AcourateNAS mit AcourateFLOW

Ulis Mess- und Korrekturprogramm
Hans-Martin
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Beitrag von Hans-Martin »

aston456 hat geschrieben:Der einzige Wermutstropfen scheint zu sein, wenn ich Hans-Martin richtig verstanden habe, daß man nur wav files FLOWen kann. Wenn das korrekt wäre, dann müßte ich nochmal von vorne anfangen, was ein Graus wäre.
Hallo Kai

Das ist nicht korrekt.

Meine Hardware arbeitet mit WAV, also muss ich FLAC erst konvertieren, das mache ich ebenfalls in Stapelverarbeitung, aber es ist ein Zwischenschritt.

Uli nennt sein Produkt FLOW, arbeitet mit FLAC, ob es intern auch erst in ein anderes Format konvertiert wird, kann nur er beantworten.

Ich muss noch einmal betonen, ich habe lange (schon vor meinem Eintritt in dieses Forum) daran gebastelt, bis es bei mir lief, Uli dagegen hat sich die nötige Software kurzerhand selbst geschrieben, das kann ich nicht. Ich greife auf für mich verfügbare Software zurück und muss diese nehmen wie sie ist und welche Formate sie akzeptiert. FLOW ist ein von Uli geprägter Fantasiename, so nenne ich mein Ergebnis nicht, ich habe aus verständlichen Gründen ein technisches Kürzel angehängt, das beschreibt, was ich gemacht habe, damit nach Hörvergleichen nachträglich Unterschiede herausgefiltert werden können.

Da wir dieselben Ziele verfolgen, kommt auch ein ähnliches Ergebnmis heraus. obwohl unterschiedliche Wege (Software) beschritten werden. Ich stehe weder im Wettbewerb mit Uli noch sind meine Bearbeitungen "FLOW", da ich einen anderen Weg beschreite, mit demselben Ziel.

Ich habe lediglich meinen Standpunkt deutlich machen wollen, dass

1. es bei Stereo noch deutlich besser geht
2. wir Jahrzehnte das Potential von Stereo nicht ausgeschöpft haben
3. die teuerste Box "nix taucht" angesichts der Psychoakustik des Hörens und den daraus folgenden Konsequenzen
4. manche Diskussion gemessen an diesem zugegebenermaßen paradox scheinenden Schritt (Herabsetzung der Kanaltrennung = Verbesserung des Stereoempfindens) geradezu lächerlich wirkt
5. der persönliche Geschmack natürlich respektiert werden muss, auch wenn manche Hörer mMn eindeutig falsch hören und das schlechtere für das bessere halten, aber da halte ich mich an die Regel, dass man sich über Geschmack besser nicht streitet. :cheers:

Ich seh gerade, Uli hat sich schon eingeschaltet und die Formatfrage klargestellt.

Grüße Hans-Martin
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uli.brueggemann
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Beitrag von uli.brueggemann »

Shefffield hat geschrieben: Mir kommt noch eine weitere - eher theoretische - Überlegung: Kann es sein, dass sich über Deine Erkenntnisse auch Unterschiede in der Abbildung zwischen passivbeweichten Lautsprechern und solchen mit komplett digitalen Filtern wenigstens teilweise erklären lassen? Wie gut ist denn eine typische Passivweiche so bei der Kanaltrennung? Die verbauten Spulen sind ja berüchtigt für ihre Magnetfelder, und wir wissen, dass man mit genug Spannung aus dem Verstärker auch mit der Weiche alleine Musik machen kann, ganz ohne Lautsprecher hintendran.
Axel,

stellst Du Deine LS mit Passivweichen direkt nebeneinander/ineinander auf oder reichen die Magnetfelder über die üblichen 2.5 m Abstand?

Uli
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uli.brueggemann
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Beitrag von uli.brueggemann »

cantusfirmus hat geschrieben: wen darf man denn um die Testmusikstücke geflowed/ungeflowed bitten?
Horst,

mich zum Beispiel.
Ich bin gerade kurz vor Upload einer Version V.1.3.2 von AcourateNAS.

