Acourate zu perfekt?

Ulis Mess- und Korrekturprogramm

Beitragvon chriss0212 » 05.02.2018, 13:11

Hallo Alwin

Makro 1 ist die Grundlage der Frequenzgangkorrektur. Diese Kurve nimmt Acourate als ist Kurve.

Änderungen hier wirken sich natürlich und zum Glück auf das Endergebnis aus.

Grüße

Christian
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Beitragvon Mister Cool » 05.02.2018, 13:25

Verstanden, danke.
Die Anzeige in der Maske zu Macro3 hat mich verwirt. Eigentlich müsste da Pulse48Lmp stehen


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@Christian. Du hast geschrieben "Also Makro 1 sind die Werte 5/5 und Makro4 sind sie 9/9 9/9 "
Heißt es, Du hast den Standartwert 2/3 und 2/3 in Macro4 deutlich angehoben?


Grüsse,
Alwin
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Beitragvon chriss0212 » 05.02.2018, 15:02

Hallo Alwin,

ja, ich korrigiere die Phase mehr als im Preset, dafür den Frequenzgang weniger ;)

Habe den Eindruck, damit klingt es natürlicher... evtl. weil mehr Fehler erhalten bleiben ;)

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon Joerghag » 05.02.2018, 15:19

Mister Cool hat geschrieben:Verstanden, danke.
Die Anzeige in der Maske zu Macro3 hat mich verwirt. Eigentlich müsste da Pulse48Lmp stehen
...
Grüsse,
Alwin


Hallo Alwin,
könnte man so sehen, da ja aus der Pulse48Lmp und der Target-Linie die Inverse gerechnet wird.
Mann könnte aber auch sagen, daß sich trotzdem alles auf die ursprüngliche Messung (Pulse48L) bezieht. :wink:

Gruß Jörg
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Beitragvon chriss0212 » 19.03.2018, 12:59

Hallo Josh

Also ich habe bei mir von 61 bis 99% IACC alles durchgehört.
60 is schon nur noch lala.
Über 70 wird schon gut.
Über 80 is eigentlich phänomenal genau.
Ab 90 konnte ich eigentlich kaum noch Verbesserung hören. Das ist schon atomar scharf, da bemerkt man selbst 5cm Bewegungen der Phantomquellen auf den Punkt.


Ich habe mit meinem ersten Horn Projekt angefangen... Bähm... geil ;)

http://www.aktives-hoeren.de/viewtopic.php?p=152382#p152382

Lustigerweise musste ich die Lautsprecher wieder näher an die Rückwand rücken, sonst hat es mit der Räumlichkeit nicht soooo hingehauen.

Ich komme jetzt ohne Acourate auf einen IACC von knapp 90! Trotz größerer Hördistanz... Hammer!!

Über Acourate korrigiere ich jetzt nur noch 3 Höcker (2 im Bass einer um 2kHz) ansonsten nur noch Zeit/ Phase.

Hast Du noch ne Empfehlung für nen 1,4" Treiber der ab ca.800Hz bis 20kHz gut läuft? Momentan habe ich den Beyma cd 1014 fe der auch schon sehr gut spielt... aber wer weiß. Jetzt hat mich das Hornfieber gepackt ;)

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon chriss0212 » 31.03.2018, 22:04

Ich habe ja fleißig weiter probiert und getestet... habe jetzt auch mal nen 12“ Beyma Bass anstelle der visas drann... das spielt aus meiner Sicht auch besser.
Evtl. Wie die visas ja für die Mange produziert wurden und somit nicht für so eine hohe übergangsfrequenz (1000Hz) vorgesehen sind.

Aber zurück zum Thema... ich habe noch einmal probiert den Frequenzgang stärker zu korrigieren, da ich noch etwas nerviges im Bass hatte. Aber wieder war es so, dass die Auflösung/ Natürlichkeit gelitten hat...

Jetzt mal wieder eine Theorie:
Es gibt ja nicht genügend Tabs um jedes sample zu korrigieren... und jetzt meine Theorie: könnte es sein, dass das durch die versuchte perfekte Korrektur evtl. so etwas wie Fehler entstehen, die uns mehr stören und der durch den Raum nicht perfekte Frequenzgang trotzdem irgendwie harmonischer ist, da natürlich entstanden?

Also im übertragenen sowas wie harmonische Verzerrungen.

Ich korrigiere auf jeden Fall weiterhin Zeit stark, Frequenz weniger stark. Habe mir jetzt noch einen parametrische EQ in den Bass gesetzt, der die Nervfrequenz bei 148Hz korrigiert.

