bekommen. Am Kabel genau nichts. T+A schreibt zum Power Three HD folgendes:

Jedes Kabel ist mit einem verschiebbaren Mantelstromfilter ausgerüstet. Das 11 mm starke Kabel ist extrem fest aufgebaut, um auch bei hohen Strömen kein Resonieren oder Pumpen zuzulassen. Der harte Außenmantel aus antistatischem PVC umschließt ein dichtes Gewebe aus PE-Monofilen zur mechanischen Dämpfung. Darunter befindet sich ein weiterer hochwertiger Isolator, er umschließt den Aluminium-PET-Folienschirm mit Beilauflitze, der fest auf eine PP-Folie kaschiert wird, die eingestrahlte Störkomponenten ableitet. Im Kern befinden sich die drei Litzen mit je einem Querschnitt von 1,5 mm². Jeder dieser drei Leiter besteht aus einem Bündel von 30 fest verseilten Litzen aus hochreinem, sauerstofffreiem Kupfer und ist ebenfalls mit einer hochwertigen PE-Isolation umhüllt.

Vielleicht reicht die Empfindlichkeit des Messgeräts einfach nicht. Oder mein GigaWatt Powerconditioner sorgt schon für weniger Elektrosmog. Beim ungeschirmten Lampenkabel war der Effekt jedoch sofort nachvollziehbar. Grundsätzlich funktioniert es also.

Hans-Martin hat geschrieben:Vielleicht tut es auch ein Leitungsfinder aus dem Baumarkt.


Auch ein guter Ansatz.

Hans-Martin hat geschrieben:Der unsachgemäße Einsatz von Messmitteln könnte zu einer Fehlinterpretation führen, und diesen Eindruck hatte ich von deinen gezeigten Bildern.


Ich habe nach einem einfachen Messverfahren für den "Hausfrauengebrauch" gesucht. Da sind Fehlinterpretationen meinerseits natürlich nicht ausgeschlossen.

Grüße Gabriel
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Beitragvon GuidoS » 06.10.2018, 10:35

Hallo Gabriel,
ich habe den Gebrauch des Supra so verstanden, dass nicht nur direkt an dem Kabel gemessen werden kann, sondern ebenfalls in der Nähe des Steckers und auch am Gerätegehäuse selbst. Ich habe eigentlich immer eine Stelle gefunden, wo ich nach dem Drehen des Stromansteckers, mit mehr oder weniger Abstand bis zum Auslösen des Alarms, erkennen konnte, wann das Gerät Phasenrichtig angeschlossen ist. Ich bin jetzt zwar nicht mehr 100ig sicher, aber ich meine ich hätte das auch mit einem Multimeter verifiziert, um sicher zu geheh, dass die Supramethode auch funktioniert.

Gruß
Guido
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Beitragvon chriss0212 » 06.10.2018, 10:39

Ich habe eigentlich immer eine Stelle gefunden, wo ich nach dem Drehen des Stromansteckers, mit mehr oder weniger Abstand bis zum Auslösen des Alarms, erkennen konnte,


Mhhh...

hast Du denn dann auch mal von der anderen Seite gemessen? Wenn man den Stecker dreht, ist die Phase ja automatisch weiter entfernt, und wird auch noch vom N und ggfls. PE Leiter abgeschirmt.

Mir erschließt sich diese "Messmethode" noch nicht.

Grüße

Christian
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Beitragvon Hans-Martin » 06.10.2018, 11:18

Hallöchen,
nicht beirren lassen. Eine falsche Methode bleibt, was sie ist. Das WWW ist voll von Tips und Tricks, die nach einer kritische Prüfung nur eine Schlussfolgerung lassen: Der Schreiber hatte es selbst nicht vollständig verstanden*.
Immerhin: das Supra zeigt ein Feld an, da beißt die Maus keinen Faden ab.
Ob es auch so empfindlich ist, bei einer anderen Person im Raum etwas anzuzeigen, wie das mit dem Tastkopf eines Oszilloskop der Fall ist, weiß ich nicht. Es ist zu erwarten, dass beim Rundschwenk um ein Netzkabel unterschiedliche Anzeigen entstehen, und beim Netzsteckerdrehen sich das Gezeigte um 180° dreht (beim 3-adrigen Kabel um 120°).

