Sonos Zoneplayer (die G-Story)

Gerts Modifikationen

Beitragvon totti1965 » 22.01.2017, 10:53

Hallo Gert,

Danke für die schnelle Antwort!

Wenn das setup also schlicht NUC plus RME soundkarte wäre (weil der NUC das schöne saubere Digitalsignal eines G-SONOS eh kaputt machen würde), wie liesse sich der Klang dann am geschicktesten "weiterpimpen", falls es klanglich noch etwas besser als fireface werden soll?

Würde ich mir, wenn ich für den Bereich oberhalb 160 Hz (Ab da geht es in den passiven Mittelhochtonzweig) einen sehr hochwertigen Wandler, wie einen G-Oppo oder ein G-Majik als Wandler nähme, nicht wieder massiv Probleme mit dem Takt einhandeln? Oder wär das bei so einer tiefen Trennung egal?

Noch ne ganz blöde Frage: Kann ich an jede externe RME- Karte eine separate Clock hängen, oder würde das bei einer Adi-2 pro nicht gehen, und damit auch deshalb und nicht nur wegen der Mikrofoneingänge zum Einmessen, ein fireface UC praktischer sein, auch wenns wohl etwas weniger high-endig klingt?

Oder wären die Gedankenspiele mit der extra clock bei eventuellem Einsatz eines High End Wandlers für den Mittelhochtonbereich eh überflüssig?


Gruss,

Thorsten
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Beitragvon Fortepianus » 23.01.2017, 10:01

Hallo Thorsten,

totti1965 hat geschrieben:Wenn das setup also schlicht NUC plus RME soundkarte wäre (weil der NUC das schöne saubere Digitalsignal eines G-SONOS eh kaputt machen würde), wie liesse sich der Klang dann am geschicktesten "weiterpimpen", falls es klanglich noch etwas besser als fireface werden soll?

mit dem Mac mini habe ich eine ähnlich geartete Kiste wie den NUC im Hörraum stehen, nutze ihn aber nur für bequemes Videostreaming aus dem Internet o. ä. Musik höre ich damit nicht, die läuft bei mir über den G-Linn in Stereo und den G-Oppo in Multikanal. Dennoch bringt ja auch Videostreaming Ton mit, und der läuft bei mir per USB vom Mac mini an den G-Oppo. So kann ich dann den Test machen: Mac mini spielt Musik über G-Oppo vs. G-Oppo spielt die gleiche Musik selbst. Das klingt im Vergleich beim Mac mini viel schlechter als der Ton aus dem G-Oppo, wenn der selbst das Streaming übernehmen darf. Aufgrund der erheblich besseren Alternativen (Linn und Oppo) kam nie der Wunsch auf, den doch recht bescheidenen Klang aus dem Mac mini weiter aufzupeppen, und deshalb bin ich da sicherlich nicht der richtige Ansprechpartner für solche Maßnahmen. Da wissen die Audio-PC-Freaks sicher viel besser Bescheid.

Würde ich mir, wenn ich für den Bereich oberhalb 160 Hz (Ab da geht es in den passiven Mittelhochtonzweig) einen sehr hochwertigen Wandler, wie einen G-Oppo oder ein G-Majik als Wandler nähme, nicht wieder massiv Probleme mit dem Takt einhandeln? Oder wär das bei so einer tiefen Trennung egal?

Wie oben schon beschrieben, klingt der G-Oppo eindeutig schlechter, wenn er von meinem Mac mini beliefert wird, als wenn er selbst streamt.

Noch ne ganz blöde Frage: Kann ich an jede externe RME- Karte eine separate Clock hängen, oder würde das bei einer Adi-2 pro nicht gehen, und damit auch deshalb und nicht nur wegen der Mikrofoneingänge zum Einmessen, ein fireface UC praktischer sein, auch wenns wohl etwas weniger high-endig klingt?

