Problem mit CutNWindow

Ulis Mess- und Korrekturprogramm

Beitragvon uli.brueggemann » 14.05.2019, 08:34

Mein ehrlicher Dank für die Vorschläge. Dennoch: abgelehnt :|
- die Verwendung von result könnte man inflationär verwenden, hilft aber nicht weiter
- das Ausgrauen von Comboboxen oder Editfeldern hängt von der Bibliothek ab. Typischerweise versucht diese, eine einheitliche Lösung für alles denkbar Mögliche zu bieten und damit einen Standard zu erfüllen. Es gibt bei Windows, Mac, IOS, Android solche Standards. Siehe z.B. https://ux.stackexchange.com/questions/ ... ly-textbox bzgl. derartiger Problemstellungen
- anstelle des Ausgrauen der Combobox könnte man diese auch disablen (die Box ändert sich dann optisch). Was aber das Problem mit sich bringt, dass man die Combo wiederum nicht per Mausklick aktivieren kann
- eine Combobox mit z.B. Blackman lässt die Auswahl vieler Windowing-Arten (Blackman, Hanning & Co.) erwarten, was hier aber nicht verwendet wird. Anstelle 'Cut' könnte man auch ein rectangular window verwenden. Intuitiver empfinde ich hier aber eben 'mit bzw. ohne Fensterung' = Checkbox.
- die Vorschläge bieten nicht die Möglichkeit ausgehend von einem Peak in einem markierten Bereich auszuschneiden. Klar, manuell geht das per Editieren von Zahlenwerten (nachdem man die Peakposition anders ermittelt und mit dem Taschenrechner rumrechnet).

Mehr habe ich dazu nicht überlegt, glaube aber, dass sich noch weitere Argumente finden lassen. Ihr seht aber hoffentlich, dass es manchmal tatsächlich nicht einfach ist.

Ich habe aber in der Zwischenzeit noch ein paar Hilfen realisiert. Bei Anwahl von z.B. symmetric wird Position/Count ausgegraut, bei Abwahl wieder freigegeben. Bei Wahl von Start Position wird 'Position' angezeigt, bei Wahl von Peak entsprechend 'Count'.
So dass eben je nach Auswahl die richtige Info angezeigt wird.

Grüsse
Uli
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Beitragvon Hornguru » 14.05.2019, 08:52

Hallo Uli

Gründe gegen etwas finden sich immer :wink:
Lösungen sind schwieriger als Probleme.
Effizienz steigert sich auch mit Bedienung.
Und Einfachheit mit maximaler Reduzierung.

Peak in markiertem Bereich braucht man so gut wie nie, und dann findet man auch einen Workaround.
Window ja nein, Essen ja nein, aber was? Wieso sagt der Uli dass Blackman der Standard ist?
Gerade wenn man mehrmals faltet und additiv fenstert, reduziert man die Amplitude im ersten und letzten Drittel schon stark...

Also ich bin nach wie vor für meinen Vorschlag :mrgreen:
Würde eher noch das „result“ an der jetzigen Stelle entfernen.

Konzentration auf das Wesentliche. Zu 99% macht der Mensch immer die gleichen Dinge. Daher die bessere Effizienz durch Reduzierung. Maximale Komplexität entsteht durch ein Maximum an Auswahl und Optionen. Auch momentan Ursache neuer Volkskrankheit Depression. Commitment für Weniger bringt uns weiter.

Ok genug der Phrasen :D

Gruß
Josh
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Beitragvon uli.brueggemann » 14.05.2019, 09:07

Josh,

es faltet jemand linearphase (65536) mit minphase (65536). Das Ergebnis ist 131072 lang. Nun will man wieder 65536 ab Position 0 ausschneiden, ohne Fensterung.
Wie gibt man intuitiv bei Deinem Beispiel die richtigen Werte ein? Was macht die Start Position Combo (ich versteh z.B. den Wert 65536 nicht), was das Edit daneben?

Grüsse
Uli
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Beitragvon HaraldP » 14.05.2019, 09:15

Hallo zusammen, hallo Uli,

ich bin mit Cut'N Window nicht so vertraut, so dass ich mich nur zu einem Teil äußern will:

Eine Schwierigkeit war ja, den Zusammenhang zwischen der Drop-Down-Liste und dem rechts daneben angeordneten Edit-Feld zu erkennen. Die Funktionalität ist hier auch ungewöhnlich implementiert, so dass das Verhalten nicht offensichtlich ist.

