Wiedergabekette mit Acourate, wie vorgehen?

Ulis Mess- und Korrekturprogramm

Beitragvon Stanley » 15.11.2014, 22:06

Hallo zusammen

Habe natürlich weiter "herumgespielt".

Als Zwischenbericht ist zu vermerken, dass ohne Acourate, ohne Filter, nicht mehr Musik gehört wird.

Es stimmt, dass der vorher "brutale" Tiefbass nicht mehr vorhanden ist, nur es gibt niemand, der den vermisst. Sogar meine Frau hat den Unterschied zwischen mit- und ohne Filter sofort gemerkt. Das hat Sie auch gesagt. Wir haben uns dabei angeschrien, weil die Musik so laut war. Vorher hat sie den Ram verlassen, wenn die Musik etwas laut war. Nun hat sie sich hingesetzt und meinte: ".. es ist nicht mehr so "schrill" oder so "angriffig", es sei angenehm.

Der nächste Schritt ist, dass ich das kalibrierte Mikro bei Audio Vero bestellt habe und dann nochmals Filter generieren werde.

Apropos dem "Verlust" von einigen dBs mit den Filtern und JRiver. Dort steht, dass empfohlen sei, dass die Filter-Lautstärke zu normalisieren sei. Also geht die Lautstärke zurück. Nimmt man den Hacken da weg, bleibt die Lautstärke unverändert!?

Im Moment habe ich einen DAC, der 44,1, 48, und 96 kHz kann. Im JRiver sieht das nun z. B. wenn ich GRR von den Stones so aus, dass JRiver zuerst von 88 auf 96 hochsampelt, dann die Filter faltet und am Schluss über den Equalizer wieder die Lautstärke ausgleicht. Einen richtigen, hörbaren Unterschied habe ich nicht gemerkt. Falls man nicht normalisiert beim Filtern bestehe die Gefahr, dass man ins clipping komme, habe ich irgendwo gelesen. Was handle ich mir mit dem Equalizer ein?

Lasst es euch gut gehen

Grüsse

Stanley
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JRiver, die Diva?

Beitragvon Stanley » 27.11.2014, 20:43

Ein weiterer Zwischenbericht betreffend Filtererstellung mit Acourate und Einbindung in JRiver.

Bei den allerersten Filtern haben verschiedene Sachen nicht geklappt. Nicht bei der Erstellung der Filter, sondern bei der Einbindung in JRiver. Ich hatte in der .cfg einen „Schreibfehler“. Anstatt einer 1 habe ich eine 0 hingeschrieben. Zudem hat JRiver den Pfad, den es sich selber nach dem Durchsuchen hingeschrieben hatte, nicht mehr gefunden und hat „ungültig“ ausgegeben. Das hat dann erst geklappt, als ich im Pfad das C:\Users\..... gegen C:\Benutzer\.... getauscht hatte. Beim Einschalten der Filter im DSP Studio zeigte JRiver dann an, dass das Signal gefaltet werde.
Jedes Mal, wenn ich dann die Filter eingeschaltet hatte ging die Lautstärke zurück und JRiver hat angezeigt, dass gefaltet wird. Also habe ich auch gedacht, dass nun die Filter laufen und war sehr enttäuscht, dass ich ausser dem Lautstärkerückgang keinen Unterschied gemerkt hatte. Also doch Holzohren.

Fies ist auch, dass wenn man im DSP-Studio bei Faltung hinschaut, dass dort steht, mit welchen Filtern gerade gefaltet wird. Bei der Leistung steht irgend ein Faktor, der sich dauernd ändert, also läuft doch was? In der obersten: Zeile Verarbeitete Pfade: 0.

Auf Anraten von Uli habe ich im DSP-Studio dann denn Haken bei der Normalisierung der Lautstärke weggenommen. Nun passierte weder beim Zu- noch beim Wegschalten der Filter irgendetwas, auch keine Absenkung der Lautstärke. Also doch Holzohren?