Keine Ahnung, bin da nicht der Spezialist, weil ich keine solchen Karten verwende, aber ganz allgemein gilt, dass eine externe Clock den Takt in den angeschlossenen Geräten nur zum Teil verbessern kann. Das liegt daran, dass die externe Clock nicht wirklich den internen Takt ersetzt, sondern sich lediglich der interne Takt auf die externe Clock synchronisiert. Die externe Clock muss ja eine Wordclock sein, also z. B. 44,1 oder 192kHz Taktfrequenz haben. Ginge man mit dem Takt rein, der im Innern eines Digitalgeräts das Sagen hat, also z. B. 24,576MHz, wüssten die angeschlossenen Geräte nicht, mit welchem der Takte ein Sample anfängt. Wenn die Samples z. B. mit 192kHz kommen, passen da 128 Takte der 24,576MHz-Clock rein, und da könnte jeder einzelne davon der richtige Startschuss sein oder eben nicht. Also braucht man für die Synchronisierung verschiedener Geräte eine PLL: Der interne Takt des Geräts wird im Beispiel sieben Mal durch zwei geteilt (also durch 128) und dann in einer Phasendetektionsschaltung (PLL) geschaut, ob das langsamer oder schneller ist als der extern angelegte Takt. Das Ausgangssignal dieser PLL wird dann genutzt, um die interne Clock in der Frequenz nachzustimmen, bis sie synchron zum externen Takt läuft. Merkst Du was? Die interne Clock (plus zugehörigem Jitter) ist immer noch die gleiche wie ohne Einsatz der externen Clock.

Viele Grüße
Gert
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Beitragvon Bernd Peter » 23.01.2017, 20:21

Hallo Gert,

ein Clockgenerator/-verteiler wie die Mutec MC-3+ ersetzt also nicht die internen Clocks, sondern sorgt dafür, daß bei mehreren Geräten die Clocks zueinander syncron laufen?

Was dann wohl den Vorteil der geringeren Synchronisation untereinander hat, oder?

Gruß

Bernd Peter
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Beitragvon Fortepianus » 24.01.2017, 10:59

Hallo Bernd,

Bernd Peter hat geschrieben:ein Clockgenerator/-verteiler wie die Mutec MC-3+ ersetzt also nicht die internen Clocks, sondern sorgt dafür, daß bei mehreren Geräten die Clocks zueinander syncron laufen?

ja, wenn der Clockgenerator nichts anderes macht als eine zentrale Wordclock zur Verfügung stellen - und darum ging es Thorsten, denn er wollte den externen Clockeingang bei RME nutzen. Wenn man den Mutec MC-3+ USB allerdings als Reclocker für ein S/PDIF- oder USB-Signal verwendet, sieht das ganz anders aus. Denn dann wird ja eine neue, jitterärmere Clock im Mutec verwendet, die sich auf das ankommende Signal synchronisiert - was wiederum mit einer solchen von mir beschriebenen PLL gemacht wird. Die Kunst bei diesem Vorgehen ist die möglichst gute Entkopplung der neuen Clock vom Jitter der ankommenden. Macht man die Regelschleife ganz langsam, hat also eine hohe Filterwirkung, dauert es ewig, bis die Clock synchronisiert hat, macht man sie schnell, schlägt der Jitter durch. Deshalb ist das Mittel der Wahl eine adaptive Filterzeitkonstante - schnell synchronisieren und dann die Regelschleife lockern. Ich habe diese kleine Turnübung hier schon mal vorgeführt.

Viele Grüße
Gert
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Beitragvon Bernd Peter » 24.01.2017, 16:08

Hallo Gert,

das heißt doch, daß eine interne Clock nur dann tatsächlich ersetzt wird, wenn der Oszi ausgelötet wird und dafür vom Mastergerät die Masterclock zugeführt wird, oder?

Das kenne ich bisher nur von

http://www.lessloss.com/page.html?id=41

die das mit einer feststehenden Frequenz umsetzen konnten und

dem AFI USB von Ralf, der alle üblich verwendeten Frequenzen bedienen kann.


LIeg ich da richtig?