Ein billiger Phasenprüfer mit LCS-Display (!) kann auch hochohmig genug sein, um bei Berührung des Gerätegehäuses einen Spannungsunterschied nach Steckerdrehen zu zeigen, vorausgesetzt: keine Schuko-Erdung und keine weiter Verkabelung zu anderen Komponenten.
Auch die bei PhonoPhono hinterlegte Anleitung weist darauf hin, hat aber * auch inhaltliche Schwächen, die ich undiplomatischer als Fehler bezeichnen würde.
Es fehlt der konkrete Hinweis (an den Laien) auf die Tatsache, dass bei Schukoverkabelung am Gehäuse kein Potentialunterschied zu messen ist.
https://www.phonophono.de/downloads/dl/file/id/268/product/2342/phonophono_merkblatt_netz_anschluss.pdf hat geschrieben:Einige Röhrenverstärker, zumeist preiswerte Geräte aus China, sind vom Hersteller mit einem
Entstörfilter ausgestattet, damit die Geräte die europäische CE-Norm erfüllen. Die billigen
Entstörfilter erzeugen jedoch einen hohen Störstrom über den Schutzleiter. Hier werden Sie immer
einen hohen Meßwert ablesen. Sie dürfen dieses Filter nicht entfernen, da das Gerät dann
hochfrequente Störströme ins Netz einspeist.

Das kann man nicht messen, wenn der zitierte Schutzleiter konnektiert ist.
Ob Schaltnetzteile gemeint sind, die heute viele Geräte versorgen und bei Kleinverbrauchern auf Schutzerde verzichten? Da ist die Signalmasse störbelastet, aber das wird durch den kapazitiven Spannungsteiler der Y-Kondensatoren dominiert. Abgesehen davon, dass benachbarte Geräte netzgestört versorgt werden, wird über die Geräteverkabelung die Ableitung der Störungen sich der Signalwege bemächtigen. Dieser Gesamtkomplex findet im zitierten PhonoPhono Artikel zum Thema LCD-Phasenprüfer keine Berücksichtigung.

Auch hier gilt, man muss viel mehr lesen als nur einen Artikel, um zu verstehen, wo die Fallstricke sich verbergen. Aber mancher kommerzielle Anbieter versucht, sein Halbwissen optimal zu vermarkten :(
Grüße
Hans-Martin
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Beitragvon chriss0212 » 06.10.2018, 12:08

Eine falsche Methode bleibt, was sie ist.


:cheers:

Ich habe nach einem einfachen Messverfahren für den "Hausfrauengebrauch" gesucht. Da sind Fehlinterpretationen meinerseits natürlich nicht ausgeschlossen.


https://www.voelkner.de/products/1068961/Oehlbach-Phasenpruefgeraet-Phaser-Phasenpruefgeraet.html?ref=43&gclid=Cj0KCQjwuuHdBRCvARIsAELQRQHJWOlQT3NfLEsi9IbFGGnXUu6FnxeDeNy-W5LsEKdedkha-wHOjqcaAk-1EALw_wcB

Damit kommt auch eine Hausfrau klar... und kostet auch nicht die Welt ;)

Grüße

Christian
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Beitragvon music is my escape » 06.10.2018, 13:30

Hallo Gabriel,

Als jemand, der die von Dir vorgestellte Methode des Ausphasens ebenfalls noch nicht so richtig versteht, möchte ich, um die Pferde nicht unnötig scheu zu machen, nur kurz anmerken, dass hier bei mir einige nach "offizieller" Multimetermethode augenscheinlich korrekt angeschlossene Geräte nach meinem Dafürhalten schlechter klangen als wenn man sie mit der "falschen" Polung verband. Nach diesem Erlebnis, welches auch andere Hifi-Freunde in ihrer Konfig hatten, bestimme ich die Steckerdrehung mittlerweile ausschließlich per Gehör. Für wichtig erachte ich die "korrekte" Phase nach wie vor bzw. stärker als je zuvor - je nach Gerät ergeben sich hier teils deutliche Unterschiede.

Viel Erfolg weiterhin,
Thomas

:cheers:
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Beitragvon chriss0212 » 06.10.2018, 13:31

Hallo Gabriel

Mir kommt auch eine Frage zu Deinen Netzkabeln auf.

- Hauptummantelung: hochwertiges, hoch abschirmendes Polyethylen Gewebe


Polyethylen ist doch ein Kunststoff... was kann der denn beim Supra abschirmen?

Grüße

Christian
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