6-Kanal Convolving mit Acourate

Ulis Mess- und Korrekturprogramm

6-Kanal Convolving mit Acourate

Beitragvon KAL » 31.10.2010, 09:37

Ich hab immer mal gelesen, das es gehen soll.

Nun hab ich auf Ulis Seite ein PDF von Tony Knight gelesen, der aber leider mehrere tausend Euro Aufwand betreibt für sechs Kanäle.

Was braucht man minimal?
Reicht eine M-Audio 1010LT, um analog 6 oder 8 kanalig hinein, falten und wieder hinaus?
Steigt dann dementsprechend die benötigte Rechenleistung an?

Delay ist auch ein wichtiger Punkt, aber erstmal würde ich es gern grundsätzlich verstehen.

Misst man jeden Kanal dann Mono oder wie bringt man ein Surround Setup in acourate hinein ?
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Beitragvon Unicos » 31.10.2010, 12:01

Hallo Kal,

kurz ein paar Antworten von meiner Seite:

- 6-Kanal geht mit der 1010Lt
- ja, es braucht richtig Rechenleistung, also nichts fuer den Volk'schen Falter. Ich habe einen Atom genommen
- habe zum Schluss nur noch minimalphasig gearbeitet und habe die Raumanpassung ueber Audyssey gemacht
- 48khz

Habe so gemessen:
- FL/FR zusammen also mit dem klassischen Logsweep links/rechts
- C mono
- RR/RL wieder wie FL/FR
- SW mono
Kann man schoen automatisieren.

Nachdem ich diese minimalphasigen Filter gebaut hatte habe ich dann nochmal ueber meinen Denon gemessen. Micro war bei mir senkrecht am Hoerplatz.

Nun lassen wir den Meister sprechen.

Gruss

Thomas
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Beitragvon uli.brueggemann » 31.10.2010, 12:39

Also dann.

Ich selbst habe bisher kein Mehrkanalprojekt realisiert. Es gibt einige (wenige), die das durchgeführt haben.

Im Prinzip sind die Kanäle jeweils für sich zu korrigieren und zu optimieren. Das Delay zwischen den Kanälen kann durch entsprechende Zeitmessungen einfach festgestellt und danach eingestellt werden.

Der "Volks"convolver mit einer VIA EPIA wurde auch schon mit 6 Kanälen realisiert. Anstelle double precision die single precision (32 bit float ist immer noch gut!) vorgeben, dann sollte es gehen.
Aber mittlerweile gibt die Atoms, die Zeit geht eben weiter voran. Das Hauptproblem bei einer gewünschten Rechenleistung ist eigentlich nur die lautlose Kühlung.

Randbemerkung 1: Minphase filter und dann Audyssey halte ich für suboptimal.
Randbemerkung 2: falls jemand mit dem Volksconvolver 7.1 realisieren und dabei auch aktiv die einzelnen Chassis ansteuern will dann sollte er doch eine leistungsfähige CPU wählen. Na ja es braucht dann auch reichlich Verstärker. Mit einer HDSP9652 gibt es auch 24 ADAT-Kanäle :mrgreen:

Grüsse, Uli
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Beitragvon KAL » 31.10.2010, 15:28

Was ist denn ein Volksconvolver?

Ich werde einen Atom einsetzen.
Audyssey ist doch diese Korrekturschaltung. Das allererste, was ich abschalte. :-)

@Unicos
Wie klingt es? Gibt es ähnlich krasse Verbesserungen wie bei Stereo?
Unterschied im Klang bei minphase gegenüber den anderen?

Die Messungen sind nicht das Thema beim "Verstehen", sondern wie man dann mit Acourate weiter vorgeht und wie man die erstellten Filter dann in den Convolver bringt. Geht das auch mit BruteFIR?
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Beitragvon JOE » 31.10.2010, 15:53

KAL hat geschrieben:Was ist denn ein Volksconvolver?