Gruß

Bernd Peter
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Beitragvon Fortepianus » 24.01.2017, 16:10

Hallo Bernd,

Bernd Peter hat geschrieben:das heißt doch, daß eine interne Clock nur dann tatsächlich ersetzt wird, wenn der Oszi ausgelötet wird und dafür vom Mastergerät die Masterclock zugeführt wird, oder?

Das kenne ich bisher nur von

http://www.lessloss.com/page.html?id=41

die das mit einer feststehenden Frequenz umsetzen konnten und

dem AFI USB von Ralf, der alle üblich verwendeten Frequenzen bedienen kann.

LIeg ich da richtig?

naja, nicht ganz vollständig, Deine Liste, würde ich sagen. Mir fallen da spontan noch ein:

G-Sonos
G-Oppo
Dein G-Sneaky

Viele Grüße
Gert
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Beitragvon Bernd Peter » 24.01.2017, 16:52

Hallo Gert,

mein Nachfragen hat den Hintergrund, daß für Interessierte erkennbar wird, welche Master/Slave Konzepte zu einem echten Ersatz der internen Clock führen und damit eine Synchronisation zwischen den beiden beteiligten Geräten überflüssig machen.

Richtig dürfte doch sein, daß die Wordclockverteilung/anbindung weder eine einheitliche Clock zwischen den Geräten herstellt noch auf die Synchronisation verzichtet werden kann.

Oder anders ausgedrückt, die Clocks laufen dank Wordclock nun miteinander genauer, sind aber nicht deckungsgleich.


Gruß

Bernd Peter

G-Sneaky: Oszi nicht ausgelötet, VCXO PLL. 8)






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Der G-Sonos hat Geburtstag!

Beitragvon Fortepianus » 04.04.2019, 17:20

Liebe G-Sonosliebhaber,

wenn man an den Anfang dieses Mega-Threads zurückblättert, stellt man fest, dass er im Jahr 2008 begann und ich im Lauf des Jahres 2009 anfing, das schucklige Streamerchen mal zu öffnen, meine neugierige Nase reinzustrecken und den Lötkolben dranzuhalten. Wir sind im Jahr 2019 und der G-Sonos wird 10! Rund 500 Exemplare gibt es weltweit, aber Anlass für diesen Geburtstags-Thread war heute eine Lieferung, die mich per DHL erreichte. Das kam so: Peter (peter_44) hat sich kürzlich bei uns vorgestellt und mir erzählt, dass er einen speziellen G-Sonos habe, der in ein 43cm-Gehäuse eingebaut ist und ein externes Netzteil hat. Und dass er es immer bedaure, dass ich das Analog-Upgrade nicht mehr mache und er deshalb seit Langem auf der Suche sei nach einem G-Sonos mit Analog- und Digital-Upgrade. Ja was soll ich da anderes sagen, als dass ich für diesen besonderen Sonos im großen Gehäuse nochmal ein Analog-Upgrade mache. Zurück zur Lieferung. Der DHL-Bote klingelt und ich wundere mich, heute soll doch gar kein Oppo oder Linn kommen. Das Paket sah von der Größe her aber danach aus und das Gewicht lag auf jeden Fall mal über 10kg, also wahrscheinlich ein Oppo 205. Ich schaue auf den Absender und lese Peters Name. Ach das ist der G-Sonos! Normalerweise reicht für den Sonos die 2kg-Variante von DHL. Ich wuchte das Paket in die Werkstatt und öffne es neugierig. Was ich sehe ist der Hammer:

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Man beachte die fette Alu-Frontplatte.

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Schnell mal den Deckel abgeschraubt:

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Der Sonos will zwei Spannungen, 3,3V und 13V. Dafür finden sich zwei getrennte Ringkerntrafos mit 50 bzw. 15VA, dahinter Gleichrichter und Regler von Thel in Doppelausführung, und danach eine dicke Elkobank mit 8x 4.700µF pro Spannung, also insgesamt über 75.000µF Siebkapazität. Da kann man nur ein weiteres Mal die Pharmazeutenweisheit von Peters Vater zitieren - viel hilft viel. Ich schraube die Sonos-Hauptplatine runter, um zu sehen, welche G-Version das ist:

Bild

Das ist die zweite von drei Platinenvarianten, die es gibt, die blaue.