Glücklicherweise läuft Acourate nur unter Windows, so dass man sich bei Unklarheiten bezüglich UX einfach die Meinung von Microsoft bezüglich der 'richtigen' Lösung einholen kann. Vielleicht gibt es manchmal auch bessere Lösungen, aus meiner Sicht ist aber eine einheitliche Lösung, die auch den Erwartungen des (Windows-)Users entspricht in der Regel auch die beste.

Obiger Fall ist in Windows-UX-Guidelines eindeutig beschrieben (siehe https://docs.microsoft.com/de-de/windows/desktop/uxguide/ctrl-drop). Ich bin sicher, dass mit dieser Lösung die Unklarheiten beseitigt wären. Ob die eingesetzte Library editierbare Drop-Downs unterstützt, weißt aber wohl nur du Uli.

Grüße
Harald
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Beitragvon KSTR » 14.05.2019, 09:20

uli.brueggemann hat geschrieben:- eine Combobox mit z.B. Blackman lässt die Auswahl vieler Windowing-Arten (Blackman, Hanning & Co.) erwarten, was hier aber nicht verwendet wird.
Und dadurch ein klassisches Manko. Normalerweise sind in den Bibliotheken jede Menge Fenster mit dabei, warum nicht ein paar sinnvolle anbieten? Auf jeden Fall Tukey mit einstellbarem alpha, das ist halt extrem universell und entsprechend beliebt v.a. zum Schneiden, und noch ein anderes mit minimalem Leck-Faktor für Dauerton-Klirr-/IMD-Messungen etc.
die Vorschläge bieten nicht die Möglichkeit ausgehend von einem Peak in einem markierten Bereich auszuschneiden.
Selbst in dieser Formulierung verstehe ich immer noch nicht was es macht und wie es das tut, dazu wäre mal ein echtes Anwendungsbeispiel klasse.
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Beitragvon KSTR » 14.05.2019, 09:43

HaraldP hat geschrieben:Obiger Fall ist in Windows-UX-Guidelines eindeutig beschrieben (siehe https://docs.microsoft.com/de-de/windows/desktop/uxguide/ctrl-drop). Ich bin sicher, dass mit dieser Lösung die Unklarheiten beseitigt wären. Ob die eingesetzte Library editierbare Drop-Downs unterstützt, weißt aber wohl nur du, Uli.
Yep sowas in der Art wäre fein.... wenn's die GUI-Lib hergibt. Sonst bleibt es halt den Doppelboxen als Combo-Ersatz, mit irgendwie klarerer Bennenung (also optisches Kenntlichmachen dass der manuell Overrride benutzt wird statt des Listenwertes).

Und schon mal Dank an Uli, wie auch immer er das jetzt updated/verfeinert. Unterm Strich ist Kernfunktionalität wichtiger als ultra-flexibles aber trotzdem immer klares Interface... ist viel Arbeit mit halt eher wenig direktem Nutzwert.
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Beitragvon uli.brueggemann » 14.05.2019, 09:52

KSTR hat geschrieben:Und dadurch ein klassisches Manko. Normalerweise sind in den Bibliotheken jede Menge Fenster mit dabei, warum nicht ein paar sinnvolle anbieten? Auf jeden Fall Tukey mit einstellbarem alpha, das ist halt extrem universell und entsprechend beliebt v.a. zum Schneiden, und noch ein anderes mit minimalem Leck-Faktor für Dauerton-Klirr-/IMD-Messungen etc.

Natürlich gibt es reichlich Spielarten von Fenstern. Ich habe mich nach einigen Studien meinerseits letztlich für das Blackman Optimal entschieden. Das BO hat z.B. den Vorteil, am Anfang und Ende klar mit Null zu multiplizieren, was andere Fenster nicht tun. Und wenn jemand wirklich Fenstern will, kann er ja ohne Fenster ausschneiden und danach TD-Functions - Windowing verwenden, wo mehrere Fenster (natrülich nicht alle) angeboten werden.
KSTR hat geschrieben:Selbst in dieser Formulierung verstehe ich immer noch nicht was es macht und wie es das tut, dazu wäre mal ein echtes Anwendungsbeispiel klasse.