Änderungen:
- Beim Hören der Testtöne sollen gegebene Korrekturfilter ebenfalls berücksichtigt, also eingerechnet werden.
- die Anwahl von AcourateFLOW war in der bisherigen Version in Demofassung nicht möglich. Dies ist nun aber möglich. Es wird nur ein Musikstück beabreitet und dieses auf max. 90 sek Länge begrenzt. So kann das AcourateFLOW auch in der nicht aktivierten Version (Demo) justiert und getestet werden.

Also vielleicht einn paar Minuten noch Geduld.

Grüsse
Uli
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khonfused
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Beitrag von khonfused »

Hallo,

es fällt mir nicht leicht Unterschiede zwischen den einzelnen Testtönen und dem Vergleichston hinsichtlich der Positionierung der Richtung aus der sie kommen zu hören.

Gibt es irgendetwas auf das man sich konzentrieren sollte dabei, um es deutlicher hören zu können?

Gruss
Christian
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aston456
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Beitrag von aston456 »

Hallo Uli und Hans-Martin,

vielen Dank, für die Erklärungen.

Jetzt habe ich begriffen, daß Ihr eine gemeinsame Basis habt, aber die technische Umsetzung unterschiedlich ist.

Gruß,
Kai
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uli.brueggemann
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Beitrag von uli.brueggemann »

Christian,

am besten locker bleiben. Es ist tatsächlich nicht leicht, mit Sinustönen wäre es noch viel problematischer.
Evtl. auch mal die Einstellung merken, weggehen und dann nochmal hören. Auf das letzte 1/10 kommt es denn wohl auch nicht drauf an.

Die richtige Einstellung eher erfühlen als scharf zu analysieren. Oder mal die Frau bzw. Kinder fragen.

Grüsse
Uli
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Shefffield
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Beitrag von Shefffield »

uli.brueggemann hat geschrieben: stellst Du Deine LS mit Passivweichen direkt nebeneinander/ineinander auf oder reichen die Magnetfelder über die üblichen 2.5 m Abstand?
Weia, da bin ich ganz schön in meinem eigenen Fahrwasser gelandet. :mrgreen:

Bei den Schreibtischhupen (4"-Koaxe in kleinen Monitorgehäusen) liegen die beiden externen Weichen in ihren Kunststoffkästchen links und rechts vom Bildschirm, deutlich näher beisammen als die Lautsprecher. Zählt das? :cheers:
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uli.brueggemann
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V1.3.2 ist online

Beitrag von uli.brueggemann »

Das Programm kann man nun herunterladen und installieren. Nach Registrierung befindet sich das Programm im Demo-Modus. Hierbei kann nun der mit AcourateFLOW verbundene Lokalisierungstest durchgeführt werden.

Weiterhin ist die Bearbeitung einer einzelnen Musikdatei inkl. AcourateFLOW möglich, die maximale Länge wird bei der Ausgabe auf 1.5 min begrenzt.

Das sollte jedoch für einen Test ausreichend sein.

Grüsse
Uli
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Hans-Martin
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Beitrag von Hans-Martin »

Shefffield hat geschrieben: Bei den Schreibtischhupen (4"-Koaxe in kleinen Monitorgehäusen) liegen die beiden externen Weichen in ihren Kunststoffkästchen links und rechts vom Bildschirm, deutlich näher beisammen als die Lautsprecher. Zählt das? :cheers:
Ojeh Axel, dann fangen die ja den Dreck vom Schaltnetzteil eher ein als die Signale von anderen Lautsprecher...

Das Problem der Kopplung zwischen den Boxen ist vermutlich ein Hirngespinst. Wenn die passiven Weichen die Spulen auf einer Weiche nicht zueinander senkrecht angeordnet haben (max 3 Stück möglich), ist die Konstruktion nicht Stand der Handwerkskunst.

In jedem Fall kann man die Kopplung verringern, indem man die Weichen zueinander senkrecht anordnet, nicht in einer Ebene. Wenn Elkos im Spiel sind, kann Mikrofonie über die Tischplatte eine größere Auswirkung haben als die theoretisch denkbare Kopplung. Dann wäre die unsymmetrische Platzierung eine Verschlechterung, man müßte also beide unter 45° aufstellen.