Die verschiedenen Varianten:

Bild

Die grüne war die erste, die blaue die zweite, und dann habe ich auf smd-Automatenbestückung umgestellt bei der dritten, der schwarzen. Man sieht bei allen drei einen Stecksockel für die Clock, die Tent XO. Die letzte Version hält keinen Platz mehr vor für die Ausgangstreiber von Burr Brown wie die beiden anderen Versionen - das war Teil des Analog-Upgrades. Und das werde ich diesem besonderen Exemplar zum Geburtstag machen!

Viele Grüße
Gert
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Beitragvon ramiprivat » 04.04.2019, 17:28

Hallo Gert,

jetzt weiß ich was ich vermisst habe :lol: :D :wink:

bei dem Anblick kann ich nur neidisch werden :wink:

freue mich über deinen erneuten Umbau.

Grüße
Ralf

Übrigens meine G-Sonossseeee laufen auch jeden Tag :-)
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Beitragvon Rudolf » 04.04.2019, 19:08

Lieber Gert,

auch von mir einen herzlichen Glückwunsch zum 10ten Geburtstag des G-Sonos! :cheers:

Als inzwischen vorletzter glücklicher Besitzer eines G-Sonos mit Analog-Upgrade kann ich nur bestätigen, dass es sich innerhalb meiner HiFi-Karriere um diejenige Investition mit dem besten Preis-/Leistungsverhältnis handelt. Wenn ich nur zwei Audio-Komponenten auf die berühmte einsame Insel nehmen dürfte, wären dies der G-Sonos und meine Neumann O 410. :D

Happy G-Tuning!
Rudolf
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Beitragvon Hans-Martin » 04.04.2019, 23:09

Rudolf hat geschrieben:Wenn ich nur zwei Audio-Komponenten auf die berühmte einsame Insel nehmen dürfte, wären dies der G-Sonos und meine Neumann O 410. :D

Hallo Rudolf,

das glaub ich jetzt nicht. Ohne Signalquelle nützt dir das doch nichts, also nimmst du noch als dritte Komponente den vollgefüllten NAS-Server mit oder einen Internetzugang, natürlich alles mit Solartechnik versorgt. :wink:

Grüße
Hans-Martin
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Beitragvon totti1965 » 05.04.2019, 00:18

Lieber Gert,

Als derjenige, der Peter im März 2017 mit einem von Dir modifizierten Sonos (Digitalupgrade) angefixt hat, muss ich auch ein paar Worte loswerden.

Peter und ich haben etwa 35 Jahre lang analog Musik gehört, weil uns das Digitalgeraffel in den 80ern, dass wir natürlich auch besaßen einfach klanglich nicht gefallen hat ...

Eine Ahnung davon, wie unfassbar gut digital klingen kann, bekam ich erst auf der Selbstbau Messe „HiFi Music World“ in Stuttgart 2010. Dort konnte ich Bastanis Lautsprecher an feinster Röhrenelektronik und einer bis zum Abwinken gepimpten Squeezebox hören ...

Dann (wieder-) entdeckte ich dieses Forum und die Möglichkeiten des Streamings 2016.

Mittlerweile besitze ich zwei gebrauchte G-Sonos und einen wunderbaren, sensationell günstig gebraucht gekauften G-Majik sowie Einen Tidal und einen Qobuz Account und ein RipNas. Es ist halt doch kein Computer HiFi bei mir geworden.

Peter, der sofort Feuer fing, konnte dann für sich über eBay Kleinanzeigen Ende 2017 dieses Traumgerät, das Du jetzt auf dem Tisch hast, mit dem ordentlichem Gehäuse und tollem Netzteil (Hörwege?) schießen ...

Meine Klangeindrücke könnten vielleicht den einen oder anderen interessieren. Ich liebe Deine Geräte und nutze sie täglich in der ganzen Wohnung. Ich finde meine G-Sonosse mit Digitalupgrade übrigens nicht schlechter als meinen G-Majik (ich glaube mit der Seriennummer 28).