Wenn eine reale Pulsantwort immer einen eindeutigen Peak und den an der richtigen Stelle hätte wäre es easy. Leider ist das nicht so. Der Puls z.B. eines Subs kann einen Peak aufweisen, der sich aus Original + Einschwingen + Reflektionen an einer anderen Stelle ergibt. Der wirkliche "Peak" liegt dabei unscheinbar am Anfang. An diesewr Stelle reicht die Suche nach dem absoluten Maximum (es ist unglaublich wie oft etwas verpolt ist) nicht aus. Man muss den Peak dann doch selbst optisch identifizieren. Dann einfach davor und dahinter eine Marke setzen und CutNWidow mit der entsprechenden Option anwenden, fertig. Ohne Rechnerei mit Taschenrechner daneben.

Grüsse
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Beitragvon KSTR » 14.05.2019, 09:57

Hornguru hat geschrieben: Maximale Komplexität entsteht durch ein Maximum an Auswahl und Optionen.
Aber nur wenn die Möglichkeiten alle wahlfrei "einfach so da liegen", d.h. nicht intelligent selbst-justierend sind, d.h. kein kontextabhängiges Verhalten/Ausgrauen/Umbennen, keine mitgeführte (Default-)Werte, etc und die inneren Abhängigkeiten nicht explizit dargestellt werden, schon in Echtzeit bei der Eingabe. Genau dahingehend verbessert Uli ja gerade.
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Beitragvon KSTR » 14.05.2019, 10:17

uli.brueggemann hat geschrieben:Wenn eine reale Pulsantwort immer einen eindeutigen Peak und den an der richtigen Stelle hätte wäre es easy. Leider ist das nicht so. Der Puls z.B. eines Subs kann einen Peak aufweisen, der sich aus Original + Einschwingen + Reflektionen an einer anderen Stelle ergibt. Der wirkliche "Peak" liegt dabei unscheinbar am Anfang. An diesewr Stelle reicht die Suche nach dem absoluten Maximum (es ist unglaublich wie oft etwas verpolt ist) nicht aus. Man muss den Peak dann doch selbst optisch identifizieren. Dann einfach davor und dahinter eine Marke setzen und CutNWidow mit der entsprechenden Option anwenden, fertig. Ohne Rechnerei mit Taschenrechner daneben.
Ah, endlich verstehe ich es. Ein Override für die automatische Suche des Peaks in Form eines beschränkenden Rechteckfensters für den Suchbereich, per Markerübenahme. War mir gar nicht klar dass das Peaksample jedesmal tatsächlich gesucht wird.

Also ein Lösung dafür, dass man den Referenzpunkt des Pulses/Signals, also das Sample t=0, leider nicht selbst explizit setzen kann (und der dann auch "0" heiße, Samplenummern links davon wären dann negativ) und das als Eigenschaft gespeichert bleibt, nach der dann nicht mehr gesucht werden muss.
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Beitragvon uli.brueggemann » 14.05.2019, 10:44

HaraldP hat geschrieben:Obiger Fall ist in Windows-UX-Guidelines eindeutig beschrieben (siehe https://docs.microsoft.com/de-de/windows/desktop/uxguide/ctrl-drop). Ich bin sicher, dass mit dieser Lösung die Unklarheiten beseitigt wären. Ob die eingesetzte Library editierbare Drop-Downs unterstützt, weißt aber wohl nur du Uli.

Harald,

danke. Das hat mich auf die richtige Spur gebracht. Ich hab den Style nun von csDropDownList auf csDropDown gesetzt. Damit ist die Combo selbst editierbar und es braucht das zweite Editfeld nicht mehr. Da ich bisher immer nicht editierbare Combos verwende habe ich die Umweglösung verwendet. Das ist nun erledigt.

Grüsse
Uli
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Beitragvon Hornguru » 14.05.2019, 11:20

Sorry Uli, du hast Recht.

Der IIR Offset soll natürlich nicht genullt werden.
Und dass Blackman als einziger gegen 0 läuft wusste ich auch nicht. Dachte das wäre die Regel eines jeden Fensters mit 0 zu Enden.
Ist das die Quelle gelegentlich auftretender DC Offsets?

Gruß
Josh
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Beitragvon uli.brueggemann » 14.05.2019, 11:48

CutNWindow sieht in Zukunft so aus:

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Die Combo ist nun editierbar. Bei peak symmetric enabled werden die anderen Funktionen disabled bzw. umgekehrt. Wenn Marker gesetzt sind so wird die Peak innerhalb der Marker mit angezeigt.

Ich hoffe es ist nun intuitiver.

Grüsse
Uli

PS: Blackman ist nicht das einzige Fenster mit 0 an den Enden
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Beitragvon Sigi M. » 14.05.2019, 13:00

schön :cheers:
so gibt die Maske Antworten
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