Linearnetzteil für die G-Linn

Gerts Modifikationen
Fortepianus
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Beitrag von Fortepianus »

Liebe G-LNT-Interessierte,

nach einer Woche Arbeit wurden heute die beiden Layouts für die Platinen fertig. Die eine sitzt im externen Netzteil und hat alles drauf, auch den dicken Ringkerntrafo:

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Das Board kommt in den Linn:

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Morgen werden die Platinen bestellt.

Viele Grüße
Gert
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Fallguy
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Beitrag von Fallguy »

Hallo Gert,

sieht gut aus. Sicherlich viel Arbeit, hier die perfekte Anordnung auszutüfteln.
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Fortepianus
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Beitrag von Fortepianus »

Hallo Frank,
Fallguy hat geschrieben:
04.10.2021, 16:38
sieht gut aus. Sicherlich viel Arbeit, hier die perfekte Anordnung auszutüfteln.
klar, darin und in der Leitungsführung liegt ein bisschen Hirnschmalz.

Hier ein kurzes Update für die Wartenden. Inzwischen ist das meiste Material eingetroffen. Ich musste mir erstmal 5 neue Sortimentskästen zulegen, um das einigermaßen sortiert unterzubringen:

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Rechts unten 300 SuperCaps mit jeweils 10F und 20mOhm ESR, die blau-grauen kleinen Becher. Sieht gar nicht so viel aus, wie auch z. B. oben links 300 Mosfets. Unter der Werkbank stapeln sich 20 Gehäusebausätze, 14 schwarze und 6 silberne:

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Warum eigentlich 20? Sollten das nicht 10 Netzteile werden? Naja, erst waren es 10, dann sprang einer ab, dann wollten noch drei eins, und noch einer und noch einer und schließlich waren es 16. Und dann dachte ich, da mach' ich halt 20, wenn ich schon dabei bin, da kommt sicher noch der eine oder andere Nachzügler. Links in den braunen Schachtel sind 60 von den Würth WE-CMBNC, die Stephan hier empfohlen hat.

Diverse Schubladen sind auch schon gefüllt wie z. B. die hier:

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Jetzt fehlen noch ein paar Spezialbohrer (für nächste Woche angekündigt), 20 Trafos (übernächste Woche, das Paket wird sicher schwer) und dann müssten die Platinen kommen (Ende Oktober/Anfang November). Ach ja, und 200m OCC-Kupfer in Teflonisolierung kommen noch irgendwann aus Fernost - das wird dann vermutlich die letzte Lieferung. Aber irgendjemand muss dann erstmal die Bauteile da oben auf all die Platinen löten, all die Löcher in die 20 Gehäuse bohren und die vielen Kabel machen - eins nach dem andern.

Ich kann aber noch etwas berichten von der Performance des Linearnetzteils. Die Superkondensatoren haben eine elend lange Einspielzeit. So hatte ich ja berichtet, dass ich zu Beginn meiner Versuche zwar gleich fand, dass das LNT besser klingt als das SNT, es aber auch andere Stimmen gab. Inzwischen ist das völlig anders - das hört jeder sofort, dass das eine ganz andere Nummer ist mit dem LNT, und zwar viel besser. Livehaftiger, direkter, detaillierter, räumlicher, sucht Euch irgendeine Disziplin aus, da ist es auch besser. Das hat also noch enorm zugelegt. Und das adressiert zugleich meine Bitte an die künftigen Besitzer: Habt Geduld, nicht nur, bis die LNTs gebaut sind, sondern auch, bis sie sich eingespielt haben und die SCaps richtig formiert sind.