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon Hans-Martin » 31.03.2018, 22:33

Hallo Christian,
wenn ein Raum resoniert, werden diese Resonanzen klirrarm sein (wie das bei Bassreflex auch ist).
Wenn man wegen des erhöhten Pegels per Korrektur diesen absenkt, wird auch das diesen Frequenzen betreffende Klirrspektrum reduziert, weil der LS weniger abgibt, weniger Pegel, weniger Oberwellen dazu.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon chriss0212 » 31.03.2018, 22:38

Hallo Hans Martin,

das stimmt, ist aber nicht das worauf ich hinaus wollte :)

Der Thread Titel ist ja Acourate zu perfekt?

Und mich wundert es, dass es in meiner Kette so ist, dass das Ergebnis mit möglichst perfekter Frequenzgang Korrektur mich weniger anspricht, als die Korrektur über einen extrem geglätteten (Makro 1 hat die Parameter 1/1) Frequenzgang. Durch die starke Glättung wird ja nicht alles gefiltert.. das habe ich dann über einen eigenen manuellen parametrische EQ weiter optimiert... das Ergebnis gefällt mir besser. Hierfür suche ich eine Erklärung :)

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon Nebusaradan » 01.04.2018, 08:43

Hallo Christian, ich kann Deine Schilderung gut nachvollziehen und denke, dass der folgende Aspekt auch eine Rolle spielt. Ich persönlich taste den Frequenzgang auch möglichst nur geringfügig an und am besten gefällt mir eine Basskorrektur über einen an den Raum angepassten Gegenbass (VBA). Ich habe mir das bisher laienhaft immer so erklärt (man kann mich da gerne korrigieren bzw. das Gesagte präzisieren): Wir hören und messen am Hörplatz ja die Summe aus dem relativ linearen Direktschall des Lautsprechers und den "Verbiegungen", die der Raum hinzufügt. Durch eine starke Korrektur dieses krummen Frequenzganges wird zwar das Gesamtergebnis linear aber der Direktschall des Lautsprechers ziemlich stark verbogen und das nimmt unser Ohr/Gehirn wahrscheinlich schon wahr, so dass sich das Ergebnis oft so anhört, wie Du es beschrieben hast. Die Kunst ist also den richtigen Kompromiss zu finden - eine Korrektur, die die wirklich störenden Raumeinflüsse reduziert, verlorene bzw. verdeckte Details der Musik wieder hervorholt, ohne eben müde, emotionslos oder gar technisch zu klingen. Vielleicht verhilft da auch die Beamforming-Methode zu einem gewissen Erkenntnisgewinn, wo man da ansetzt und wo besser nicht. Dazu habe ich aber bisher noch nicht so richtig Zeit gefunden. Deinen Ansatz mit dem Eq finde ich interessant, weil man so auf die Schnelle probieren kann, was gefällt und was nicht. Vielleicht kannst Du diese Erkenntnisse später doch in die Acourate Target einfließen lassen. Also Acourate ist aus meiner Sicht an sich nicht zu perfekt - man muss nur in Bezug auf die eigene Situation die richtige Dosis finden.
Viele Grüße, Didi
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Beitragvon Diskus_GL » 01.04.2018, 10:08

Hallo,

Frequnenzgang wird überbewertet... andererseits auch nicht.
Bei all den mittlerweile möglichen Korrekturen durch DSP, DRC etc., sollte man sich immer vor Augen - resp. Ohren - halten, wie der mensch hört und worauf es bei der Erzeugung der Höreindrücke wie Klang, Dynamik, Tonalität, Transparenz etc. ankommt... in den meisten Fällen ist da ein technisch gerader Frequenzgang - vor Allem am Hörplatz - kontraproduktiv.
Ich nutze zwar nicht Accurate sondern eine anderes DRC, aber zu alter Lebendigkeit, Livehaftigkeit und Emotionalität kam ich, als ich den Ziel-Frequenzgang deutlich "verbogen" habe.
Versuch mal einen F-Gang analog der Harman-Targetkurve mit Bassanhebung von 9db so ab 150Hz und Höhenabfall ab 3kHz... davon ausgehend kann man dann man ein bisschen die "Eckpunkte" - also wo die Harman-Targetkurve den geraden Bereich verlässt - dieser Kurve verschieben ..sie quasi an die eigenen Anlage anpassen... das wirkt Wunder und auch die Pegeländerungen muss man anpassen...
Hören ist in erster Linie Erinnern (...ist mehr als die spektrale Analyse des messbaren Schalls) ... und das hat mit geradem F-Gang nicht viel zu tun...
Im Übrigen sollte das DRC die Reflexionen am Hörplatz berücksichtigen und sie auch zulassen...sie sind für viele Höreindrücke wichtig, müssen aber bestimmte Kriterien erfüllen, das ist aber ein anderes Thema.

Grüße Joachim
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