Natürlich Gert sein persönlich optimierter Revolver. :mrgreen:

migruvo
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Beitragvon Rudolf » 31.10.2010, 20:17

KAL hat geschrieben:Was ist denn ein Volksconvolver?

siehe hier: Faltungsrechner für Acourate-Filter (Volksconvolver™)

Viele Grüße
Rudolf
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Beitragvon Shefffield » 02.11.2010, 11:01

Moin.

Bei mir läuft ein sechskanaliges System, das ich zusammen mit Julian (ferryman) für den DIY-Lautsprecherwettbewerb aufgebaut habe. Es sitzt auf RME-Hardware verwendet, Julian hat sich aber gerade ein eigenes System mit der M-Audio 1010 LT in einem Atom zusammengestellt. Er gibt dazu bestimmt gerne Auskunft.

Der Rechenleistungsbedarf ist tatsächlich erheblich - mein derzeit verwendeter Athlon 900 MHz (recht antik, stimmt schon, aber dafür ohne überzogenen Aufwand fast lautlos zu bekommen) kriegt das Falten der sechs Kanäle alleine noch hin, steigt aber mit einem Overflow aus, sobad er auch Zuarbeiten ausführen muss, wie zum Beispiel das Abspielen der Musikdateien von einer angehängten USB-Festplatte. Ein modernerer Prozessor mit schätzungsweise > 1,5 MHz Takt oder zwei Kernen ist also wohl schon angesagt. (Momentan verwendetes OS bei mir: Ubuntu 10.10 Server mit nachgerüstetem LXDE.)

Bis bald,
Axel
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Beitragvon KAL » 02.11.2010, 19:19

Aha, das klingt ja sehr vielversprechend.
Es ist also möglich, aber wie klingt es denn ?

Damalige Versuche mit Audiolense haben mich nicht wirklich überzeugt, dieser wow Effekt in Stereo mit Acourate hab ich damals nicht hinbekommen.
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Beitragvon Shefffield » 03.11.2010, 11:06

KAL hat geschrieben:Aha, das klingt ja sehr vielversprechend.
Es ist also möglich, aber wie klingt es denn ?

Puh, über Klang zu schreiben ist immer sehr schwierig. Ich kann aber sagen, dass ich meinem persönlichen Ziel mit Acourate im 6-Kanal-Betrieb ein wirklich großes Stück näher gekommen bin. Ganz oben steht für mich das akustische "Verschwinden" der Lautsprecher, ich will sie nicht mehr orten können. Das klappt richtig gut, und zwar mit allen drei Konzepten, die ich bisher damit angesteuert habe. Das Abschneiden unserer Zoé beim diesjährigen DIY-Wettbewerb deutet ja in die gleiche Richtung, dass es sich lohnt, trotz verbesserungsfähiger Abstimmung (die der hektischen Vorbereitung geschuldet war).

http://www.diy-hifi-forum.de/forum/show ... php?t=2192
http://www.diy-hifi-forum.de/forum/show ... php?t=2164

Bis bald,
Axel
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Beitragvon Udor » 03.11.2010, 21:32

Hallo Kal

Ich betreibe hier ein 8-Kanal Setup (3-wege aktiv+2 Subs) mit einem Pentium M 1,6ghz(laptop IBM X31). Prozessorlast liegt bei 20-30%. Also alles halb so wild. Als BS nutze ich ein Debian mit XFCE Oberfläche.

Ich denke, ein aktueller Atom dürfte da auch keine Problem mit habe,n auch wenn der nicht ganz an einen PentiumM rankommen wird.

Dualcore halte ich aber schon fast für übertrieben, zumindest bei 6-8 Kanälen(obwohl es nicht schaden kann).

Ein 5.1 Setup hab ich allerdings noch nicht eingemessen.

Gruß Udo
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Beitragvon Unicos » 06.11.2010, 11:30

Udor hat geschrieben:Ich betreibe hier ein 8-Kanal Setup (3-wege aktiv+2 Subs) mit einem Pentium M 1,6ghz(laptop IBM X31). Prozessorlast liegt bei 20-30%. Also alles halb so wild. Als BS nutze ich ein Debian mit XFCE Oberfläche.