Noch eine andere Erfahrung damit kann ich berichten. Ich hatte immer das Musigo PC3 am Linn für die Stromzufuhr aus dem Netz. Das war bei mir das beste und stimmigste Netzkabel und gewann alle Vergleiche bis dahin. Der Vergleich SNT vs. LNT fand dann auch immer so statt, dass beide Netzteile ein PC3 dran hatten. Nun habe ich zufällig mal ausprobiert, was passiert, wenn ich ein Furutech DPS-4.1 mit 50er NCF-Steckern ans LNT stecke. Ich muss vorwegschicken, dass das 4.1 am G-ADS3 zu viel des Guten ist, das klingt zwar sehr knackig und direkt, aber auch artifiziell und unnatürlich. Aber am LNT bringt's das! Damit setzt sich das LNT nochmal ein gutes Stück vom SNT ab.

Viele Grüße
Gert
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Fortepianus
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Beitrag von Fortepianus »

Hallo liebe Wartende,

es geht voran. Letzte Woche wurden die Trafos geliefert. Nett, dass der freundliche UPS-Bote, der seit Jahren das Zeug zu mir schafft, die Trafos mit der Sackkarre direkt in meine Werkstatt gefahren hat. Die 20 auf zwei Pakete verteilten Trafos sind nämlich sauschwer. Und dann kamen die Platinen. Sehen toll aus, denke ich beim ersten Anschauen, doch dann seh' ich's: Auf der großen Platine fürs externe Netzteil fehlt der Bestückungsaufdruck. Mann oh Mann, haben die das vergessen? Ich schaue in der Bestellbestätigung nach und muss feststellen, dass ich es war, der schlicht vergessen hatte, das Häkchen bei "Bestückungaufdruck TOP" zu setzen. Das ändert zwar genau nichts an der Funktionstüchtigkeit, so sie denn gegeben sein sollte, ist aber beim Bestücken ziemlich lästig, weil man ständig schauen muss, wo genau was reingehört bei den unzähligen kleinen Löchern.

Dann habe ich erstmal Bohrschablonen gemacht für die Gehäuse, damit das nachher einigermaßen zügig über die Bühne geht und ein erstes schwarzes Gehäuse mit den passenden Löchern versehen. Das erste kriegt bei mir traditionell die Seriennummer 0 und ist für mich zum Testen, ob alles läuft. Außerdem will ich selbst natürlich so ein neues Netzteil, denn es gibt noch einige Änderungen im Vergleich zum Prototypen. Nach vielen Stunden Arbeit sieht das jetzt so aus:

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Das funktioniert alles tiptop. Der blaue 20Gang-Präzisionstrimmer ist übrigens für die Helligkeit der blauen LED vorne im Schalter. Direkt nach dem Einschalten geht sie auf volle Helligkeit, solange die Ladeströme noch hoch sind. Sinken die ab, weil die Caps geladen sind, wird sie gedimmt, und zwar in der Helligkeit einstellbar mit besagtem Trimmer. Ich will damit vermeiden, dass jemand einen Fetzen Klebeband auf den Schalter heftet, weil ihm die LED zu hell ist. Also, kann man individuell einstellen. Dann gibt's schaltungstechnisch noch ein paar Verbesserungen, auf die ich jetzt nicht alle im Detail eingehen möchte. Eine Sache aber habe ich grundlegend geändert. Das DC-Kabel wird jetzt doch nicht direkt auf die Platine gelötet, das ist einfach nicht praktikabel, wie ich feststellen musste. Manch einer will ein extra langes Kabel, damit er für alle Eventualitäten in der Zukunft gerüstet ist, einer sogar sagte, eine DC-Buchse im Netzteil ist für ihn eine conditio sine qua non. Also, Buchse im Linn und Buchse im G-LNT. Und noch was habe ich geändert. Wenn der Linn keinen Netzstecker mehr hinten drin hat, ist er ja gar nicht mehr geerdet, wurde mir irgendwann klar. Also kriegt das Netzteil eine Erdungsklemme, der Linn hat schon eine. Diese beiden Klemmen werden dann mit einem Erdungskabel verbunden. Und woher kommt die Erde? Darüber habe ich kürzlich länger am Telefon mit Stephan (SolidCore) diskutiert. Er hat mir berichtet, dass es bei ihm je nach Gerät, aber insbesondere an seinem G-Hub, einen klanglichen Vorteil bringt, wenn er die Erdungsleitung HF-mäßig mit einer Spule abblockt. Das fand ich interessant und ich habe eine solche Spule integriert, in den Bildern die mit dem runden grünlichen Spulenkörper. Die Idee war, damit die Schirmwicklung des Trafos von möglichem Dreck auf der Erde fernzuhalten, denn sonst wäre die Schirmwicklung je nach Güte der Erdung evtl. kontraproduktiv, wenn darüber Störungen auf die Sekundärseite eingekoppelt würden. Und dann habe ich das Gehäuse des Netzteils ebenfalls auf diese gefilterte Erde gelegt und den doppelten Masselayer der Platine ebenfalls. Und die externe Erdungsklemme, so dass der G-Linn dann von dort diese gefilterte Erde beziehen kann. Bringt's nix oder ist es schlechter, ist sie schnell durch ein Stück Draht ersetzt.

