Lautsprecherspezifische Vorfilter mit Acourate

Ulis Mess- und Korrekturprogramm

Beitragvon schauki » 28.02.2010, 23:12

Hallo!

Hier mal die nur offline (??) gefaltete Korrektur.

An sich die gleichen Parameter, eben nur die Raum-Korrektur über das gemessene Signal mit Vorfilter laufen lassen und das entstandene Korrekturfilter mit dem gemessenen Signal gefaltet.

Wobei, optimal wäre natürlich dieses mit dem Vorfilter falten und dann damit "echt" messen. Aber da müsste ich wieder alles aufbauen, werde ich beim nächsten Mal, wenn ich messe, gleich mitmachen. Pegel wurde da auch fürs Filter gesenkt.

Somit hat das wohl nicht soooo viel Aussagekraft:
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Tendeziell würde ich aber sagen "besser".

mfg

P.S. auch die Startzeiten sind nicht gleich und ich weiß (noch) nicht, wie ich das auf gleich bekomme, daher ge"gimp"t
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Beitragvon Rudolf » 28.02.2010, 23:26

Hallo Richard,

besten Dank für deine Kurven. Genau das meinte ich, als ich schrieb:

Rudolf hat geschrieben:Es wäre nun sehr interessant zu sehen, wie das Endresultat (also die rote Kurve) aussähe, wenn du die Korrekturkurve ohne Vorfaltung rechnen ließest.

Die Anwendung der beiden Korrekturkurven am realen Objekt zu messen und auch mal hinzuhören, ob's anders klingt, wäre natürlich das i-Tüpfelchen.

Viele Grüße
Rudolf
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Beitragvon schauki » 01.03.2010, 00:04

Hinhören?
Ich habe das Zeugs eigentlich nur zum Messen. :shock:

Nein ersthaft:
Ich bin mir 100% sicher, dass ich da keinen Unterschied hören kann, also jetzt zwischen Komplettkorrektur und Korrektur mit Vorfilter.

Aber es ist eben die elegantere/saubere Lösung, und von daher sollte man das auch machen.

Übrigens sieht man an diesen Beispielen auch die immer wiederkehrende "Zeitrichtigkeitsdebatte":
Zwischen der Originalkurve und dem mit Vorfilter ist ja in der Sprungantwort der deutlichste Unterschied, hingegen zwischen der mit zusätzlicher FG Korrektur jetzt nicht "die Welt". Trotzdem wird JEDER einen (deutlichen) Unterschied zwischen den Versionen mit unterschiedlichem FG hören (obwohl ich da auch schon von Haus aus nicht sooo schlecht eingestellt habe), hingegen zwischen der definitiv nicht zeitrichtigen und (ziemlich) zeitrichtigen Einstellung wirds schwer/unmöglich.

Wobei ich auch betonen muss, dass ich mein System ja auch von Haus aus so eingestellt habe, dass diese Zeitfehler sich unter/um die Hörschwelle (nach Lehrbuch) bewegen. Mit LSP, die von Haus aus deutlich drüber liegen, kann das anders aussehen.

mfg
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Beitragvon play-mate » 07.03.2010, 01:05

hallo aktiv-hörer,

ich habe mit begeisteung versucht diesen thread zu verstehen.

ist es so, daß je weniger ein lautsprecher bzw. ein raum an "phasen-/amplituden problemen" leidet, je einfacher hat es ein FIR filter die probleme in den griff zu bekommen?
-oder anders:
je weniger das FIR filter "korrektur" errechnen muß, desto weniger pre-ringing effekte entstehen?

...übrigens, sind "buffer size" von bedeutung in FIR filtern?

gruß leif @ berlin
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Beitragvon uli.brueggemann » 07.03.2010, 20:05

play-mate hat geschrieben:ist es so, daß je weniger ein lautsprecher bzw. ein raum an "phasen-/amplituden problemen" leidet, je einfacher hat es ein FIR filter die probleme in den griff zu bekommen?
-oder anders:
je weniger das FIR filter "korrektur" errechnen muß, desto weniger pre-ringing effekte entstehen?

...übrigens, sind "buffer size" von bedeutung in FIR filtern?

Leif,

die Frage ist mir so nicht ganz klar.

Ich versuch es mal anhand eines Beispiels:
Der am Ohr eintreffende Schall ist die Summe von mehreren Komponenten, im einfachsten Fall LS und Raum. Die Korrektur einer Summe ist nun jedoch problematischer als die Summe der Einzelkomponenten. Also zuerst den LS (Direktschall) und dann den Raum korrigieren klappt problemfreier. Wenn z.B. eine Frequenzweiche eines Korrekturfensters von Breite x braucht, aber der Raum seinerseits da mit Reflektionen dazwischenfunkt, dann kann der Gesamtschall nicht vernünftig korrigiert werden. Jedoch zuerst der LS mit dem gewünschten Fenster. Beim Raum ist dann eine andere Fensterbreite möglich.

Was meinst Du mit "buffer size" bei FIR-Filtern?

Gruss, Uli
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Beitragvon schauki » 11.03.2010, 16:29

Hallo!

Kurze Frage die vielleicht nicht ganz reinpasst, aber doch irgendwie.
Wenn man wie üblich einen Mehrwege-LSP betreibt und ihn unter möglichst Freifeldbedingungen messen - bzw. Korrekturfilter errechnen lassen will, biete sich dann Folgendes an oder haut das nicht hin?

- Jeden Weg einzeln messen (wenn möglich die anderen abschalten) im Nahfeld
- Alle Wege der linken Box in Acourate laden
- Summieren (welche Funktion wäre da am besten geeignet)
- Und das Ergebnis als Korrekturgrundlage nehmen

Würde dann in Kombination mit dem "theoretischen" Vorfilter noch mal den Raum mehr ausschließen bzw. würde für einen Hörplatzmessung dann ja wirklich nur mehr der Raum als "Fehlerquelle" in Frage kommen.

Kann das hinhauen? Macht das Sinn?

mfg
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Beitragvon uli.brueggemann » 11.03.2010, 19:33

Richard,

ich denke eine Vorübung macht Sinn:

messe mal am Hörplatz die Gesamtantwort des LS. Dann messe die einzelnen Treiber, dabei einfach die anderen ausschalten. Es ergeben sich z.B. für links 4 Pulsantworten, gesamt, TT, MT und HT.

Nun lade die Gesamtantwort mit Sprunganzeige und HT mit Sprunganzeige. Den HT solange rotieren, bis die Anzeigen übereinanderpassen. Dann mit TD-Functions - Subtraction den HT Puls vom Gesamtpuls abziehen.
Nun das Ergebnis als Sprung. Den MT laden. Solange rotieren bis die Anzeigen passen. Den MT Puls subtrahieren. Schliesslich den TT laden und solange rotieren bis es wieder zusammenpasst.

Ergebnis: TT, MT und HT Pulse die als Summe das Gesamtergebnis zeigen. Das passt im allgemeinen wunderbar.

Nun kennt man hoffentlich auch die Frequenzweichen und kann diese entsprechend zeitlich zuordnen wie oben herausgefunden (das beinhaltet also auch akustische Abstände).

Mit all den Erkenntnissen wird es natürlich auch klar wie die von Dir gestellten Fragen eine Antwort finden. :-)

Grüsse, Uli

PS: bei Messungen im Freien evtl. Bodenreflektionen berücksichtigen oder ausmerzen.
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