"High End" MC Phono Pre Vergleich

Plattendreher und Bandmaschinen

Beitragvon luebeck » 09.05.2018, 08:07

Sehe ich auch so. Solch keine Signale sollten direkt verarbeitet werden.
In der Preisklasse des MC One könnte man sich aber auch vorstellen, dass die Eingangsschaltung mehrfach spendiert wird zum Anschluß mehrerer Dreher.
Schöne Grüße
Günter
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Beitragvon nemu » 09.05.2018, 08:32

Hallo zusammen,

die Aussagen von Reinhard, Günter und Andi möchte ich gerne nochmal bekräftigen. Bei meinen persönlichen gemachten Erfahrungem mit Schaltern beim Übertragerbau konnte ich selbst die klangschädigende Wirkung feststellen.

Gruß Stephan
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Beitragvon Jazzical » 14.05.2018, 09:56

Für das Geld einer MC1 würde ich mir glaub ich eher ein paar FM122 kaufen :D
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Beitragvon shakti » 17.07.2018, 23:35

​In diesem Thread habe ich bereits sehr viele PhonoPres beschrieben, nachhaltig beeindruckt haben mich dann aber doch zumeist die Roehren PhonoPres, so gut mir die Transistor Fraktion im direkten Vergleich auch immer gefaellt, so wenige Spielstunden bekommen diese Geraete dann aber letztendlich, zumeist schalte ich bei langen Hoesessions auf eine meiner Roehren Phono Vorstufen.

So aehnlich ging es mit lange Zeit mit Vorverstaerkern, bis dass ich die Koda Takumi K10 kennengelernt habe. Diese ist in der Lage, mich auch bei langen Hörsessions in den musikalischen Bann zu ziehen! Und dass , obwohl die Koda eine reine TransistorVorstufe ist.

​Leider liegt die Koda Takumi MC1 Phonovorstufe mit einer UVP von fast 70.000,-eur weit ausserhalb meiner Moeglichkeiten, insofern habe ich mich in Muenchen auf der High End nach anderen Moeglichkeiten umgesehen.

​Auffällig oft wurde mir dort die Phono Vorstufe

CH Precision P1

https://www.hifitest.de/test/phono_v...ision-p1_13973
​https://www.ch-precision.com/en/products/source/p1

Die P1 liegt mit einem aktuellen Preis von rum 30.000,-eur zwar immer noch im absoluten High End Bereich, auf der anderen Seite passt sie Preislich in das Feld der bisher von mir genutzten Phono Vorstufen, die Aesthetix lag bei ca 25k, die Kondo mit Uebertrager ebenfalls bei ca 30k.

Als mir dann Nishikawa San (ehm Chefentwickler Micro Seiki, jetzt TechDas) erzählte, dass er mit der CH Precision P1 seine Laufwerke entwickelt und auch privat damit Musik hoert , stand der Entschluss fest, dass ich die P1 in meiner Kette hoeren wollte.

Vielleicht kann die P1 als moderner Transistor ja das, was ich bis jetzt immer bei "Sand" vermisst habe....

​Was mir technologisch schon mal gefaellt ist, dass ich 3 Eingaenge habe, die ich separat konfigurieren kann.

Ich hoere sehr gerne die vdh Colibri Systeme und diese lieben den hauseigenen vdh Grail (am liebsten den symmetrischen SB). Der Grail PhonoPre ist ein sogenannter Stromverstärker. Dieser spielt im Prinzip unabhängig vom Spuelenwiderstand, dh es muss keine Impedanz voreingestellt werden.

​Allerdings sind diese Stromverstärker zumeist nur bei Tonabnehmern mit geringem Spulenwiderstand zu gebrauchen (meistens bis ca 40ohm)

​2 der P1 Eingänge sind mit einem solchen Stromverstärker ausgestattet und koennen bis ca 65db verstärken .

der dritte P Eingang ist MM oder MC .

MC in diesem Fall in klassischer Schaltung, so dass die Impedanz gewaehlt werden kann. Dies kann in 500 kleinteiligen Schritten geschehen.

Dafuer ist sogar eine Messchallplatte beigefuegt, das Display kann dann einen Frequenzschrieb anzeigen und man kann sehen, wie sich dieser , jeh nach gewaehlter Impedanz ändert....

ok, ist fuer mich ne nette Spielerei, da ich es vorziehe nach Gehör einzustellen. (Nachdem ich grob nach der Faustregel (Abschlussimpedenaz = 10x DC Spulenwiderstand) voreingestellt habe)

Da ich aktuell an meinen blauen Dreher ein vdh Stradivarius als MC System und ein Clearaudio MM System montiert habe, werde ich diese Moeglichkeit nicht brauchen.


​Meine CH Precision P1 hat schon einige Stunden gespielt, so dass ich mich zum Glueck nicht ums einspielen kümmern muss (das hat mich bei den Horns Universum III Lautsprechern schon genug genervt...).