Vielleicht ist der Linn etwas abgeklärter - langzeittauglicher. Ich schätze an ihm im Vergleich zum Sonos klanglich eigentlich vor allem den von mir reichlich genutzten 4-Band Equalizer (zickige Dipole) und die Möglichkeit, via Room Correction die Raummoden aus den Linkwitz Dipolbässen ein wenig rauszunehmen.

Als ich den großen G-Sonos im 43 Zentimeter Gehäuse bei Peter in Köln das erste Mal hörte, verschlug es mir sofort die Sprache. Das war definitiv das bestklingende Digitalzeugs, dass mir je untergekommen ist. Genauso cool wie die in der 30.000,— Euro spielenden Bastanis / Röhren Kette! Einen direkten Vergleich mit meinem Majik brauchte ich gar nicht mehr. Eifersucht pur :D !

Unglaublich, dass Du jetzt noch etwas mehr da rauskitzeln kannst!

Eine Riesenbitte hätte ich noch:

Falls Du den Super G-Sonos noch mal an den Jittermonitor hängen willst, wäre es wunderbar hier noch ein paar Fotos davon sehen zu können. Leider, leider, leider sind die unglaublich tollen Photos, die Du damals von Deinen Präzisionsmessungen machtest, insbesondere, wo Du den Sneaky mit dem Sonos und einem G-Majik oder Akurate verglichen hast, Jitter, Rauschen auch jenseits 20 kHz etc. alle offline! Könntest Du zum 10 jährigem Sonos-Jubiläum noch mal ein paar alte Photos hochladen (zum Vergleich Serienversion zu G-Versionen?). Dann würde ich mir diese sofort runterladen, was ich vor 3 Jahren leider versäumt habe.

Ich vermute, dass der Super Sonos (und auch Deine einfachen Digitalupgrades!) mir tatsächlich deswegen so gut gefällt, weil es auch Messtechnich beweisbar ist, dass der 16 Bit 44 kHz Spezialist Sonos einfach noch weniger Zicken macht als der auch hochauflösend könnende Linn Universalist. Ich halte die Qualität der Signalquelle und ein sofortiges Beenden des Loudness-Wars für etwa 1000 mal wichtiger als die Fähigkeit, High Res Files abspielen zu können, die ich, trotz wie ich denke, einigermaßen „goldener“ Ohren nicht seriös von gut dargebotenen, identischen 16 Bit 44 kHz files unterscheiden kann!

Natürlich träume ich deshalb von einer vollmodifizierten, von mir aus SMD-freien, „offiziellen“ 43 cm G-Sonos Version mit digitalem UND analogem Upgrade und Supernetzteil! Wie wäre es mit 10 x Supersonos zum 10. Geburtstag für je EUR 1.000,— ? Bin hiermit der erste Besteller!!!! Sonos ist einfach so herrrrrlich bedienbar!

Vielleicht willst Du ja auch mal den neuen im März erschienenen mit 125 Watt Endstufen Versehenen Sonos Amp (Serie EUR 700,—) für Passivboxenbesitzer aufschrauben und an einen Gert Doping-Tropf (mit 43 cm Gehäuse?) hängen? Hier gibt es tierisch viel für Dich zu tun!!! Immerhin verlangt Linn für den ganz ähnlichen Selekt mit Endstufen (2x100 Watt) bis zu 8.035 Euro. Diesen Klang müsstest Du am Sonos Amp doch auch für unter EUR 2.000,— hinbekommen?

Immer nur das Beste,

Thorsten (der sich auf die Rückkehr von Peters Super Sonos nach Köln fast genauso freut wie Peter! @ Peter: Schmacks Hörsession noch vor Ostern?)
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Beitragvon totti1965 » 05.04.2019, 01:28

Liebe Digitalos,

Das hier konnte ich mittels wayback machine noch finden über die Ultramodifikation der Squeezebox:

Der normale Blogeintrag ist längst gelöscht.

https://web.archive.org/web/20101014150 ... twork.html

Die Squeezebox ist genau wie das Sonos System und der G-Sonos ein absoluter 16 Bit 44 kHz Spezialist..... und das einzige digitale Zeuch, das meinen empfindlichen Ohren ähnlich gut wie Gerts Modifikationen (die vermutlich weit weit zeitgemäßer sind!) gefällt...

