Offline-Convolving mit AcourateNAS

Ulis Mess- und Korrekturprogramm

Beitragvon JoeBroesel » 24.09.2011, 19:41

Hallo Gert,
wenn es um die 6. Mahler/Duisburger... geht, da gibt es von Ralf auch eine Fassung mit WAV < 2 GB.

Rainer.
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Beitragvon Fortepianus » 24.09.2011, 22:20

Hallo Rainer,

JoeBroesel hat geschrieben:wenn es um die 6. Mahler/Duisburger... geht, da gibt es von Ralf auch eine Fassung mit WAV < 2 GB.

ja, das ist eine der Problem-Sinfonien, aber nicht die einzige. Haben bei der <2GB-Version die Musiker ein bisschen schneller gespielt :P ?

Viele Grüße
Gert
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Beitragvon JoeBroesel » 24.09.2011, 22:42

Hallo Gert,
das war hier:

viewtopic.php?p=5721#p5721

da hat er den letzten Satz der 6. in 2 WAVs aufgesplittet, weil als eine WAV wäre es größer als 2 GB gewesen

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Beitragvon Fortepianus » 25.09.2011, 13:06

Hallo Uli, hallo Rainer,

bei genauerem Hinschauen reduziert sich das Problem auf zwei Sätze in meiner HD-Sammlung. Ich habe die jetzt eben mit foobar gefiltert und gut ist's. Foobar kommt damit irgendwie zurecht. Dort wird allerdings auch keine wav-Zwischendatei angelegt, sondern direkt von flac nach flac geschrieben. Damit bleiben die Dateigrößen bei etwas über 1GB.

Was mich dann aber auf den ersten Blick etwas schockiert hat: Ich wollte dann meine von CD gerippten flacs auf die Synology gefiltert rüber schreiben, und eine erste Hochrechnung ergab, dass der Rechner dafür ca. 2 Wochen im Dauerlauf brauchen wird :shock: . Rechnet man aber mal nach, heißt das immerhin, dass man in 20facher Geschwindigkeit bezogen auf die Laufzeit der Musik alles umschaufelt, filtert und auf den echten Maximalwert normiert. So schlecht ist das nicht. Nun zeigt sich aber, was mir Thomas bereits beim Kauf der Synology auf's Butterbrot geschmiert hat: Mein Sparwahn, mir nur die kleine Synology-NAS für eine Platte zu kaufen, war am falschen Ende gespart. Denn jetzt kann ich die gefilterten Dateien nicht in 24 Bit auf die Platte schreiben, weil sonst die 2TB nicht reichen. Gibt's inzwischen größere Platten, die da rein passen? Oder ist das Runterrechnen auf 16 Bit ok, Uli?

Viele Grüße
Gert
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Beitragvon uli.brueggemann » 25.09.2011, 13:13

Fortepianus hat geschrieben:Oder ist das Runterrechnen auf 16 Bit ok, Uli?

Gert,

lass Deine Ohren entscheiden. :D

Gruss, Uli
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Beitragvon Fortepianus » 25.09.2011, 14:02

Hallo Uli,

ok, da muss ich dann mal ein paar Files zum Test falten. Geht aber erst, wenn der Rechner mit dem HD-Kram fertig ist :roll: . Zwischenzeitlich habe ich vorsorglich schon mal geschaut, die 2TB-Platte, die ich gerade verwende in der Syn gibt's mittlerweile auch in 3TB. Das würde erst mal reichen vom Platz. Es würde mich wundern, wenn die 16bit-Version nach der Faltung mit der 24er gleichziehen könnte, muss ich mir aber in der Tat mal anhören. Es wäre dann aber sinnvoll, wenn ich erst die neue Platte kaufen würde und dann den Rechner zwei Wochen quäle, als erst zwei Wochen mit der 16bit-Version quälen, dann feststellen, dass 24bit vielleicht doch besser ist, dann die neue Platte kaufen und nochmal zwei Wochen mit der 24bit-Version quälen. BTW: Was sagen Deine Ohren?

Viele Grüße
Gert
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Beitragvon Koala887 » 25.09.2011, 14:29

Hallo Gert,
Fortepianus hat geschrieben:Was mich dann aber auf den ersten Blick etwas schockiert hat: Ich wollte dann meine von CD gerippten flacs auf die Synology gefiltert rüber schreiben, und eine erste Hochrechnung ergab, dass der Rechner dafür ca. 2 Wochen im Dauerlauf brauchen wird :shock: .