​Ich hatte mir nach den Einspielerfahrungen mit den Horns geschworen , nix mehr neu zu kaufen!, so dass das Angebot der P1 genau passte!

Hören sofort!

​Insofern habe ich die P1 heute direkt angeschlossen und mit grosser Neugier den ersten Tönen gelauscht.

​Ich habe die P1 zuerst ueber die RCA Anschlüsse mit der Koda verbunden, damit ich einen besseren Vergleich mit der AS, Herron und der Thoeress habe.

Nachdem ich alles verkabelt hatte, viel mir eine dicke Schrauben am Geräteboden der P1 auf. Also doch mal in die Bedienungsanleitung schauen..., so habe ich dann gelernt, dass diese Schraube die sogenannte Transportsicherung ist, die den Trafo waehrend eines Transportes fixiert , so dass dieser an endgültiger Stelle weichgelagert keine störenden Schwingungen produziert.

​Das nenne ich mal konsequent, auch wenn es bedeutet hat, dass ich das Geraet wieder abgebaut habe...

​Ich hatte mit meinen anderen Phonopres ein paar LPs gehört, so dass ich einen unmittelbaren Vergleich zur P1 haben kann.

​Der erste Eindruck, dh frisch aus dem flight case war bereits begeisternd.

​Die CH Precision fiel ein keinem Parameter zu meinen PhonoPres ab, dh ich hörte die Vorzüge der AS kombiniert mit den Vorzügen aus Herron und Thoeress.

​Nun hoere ich seit ein paar Stunden Musik, habe in der Zwischenzeit auf ein XLR Kabel zur Koda gewechselt (hoere nun also symmetrisch von P1 bis zur VTL) , was nochmal einen deutlichen Vorteil brachte.

​Die P1 hat 2x Signal Ground und 1x Chassis Ground.

​An diesen Steppschrauben muss ich noch weiter probieren, jeh nachdem wo ich den Arm erde oder die P1 mit der Koda verbinde verändert sich der Klang minimal, aber auch das minimalste brummen bei voll aufgedrehtem LS Regler ändert sich, so dass ich in den naechsten Tagen den optimalen MasseAnschluss austüfteln werde.

​Als sofortiges Fazit darf sich sagen, dass die P1 die Unterschiede zwischen verschiedenen Schallplatten wesentlich deutlicher macht, als meine bisherigen Phonopres, was fuer mich ein grosses Kompliment ist!,

​Auch die Unterschiede zwischen Clearaudio und Colibri werden viel deutlicher rausgearbeitet.

Das Colibri setzt sich extrem viel weiter vom Clearaudio ab, als ich es sonst gewoehnt bin. Man koennte den Eindruck gewinnen, dass meine anderes Phonovorstufen die mögliche Aufloesung eines Colibri Stradivarius noch gar nicht wirklich zur Geltung gebraucht haben.

​Bei den anderen Vorstufen habe mich beim Stradivarius immer wieder mal (je nach Platte) die Härten in den Sybillanten genervt, so dass ich mich gefreut habe, bei einigen Platten auf das Clearaudio zugreifen zu können.

​Interessanterweise ist dies mit der P1 beim Colibri besser geworden.

​Warum auch immer, ich nehme das jetzt einfach mal so hin, verstehe noch nicht so richtig, was das mit dem PhonoPre zu tuen haben soll. Evtl hat es was mit dem StomVerstaerker des P1 zu tuen, am stromverstärkenden Grail haben mir die Colibri ja auch immer gut gefallen.

Auf jeden Fall hoert sich die Kombination im Moment an, als wenn ein grosses Koetsu System plötzlich die Aufloesung eines Colibri haette.

​Das macht mir gerade sehr viel Spass!

​Auf jeden Fall habe ich nun noch mehr Lust, das neue grosse

vdh Colibri master Signature Stradivarius

auszuprobieren, das neue, leider ca 12.000,-eur UVP teure Colibri hat im Gegensatz zum Standard Stradivarius einen neuen starken Magneten und dadurch knapp 1mv Ausgangsspannung und soll nochmals deutlich dynamischer spielen.

​Bei der CH Precision P1 bin ich mir im Moment auf jeden Fall sicher, dass die P1 die Dynamik und Auflösung des neues Colibri umzusetzen weiss.

​Nun muss ich noch mal die Tonarmkabel Längen neu ausmessen, evtl bekomme ich nun ja doch den Pluto 3A Titan Arm montiert , was fuer das Colibri ideal waere!

​Auf jeden Fall freue ich mich , dass die P1 direkt von Anfang an eine so gute Performance hinlegt!

​Mal schauen, wie sich der PhonoPre in den naechsten Tagen am Strom weiterentwickelt.

​Ich werden berichten! Dann auch mit mehr Hörberichten.

​Gruss
​juergen

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