Musik-Streaming im Klangtest

Tontechnische Basisthemen
chriss0212
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Beitrag von chriss0212 »

Hallo Horst-Dieter
Horse Tea hat geschrieben:
25.04.2021, 23:00
fr.jazbec hat geschrieben:
25.04.2021, 22:38
Als Referenz habe ich ja noch den Klang von CD oder LP.
Hallo Rüdiger,

wie scheidet denn Quboz gegen z.B. CD ab? Bei mir ist CD nämlich, selbst mit höherer Datenrate etc., durch Streams kaum zu schlagen :oops: . Das ist irgendwo auch Äpfel mit Birnen verglichen, besser gesagt, gehen CD-Spieler mit Streamer auch mit in den Vergleich ein. Allerdings geht es bei mir dabei, bei gleichem DAC, je nach "Musikmaterial", nur um Nuancen, d.h. fast um eine akademische Diskussion.

Viele Grüße
Horst-Dieter
Ich nutze derzeit Euphony und der beschickt meinen eRED. Euphony puffert bei Onlinedienste das komplette Stück, bevor es an den Streamer geht. Das macht bei mir einen eindeutig hörbaren Unterschied, zu Qobuz ohne Pufferung angespielt. Vielleicht hätte das eine Chance gegen CD ;)

Grüße

Christian
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Boxentroll
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Beitrag von Boxentroll »

fr.jazbec hat geschrieben:
25.04.2021, 22:38
...
Als Referenz habe ich ja noch den Klang von CD oder LP. An und für sich sind meiner Anlage Härten fast völlig fremd(früher war das schon mal ein Thema), insofern möchte ich den Klang der Anlage ungern am Qobuz anpassen.
..
Hallo Rüdiger,

klar, würde ich dann auch nicht machen.

Ist immer problematisch, wenn es mehrere unterschiedliche Geräte sind.
Das war bei mir, als ich noch CD und LP nebeneinander betreiben habe, auch so, und für mich war es immer ein Problem, daß die klanglichen Signaturen deutlich unterschiedlich waren. Ich war immer mit dem einen oder anderen nie so 100% zufrieden.

Mittlerweile ist bei mir die Hardware für Streaming von Qobuz und das Abspielen von FLAC Downloads die gleiche - bis auf den Server bzw. den Internetanschluss. Die Unterschiede sind extrem gering. Das gilt allerdings wirklich nur für Streaming von Qobuz vs. download des gleichen Albums von Qobuz. Gleiche Auflösung, Ausgabe, usw. vorausgesetzt.
Sobald es eine gerippte CD ist, kann man schon nicht mehr sicherstellen, daß es das gleiche Mastering ist.

Wenn das Signal über unterschiedliche eventuell sogar analoge Hardware läuft, hat man m.E. nur eine Chance, wenn man eine einheitliche Klangsinatur möchte: möglichst neutrale Geräte verwenden. Diese grundsätzliche Ausrichtung muss einem natürlich gefallen, sonst ist das auch keine Lösung.
Ich persönlich versuche, möglichst neutrale Geräte zu verwenden. Ein wenig Sounding mache ich aber trotzdem, allerdings im Lautsprecher über die Zielkurve der Entzerrung. Dann passt diese eine Färbung/Korrektur für alles, was reinkommt.

Viele Grüße
Christian
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Piano0412
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Beitrag von Piano0412 »

Guten Morgen!

Ich nutze Deezer Hifi und bin im Allgemeinen recht zufrieden mit dem Klang. Einziger Kritikpunkt, den ich bisher habe, ist, dass bei manchen Alben die Tracks und Titel durcheinander geschmissen sind, d.h. manche Tracks werden mit falschem Titel angezeigt. Ich hatte auch über Tidal Hifi nachgedacht, habe allerdings im Augenblick kein Gerät, das MQA-tauglich ist.

Nun habe ich dieses VIdeo https://www.youtube.com/watch?v=pRjsu9-Vznc gesehen, in dem MQA verschiedenen Tests unterzogen wurde, und bin geschockt und gleichzeitig froh, Tidal dafür kein Geld in den Rachen zu werfen.

