Mehrkanalconvolving mit Acourate von A bis Z

Ulis Mess- und Korrekturprogramm

Mehrkanalconvolving mit Acourate von A bis Z

Beitragvon Jake52 » 12.09.2013, 13:39

Liebe Forengemeinde,

Ich bin seit gestern (hoffentl. bald) glücklicher Besitzer von Ulis Acourate.

Auf Anraten von Erwin, der leider nicht richtig mitwirken kann, da er seinen Bauch in die
südl. Urlaubssonne halten muss, und um Ulis Nerven und Zeit zu schonen,
wende ich mich mit der Bitte an euch, mit mir hier den ganzen Weg von der ersten Messung
der einzelnen LS-Chassis, über das Erstellen von Weichen, das Einbinden und Ausgeben über
jRiver und FF UC zu gehen.

Wie ihr euch denken könnt, werde ich hierzu das Wenigste beitragen können. Aber dadurch wäre nicht nur mir, sondern eben allen Acourate-Neulingen ein für alle mal geholfen, indem jeder hier nachlesen kann, wie es funktioniert, ohne sich mühsam durch alle Beiträge zu wursteln, mit wenig Aussicht auf ganzheitlichen Erfolg.

Ich hoffe, ich bin nicht der Einzige, der in dieser Sache Bedarf hat und dadurch kein Interesse besteht.

Der Plan:

Erstellen einer Neville-Thiele-3-Wege-Weiche 2. Ordnung mit den Trennfrequenzen 180Hz und 1400Hz.
Einbinden in JRiver (und FF?)
Raumkorrektur und Ausgabe mit (vorerst) JRiver Convolver und FF UC

Schöne Grüße
Jakob
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Beitragvon Jake52 » 12.09.2013, 14:24

Hallo,

hab von Uli grade den Tipp bekommen, mit der Gesamtmessung plus Korrektur
und Einbindung in JRiver zu starten, da das was vorausgeht für den Anfang
doch zu kompliziert ist.

Dadurch startet der Thread doch einfacher.

Gruß
Jakob
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Beitragvon nihil.sine.causa » 12.09.2013, 18:31

Hallo Jakob,

wenn ich Dich richtig verstanden habe, suchst Du eine Beschreibung "from scratch", wie Acourate eingesetzt werden kann. Ich habe - vor längerer Zeit - folgende Beschreibung gemacht:

viewtopic.php?p=38537#p38537

Zur Einbindung in JRiver gibt es eine mächtige Syntax. Bei Stereo geht es noch recht einfach. Wenn man Richtung Mehrkanal geht, wird es komplizierter. Hier ein Beispiel:

viewtopic.php?p=63795#p63795

Die Syntax habe ich - soweit ich sie brauchte - hier mal beschrieben:

viewtopic.php?p=64239#p64239

Es gibt aber auch noch andere solcher Beschreibungen. Ich habe das auf die Schnelle nicht gefundn. Vielleicht hat der eine oder andere Kollege noch einen Tipp.

Beste Grüße
Harald
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Beitragvon uli.brueggemann » 12.09.2013, 18:46

Ich hatte in der Ziwschenzeit bereits eine TeamViewer-Verbindung mit Jakobs PC.
D.h. dass derzeit soweit alles eingerichtet ist.
Erfahrung dabei: man kann ja mit Totalmix alles mögliche veran-/unstalten. Das alles in einer Doku zu beschreiben ist ein Riesenaufwand. Nun, Hauptsache es funzt jetzt.

Grüsse
Uli
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Beitragvon Jake52 » 12.09.2013, 21:07

Hallo Harald,

vielen Dank für die Hinweise. Ich werde das mal durchgehen. Da ich ja nur Stereo habe,
wird das wahrscheinlich zu bewerkstelligen sein.


Uli, dir auch nochmals Danke für deine Geduld und deine Hilfe. Hätte ich todsicher nicht
hinbekommen, grade auch wegen Totalmix.

Die besprochenen Dinge habe ich geändert und auch gleich die Endstufen in den einzelnen Wegen
getauscht.
Klappt und klingt jetzt hervorragend. Für die schwierigeren Dinge, die ich noch angehen sollte,
kann ich mir ja jetzt Zeit lassen.