Thorsten
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Beitragvon Fortepianus » 05.04.2019, 10:04

Hallo Thorsten,

danke für die netten Worte. Die Bilder von damals, naja, also sagen wir so, ich habe gerade nicht die Muße , sie zu suchen :oops: . Ich habe aber am G-Sonos heute Nacht lange gearbeitet und ihn gerade eben fertig gekriegt. Zunächst wurde die Platine mit den Ausgangstreibern und dem Mutingrelais samt Peripherie bestückt:

Bild

Dann kommt eine etwas diffizile Arbeit: Man muss das originale Analogteil, das man hier im linken Teil der Platine

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sieht, fast vollständig auslöten, aber so, dass die Bauteile, die man noch braucht, keinen Schaden nehmen und die Leiterbahnen alle intakt bleiben. Also hier ist alles rausgebraten:

Bild

Dann einen anderen OP rein (LME49720 anstelle NE5532) und allerlei Bauteilwerte geändert, so werden z. B die Ausgangswiderstände von 100 auf 10 Ohm gesetzt, weil das den dicken Ausgangstreibern ziemlich egal ist, welche Last sie sehen. Die Cs im Signalweg kriegt man wegen der asymmetrischen Versorgungsspannung zwar nicht weg, aber kann die beiden Elkos pro Kanal durch Folienkondensatoren ersetzten (die vier roten). Die hinteren dicken Oschis (etwas unscharf im Bild) passen nur schräg gelegt rein:

Bild

Dann habe ich das arbeitslose Schaltnetzteil entfernt, ebenso die WLAN-Antennen. Und die etwas bastlerhaft an eine der Antennen untergeklemmte Masseverbindung habe ich auf einen Stecker aun der G-Platine gelegt und die Kabel alle mit Kabelbindern gebündelt:

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Dann gab's noch ein kleines Problem. Weil die Versorgungsspannungen nur langsam runtergehen nach dem Ausschalten und die 3,3V schneller als die 13V, gab das im ersten Versuch recht unanständige Geräusche in den Lautsprechern beim Ausschalten, die ich mir bei einem wie bei Peter angeschlossenen Schmackshorn und dessen Wirkungsgrad noch etwas derber vorstelle als bei mir. Ich habe deshalb eine kleine Mutingschaltung gebaut, einfach ein Relais, das von der Wechselspannungsseite eines Trafos versorgt wird und, wenn stromlos, die Mutingschaltung auf der G-Platine auf Masse zieht:

Bild

Damit sieht das Geburtstagskind jetzt so aus

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und geht wieder auf die Reise nach Köln.

Viele Grüße
Gert
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Beitragvon peter_44 » 05.04.2019, 19:17

Hallo Gert.

Erstmal herzlichen Glückwunsch zum 10-Jährigen!
(Und zu 407804 Zugriffen hier - was soll bei 500000 passieren?)
Freut mich, dass du diesen Anlass mit diesem G-Sonos feierst.

Und nochmals vielen Dank für deinen Wahnsinnseinsatz!
Eine Nachtschicht einzulegen... aller Ehren wert!

Ich freu mich täglich, dass ich glücklicher Besitzer von einem deiner 500 G-Sonos-Geräte bin und ab heute, dass dieses Gerät das Total-Update von dir bekommt - so viele edle Folien-Cs!
Liebe verdoppelt sich unter bestimmten Umständen hab ich heute irgendwo aufgeschnappt...

Die OP und das Ergebnis sind einfach nur schön anzuschauen.


@Thorsten
Dir gebührt Dank für die Gertifizierung und überhaupt!
Seltsam, dass du jetzt ein wenig eifersüchtig bist/sein musst.
Hören vor Ostern ist jederzeit möglich und erwünscht.
Eventuell gibt es die ein oder andere Überraschung.


Herzlich,
Peter
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