HG
Jochen
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llucki
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Beitrag von llucki »

Hallo zusammen,

also, ich stehe MQA weitgehend emotionslos gegenüber. Ich glaube nicht an Magie und habe nichts gegen PCM. Bereits 2019 hatte es im c't Magazin eine Untersuchung des Formats MQA gegeben (c't 7/2019 S. 70 "Magisches Rauschgift").
Ausschnitt des Fazits: "Ist MQA also akustisches Schlangenöl? Direkte klangliche Verbesserungen gegenüber einer normalen Wave- oder FLAC-Datei mit 24 Bit/48 kHz lassen sich nach unseren Untersuchungen damit nicht erzielen."

Schlechter klingt es für meine Ohren aber auch nicht. Von daher ist es mir relativ egal, ob da jemand als Geschäftsidee heiße Luft verkauft oder nicht. Geld fürs Decodieren werde ich sicher nicht ausgeben. Wie gestreamt wird, finde ich nicht wichtig, solange es den Klang nicht beeinträchtigt.

Qobuz Sublime und Tidal HQ sind im Alltag in meiner Umgebung ebenbürtig.

Viele Grüße
Ludger
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fr.jazbec
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Beitrag von fr.jazbec »

Hallo,
ich glaube ich habe den ziemlich idealen Kompromiss gefunden. DSD256 klang ja schon recht „angewärmt“, ein Nachteil war aber die schlechte Ortbarkeit der Instrumente, alles wirkte ineinander überlaufend. So nahm ein Piano gerne den ganzen Raum zwischen den Boxen ein, ebenso wie das Schlagzeug. Bin jetzt erstmal von 3V Ausgangsspannung auf 2V gegangen und dann von DSD auf Upsampling auf 768khz. Scheint gut zu passen, kann jetzt problemlos den Neutralfilter am Qutest zuschalten ohne Schärfe.
In dem Zusammenhang, was macht der M-Scaler jetzt eigentlich noch anders?
Gruß Rüdiger
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llucki
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Beitrag von llucki »

Wegen genau dieser c't Artikel wurde der Thread 2019 eröffnet. Das passiert, wenn man in einen Thread quer einsteigt und nicht liest, um was es ging...

Viele Grüße
Ludger
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hkampen
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Beitrag von hkampen »

Hallo Rüdiger,
fr.jazbec hat geschrieben:
26.04.2021, 20:12
In dem Zusammenhang, was macht der M-Scaler jetzt eigentlich noch anders?
Gruß Rüdiger
auf jeden Fall beißen sich Upsampling und MQA, egal welches Tool du nimmst. Ich hab bisher keine Software-Upscaler ausführlich getestet. Mit einer Testversion von Audivana habe ich mal etwas rumgespielt. Die dadurch entstandene Klangverbesserung war weit entfernt von den Ergebnissen, die der M Scaler bei mir liefert. Etwas Hintergrund zu Upscaling findest du hier: viewtopic.php?f=18&t=12623

Viele Grüße
Harald
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Piano0412
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Beitrag von Piano0412 »

Guten Abend

Ich habe eben vernommen: "Apple Music kündigt 3D-Audio mit Dolby Atmos an; gesamter Katalog in Lossless Audio"

Wenn Apple schreibt, "Die verlustfreien Formate von Apple Music beginnen bei CD-Qualität, die 16 Bit bei 44,1 kHz (Kilohertz) beträgt und reichen bis zu 24 Bit bei 48 kHz und ist nativ auf Apple Geräten abspielbar." - Heißt das, AirPlay kann 24 bit/48 Hz? Ich dachte, dort wäre in CD-Qualität Schluss?

Herzliche Grüße
Jochen
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WongP
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Beitrag von WongP »

Hallo Jochen,

danke für die Info.

"Hi-Res Lossless erfordert außerdem externe Geräte wie einen USB Digital-Analog-Wandler (DAC)."
sowie
"Not all content is available in Dolby Atmos. Accessing Dolby Atmos features requires Dolby Atmos–capable devices. Playback quality will depend on hardware, audio accessories, and internet connection."

Tipp für Interessierte.
Dolby Atmos Music - Teil 1 Basics: https://youtu.be/teAlp5pLD4U
Teil 2: https://youtu.be/sk9lqD6_ax8
Teil 3: https://youtu.be/F-rdqtt5c0E

Und gut für uns. Konkurrenz belebt das Geschäft! Amazon Musik Ultra-HD (24 Bit und bis zu 192 kHz) und 3D Audio sind ab sofort ohne Aufpreis für mehr Soundqualität im Amazon Music HD Abo enthalten!

