Acourate bei Plattenspieler und Tuner - Welcher AD-DA?

Ulis Mess- und Korrekturprogramm

Beitragvon cornoalto » 01.12.2017, 01:17

Thor_7 hat geschrieben:
Nachtrag: Klasse Seite, vielen Dank für den Link! An den Lynx Hilo hatte ich auch schon gedacht, im Analog-Forum gibt es einige begeisterte Fans. Hier gäbe es auch die Möglichkeit den Hilo über Dante oder Thunderbold statt Firewire anzusprechen. Wäre dies durch Acourate unterstützt?


Ja! Hilo läuft problemlos über ASIO mit Acourate und mit Dante und hat einen sehr hochwertigen AD-Wandler verbaut.
Allerdings gibt es nur einen Stereo-Analogeingang. Platte und Tuner parallel geht also nicht.
Du kannst mit acourate sogar diverse RIAA Filter als Vorfilter verwenden. Mit Dante klingt der Hilo meines Erachtens (im Vergleich zum USB-Einschub) richtig richtig gut. Siehe auch:
viewtopic.php?f=30&t=7306

Grüße
Martin
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Beitragvon Thor_7 » 01.12.2017, 09:28

Ganz lieben Dank Ihr beiden für eure Meinungen und Erfahrungswerte.
Sowohl der 2Pro, als auch der Hilo gefallen mir von der Datenblattseite sehr gut - Vorteil des Hilo sehe ich in der Möglichkeit die Interfacekarte zu tauschen.
Hat jemand Erfahrungen hinsichtlich Klangvergleich der beiden Kanidaten gemacht?

Verstehe ich das richtig, dass ich den Hilo mit Dantekarte mit meinem Computer über den normalen Ethernetport verbinden würde und sowohl der "Hinstrom" (AD->Computer), als auch der "Rückstrom" an Daten (Computer -> DA) über das eine Interface laufen können?

Viele Grüße,
Thorben
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Beitragvon uli.brueggemann » 01.12.2017, 10:44

Thor_7 hat geschrieben:Hat jemand Erfahrungen hinsichtlich Klangvergleich der beiden Kanidaten gemacht?

Es wurde hier schon im Forum berichtet, dass die Hilo mit Dante besser klingt als mit USB,
siehe z.B. viewtopic.php?p=138855#p138855 und viewtopic.php?p=142119#p142119

Thor_7 hat geschrieben:Verstehe ich das richtig, dass ich den Hilo mit Dantekarte mit meinem Computer über den normalen Ethernetport verbinden würde und sowohl der "Hinstrom" (AD->Computer), als auch der "Rückstrom" an Daten (Computer -> DA) über das eine Interface laufen können?

Du verstehst das richtig.

Grüsse
Uli
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Beitragvon Thor_7 » 01.12.2017, 11:02

Vielen Dank Uli! :)
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Beitragvon nihil.sine.causa » 01.12.2017, 14:14

Hallo Thorben,

ich kann verstehen, dass Du eine Korrektur des Analogsignals haben willst, wie es mit Acourate möglich ist. Insofern verstehe ich Deine Fragestellung gut.

Andererseits habe ich / haben wir recht umfangreiche Tests gemacht, ob ADDA transparent gegenüber der reinen Analogstrecke ist oder nicht. Tests dazu findest Du zum einen hier (Forumstreffen 2015, mit einem Plattenspieler als Analogquelle) sowie hier (Forumstreffen 2016, mit einer Studiobandmaschine als Analogquelle).

Mein persönliches Fazit: je höher Du qualitativ einsteigst mit der Analogtechnik und Abhöre, desto weiter entfernst Du Dich mit ADDA von der analogen Qualität. Auch wenn Du bei ADDA zu Top-Geräten greifst. Avalon Lautsprecher kenne ich von Reiner (easy) – falls ich Deine Lautsprecher jetzt richtig einordne. Je nach Quellgeräten kannst Du mit den Avalons die Unterschiede, von denen ich spreche, sehr deutlich hören.

Es käme also auf einen grundlegenden Test an in Deiner Kette. Ich würde Dir raten, einen „proof of concept“ zu machen, bevor Du ernsthaft einsteigst, das Verfahren umzusetzen.