Hi,

Mit 32 oder 64 float?
Also ich kann mich noch daran erinnern, dass ich bei 50% also einer core war, bei 5.2. Multi-threading hat glaube ich funktioniert, aber das alles ist mir recht haeufig weggebrochen.

Aber mal eine kleine Frage an alle. Wollt ihr damit Video schaun, oder nur Musik hoeren?
Die Zeitverzoegerung ist naemlich schon heftig. Hatten wir schon in einem anderen Thread meine ich. Deshalb auch mein Schwenk zu minimalphasig.
Naechste Frage, wenn ihr Blueray schaut, weiterhin mit 48KHz? Ich habe mal mit 96KHz getestet.

Kann das hier gerade alles nicht so richtig glauben :-). Aber vielleicht habe ich ja was falsch gemacht.

Gruss

Thomas
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Beitragvon Udor » 06.11.2010, 16:10

Unicos hat geschrieben:Mit 32 oder 64 float?
Also ich kann mich noch daran erinnern, dass ich bei 50% also einer core war, bei 5.2. Multi-threading hat glaube ich funktioniert, aber das alles ist mir recht haeufig weggebrochen.

Hmm, also ich hab jetzt noch mal nachgeschaut. Mit 8 Kanälen und vollem Takt(1.6Ghz) liege ich bei 45% Gesamtauslastung. Wobei 10% auf den Player (Aqualung+SRC) gehen und ca 30% auf Brutefir.
Normalerweise taktet der noch auf 1.2Ghz runter und taktet erst hoch wenn ich ein Fenster öffne etc.
Alles 64bit Float.

Das ganze läuft auch absolut stabil auch wenn ich im Hintergrund einen Browser öffne oder irgendwas anderes mache.

Was für eine CPU hattest du denn im einsatz ? Ein PentiumM mit 1.6Ghz kann man auch nicht mit einem IntelAtom mit 1.6Ghz vergleichen. Der liegt ungefähr auf dem Level eines 900Mhz Celeron.
Andersrum ein aktueller Atom mit 2 Kernen und Hyperthreadding dürfte dem schon recht nahe kommen jenachdem wie die Software das nutzt.

Gruß Udo
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Beitragvon KAL » 07.11.2010, 10:28

Die Zeitverzögerung ist bei Film ganz sicher das Hauptproblem.
Selbst mit MPC lässt sich das ja nur unbefriedigend lösen.
Für Bluray geht das meines Wissens noch gar nicht, oder kann PowerDVD verzögern ?
Arcsoft kann das nämlich nicht.

Diese minimalphasigen Filter, kann da jemand zum klanglichen Unterschied was sagen ?
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Beitragvon uli.brueggemann » 07.11.2010, 10:51

ffdshow kann verzögern, siehe Parameter video delay

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Aber mehr weiss ich nicht, ich setze es nicht ein.

Bei Video wird das Auge beschäftigt, so sehr, dass man nicht mehr genau hinhören kann. Demzufolge kann man minimalphasig korrigieren und man ist trotzdem zufrieden. In den meisten Fällen passen die Orte von Bild und Ton sowieso nicht zusammen, so dass die Suche nach einer optimalen Klangbühne eh nix bringt.

Gruss, Uli
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Beitragvon Unicos » 07.11.2010, 12:05

Hi,

gut, und was spricht dann gegen eine Raumanpassung mit Audyssey (wie auch immer es geschrieben wird) im Nachinein? Wenn das alles doch nicht soooo wichtig ist?

Wer von den Gegnern hat jetzt schon so gehoert? Oder sind das alles nun Vorurteile, wie das hochtonlastige bei alten BMs, was sich ja immer noch hartnaeckig haelt (ich muss die Leute immer erst vor die Boxen schubsen, damit sie es glauben dass es nicht mehr so ist, aber manche meinen es ja immer noch zu hoeren).

Ach ja ich habe das alles getestet mit einem Fanless Atom 1.6.

Gruesse

Thomas
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