Wenn du das Ganze über Gigabit verbunden hast, ist da was faul!
Bei mir dauern 2 GB etwa 6 Stunden :D

Schöne Grüße
Daniel
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Beitragvon Fortepianus » 25.09.2011, 14:51

Hallo Daniel,

Koala887 hat geschrieben:Wenn du das Ganze über Gigabit verbunden hast, ist da was faul!
Bei mir dauern 2 GB etwa 6 Stunden :D

ich nehme an, 2TB, oder? Ok, 6h, das wäre viel besser. Wo könnte der Hase im Pfeffer liegen? Meine Konfiguration sieht so aus:

Rechner hängt per Gigabit-LAN an einem Gigabit-Switch, er zeigt auch bei Klick auf das LAN-Statussymbol "Übertragungsrate: 1,0GBit/s" an. An dem Switch hängen vier NASen, dreimal D-Link DNS323 per G-LAN und einmal Synology DS111 per G-LAN. Vom G-LAN-Switch geht's dann per 100MBit-LAN an den Router und das ganze restliche Hausnetz, das hier nicht weiter von Belang ist. Quelle ist eine der D-Link-NASen, Ziel ist die Syn DS111. Arbeitsverzeichnis und Filter liegen lokal auf der Platte des Faltungsrechners, wie gesagt Pentium E6700 Dual-Core 3,2GHz, 4G Ram. Hast Du oder sonst jemand eine Idee?

Umfrage: Wie lange dauert das bei Euch Offline-Faltern so ungefähr pro TB?

Viele Grüße
Gert
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Beitragvon Koala887 » 25.09.2011, 18:14

Hallo Gert,

ja, gemeint waren 2TB.

So wie ich das sehe liegt dein Hauptproblem daran, daß die Dateien vom NAS erst auf deinen Rechner und von dort wieder auf die andere NAS kopiert werden. Dadurch bleibt von der maximalen Übertragungsrate nur noch ein Bruchteil übrig. :cry: Unter Windows7 schafft man ca. 105MB/s, mit Vista oder XP sind es etwa 85MB/s , vorausgesetzt die Festplatten schaffen diese Geschwindigkeit auch. Welche Raten die NASen schaffen, kann man schlecht sagen, da GBit auch einiges an Rechenpower benötigt und die billigen NASen sind da nicht besonders gut bestückt.

Du könntest ja mal testen, welche Raten du einzeln schaffst. Vom NAS auf den Rechner und vom Rechner auf NAS. Die Geschwindigkeit kannst du dir anzeigen, wenn du beim kopieren auf weitere Details klickst. Die Daten sollten auf jeden Fall größer als der Arbeitsspeicher sein, weil dieser sonst das Ergebnis verfälscht.

Schöne Grüße
Daniel
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Beitragvon Fortepianus » 25.09.2011, 19:24

Hallo Uli,

uli.brueggemann hat geschrieben:lass Deine Ohren entscheiden. :D

ich habe eben den Hörtest gemacht. Das ist unglaublich, wieviel das ausmacht. Alles klingt viel saftiger bei der 24Bit-Version und es ist mehr Grundton da, Franz würde sagen: Fleisch am Knochen. Das ist das Auffälligste, aber eigentlich in jeder Disziplin klingt die 16Bit-Version wie eine müde Kopie der 24er. Habe sofort die 3TB-Platte bestellt und lass dann eben alle CDs gleich auf 24Bit. Da fällt mir ein, dass ich mal nachschauen muss, ob meine Faltungskiste, die beim Sonos in der DAC-Monitorschleife hängt, eigentlich auf 16 oder 24bit Ausgabe eingestellt ist - das kann man doch glaube ich bei BruteFIR konfigurieren, oder?