Inzwischen habe ich das kalibrierte Mic bekommen und habe alle vorhergehenden Messungen und Filter mehr oder weniger geschrottet. Schon nach kurzer Zeit hatte ich neue Filter. Habe neue cfgs geschrieben für 44,1 und 96kHz. Habe alles im JRiver hinterlegt. JRiver findet nun auch den Pfad mit Users und es passiert etwas erfreuliches. Die Filter greifen und das ist deutlich hörbar. Also doch keine Holzohren.
Nun zeigt JRiver auch, dass es 2 Pfade zu verarbeiten hat und zeigt den aktuell verwendeten Filter an. Der kann ja unterschiedlich zu dem im Pfad angezeigten Filter sein, wenn man den Haken bei automatischer Umstellung gemacht hat.

Soweit so gut. Aber wirklich trauen tu ich dem JRiver trotzdem noch nicht. Bei der Filtererstellung in Acourate wird ja angezeigt welcher ungefähre Lautstärkeverlust sich einstellen wird. Bei einem Filter waren das doch satte -7.9dB (so glaube ich mich zu erinnern). Das ist schon richtig viel. Wie kann ich diese Lautstärkenreduzierung in Acourate nochmals ansehen? Beim Musikhören und beim Umschalten von mit- und ohne Filter verändert sich die Lautstärke jedoch unterschiedlich! Es gibt Musikstücke, die sich nur um 1..2dBs unterscheiden und auch andere, wo ein Unterschied von 3..4 dBs feststellbar sind. Ich vergleiche mit der Anzeige meines VV, um wieviel dBs in etwa ich ausgleichen muss.

Da ich nun oft das DSP offen habe um die Filter zu schalten habe ich auch schon bemerkt, dass kurzzeitig eine Info erscheint, wo JRiver mitteilt, dass die interne Lautstärke um x,xdB wegen irgendeinem Grund reduziert worden ist. Dann verschwindet die Info wieder.

Deshalb die Fragen:
- Kann die Anzeige des VV in dB verglichen werden?
- Wo kann man in Acourate den dB-Verlust wieder sichtbar machen?
- Sind die -7,9 dBs irgendein Mittel- oder Spitzenwert?
- Wieso reduziert JRiver die interne Lautstärke?

JRiver hat sehr viele Schalter und Hebel. Sowohl für die Darstellung, als auch für die Beeinflussung von Klang etc. Ich bin deshalb etwas unsicher ob man nicht bei den grundlegenden Einstellungen etwas aktivieren oder deaktivieren müsste? Gefunden habe ich nur das was ich von Anfang an eingestellt hatte. Den Signalpfad (WASAPI bei mir) und die Einstellungen im Windows.

Kann mir jemand einleuchtende Antworten oder Erklärungen zu den Punkten geben, oder hat jemand schon Erfahrungen mit JRiver in dieser Hinsicht?

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Apropos JRiver MC 20

Beitragvon Stanley » 27.11.2014, 21:33

Dass das Ding auch einmal grundlos abstürzen kann ist glaube ich bekannt. Im Gegensatz zu Microsoft, das wenigstens den Anstand hat ein PopUp zu bringen mit "Achtung ich stürze jetzt ab" macht das JRiver ohne Avisierung. Seit ich während dem Musikhören auch verschiedene Sachen im JRiver schalte stürzt das Programm sehr sehr oft ab. Es kann dann nicht wieder aufgestartet werden da es immer die Meldung bringt, dass es bereits läuft. Über den Taskmanager kann es auch nicht beendet werden! Einzig der Neustart vom LapTop hilft.

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Beitragvon Jake52 » 27.11.2014, 23:55

Hallo Stanley,

bei mir kann ich JRiver auch seit längerer Zeit nur noch über den Task Manager beenden.
Auch nach erneuter Installation.

Wenn du 150€ investieren willst, kann ich Dir nur einen Rat geben:
Kauf Dir von Uli den Convolver und Du bist Deine Sorgen garantiert los.

