Plattenwaschen mit Plattenspielern

Plattendreher und Bandmaschinen

Beitragvon Melomane » 25.03.2017, 21:33

Siriuslux hat geschrieben:wohl ein Dual Reibrad-Plattenspieler 1209 oder 1229 zum Beispiel


OT an

Jörg,

du hast Jehova gesagt: Zur Steinigung bitte wahlweise oder gleichzeitig nach rechts oder links!

Für solch ein Vorhaben nimmt man bitteschön keine hochwertigen Duals. Da tut es auch eine einfachere Variante, ich empfehle vorzugsweise einen starken Direktantrieb asiatischer Provenienz.

Den Dual kannst du dir natürlich anschaffen, aber bittschön zum Musik hören. ;)

OT aus.

Gruß

Jochen
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Plattenwaschen mit Plattenspielern

Beitragvon Siriuslux » 25.03.2017, 22:00

Hallo,

gerade hat unser Freund Melomane teilweise zu Recht gesagt, ich sollte zur Steinigung gehen - wahlweise rechts oder links.....

Der Vorschlag war, einen Dual Reibradler als Plattenwaschmaschine zu nutzen, zum Beispiel einen CS1209, 1219 oder 1229, so wie mir das im Parallelforum auch nahegelegt wurde.
Der Alternativvorschlag unseres Mitforenten war, einen asiatischen Direkttriebler zu nutzen.
Meine bisherigen Recherchen ergaben, dass die Dual recht günstig zu bekommen sind, jedenfalls eher günstiger als z.B. eine Technics SL-Q2.
Welcher Alternativvorschläge hättet Ihr denn so?

Gruss, Jörg
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Beitragvon llucki » 25.03.2017, 22:03

Melomane hat geschrieben: starken Direktantrieb asiatischer Provenienz

Hallo zusammen,

ich weiß nicht, wie stark ein 'starker Direktantrieb asiatischer Provenienz' sein kann, aber ich habe hier einen Denon GT 700 aus den 70ern. Der sollte eigentlich einigermaßen repräsentativ für diese Gattung sein, denke ich. Den kann man ohne besonderen Druck mit der weichen Staubbürste anhalten. Für den Zweck der gründlichen Reinigung ist das gänzlich ungeeignet. Dafür muss die Platte um ein Vielfaches kräftiger gedreht werden.
EDIT: Bei kräftigem Antrieb wird die Platte dann auch mit einer dicken Schraube am Teller fixiert. Und dann kann gereinigt werden.
EDIT 2: Sehe gerade: Cheap Thrill Methode meint, die Platte mit der Hand anzutreiben? Nun gut, wenn das funktioniert. Neben dem kräftigen Antrieb schätze ich bei der Waschmaschine auch den Saftsauger...

Viele Grüße
Ludger

(Diesen auch umlegen...)
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Beitragvon Melomane » 25.03.2017, 22:10

Jörg,

das kommt letztlich drauf an, wie kräftig du der sich drehenden Platte zu Leibe rücken möchtest. Ich hätte (und hatte) keine Lust mehr, selbst die Bürste minutenlang zu halten/zu bewegen. Wenn ich mir etwas bauen wollte (aber nicht könnte), wäre meine Empfehlung etwas mit festinstallierter Bürste und Punktabsaugung. Dafür braucht man nicht die durch nichts zu erschütternden Antriebe.

Da ich aber kein Bastler bin, habe ich mir eine Plattenwaschmaschine gekauft, die meinen Bedürfnissen in Sachen Plattenwäsche entsprechen kann.

Gruß

Jochen
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Beitragvon Hans-Martin » 25.03.2017, 22:23

Siriuslux hat geschrieben:Welcher Alternativvorschläge hättet Ihr denn so?

Hallo Jörg,
die eigentlichen Probleme berührt deine Frage nicht. Bei der Plattenreinigung ist die Drehzahlkonstanz NICHT das Thema, selbst eine Drehkurbel mit Handbetrieb könnte hinreichend sein. Wenn die anderen Bereiche (Zusammensetzung der Reinigungslösung, Bürsten, rückstandsfreie Absaugung der Flüssigkeit samt dem Dreck) keine Fragen aufwerfen...
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon Melomane » 25.03.2017, 22:32

Hallo,

das Problem ist ja in der Tat nicht der Gleichlauf, sondern dass der Teller bei zu schwachem Antrieb zum Stehen kommt, wenn man händisch die Bürste fest aufsetzt.

