Linearisierung von Chassis in einem Aktivlautsprecher

Ulis Mess- und Korrekturprogramm

Beitragvon Mister Cool » 16.12.2018, 00:15

Hallo Sigi,

Sigi M. hat geschrieben:Ob der Impuls aller Weichenzweige sich deckt, (mit anderen Worten, ob das Groupdelay null ist) oder ob man nochmal nachkorrigieren sollte, kann man leicht herausfinden, indem man die Messung Pulse xx.dbl mit der Originalweiche faltet (also die ohne delay und ohne FG Korrektur zur Kontrollfaltung nehmen)

Also Pulse48R.dbl falten mit XO1... XO2 .... und die Faltung aller Wege gemeinsam im Zeitfenster ansehen. (Bass muss sehr, Mittelton weniger verstärkt werden, damit man ihn sehen kann (TD-Func... - Gain)
Der Bassimpuls ist sehr sehr flach und der HT sehr hoch und spitz.


Das war zwar knapp beschrieben, aber nachvollziehbar und hat auf Anhieb geklappt. Es war deutlich einfacher als das, was Mitch in seiner Anleitung beschrieben hat.

Also noch mal danke.

Was ich aber noch nicht ganz verdaut habe und was mir noch fehlt ist eine Prozedur, wie ich einmalig die Linearisierung für jedes Chassis durchführe, das Ergebnis, also die für die Linearisierung notwendigen Korrekturen irgendwie (ich nenne es so beispielhaft) als Lin01L48.dbl, Lin01R48.dbl, Lin02L48.dbl, Lin02R48.dbl,... speichere und dann, jedes mal wenn ich neue XOs (mit anderen Delays oder anderen Eckfrequenzen) erstelle, diese Linearisierungsdateien mit den neuen XOs zusammenfalte.

Geht es?

Ich gehe davon aus, dass ich beim Erstellen der Linearisierungsdateien, den Linearisierungsbereich breiter als den späteren Eckfrequenzenbereich der einzelnen dazugehörigen XOs gewählt habe.

Hie am Beispiel meines MT.
Angenommen es soll in dem Bereich ca. 100Hz-1,2kHz eingesetzt werden. Ich linearisiere es in dem Bereich 80Hz-1,5kHz.

Fall A: ich will XO2 mit 100Hz-1kHz ausprobieren
Fall B: ich will XO2 mit 120Hz-1,2kHz ausprobieren

Wird der Bereich dann automatisch angepasst, oder muss er vor dem zusammenfalten zuerst abgestimmt/abgegliechen werden?
Muss ich dafür an den Lineaisierungsdateien etwas anpassen?

Grüsse,
Alwin
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Beitragvon uli.brueggemann » 16.12.2018, 13:01

Alwin,

wenn das Linearisierungsfilter einen breiteren Frequenzbereich überdeckt als das XO mit Durchgangs- und Übergangsbereich kannst Du problemloas beide Filter miteinander falten und das Ergebnis verwenden.

Grüsse
Uli

PS: das Linearisierungsfilter wird üblicherweise minimalphasig sein. Es macht Sinn, die Faltungsmathematik dadurch zu unterstützen, dass man dann im Linearisierungsfilter mit TD-Functions - Phase Extraction below und above den Frequenzgang "linearisiert", also an die Sperrbereiche des Ziel-XOs anpasst.
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Beitragvon Mister Cool » 16.12.2018, 14:24

Hallo Uli,

Verstanden, danke.

Also zuerst das generische Linearisierungsfilter kopieren, in der Kopie den Frequenzbereich oberhalb/unterhalb der Eckfrequenzen des XOs mit TD Function glattziehen und anschlissend die angepasste Kopie mit dem XO zusammenfalten.

Ganz einfach, man muss es nur ein mal gemacht haben :-)

Grüsse,
Alwin
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Beitragvon Sigi M. » 23.12.2018, 17:01

Mister Cool hat geschrieben:Ganz einfach, man muss es nur ein mal gemacht haben :-)

schön, dass es jetzt passt :cheers:
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