Danke nochmals

Gruß Jakob
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Beitragvon tinnitus » 13.09.2013, 17:58

Hallo Jakob,
da ich gerade einem Forenmitglied beim Acourate Weicheneinsatz geholfen habe, hier eine Anleitung.
Vorab einige Bemerkungen zu Acourate: Das Programm ist Namensensitiv, d.h. die Dateinamen die Acourate vergibt dürfen nicht verändert werden, sonst findet das Pgm. sich nicht zurecht. Wenn eine Mehrkanalmessung durchgeführt werden soll, so ist auf die Reihenfolge der Kanäle zu achten. Acourate beginnt mit dem ersten im Logsweeprecorder output angegebenen Kanal (hier angenommen Kanal1), und zwar in folgender Zuordnung:
Kanal 1= TTlinks, Kanal 2 = TTrechts, Kanal3 = MTlinks, Kanal4 = MTrechts, usw. Die ungeraden Kanäle sind für den Linken LS frequenzaufsteigend, die geraden Kanäle für den rechten LS frequenzaufsteigend.
Wenn die Verkabelung so gewählt wird passt es für den Standardablauf von Acourate.
Und nun geht es los.

1) Workspace festlegen
-File -> project workspace definition
vorgeschlagenen Ordner <LM> (LinkeMaustaste)
- neuen Ordner Anlegen
per exit verlassen
Der zugeordnete Arbeitsbereich wird in Acourate oben angezeigt.

2) Samplingrate festlegen hier 48000

3) Weichen generieren
-Generate -> Crossover
Bild
Hier die Trennfrequanzen eingeben und mit <calculate and save> erzeugen.

Die Weichen können jetzt angesehen werden.
Dafür werden die Kurven geladen. Achtung immer vor dem Laden eine freie "Active Curve" markieren, sonst wird die z.Zt. Markierte überschrieben :wink: .
-flie -> open (oder odnersympol Symbolleiste)
aus dem Arbeitsbereich werden die XO.... Weichendateien angezeigt
die Datei XO1Lnn.dbl öffnen
danach wiederholen
in curve2 XO02Lnn.dbl laden
in curve3 XO03Lnn.dbl laden

Das sollte dann so aussehen:

Bild

Die Weichen sin jetzt generiert, können aber in diesem Format nicht in den Convolver eingebunden werden.
Dazu müssen aus den XO.dbl files stereo-wav files erzeugt werden, und das geht so:

Zuerst die geladenen Kurven mit dem Doppelmülleimer löschen.
Jetzt in curve1 XO01Lnn.dbl laden
dann in curve2 XO01Rnn.dbl laden

-file -> Save Stereo Wav
dann einen Name für den Tieftonfilter vergeben z.B. XOTT

Dieses nun für die weiteren XO Paare (L+R) wiederholen. In diesem Beispiel ergiebt dies 3 Stereo-wavs.
Alle Wavs zusammen geladen sollte dann so aussehen (Acourate kann stereo-wav anzeigen :wink: )

Bild

Damit sind nun die Weichen-Filter erstellt und können in Jriver eingebunden werden. :mrgreen:

Dafür sind in Jruver nun folgende Einstellungen vorzunehmen

-Extras -> Optionen
-- Ausgabemodus auf ASIO einstellen
-- Ausgabemodus Einstellungen
Gerät = Audiogerät (FF, M-Audio Firewire ASIO)
-- DSP Ausgabeformat
Ausgabeformat markieren, Kanäle auf 5.1 einstellen
Faltung markieren, bei Filter das Konfigurationsfile eintragen.



Und das war es schon :cheers:

Wenn Jriver ausgibt sollte das dann so aussehen
Bild

Und jetzt noch nach der Ausgabe der Audioschnittstelle (hier M-Audio) geschaut.
Heureka auf sex Kanälen spielt es :mrgreen:
Bild


So jetzt glühen schon die Tasten. Im nächsten Teil wird gemessen und dann noch die Variante: Falten beliebiger Player, Audioinputs.

Faltungsgrüße Roland
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Beitragvon Jake52 » 13.09.2013, 18:16

Hallo Roland,

so hab ich mir das vorgestellt. Schön deutlich und nachvollziehbar erklärt.
So sollte das jeder verstehen.

Uli hat mir ja gestern per TeamViewer alles spielfertig gemacht.
Natürlich in der einfacheren Variante. Seinen Anweisungen entsprechend habe
ich heute die einzelnen Chassis linearisiert und die einzelnen Weichendateien
abgespeichert.
Nun wusste ich aber nicht weiter, wie ich die neue Weiche fertig machen muss
und wie ich sie einbinde.
Uli hat gestern ein multiway Filter erstellt, also nicht 3 Stereo Filter.

