Symmetrisch vs. asymmetrisch

Tontechnische Basisthemen

Beitragvon chriss0212 » 01.01.2019, 14:48

Hat evtl. jemand mal die Ed or WSM Serie probiert?

Die gibt es als WSM 15k/600 und WSM 600/15k

Scheinen auch sehr preiswert und böten ja die Möglichkeit jedes HiFi Gerät sowohl im Input oder Output zu symetrieren... oder sehe ich da was falsch?

Grüße

Christian
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Beitragvon chriss0212 » 01.01.2019, 16:08

Alternativ zu den edcore... aber natürlich teurer:

http://cinemag.biz/line_input/PDF/CMLI-10-600.pdf
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Beitragvon chriss0212 » 01.01.2019, 16:37

Sowter darf natürlich nicht fehlen:

http://www.sowter.co.uk/specs/8540.htm
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Beitragvon chriss0212 » 01.01.2019, 17:28

Und von Lundahl gibt es ein paar nette Problemsolvers

https://www.lundahltransformers.com/problem-solvers/
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Beitragvon chriss0212 » 01.01.2019, 17:41

Hallo Josh

Was beim ART DTI etwas schade ist, dass es ein 1:1 Übertrager ist und somit keine Pegelanpassung stattfindet... sonst liest sich das ja wirklich sehr gut... besonders bei dem Preis!

Wenn Quelle und Empfänger mit einem DTI ausgerüstet werden ist das jedoch egal, da ist ja dann keine Anpassung nötig.

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon oncle_tom » 06.01.2019, 16:21

Ist von Euch schon mal jemand den Weg der Symmetrierung per ÜT (z.B.: RCA -> ÜT -> ÜT -> RCA) gegangen?

Peter
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Beitragvon Hans-Martin » 06.01.2019, 21:23

oncle_tom hat geschrieben:Ist von Euch schon mal jemand den Weg der Symmetrierung per ÜT (z.B.: RCA -> ÜT -> ÜT -> RCA) gegangen?
Hallo Peter,
altes Tonstudioequipment hatte 600 Ohm Übertrager an Eingängen wie Ausgängen, und 600 Ohm war eine Ansage für die Impedanz. Inzwischen haben wir viel höhere Ansprüche, wie man sie mit Billington, Jensen, Lundahl, Sowter befriedigen kann, die vielleicht auch auf die hohen Ausgangspegel digitaler Elektronik mit ausgelegt.
Nimmst du Übertrager und schließt sie mit 10k bis 50kOhm ab, musst du mit einer Anhebung höchster Frequenzen rechnen, dazu geben manche Hersteller (wie z.B. Neutrik) Empfehlungen für ein Zobelglied parallel zum falschen Abschluss des Übertragers beim Eingangverstärker.

Vergleicht man unterschiedlich lange Ausführungen gleicher Kabeltypen (Stecker, Lötzinn, Beschaltung und überhaupt auch die Verarbeitung in einem Zuge, also identisch bis auf die Länge), stellt man auch bei symmetrischen Leitungen fest, dass diese längenbedingt eine Verschlechterung der räumlichen Abbildung und im Detailreichtum mit sich bringen, die dielektrische Absorption ist nicht von der Hand zu weisen.

Bei einem RCA/Cinch /single-ended Ausgang kann man den Ausgangswiderstand feststellen, eine abgeschirmte symmetrische Leitung nehmen, wobei der (-)Leitung ein dem Ausgangswiderstand entsprechender Festwiderstand zur Signalmasse beim RCA zwischengeschaltet wird, damit werden auf der Quelleseite beide Leiter mit gleicher Impedanz angeschlossen. Auf der Empfängerseite kann man dann das Signal symmetrisch abnehmen, mit Übertrager nahezu perfekt, was die primärseitige Impedanz und Symmetrie und Gleichtaktstörungsunterdrückung betrifft (die Kopplungskapazität der Wicklungen bleibt ein unlösbares Problem wie bei jedem Trafo, bekannt vom Ausphasen beim Netzanschluss).

Ich habe schon lange keine Experimente mit dieser Idee mehr durchgeführt, vor 25 Jahren habe ich sie abgebrochen, nachdem ich mit guten RCA-RCA Kabeln (quasisymmetrisch beschaltet) bessere Ergebnisse bekam als mit Übertrager und ebensolchen Leitungen. Weil die Übertrager (mein bester war der marantz DLT-1, damals DM 600) nicht gut genug waren.
Ich habe mich dann mit Zobelgliedern beschäftigt (angefixt durch Enacom, nicht wegen der Übertrager) und musste zu meiner Verblüffung feststellen, dass die dazugehörenden Kondensatoren -nominell ungepolt- durchaus klangliche Unterschiede aufzeigten, wenn sie mit beiden Beinchen umgekehrt eingesetzt wurden, zudem, ob sie oder der Widerstand an Signalmasse (und der C an Signal) lagen. Und schon hat man bei einem einfachen RC-Glied 4 Varianten, die sich klanglich differenzieren lassen, und jedes Lehrbuch bügelt darüberweg.
Es gibt viele Dinge zu entdecken, wenn man seine Ohren aufmacht. Ich nenne es mal: die Unschuld verlieren.
Grüße
Hans-Martin
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