Gruß,
Micha
Mr. Mike
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Beitrag von Mr. Mike »

Hallo Jochen,
Piano0412 hat geschrieben:
18.05.2021, 21:34
Wenn Apple schreibt, "Die verlustfreien Formate von Apple Music beginnen bei CD-Qualität, die 16 Bit bei 44,1 kHz (Kilohertz) beträgt und reichen bis zu 24 Bit bei 48 kHz und ist nativ auf Apple Geräten abspielbar." - Heißt das, AirPlay kann 24 bit/48 Hz? Ich dachte, dort wäre in CD-Qualität Schluss?
Apple schreibt sogar "Für wahre Audiophile bietet Apple Music auch Hi-Resolution Lossless bis hin zu 24 Bit bei 192 kHz." - wobei hier unklar ist, ob das nur die Möglichkeiten von Apples eigenem loosless audio codec ALAC beschreibt (nicht neu) oder aber ob Content in dieser Auflösung über Apple Music bereitgestellt wird (das wäre neu).
https://www.apple.com/de/newsroom/2021/ ... ess-audio/

Jedoch: das genutzte Format (ALAC anstatt dem verlustbehaftetem AAC) ist das eine, AirPlay wiederum ist ein Übertragungsprotokoll, also was anderes.
Tatsächlich ist AirPlay in der Übertragung begrenzt, aber es gibt ja andere Wege der Übertragung an einen DAC ohne die AirPlay Limitierung (W-Lan, USB...).

Grüße

Michael
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Piano0412
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Beitrag von Piano0412 »

Hallo Michael & Micha!
Mr. Mike hat geschrieben:
19.05.2021, 12:17
Apple schreibt sogar "Für wahre Audiophile bietet Apple Music auch Hi-Resolution Lossless bis hin zu 24 Bit bei 192 kHz." - wobei hier unklar ist, ob das nur die Möglichkeiten von Apples eigenem loosless audio codec ALAC beschreibt (nicht neu) oder aber ob Content in dieser Auflösung über Apple Music bereitgestellt wird (das wäre neu).
https://www.apple.com/de/newsroom/2021/ ... ess-audio/
Für mich ist das klar - Apple Music ist der Streamingdienst, der Content in HiRes bis zu 24/192 anbietet.
Mr. Mike hat geschrieben:
19.05.2021, 12:17
Jedoch: das genutzte Format (ALAC anstatt dem verlustbehaftetem AAC) ist das eine, AirPlay wiederum ist ein Übertragungsprotokoll, also was anderes.
Tatsächlich ist AirPlay in der Übertragung begrenzt, aber es gibt ja andere Wege der Übertragung an einen DAC ohne die AirPlay Limitierung (W-Lan, USB...).
Ich hatte mich bewusst auf 24/48 bezogen, von dem Apple behauptet, auf Applegeräten ließe sich das übertragen. Unklar ist allerdings, ob das AirPlay(2) einschließt, welches meines Wissens 16/44,1 übertragen kann. Wirklich verlässliche Infos habe ich dazu aber bisher nicht gefunden, daher meine Frage.
WongP hat geschrieben:
19.05.2021, 11:59
„Hi-Res Lossless erfordert außerdem externe Geräte wie einen USB Digital-Analog-Wandler (DAC)."
Dieser Satz heißt in Verbindung mit den o.g. Interpretationen: Apple Music als Streamingdienst kann na zu 24/192 anbieten. Apple Geräte unterstützen bis zu 24/48 (AirPlay bis dato unklar), für alles darüber hinaus braucht es externe Geräte.

Für mich persönlich wäre 24/48 über AirPlay völlig ausreichend.


Tante Edit sagt, Bluesound schreibt:
„Airplay itself streams in lossless ALAC 16/44.1 even if you are playing a higher bitrate from your original source. This means if you are playing 24/96 audio from your Node 2i, Airplay will compress it to 16/44.1 before sending it over your network. Unfortunately this is a limitation of Airplay and not the Node 2i so there is no way for us to make any changes to avoid this compression in a future update.“

Das klärt zumindest die Frage nach AirPlay (leider unbefriedigend). AirPlay2 ist damit allerdings noch offen.


Herzliche Grüße
Jochen.
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