Zuzüglich der Vorteile von Flow und Cleaner (wenn gewünscht) und der Loudnesskorrektur.


Schöne Grüße
Jakob
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Beitragvon Udor » 28.11.2014, 00:28

Hallo Stanlay,

ich nutze Jriver seit über 2 Jahren ohne Probleme. Selbst die Filterumschaltung bei SR-Wechsel funktioniert problemlos. Natürlich kann man bei Jriver so einiges ein und vor allem verstellen. Poste doch mal deine cfg für die Filter. Was hast du als Ausgabetreiber eingestellt, ASIO?

Gruß Udo
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Beitragvon Stanley » 28.11.2014, 12:46

Hallo zusammen

Habe gehofft, dass hier doch einige JRiver-Benutzer mitlesen. Danke für die Beiträge.


@Udo

Udor hat geschrieben:Was hast du als Ausgabetreiber eingestellt, ASIO?


Mein DAC hat kein eigenes ASIO. Das läuft über WASAPI. Habe noch ASIO4ALL, das ich bei der Filtererstellung und dem VV und Acourate benutzen muss. Könnte ja mal versuchen ob das funktioniert und eine Verbesserung der Stabilität geben könnte.
Die Filterumstellung z. B. von 44.1 auf 96 klappt auch bei mir nun problemlos. Solange ich nur Musik höre läuft JRiver in der Regel auch ohne Beanstandung.
Probleme gibt es wenn ich die Filter ein- und ausschalte etc.

@Jake 52

Da hast Du recht. Spätestens wenn ich auf den Plattenspieler über die Filter jagen will würde ich auf den Convolver umsteigen. Nichts desto trotz interessiert mich ob man beim JRiver mit irgend welchen Einstellungen die Stabilität verbessern kann.


Das mit dem Lautstärkenausgleich und dem Hinweis von JRiver betreffend der Absenkung der internen Lautsprecher wegen Clipp interesiert mich weiterhin.

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Beitragvon ZZTop » 13.12.2014, 20:42

Stanley hat geschrieben:
.....
Soweit so gut. Aber wirklich trauen tu ich dem JRiver trotzdem noch nicht. Bei der Filtererstellung in Acourate wird ja angezeigt welcher ungefähre Lautstärkeverlust sich einstellen wird. Bei einem Filter waren das doch satte -7.9dB (so glaube ich mich zu erinnern).
.....

Stanley


im Makro 4 gibt es den Punkt:
"Max. correction gain"
wenn Du hier 7,9 eingibst, dann wird der Pegel dem entsprechend in der Faltung erhöht.
Keine Ahnung ob das irgend welche negativen Effekte hat.

Greetz
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Beitragvon uli.brueggemann » 14.12.2014, 12:55

ZZTop hat geschrieben:im Makro 4 gibt es den Punkt:
"Max. correction gain"
wenn Du hier 7,9 eingibst, dann wird der Pegel dem entsprechend in der Faltung erhöht.
Keine Ahnung ob das irgend welche negativen Effekte hat.

Das -7.9 dB Beispiel meint hier einen durchschnittlichen Lautstärkeverlust durch das Filter. Dabei ist das Filter by default so normalisiert, dass es selbst einen maximalen Pegel von 0 dB hat. Wenn man nun in Macro4 um 7.9 dB erhöht, wird klar die Wiedergabe lauter. Das Filter hat aber nun bei irgendeiner Frequenz eben auch eine Verstärkung von +7.9 dB.
Spielt man z.B. klassische Musik mit häufig niedrigerem Pegel als 0 dBFS (full scale), dann geht das häufig gut. Bei Wiedergabe von stark komprimierter Musik bis 0 dBFS ist das Auftreten von Clipping aber äußerst wahrscheinlich.

Wie kürzlich im Acourate-Forum diskutiert, gibt es bei JRiver definitiv einen negativen Effekt. Dort schneidet JRiver u.U. direkt das Filter auf 0 dBFS zurück, es wird also dann ein geclipptes Filter verwendet.