Apropos: Neulich habe ich einen kleinen Test gemacht: Samtreinigungsbürste nicht nur zärtlich auf die Platte gehalten. Die normalen Antriebe gaben sofort klein bei, ein Dual 1219 wehrte sich nach Kräften, ein Disco-DD aus meinem Bestand zog ungerührt durch. Das meine ich dann mit starkem Antrieb. Natürlich habe ich meine "Auflagekraft" nicht gemessen, ihr könnt den Test also sofort vergessen, wenn darauf Wert gelegt werden sollte. ;)

Gruß

Jochen
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Beitragvon Siriuslux » 25.03.2017, 23:11

Hallo Jochen,

Jetzt sind wir beieinander. Wenn der Dual CS1219 das dirchgezogen hat mit der Bürste, dann wäre er wohl geeignet.
Ich wollte halt keine 500€ für eine Waschmaschine inveatieren sondern lieber einen ordentlichen Dreher (Gleichlauf egal, Antriebsmoment wichtig), die Clearaudio Groove Bürste, frisches Küchenpapier und ein Mix as Aqua dest. + Isopropanol + Netzmittel (1 Tropen Pril reicht da).

Damit funktioniert das Waschen und es bleibt Geld für den eigentlichen Hörgenuss.

Gruß, Jörg
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Beitragvon Melomane » 25.03.2017, 23:26

Hallo Jörg,

ja, aber da ist auch die Bequemlichkeit: Man kann es wohl mit relativ kleinem finanziellem Aufwand hinbekommen, eine schwenkbare Reinigungsbürste zu implantieren. Befrage die Suchmaschine, ich erinnere Beiträge zu einer solchen Operation für eine Okki Nokki. Bei einem Plattenspieler wäre auf der linken Seite genügend Platz. Und den Arm kann man mit der Absaugvorrichtung ausstatten. Auch dazu finden sich Beispiele im Netz. In der Summe kostet das alles nicht viel, ich habe Beträge um die 100,- in Erinnerung, je nachdem, was man für Plattenspieler und Absaugvorrichtung zu entrichten hat. Der Rest sind relative Peanuts.

Einen 1219 bekommst du nur mit viel Glück zu dem Preis und darfst dann eben auch noch Handarbeit leisten. Ich finde, dass die nervt, wenn man mal eben vor dem Musikgenuss eine Platte waschen möchte.

Gruß

Jochen
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Beitragvon Hans-Martin » 25.03.2017, 23:32

Hallo Jörg,
das Tensid trägt erheblich zur Reinigungswirkung bei, mehr als der Alkoholanteil. Nichts spricht gegen ein Antistatikmittel (Geschirrspülmittel bringen damit Glanz aufs Glas), ich würde aber auch ein Microfaserreinigungstuch einsetzen, um die Platte trocken zu bekommen, viel eher als Küchenpapier.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon Siriuslux » 26.03.2017, 00:31

Hallo Hans-Martin,

mit dem Mikrofasertuch bringst Du mich auf eine Idee, dass es nämlich auch Mikrofasertücher zum Trocknen gibt. Ich habe so eines für Autos - da sollte ich mir noch mehrere kaufen, damit kann man durch einfaches Auflegen eine Kofferraumhaube trocknen, jedenfalls wenn es eines der kleineren Autos ist, die es sich auch lohnt von Hand zu waschen :mrgreen:
Jochen hat natürlich recht, wenn es um die Bequemlichkeit geht. Wenn hier noch jemand einen Link posten könnte zu den Versionen, die Jochen im Kopf hat, dann wäre das prima. Von einer Okki Nokki wurde mit schon abgeraten, Thema Geräusch und Zuverlässigkeit, und dann kostet die ja auch schon 250 €.