Zu den Geräten: Der Lynx Hilo mit Dante machte mir einen deutlich besseren Eindruck als dasselbe Gerät mit USB-Anbindung. Ich würde allerdings auch eine Prism Sound Lyra (Lyra 1 müsste ausreichen – Anbindung per USB) in die engere Wahl ziehen. Den Prism Sound Titan, der auf derselben Technik basieren dürfte, konnte ich schon einmal testen und fand ihn gut.

Solltest Du mehr ausgeben wollen/können, dann würde ich mir auch die Acousence Geräte ansehen. Welche Konstellation hier ideal wäre für ADDA mit online-Convolving habe ich nicht genau durchdacht. Sicher funktionieren müsste das folgende Konstrukt (sicher, weil ich diese Komponenten selbst in Betrieb habe): arfi-ADC2 → per LWL (Toslink) in ein geeignetes Interface (z.B. RME Digiface) → Verarbeitung mit online-convolver im Rechner → per RME Digiface wieder zum ADC2, dort reclocking → per AES-Verbindung (RJ45 auf RJ45) in einen arfi-DAC2 (auf externer Clock stehend und per eSATA Verbindung zum ADC das Clocksignal erhaltend). Bei Interesse würde ich Dir empfehlen Ralf Koschnicke zu fragen, der hier im Forum auch aktiv ist.

Aber – wie gesagt – mit keiner Technik bekommst Du die Qualität des analogen Ausgangssignal zurück, wenn Du einen 1:1 Filter einsetzt. Ich persönlich würde bei analogen Signalen daher zu ausschließlich analoger Signalverarbeitung raten.

Viele Grüße
Harald
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Beitragvon Matty » 01.12.2017, 14:50

Hallo Harald,

Selbst wenn dies AD1:1DA-Verluste wirklich auftreten und signifikant sind, sind diese doch nur ein Teilergebnis.

Der relevante Vergleich ist doch hier 'analoge Kette' vs. 'AD-Acourate-DA'.

Anders ausgedrückt - was verliere ich durch die Wandlung und was gewinne ich durch die Acourate-Behandlung und kommt in der Summe etwas Besseres oder etwas Schlechteres heraus?

Meine persönlichen Erfahrungen gehen in die Richtung, dass die positiven Effekte der Acourate-Behandlung um mindestens eine Dimension größer ausfallen als die potentiellen Verluste durch die Wandlung.
Diese Erfahrungen basieren auf einem Test mit zwei sehr hochwertigen Plattenspielern (sind aber definitiv nicht repräsentativ).

Von daher plädiere ich ebenfalls für ein 'proof of concept', da es letzendlich auf das Gesamtergebnis ankommt.

Viele Grüße
Matthias
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Beitragvon wgh52 » 01.12.2017, 16:08

Hallo Thorben,I

ich schließe mich bezüglich eines POCs Harald und Matthias an. Eine optimierte Phono(&UKW)-AD-Acourate-DA Kette im Vergleich zu rein analog finde ich schon wirklich spannend! Bitte lass uns weiter am Projekt teilhaben!

Grüße und viel Erfolg!
Winfried

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Beitragvon Thor_7 » 14.12.2017, 21:07

Liebe Aktive-Hoerer und insbesondere Harald, Matthias und Winfried,
vielen Dank für die vielen Informationen, Meinungen und Links.

Es musste einen Haken geben, nachdem das alles mit dem Lynx Hilo (zu relativ moderatem Preise) so einfach klang. :-)

Eure Erfahrungsberichte der Forentreffen sind von großem Wert, es ist unglaublich hilfreich, als im nachhinein Mitlesender, die Eindrücke aus mehreren Ohren zu lesen - häufig auf einheitlichem Nenner.

Ein proof of concept wäre spannend. Hierfür bringt das Christkind :-D erst einmal Acourate. Wenn das mit der Einarbeitung klappt, schaue ich nochmal weiter… Durch eure Erfahrungsberichte scheint mir ein vernünftiger Strammer (z.B. G-ADS) samt Acourate über NAS auch eine sehr erhabene Alternative, zumal das Handling einfacher ist…allerdings sollen die Acousence Geräte auch klasse sein - Helges Vorschlag das ganze mit Dante zu kombinieren, wäre sicher auch einen Versuch Wert… schwierig.

Die Idee des POC bleibt aber weiterhin im Hinterkopf und werde ich hoffentlich im neuen Jahr verwirklichen können.

Viele Grüße und einen schönen Abend,
Thorben
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