Etwas unterschätzt habe ich den Zeitaufwand für das DC-Kabel:

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Meins hat nur 45cm Länge, das reicht bei mir. Ich habe Unmengen OCC-Kupfer in Fernost bestellt, aber die hängen seit einiger Zeit im Zoll fest. Das fertige Kabel sieht dann so aus und hat bereits das Erdungskabel integriert:

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Das neue G-LNT Nr. 0 unter den Arm geklemmt und in den Hörraum damit. Ich will hören, ob ein Unterschied (an den bisherigen prototypischen SCaps im G-ADS3) zum Prototyp des G-LNT auszumachen ist und ein bisschen mit der Erdung experimentieren.

Viele Grüße
Gert
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Fortepianus
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Beitrag von Fortepianus »

Kurz meine Hörtests zusammengefasst:

Das neue G-LNT zeigt schon an der bisherigen SCap-Schaltung im Linn, die bisher unverändert ist, klare Vorteile gegenüber dem Prototypen. Klarer, feiner, tiefer. Aber die Spule in der Erdung ist bei mir eindeutig kontraproduktiv. Ich habe den Linn versuchsweise an der Erdungsschiene geerdet oder am neuen Netzteil. Am Netzteil wurde das Klavier ein bisschen muffig, es verlor Klarheit, Perligkeit und Brillanz. Ich habe kurzerhand das G-LNT wieder in die Werkstatt getragen und die Spule gebrückt:

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Ganz oben im Bild die silberne Brücke. Wieder in den Hörraum, und jetzt ist es klanglich kein Unterschied, ob ich den Linn an der Schiene oder am Netzteil erde. Aber der Klang ist so noch ein bisschen besser - was bedeutet, dass auch für die Schirmwicklung und die Masselayer die direkte Erde die bessere ist.

Als nächstes kommt die erste Platine mit den Stromquellen und den Supercaps. Da ist wenigstens der Bestückungsdruck drauf :roll: .

Viele Grüße
Gert
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hero65
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Beitrag von hero65 »

Hallo Gert,
erstmal vielen Dank, dass Du uns (wiederholt) an den Werdegang des Linn G LNT teilhaben lässt und deine "Tradition" fortführst.
Der Enthusiasmus, den Du in der Entwicklung an den Tag legst, finde ich wirklich bewundernswert.
:cheers:

Die Vorfreude auf das LNT steigt bei mir mit jedem Bericht...

Da kann ich nur sagen:
"Ja ist denn schon Weihnachten."

Viele Grüße

Rolf
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SolidCore
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Linn Netzteil

Beitrag von SolidCore »

Hallo Gert

Vielen Dank für den Test der PE-Drossel.
So ganz komme ich noch nicht zu einer Herleitung, wieso diese Spule "mumpft".
Hier bei mir ist es mit und ohne tonal eigentlich identisch, es kehrt nur eine Art von erhöhter Ruhe ein.
Ähnlich wie bei deinem neuem Netzteil.Ich habe sie direkt im Netzfilter vor dem Linn.

So könnte ich mir verschiedene Ursachen vorstellen.
Das Netzkabel am Linn selbst war ja für den Test abgezogen, richtig ? Sonst wäre es ja koppeln.

