Vinyl versus CD

Plattendreher und Bandmaschinen

Beitragvon Truesound » 26.04.2016, 21:51

Hans-Martin hat geschrieben:
Truesound hat geschrieben:Sehr oft war die SACD Spur ein anderes Mastering oder lauter als die CD Spur....

Hallo Sven, ich sehe hier, dass links per Dynamikkompression alles viel lauter rüberkommt. Aber der musikalische Ausdruck, dieses Anschwellen, wie es bei der CD (rechts) sichtbar ist, ist bei der SACD alles gleichgemacht:
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Bei der Janos Starker Hybrid SACD erkennen wir gleich am Anfang sehr niederpegelige Aufnahmeraumnebengeräusche...die sind auf der CD Spur überhaupt nicht mit drauf....

Die Aufnahme stammt aus den Jahren 1963 und 1965 - vor Dolby Noise Reduction.
Ich sehe aus der Hüllkurve, dass sie nicht nur lauter kommt, auch verdächtig nach vorsichtiger (oder unbedachter, nicht ordentlich abgehörter) Dynamikkompression ausschaut.
Obendrein scheint eine Version auch invertiert worden zu sein. Demnach wäre ein Layer verkehrt, und da meine Mercury CDs positiv gepolt sind, nehme ich an , dass es der SACD-Layer ist, der invertiert wurde.
Ich kann mir vorstellen, dass der CD-Layer denselben Inhalt hat, wie die früher veröffentlichte Digitalübertragung vom Band auf CD-Format. Es ist für mich gut vorstellbar, dass man nicht vom 16/44 Digitalmaster auf SACD, sondern vom Analogband auf SACD-Format überspielt hat, und mit heutigen Mitteln noch einmal nachpoliert hat. Vielleicht kann man per Spektralanalyse sogar einen Unterschied zwischen beiden finden.
Grüße Hans-Martin



Zur Janos Starker:
Die CD Spur ist das 1990er Mastering und für die SACD Spur wurde neue digitalisert und gemastert....
Habe kurz nach 2008 im Maschinenraum der EBS damals noch in Hannover Langenhagen noch die PC Workstations für das DSD Mastering als auch eine alte AMPEX 300-3 gesehen......
Wenn mich nicht alles täuscht wurde via PCM Neudigitaliserung und Nachbearbeitung zum Schluß in DSD für die SACD gewandelt....

http://www.kcstudio.com/wilmacozartfine2.html
http://www.theabsolutesound.com/articles/wilma-cozart-fine-the-muse-of-mercury/
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Beitragvon Kawumm » 29.08.2016, 18:16

Melomane hat geschrieben:Hallo,

ich finde mittlerweile die Diskussion um die Überlegenheit von Tonträgerformaten für müßig. Entscheidend ist, was an den Ohren ankommt. Es kann sein, dass in Anlagenkonstellation A das Medium SACD siegreich ist, in Anlagenkonstellation B die CD, in Anlagenkonstellation C die gute alte Platte. Was soll's?! Werde ein jeder nach seiner Facon nicht nur selig, sondern in diesem Fall zufrieden mit dem, was er hat. Und viel wichtiger als irgendwelche Formate ist, dass die Produzenten einen anständigen Job gemacht haben.

Gruß

Jochen



Die Diskussion in der Stereophonie fand ich schon immer nicht zielführend - zum Equipment :

Vorausgesetzt die Tonträger sind ausgesucht und die RIAA variabel - habe ich bis heute kein digitales Equipment gehört , das dem Analogen in der Summe überlegen wäre .

Dem analogen Hören , ein sentimental ritualisierten Anachronismus , als Hauptmotivation zu unterstellen ???

Die Annahme zu haben , das ein EMT 948 das Maß des Analogen wäre , ist ungefähr dasselbe wie die Annahme das Digital es an sich wäre. Beide Formate sind in Erster Linie eine Kunstform .

G / Otto
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