Meine Ausgabeeinstellung in JRiver steht auf 10 Kanäle.
Funktioniert das dann mit beiden Varianten oder nicht.
Wenn das multiway Filter besser wäre, wüsste ich nur gerne, wie ich das erstelle.

Muss ich dazu alle 6 Weichenzweige auf einmal laden und dann abspeichern?

Vielen Dank dir

Gruß
Jakob
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Beitragvon tinnitus » 13.09.2013, 18:25

Hallo Jakob,
das Multiwav file ist für den Logsweep erforderlich für die Korrekturfilter(Cor....) die sind ja auch Stereofiles :wink: . Das kommt in Teil 2.
Ich würde die Anzahl Kanäle in Jriver entsprechend der maximalen Filterkanäle einstellen. Bei dir jetzt 6 = 5.1 :mrgreen:
Die Filter werden ja komplett über das Konfiguraqtionsfile eingebunden. Und müssen nur im Konfi-file korrekt eingetragen sein.
Gruß
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Beitragvon Jake52 » 13.09.2013, 19:20

Hallo Roland,

du hast PN. :D
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Beitragvon tinnitus » 13.09.2013, 19:35

Hallo Jakob,
hier nun Teil 2. Raummessung 3 Wege LS.
Im ersten Teil wurde mit den "reinen" Weichen gearbeitet, hier die Anleitung wie diese Weichen in die Raummesung integriert werden.
Beim LogSwepp sollen die Weichen XOs eingebunden werden, dafür muss aus den 6 Einzelweichen ein Multiwav erstellt werden.

-file -> Save Mulitway Filter WAV
File XO1L48.dbl auswählen -> öffnen
neuen Namen für multiway File vergeben z.B. xo6kanal.wav
->speichern

Hiermit ist das Steuerungsfile für den LogSweep erstellt.
Jetzt kann die Messung der Impulsantwort erfolgen.

-LogSweep -> Logsweep Recorder
Bild

Feld Filter markieren <LM> und das Multiway File auswähöen.
Dann wird auch schon die Kanalanzahl angezeigt.
Input Channel auswählen. Hier ist der Mikrofoninput. (Phantomspannung nicht vergessen)
Output Channel auswählen. Hier den ersten Stereokanal ab dem die Ausgänge verwendet werden angeben.

Jetzt wird ein LogSweep erstellt der zuerst den linken LS ansteuert mit Kanal 1 = TT, Kanal 3 = MT
und Kanal 5 = HT (im Bild starte ich mit 3/4 da ich einen 4 Wege LS habe :wink: )
danach wird der rechte LS angesteuert. (Zuerst im Audiointerface prüfen ob auch die korekten Kanäle angesteuert werden bevor Chassis abrauchen :cry: ).

Wenn alles in Ordnung war wird die Impusmessung angezeigt.
Bild

Jetzt die Room Macros 1 - 5 nacheinander durchlaufen.
Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Und hier sind jetzt die Korrekturfilter Cor1+2+3S44.wav
Bild

Um mit diesen Filtern zu falten müssen diese in die Konfigurationsdatei eingetragen werden.
Die sollte dann so aussehen (für 44100Hz)

44100 2 6 0
0 0
0 0 0 0 0 0
C:\Dokumente und Einstellungen\roland\Eigene Dateien\Acourate\jakob\Cor1S44.wav
0
0.0
0.0
C:\Dokumente und Einstellungen\roland\Eigene Dateien\Acourate\jakob\Cor1S44.wav
1
1.0
1.0
C:\Dokumente und Einstellungen\roland\Eigene Dateien\Acourate\jakob\Cor2S44.wav
0
0.0
2.0
C:\Dokumente und Einstellungen\roland\Eigene Dateien\Acourate\jakob\Cor2S44.wav
1
1.0
3.0
C:\Dokumente und Einstellungen\roland\Eigene Dateien\Acourate\jakob\Cor3S44.wav
0
0.0
4.0
C:\Dokumente und Einstellungen\roland\Eigene Dateien\Acourate\jakob\Cor3S44.wav
1
1.0
5.0

Und nun viel Höhrvergnügen.
Dies ist die Version ohne Einzelchassis-linearisierung.