Ein Hörvergleich ist spätestens hier ratsam, damit man nicht in Absurdistan landet.

Grüße Hans-Martin
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Heule
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Beitrag von Heule »

Da ich sehr viel über Spotify Musik höre, bringt mir das AcourateNas mit Flow ja nichts!?
Ich hoffe Ulli bekommt das schnell in das normale Acourate eingefügt. Bin gespannt :D

Gruß Oliver.
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uli.brueggemann
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Beitrag von uli.brueggemann »

Heule hat geschrieben:Da ich sehr viel über Spotify Musik höre, bringt mir das AcourateNas mit Flow ja nichts!?
Ich hoffe Ulli bekommt das schnell in das normale Acourate eingefügt. Bin gespannt :D
Oliver,

es ist nicht einfach ein zu erzeugendes Filter, was dann im Convolver so mitläuft. Acourate erzeugt ja Filter. Man braucht eine entsprechende Verarbeitung auch im Convolver.

Grüsse
Uli
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Shefffield
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Beitrag von Shefffield »

Hallo, Hans-Martin!
Hans-Martin hat geschrieben: Ojeh Axel, dann fangen die ja den Dreck vom Schaltnetzteil eher ein als die Signale von anderen Lautsprecher...
Klar, da hab ich mich schlicht vergaloppiert. Meine "Rechtfertigung" war nicht ernst gemeint, keine Bange.

Die Regeln zur Anordnung der Bauelemente kenne ich, aber ich baue schon lange keine Passivweichen mehr (ist vielleicht auch besser so, wenn ich meinen obigen Post bedenke :mrgreen: ).

Uli,
uli.brueggemann hat geschrieben:es ist nicht einfach ein zu erzeugendes Filter, was dann im Convolver so mitläuft. Acourate erzeugt ja Filter. Man braucht eine entsprechende Verarbeitung auch im Convolver.
Was bedeutet das für uns Online-Falter? Müssen wir uns auf Wartezeit einstellen?

Ich les' besser noch mal den gesamten Thread und die verlinkten Papers, bevor ich weiter Fragen stelle... :lol:

Bis bald,
Axel
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khonfused
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Beitrag von khonfused »

Hallo Uli,

ich hab mich jetzt mal ganz locker auf zwei Werte mit mir geeinigt. Low 1 und High -4. Dies einmal als erste Annäherung, um mal was hören zu können.

Dann habe ich Diana live in Paris invertiert, gefaltet und geflowt. :shock: Hoffentlich komme ich mit Bewährung davon. :mrgreen:

Wow, der Unterschied ist riesig. Da muss ich mich erstmal einhören. Ich glaub das ist grossartig.

Gruss
Christian
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uli.brueggemann
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Beitrag von uli.brueggemann »

Christian,

prima. Es kann ja sein, dass Du nochmal die Parameter "verbesserst". Aber mach Dir keinen Stretch dabei.

Ansonsten kann ich aus bisherigen Rückmeldungen berichten, dass die Werte nicht einheitlich sind, sondern sich je nach örtlicher Gegebenheit jeweils anders darstellen.

Was damit auch gegen ein pauschalisierte Bearbeitung spricht. Obwohl das Verfahren wohl trotzdem grosse Toleranzen aufweist. Hans-Martins Testdateien waren ja nicht speziell angepasst. Und Tonabnehmer wissen auch nichts von der jeweiligen Hörsituation.

Grüsse
Uli
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uli.brueggemann
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Beitrag von uli.brueggemann »

modmix hat geschrieben:bei mir bekomme ich mit links 0/0 und rechts -2/+2.5 die besten Ergebnisse bei den Testtönen.

(links steht der LS nahe an der Wand, aber etwas abgeschottet: er bekommt + 2 dB; rechts ist eher offener Raum.)
Ulli,

links 0/0
links +2 ??

versuche es doch einmal mit -2/+2 für beide.

Grüsse
Uli
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