Viele Grüße
Gert
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Beitragvon Fortepianus » 25.09.2011, 19:50

Hab' mal nachgeschaut, in den BruteFIR-Settings im Linux-Skript finde ich gar nichts dazu, mit welcher Bittiefe ausgegeben wird. Die Settings für BruteFIR, die ich in meinem Volksconvolver gefunden habe, lauten so:

## DEFAULT GENERAL SETTINGS ##

float_bits: 64; # internal floating point precision
sampling_rate: 44100; # sampling rate in Hz of audio interfaces
filter_length: 4096,16; # length of filters
overflow_warnings: true; # echo warnings to stderr if overflow occurs
show_progress: false; # echo filtering progress to stderr
max_dither_table_size: 0; # maximum size in bytes of precalculated dither
allow_poll_mode: true; # allow use of input poll mode
modules_path: "/usr/lib/brutefir"; # extra path where to find BruteFIR modules
monitor_rate: true; # monitor sample rate
powersave: true; # pause filtering when input is zero
lock_memory: true; # try to lock memory if realtime prio is set
convolver_config: "/home/audiovero/.brutefir_convolver"; # location of convolver config file


Da steht, dass intern mit 64bit float gerechnet wird. Die 16 hinter Filterlänge 4096 hat glaube ich nichts mit der Bittiefe der Ausgabe zu tun. Weißt Du da Genaueres, Uli? Und, wenn wir gerade dabei sind, sehe ich, dass das Dithering ausgeschaltet ist. Was müsste ich da anstelle der 0 bei max_dither_table_size eintragen?

Viele Grüße
Gert
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Beitragvon uli.brueggemann » 25.09.2011, 23:18

Gert,

siehe Beispielauszug aus einer config

output "leftout", "rightout" {
device: "alsa" { device: "hw:0";}; # ignore_xrun: true; };
sample: "S24_4LE";
channels: 10/8,9;
delay: 0,0;
dither: true;
};

Wobei Dither bei 24 bit ja eher Overkill ist.

Grüsse, Uli
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Beitragvon uli.brueggemann » 26.09.2011, 10:06

Fortepianus hat geschrieben:Da steht, dass intern mit 64bit float gerechnet wird. Die 16 hinter Filterlänge 4096 hat glaube ich nichts mit der Bittiefe der Ausgabe zu tun. Weißt Du da Genaueres, Uli? Und, wenn wir gerade dabei sind, sehe ich, dass das Dithering ausgeschaltet ist. Was müsste ich da anstelle der 0 bei max_dither_table_size eintragen?

Gert,

1. ein gegebenes Filter der Länge 65536 lässt sich z.B. in 64 Pakete der Länge 1024 aufteilen. Oder 16 Pakete á 4096 taps. Daraus resultiert filterlength: 4096,16;

2. Auszug aus dem Brutefir-Manual
If dither is applied to any output, a dither table will be calculated when the program is started. It contains uncorrelated random values that is used to generate the dither. The more channels that applies dither, the larger table is needed, if to keep the dither uncorrelated between channels. This table can get quite large memory-wise. If you want to limit its size, set max_dither_table_size to a value. It should rather not be less than one megabyte though. If it is set to zero or negative, the program will itself choose a size.

Grüsse, Uli
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Beitragvon Fortepianus » 26.09.2011, 11:52

Hallo Uli,

danke für die Erklärungen. Ich habe nachgeschaut, bei mir ist (beim online convolver) die 24bit-Ausgabe aktiviert, aber der Dither deaktiviert. Ich werde mal ausprobieren, ob es mit Dither besser klingt (Ralf schwört da ja drauf, egal bei welcher Bittiefe).

Viele Grüße
Gert
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Beitragvon uli.brueggemann » 26.09.2011, 12:30

Fortepianus hat geschrieben:Ich habe nachgeschaut, bei mir ist (beim online convolver) die 24bit-Ausgabe aktiviert, aber der Dither deaktiviert. Ich werde mal ausprobieren, ob es mit Dither besser klingt (Ralf schwört da ja drauf, egal bei welcher Bittiefe).

Gert,

ich hab Dither auch angeschaltet. :-) Höre aber trotzdem keinen Unterschied. Ein Bit entspricht ja -138 dB bei 24 bit-Aufnahmen. Und der tpdf-Dither bewegt sich da unten. Mmhh, wer das hört ...

Kannst Du Dir mal die neueste Version AcourateNAS runterladen und testen? Wenn ein reines Ziellaufwerk gewählt wird, dann wird die Directorystruktur des Quelllaufwerks erzeugt. Wenn aber im Ziellaufwerk ein Verzeichnis gewählt wird, dann gilt dieses. Das sollte Dein _FIR-Verzeichnis möglich machen. Identische Quell- und Zielangaben werden abgelehnt.

Teste bitte auch mal Deine grosse 24/192-Datei.

Gruss, Uli
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