Verfaltungsgruß
Roland
Bild
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Beitragvon Jake52 » 14.09.2013, 13:27

Hervorragende Arbeit, Roland.
Das wird vielen kommenden Neulingen sehr helfen.


Nach unserem Gespräch gestern Abend habe ich heute Vormittag nochmals von vorne
angefangen.
Weiche erstellt,
Chassis einzeln gemessen,
linearisiert und mit der Weiche gefaltet und
die Raumkorrektur gemacht.

Hat hervorragend geklappt und klingt überragend!

Vielen Dank nochmals und schöne Grüße
Jakob
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Beitragvon tinnitus » 17.09.2013, 13:40

Hallo nun der Teil der Filteranwendung.
Leider wurde der Thread-Titel geändert. Der Wunsch von Jakob eine Übersicht für das Arbeiten mit Acourate zu schaffen ist ja nicht nur auf Frequenzweichenerstellung beschränkt.
Aus der Generierung der Frequenzweichen erstehen ja auch nur Filterdateien, halt für den Einsatz als Weiche.
Zum Verständis, das Programm AcouratePro erstellt Filterdateien (WAV, VST für das AcourateConvolver2 plugin und cpv für den AcourateConvolver). Diese Dateien sind die Basis für das sogenannte "convolving" (Verbiegen des Audiosignals :mrgreen: ).
Im Teil zwei habe ich die Einbindung der Filterdateien in den Audioplayer Jriver dargestellt. Wenn es nur darum geht Stereosignale zu behandeln, so kann anstatt der Konfigurationdatei auch die 2Kanalfilterdatei eingetragen werden.

Beim Audioplayer Foobar ist es auch möglich im DSP Manager ein Convolver Modul einzubinden, aber dort sind leider nur 2 Kanal Filterdateien (Impuse file) möglich. Foobar kann kein Mehrkanalconvolving.

Aber dafür gibt es auch eine Lösung, die auch für alle anderen Musicplayer eingesetzt werden kann.
Es sind hierfür aber noch weitere Programme und Programm-Module notwendig.
Ein kleiner Exkurs vorab. Füe die Manipulation von Audiosignalen haben sich in der "Windows Welt" die sogenannten VST Plugins als Standard durchgesetzt ( http://de.wikipedia.org/wiki/Virtual_Studio_Technology ), dies sind Module die in sogenannten Hostprogramme eingebunden werden können und dort das Musiksignal bearbeiten. Es gibt eine vielzahl an VST Modulen, unter anderm auch fürs "convolven".
Hier noch eine Bemerkung zum Signalfluss.

Player Eingabe <--- Audio-input oder Audio-Datei oder Audio-stream
_____ Ausgabe ---> Audio-output
Hostprogramm Eingabe <----- Audio-input
_____________ Ausgabe -----> Audio-output

Sies zeigt sogleich das Dilemma, ohne Schleife output nach input kommen die Beiden nicht zusammen.
Also es ist ein Audiodevice notwendig das output nach input schleifen kann, oder ein Audiodevice dessen output auch als input verwendet werden kann.
Hier gibt es die "geniale" Software" VAC VirtualAudioCable bei der die virtuellen "Softwarekabel" sowohl als output, wie als input angesprochen werden können. Diese Cable sind sogar als Windows Audio verwendbar und können somit als Standardausgabe definiert werden. Jetzt können sogar Softwareplayer, die nur auf die Standardausgabe ausgeben (z.B. Flashplayer, Browserplayer,..)in den Genuss der Filterung kommen.

Genug der Vorworte jetzt an die Realisierung.
Notwendige Programme= VAC
https://secure.avangate.com/order/product.php?PRODS=1943611&QTY=1&LANG=de (kostet ohne support 19€)
= ASIO4ALL (wird für Mehrkanal benötigt) (freeware)
= VSTHost wird für das Convolving Modul benötigt (freeware)
http://www.hermannseib.com/vsthost.htm

Notwendige Module = convolver VST
http://convolver.sourceforge.net/vst.html[/img]

Ich zeige hier die Realiesierung für Mehrkanal. (3Wegeweiche) Für Stereo ist dies selbstverstädlich auch möglich.

In VAC ist vorab ein Cable einzurichten:
Bild

Um mehrere Asio Ausgabekanäle ansprechen zu können sind diese in ASIO4ALL zu aktivieren. Das VAC Cable ist dort für Eingabe zu aktivieren.