Fazit: man kann das max. gain sicherlich ausreizen. Man muss aber wissen was man tut. Sofern das nicht der Fall ist, besser die Finger davon lassen. Ich habe versucht Acourate so zu prametrisieren, dass es mit Defaultwerten möglichst saubere Filter generiert.

Grüsse
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Beitragvon Stanley » 14.12.2014, 14:10

Hallo Uli

Danke für die Hinweise.

Grundsätzlich ist ein Lautstärkeverlust eigentlich kein Problem. Reserven sind genügend vorhanden. Damit ich mit in etwa den gleichen Einstellungen hören kann benutze ich zum Teil den Equalizer von JRiver um die Lautstärke auszugleichen. Handle ich mir da auch etwas "unsauberes" ein?
Oder wäre ein Kompromiss, in dem ich z. B. nur einen Teil des Verlustes in Makro 4 eingebe? Im Moment hat das aktuelle Filter -9.5 dB. Also z. B. 5 dB kompensiere. (Müsste ich dann einfach 5 oder +5 eingeben?)


uli.brueggemann hat geschrieben:Wie kürzlich im Acourate-Forum diskutiert, gibt es bei JRiver definitiv einen negativen Effekt. Dort schneidet JRiver u.U. direkt das Filter auf 0 dBFS zurück, es wird also dann ein geclipptes Filter verwendet.


Hat das damit zu tun, dass JRiver manchmal anzeigt, dass die interne Lautstärke um -xy dB korrigiert wird oder das manchmal JRiver anzeigt, dass die Lautstärke um -xy dB gesenkt wird wegen Schutz vor Clipping? Manchmal wird beides zusammen angezeigt. Vorher, ohne Filter, ist mir das nie aufgefallen. Macht JRiver dies nur im Betrieb mit Filtern oder auch sonst?

Erinnere mich auch, dass Du an anderer Stelle erwähnt hattest, dass Du den Convolver von JRiver angeschaut hattest und den eigentlich als gut, bitgenau, klassiert hattest.

Verstehe natürlich, dass Du nicht öffentlich gegen oder für JRiver Stellung nehmen kannst. Da ich sehrwahrscheinlich so oder so den Convolver von Dir kaufen werde frage ich mich ob ich dies nicht schon sofort machen sollte. Dann könnte ich zwischen den verschiedenen Filtern umschalten. Mit JRiver geht das nicht so einfach.

Grüsse

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Beitragvon uli.brueggemann » 14.12.2014, 14:16

Ich kann dazu nicht allzuviel antworten. Weil ich selbst nicht viel mit JRiver-Filtern arbeite, der Grund ist wohl klar.

Bei den damaligen Tests war JRiver bitgenau, wenn man die "empfohlene" Normalisierung abschaltet. Ich habe aber auch nie Filter > 0 dBFS verwendet.

Dass ein Filter-Clipping bei > 0 dBFS stattfindet, hat jemand anders herausgefunden, siehe Acourate Forum.

Grüsse
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Beitragvon Stanley » 16.12.2014, 22:38

Hallo Uli

Danke für die Hinweise

Den Beitrag im Forum (und auch im JRiver-Forum) habe ich gelesen und versucht zu verstehen, was mir nicht so gut gelungen ist.
Ich gehe aber davon aus, dass für über die Makros in Acourate erstellten Filter kein Problem besteht. Die extremen Basteleien, die da beschrieben werden, werde ich wohl nie machen und nur dort, so habe ich das verstanden, gibt es Probleme.
Im Moment mache ich es wie einer der Forenten, dass ich über den Equalizer im JRiver die Lautstärke etwas anhebe.

Als nächstes kommt dann das Einbinden des Plattenspielers, also auch die LPs über Filter etc.

Es gibt viel zu tun. Packen wir's an.

Schöne Festtage

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