Gruss, Jörg
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Beitragvon Melomane » 26.03.2017, 10:13

Hallo Jörg,

nur als Anregung, die Bürste sollst du nicht kaufen. ;)

http://www.ebay.de/itm/Buerstenarm-Brus ... 2434853681

Aber ein ähnliches Konstrukt aus der DIY-Szene sollte sich eben auch auf einem Plattenspieler einsetzen lassen.

Google mal nach "Bürstenarm Okki Nokki", es gibt da einige threads, so auch im AAA-Forum, die ich aber nicht weiter verfolgt habe.

"DIY Punktabsauger" gibt auch zahlreiche Treffer. Es sollte sich also etwas finden. ;)

Gruß

Jochen
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Beitragvon Piano Pianissimo » 26.03.2017, 13:09

Selbstgebastelt ist das doch in aller Regel grosser Schweinkram.
Das kriegt man nie so hin wie die profis.

Zu meinen Tagen , lang lang ist her , wurde ein handwarmes Prilwasser in die Waschchüssel gefüllt,
die Objekte der begierde gebadet und sorgfältig und schonen abgetrocknet.
Danach waren die Platten "wie neu"

und hat fast nix gekostet.

aprospos, vor dem SAbspielen wurden die Platten immer (!!) mit einer Samtbürste sorgfältigst
abgestaubt. Erst danach kam der "Trockenbesen der immer mitlief.
Der "Hartekern" nahm Lenco Clean.

Scheint alles vergessen zu sein.
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Beitragvon Melomane » 26.03.2017, 13:43

Piano Pianissimo hat geschrieben:Zu meinen Tagen , lang lang ist her , wurde ein handwarmes Prilwasser in die Waschchüssel gefüllt,
die Objekte der begierde gebadet und sorgfältig und schonen abgetrocknet.
Danach waren die Platten "wie neu"


Optisch vielleicht, aber in Gegenden mit stark kalkhaltigem Wasser wohl kaum nebenwirkungsfrei. Davon abgesehen, wäre die Planscherei für mich die angesprochene Schweinerei. Und nicht mal eben so vor dem Plattenhören zu bewerkstelligen.

und hat fast nix gekostet.

Außer Nerven - heutzutage jedenfalls meine.
aprospos, vor dem SAbspielen wurden die Platten immer (!!) mit einer Samtbürste sorgfältigst
abgestaubt. Erst danach kam der "Trockenbesen der immer mitlief.
Der "Hartekern" nahm Lenco Clean.

Scheint alles vergessen zu sein.


Nö, hat nur nichts mit effektiver Reinigung zu tun.
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Beitragvon Hans-Martin » 26.03.2017, 14:31

Piano Pianissimo hat geschrieben:Zu meinen Tagen , lang lang ist her , wurde ein handwarmes Prilwasser in die Waschchüssel gefüllt,
die Objekte der begierde gebadet und sorgfältig und schonen abgetrocknet.
Danach waren die Platten "wie neu"
....
Scheint alles vergessen zu sein.

Hallo,
Hobbythek mit Jean Pütz: man nehme einen sehr großen Kessel mit Wasser, koche ihn auf, beim Abkühlen sinken die Mineralstoffe auf den Boden, dann kann man vorsichtig das Wasser von oben abschöpfen und für die Plattenwäsche benutzen.
Danach ein weiteres Bad und trocknen.
Ein anderer Trick war das Einspannen in eine Bohrmaschine mit Drehzahlregelung für den Trockenschleudergang
Ich erinnere mich an eine auf der IFA ausgestellte Ultraschall-Plattenwaschmaschine, die nach Absenken des Flüssigkeitsspiegels die Platte mit Rotation trocknete.
Ultraschall ist aber umstritten (Kavitation).
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon uli.brueggemann » 26.03.2017, 16:13

Hans-Martin hat geschrieben:Hobbythek mit Jean Pütz: man nehme einen sehr großen Kessel mit Wasser, koche ihn auf, beim Abkühlen sinken die Mineralstoffe auf den Boden, dann kann man vorsichtig das Wasser von oben abschöpfen und für die Plattenwäsche benutzen.

Mmh, da gibt es dann doch auch 5 literweise schlichtes destilliertes Wasser fürs Bügeleisen in jedem Supermarkt ...

Grüsse
Uli
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