Jetzt muss das VSTHost Programm eingestellt werden:
Bild

Beim ersten Programmstart sind nur die beiden Module Engine-input und Engine-output vorhanden.
Die gewünschten VST Plugins sind dann zu laden und korrekt zu verketten. Im Bild ist neben dem Convolver Plugin noch Minim42 (4mal stereo input nach stereo) und der AmbiophonicTranscoder einbebunden.
Für "reines" Falten sind sie nicht notwendig.

Über -devices ---> wave
werden die Ein- und Ausgabekanäle, Samplerate und Buffergröße festgelegt.
Im Beispiel Output Port = Asio4All
da wir ja mehrere Kanäle ausgeben wollen. (Bei Asio Treibern kann nur der Output vorgegeben werden da die Inputkanäle per Asiotreiber zugeordnet werden)

Jetzt sind noch die einzelnen Ein- und Ausgabekanäle festzulegen:
Bild

-Engine ---> configuration
Assign input channels (wenn die drei Punke ... rechts in der Zeile markiert werden, so wird die Kanalauswahl aufgezeigt und der gewünschte Kanal kann zugeordnet werden.)
Assign ouput channels analog.

Jetzt fehlt noch das "Herzstück": die Einbindung der Filterdateien.
Hierfür ist das Convolver Plugin einzurichten. Vorab ein Tipp: Wenn die Ausgabekanäle dieses Plugins durch die Konfigurationsdatei verändert werden, so kann es zum "Einfrieren" kommen. Um das zu verhindern muss man das Plugin "entketten". Hierfür das Kettensymbol markieren und die Verbindung lösen. Dies gilt sowohl für die Input- als auch die Outputseite (wird mit engine output entkettet).
Bild

Jetzt den "Drehknopf" im Convolver Plugin markieren und bei Filter/Config die Konfigurationsdatei (wie in Teil2 erzeugt) hier einbinden. Dann sollte 6path (stereo to 6 channel direct)..... angezeigt werden.
Jetzt noch das Convolver Plugin mit Ein- und Ausgang verketten und los gehts.

Wie zu sehen werden 6 Kanäle ausgegeben. :cheers:

Statt dieses ConvolverPlugins kann nätürlich auch das AcourateVSTPlugin eingesetzt werden.

Im Nächsten Step die Alternative mit dem AcourateConvolver

Virtuelle Grüße
Roland
Bild
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Beitragvon uli.brueggemann » 17.09.2013, 14:24

Ich hab mich mal vor einiger Zeit mit VAC beschäftigt. Erfahrung dabei: es gab Probleme mit bittransparenter Datenübergabe, speziell bei 96/24 (so ich mich richtig erinnere).
Ich habe dann intensiven Kontakt mit dem Entwicler einer vergleichbaren Software Virtual Audio Streaming gehabt. Er hat lange dran gebaut, bis er 24bit-Daten ordnungsgemäß übergeben konnte, das denn auch nur bis 48 kHz.
Letztlich greift die virtuelle Verbindung auch nur auf APIs seitens Windows zu.

Insofern habe ich mich genau deswegen ntschlossen, selbst das AcourateASIO zu entwickeln.

Prüft insofern bitte genau, ob VAC alles kann. Kann Asio4All denn z.B. 96 kHz?

Grüsse
Uli
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Beitragvon veloplex » 17.09.2013, 14:29

Hallo Roland

Beim Audioplayer Foobar ist es auch möglich im DSP Manager ein Convolver Modul einzubinden, aber dort sind leider nur 2 Kanal Filterdateien (Impuse file) möglich. Foobar kann kein Mehrkanalconvolving.

es können in foobar mehrkanalige vstPlugins eingefügt werden so z.B. der schon genannte convolver-vst. Dann ist auch das Mehrkanalconvolving und damit das Convolving für Frequenzweichen möglich. Dazu muss man zuvor einen vst-wrapper in foobar installieren. Ein looping über vac oder andere software ist dann nicht notwendig und alles ist freeware. Irgendwo im Forum habe ich dazu mal eine Anleitung geschrieben.

J.River kann das alles nativ und völlig unkompliziert.

Gruß Christoph
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Beitragvon veloplex » 17.09.2013, 15:47

Ich hab's gefunden.

Hier die Anleitung: viewtopic.php?p=30037#p30037
Bild
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