Lohnt sich HiRes klanglich im Vergleich zur CD-Qualität?

Tontechnische Basisthemen

Beitragvon Distel » 07.03.2018, 10:14

Hallo liebe Forenfreunde,
die Aussage:
"und die Wandler dadurch nicht bei ihrer Schokoladenfrequenz betrieben, von den Filterstufen gar nicht zu reden."
kann ich nur unterstützen. Ich glaube bei den Formatvergleichen - zumindest bei hochwertigen - hören wir vor allem unterschiedliche Filter bzw. Filtercharakteristika. Unnatürlicher Hochtonglanz bei hoch aufgelösten Formaten mit mittelprächtigen Wandlern oder merkwürdig verphaste Raumdarstellung bei mehrfacher Formatkonvertierung finde ich häufig bei solchen Hörtests. Mitunter muss man sich mit einer analogen Platte mal wieder "Einnorden", um nicht digitalen Artefakten auf den Leim zu gehen. :o
Ich habe meine Experimente damit vorerst eingestellt. Ich bleibe bei 16/44.1, weil zum einen meine Wandler damit am besten zurechtkommt (passive Anlage) und weil ich es nicht einsehe, meine Musikbibliothek durch "HighRes" unnötig aufzublähen und zudem dafür noch teuer zu bezahlen. Da höre ich lieber Musik.
Dessen ungeachtet ist es natürlich vernünftig, mit höheren Auflösungen aufzunehmen - auch wenn natürlich die meisten Mikrofone weit weg von HighRes-Qualität ihren vortrefflichen Dienst tun. :lol:
liebe Grüße
sascha
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Beitragvon Gionni » 07.01.2019, 12:59

ich bevorzuge auch 44/16 an meiner passiv anlage.
es gibt sehr viele faktoren die einen guten klang ausmachen.
unter guten klang verstehe ich u.a :

tiefenstaffelung
ortbarkeit
klangfarben
emotionalität
musikalität
mikrodetails
informationen hinter den jeweiligen instrumente.
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Beitragvon Guenni » 09.01.2019, 17:39

ich habe vor einiger Zeit zu meinem Vorverstärker Electrocompaniet EC4.8 nun passend dazu den Wandler ECD-2 ergattern können. Das war nochmal ein guter Schritt in die richtige Richtung. Dadurch ermuntert dachte ich , wäre es eventuell nun mal an der Zeit mir ein gutes Laufwerk anzuschaffen, um auch noch CDs aus meiner großen Sammlung zu hören. Die Sachen über ein Kombigerät ( Bluray Player von Cambridge Audio) zu hören war nicht so besonders. Also habe ich mich ein wenig bei ebay umgetan um ein reines CD Laufwerk bzw einen CD-Spieler zu kaufen mit einem guten Laufwerk und Laseroptik. Primär habe ich nach einem Philips CD Pro bzw. nach CDM9 Pro Laufwerk geschaut. Bei Rotel wurde ich dann fündig. Der RCD 990 hat das verbaut.
Mal abgesehen, davon dass der auch tolle Wandler verbaut hat bin ich digital in den DAC gegangen.
Nun zum Test:
Ich habe heute ( weil diese Aufnahmen habe ich auch als HD Files ) zB Zauberflöte Klemperer gehört. Und da fand ich das Klangbild der CD viel ruhiger und ausgewogener. Nun kann es natürlich an der neuen Abmischung für die HD Files liegen.
Daher mein nächster Test : Ich rippe mittels EAC eine neuere CD mal ein und vergleiche dann Streaming mit CD. (dann natürlich beide 16/44)
Dritter Test wird sein - ein HD File auf Redbook format bringen und CD brennen.
Ich werde da berichten was sich ergibt.
PS werde gleich mal mein Profil erneuern, ich bin nun Besitzer einer BM18 Prozessor ( eine der letzteren die je gebaut wurden - schwarze Chassis - demnächst Bilder)
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Beitragvon Hans-Martin » 10.01.2019, 00:36

Guenni hat geschrieben:Also habe ich mich ein wenig bei ebay umgetan um ein reines CD Laufwerk bzw einen CD-Spieler zu kaufen mit einem guten Laufwerk und Laseroptik. Primär habe ich nach einem Philips CD Pro bzw. nach CDM9 Pro Laufwerk geschaut. Bei Rotel wurde ich dann fündig. Der RCD 990 hat das verbaut.
Mal abgesehen, davon dass der auch tolle Wandler verbaut hat bin ich digital in den DAC gegangen.
Nun zum Test:
Ich habe heute ( weil diese Aufnahmen habe ich auch als HD Files ) zB Zauberflöte Klemperer gehört. Und da fand ich das Klangbild der CD viel ruhiger und ausgewogener. Nun kann es natürlich an der neuen Abmischung für die HD Files liegen.

Hallo Günter,
auf die Ergebnisse des angekündigten Vergleichs bin ich gespannt.
Beim Gedanken an Rotel RCD990 fällt mir rückblickend ein, dass es wohl kaum ein Gerät mit größerer Bodenplatte gibt, in dem dieses Laufwerk verbaut wurde, und entsprechend gering ist die Verwindungssteifigkeit des Gehäuses. Es könnte sich lohnen, durch jeweiligen Druck auf die 4 oberen Ecken zu prüfen, ob sich ein diagonal gegenüberliegender Fuß um -gemessen an den anderen Füßen- denselben Betrag anhebt. Sonst das Gehäuse durch Druck zurechtbiegen (ich habe damals einen Bleistift unter einen Fuß gelegt und die Ecken seitlich der Achse heruntergedrückt).
Solche Gehäuse profitieren idR von aufgelegten Schiefer- Granit- oder Betonplatten, die den Deckel stabilisieren und den Druck über die Füße verteilen.
Grüße
Hans-Martin
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Beitragvon RitterRudolf » 10.01.2019, 11:46

Hallo Guenther
Der Vorschlag von Hans-Martin kann ich bestätigen.
Ich habe mir für meinen Rotel RCD 990 eine Platte aus Stahl und Gummi anfertigen lassen.
Der Rotel ist schon lange gegangen aber die passgenaue Platte ist immer noch da.
Es ist immer das gleiche, man sucht später Dinge die man schon hatte.
Zurzeit will ich meine CD`s rippen und habe schon 6 Laufwerk versucht,
die guten die ich hatte, sind alle gegangen.
Melde Dich bei Bedarf
Grüße
Rudi …
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