Phasenkorrektur mit Fokus auf Transition & Steady State

Ulis Mess- und Korrekturprogramm

Phasenkorrektur mit Fokus auf Transition & Steady State

Beitragvon Hornguru » 30.08.2018, 12:15

Hallo

Ich lagere meinen Kommentar aus dem "Anfänger" Fragen Threat mal raus um dort nicht aufzublähen.

Uli teilte dieses tolle Dokument:
http://www.acourate.com/freedownload/Time%20Alignment%20of%20Drivers%20by%20Sinewave%20Convolution.pdf

Imho gillt dies nur für linearphasige Systeme.
Denn nur diese schwingen vor dem "Sprung" gegenphasig und danach gleichphasig.
Schön dass das Dokument auch Praxisbeispiele zeigt, so sieht man die Komplexität.
Ein linearphasiges Filter vor einem minimalphasigen LS ist ja wieder Mixedphase.
Schwerwiegender aber die Raumreflektionen die ja Min- und Mixed aufsummieren.


Nehmen wir einen rein analog minphasig gefilterten 2 Weger.
Diesen mit rein additiven Filtern versehen, zB Linkwitz (0.5+0.5=1), kann man dieses Verfahren so nicht mehr gleich anwenden. Nun muss man sich wieder mit der alten Schule "maximale-Auslöschung-wennVerpolt" behilfen, oder ?? :?


Interessanter wird es bei Verwendung nicht rein linear additiver Filter.
Butterworth gerader Ordnung addiert sich zwar gleichphasig, aber nicht mit linearer Amplitude (0.7+0.7=>1).
Butterworth ungerader Ordnung addiert sich zwar mit linearer Amplitude, aber nicht gleichphasig (0.7+0.7=1)

Von MixedPhase Filter ganz zu schweigen :mrgreen:


Wozu der Post? Nur zum Bewusstsein Anregen.
Kommentiert was ihr möchtet.

Gruß
Josh
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Beitragvon Mister Cool » 30.08.2018, 12:31

Hornguru hat geschrieben:Imho gillt dies nur für linearphasige Systeme.
...
Wozu der Post? Nur zum Bewusstsein Anregen.


Hi,

danke für die Inittierung dieses Post.
Mir geht es nicht nur um das Bewustsein, sondern auch um die praktische Umsetzung :-)

Ich habe konkret den Fall mit nicht linearphasisgen Filtern (ich setze Butterwoth 24db ein) und versuche dieses Verfahren an meinen Fall anzupasssen/anzuwenden. Würde das bedeuten, dass ich den gegenphasigen Bereich links von dem Kinkpunkt ignorieren kann und sich auf den Bereich unmittelbar rechts von dem Kinkpunkt konzentriere?

Grüsse,
Alwin
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Beitragvon Hornguru » 30.08.2018, 12:52

Hallo Alwin

Das wäre so ein Fall den man auch mal grafischen in einer Präsentation aufbereiten sollte. Freiwillige vor 8)

Du wirst keinen Bereich "davor" haben.
Beide werden mit leichtem Phasenversatz gleichzeitig anfangen langsam aufzuschwingen.
Und dann irgendwann eingeschwungen 100% additiv in Phase übereinander liegen.
Der Einschwingvorgang wird so länger als beim Linearphasigen-LS.
So will es das Prinzip.

- irrer Zwischengedanke: dh kurze Impulse wie Percussions wären auf einem altmodischen Minphasen-LS ja eventuell viel leiser als die eingeschwungene Geige die nebenher spielt :shock: obwohl linearer Frequenzgang. Und der linearphasige Acourate-LS hätte hier viel korrektere Pegelverhältnisse zwischen Drum & Violine :| Kopfkratzen.... -


Welche einzelne Phase allerdings die Eine ist die jetzt über der anderen liegt :mrgreen:
Ich vermute, du müsstest den Eingeschwungenen Zustand erst einmal gleichphasig übereinander bekommen.
Dann würdest du Einen der Zwei um je eine ganze Periode so vor oder zurück verschieben, dass der Einschwingvorgang so kurz wie möglich ist.


Gruß
Josh
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Beitragvon Mister Cool » 30.08.2018, 13:24

Hi,

ich mache mal - wie immer - ein paar Bildchen, dann sehen wir, wie das zu interprätieren ist

Grüssse,
Alwin
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