Einmal der erhöhte Innenwiderstand. PE läuft "hintenrum" über dünnere Leitung + Ri der Spule.
Oder das Netzteil selbst, mit Masse an PE, und/oder Schirmwicklung, kann ja nicht ableiten, und sucht sich neue Wege.
Dazu müsste man die Drossel nur ZUM Linn einsetzen. Sprich in oder vor das DC Kabel.
Es geht ja darum, die Signalmasse des Linn sauber zu halten.
Und, "Asche auf mein Haupt", HF kann auch als "frische" interpretiert werden.
Was gestrippte, offene Kabel schön aufzeigen. Jedoch nicht dein Hör-Urteil in Frage stellen.

Nur so als Gedankengang. Ansonsten einfach weglassen. Einen Versuch war es jedenfalls wert.
Und nochmal erwähnt, mit dem Werks-Netzteil empfinde ich die PE Drossel als klare Verbesserung.

P.S: Deine erhörte Sauberkeit könnte auch in teilen durch die Nanno-Spulen erfolgt sein.
Dann bin ich froh, zumindest einen wirklich brauchbaren Tip mit eingebracht zu haben.

Gruß
Stephan
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jackelsson
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Beitrag von jackelsson »

Hallo Gert,

das ist ja schön, dass mein Genörgel bezüglich des festen Kabels jetzt nicht nur zu einer Sonderlocke für mich führt, sondern dass es die DC-Buchse sogar in die "Serie" schafft. :-)

Ich muss zugeben, ich bin ja mittlerweile gespannt wie ein Flitzebogen auf das Netzteil.

Gruß,
Swen
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Fortepianus
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Beitrag von Fortepianus »

Hallo Stephan,
SolidCore hat geschrieben:
23.10.2021, 21:42
So ganz komme ich noch nicht zu einer Herleitung, wieso diese Spule "mumpft".
Hier bei mir ist es mit und ohne tonal eigentlich identisch, es kehrt nur eine Art von erhöhter Ruhe ein.
Ähnlich wie bei deinem neuem Netzteil.Ich habe sie direkt im Netzfilter vor dem Linn.
naja, jede Umgebung und jedes Gerät ist anders.
SolidCore hat geschrieben:
23.10.2021, 21:42
So könnte ich mir verschiedene Ursachen vorstellen.
Das Netzkabel am Linn selbst war ja für den Test abgezogen, richtig ? Sonst wäre es ja koppeln.
Ja klar.
SolidCore hat geschrieben:
23.10.2021, 21:42
...Ansonsten einfach weglassen. Einen Versuch war es jedenfalls wert.
Genau.
SolidCore hat geschrieben:
23.10.2021, 21:42
Und nochmal erwähnt, mit dem Werks-Netzteil empfinde ich die PE Drossel als klare Verbesserung.
Vielleicht ist das ja auch nur spezifisch beim neuen G-LNT so, dass es nichts bringt, kann schon sein.
SolidCore hat geschrieben:
23.10.2021, 21:42
Deine erhörte Sauberkeit könnte auch in teilen durch die Nanno-Spulen erfolgt sein.
Dann bin ich froh, zumindest einen wirklich brauchbaren Tip mit eingebracht zu haben.
Das glaube ich tatsächlich auch! Das ist ja eine der Änderungen, die in der Kleinserie Einzug gehalten haben. Danke nochmal für den Tipp!

Hallo Rolf,
hero65 hat geschrieben:
23.10.2021, 21:07
erstmal vielen Dank, dass Du uns (wiederholt) an den Werdegang des Linn G LNT teilhaben lässt und deine "Tradition" fortführst.
Der Enthusiasmus, den Du in der Entwicklung an den Tag legst, finde ich wirklich bewundernswert.
:cheers:

Die Vorfreude auf das LNT steigt bei mir mit jedem Bericht...
Meine auch!

Hallo Swen,
jackelsson hat geschrieben:
23.10.2021, 23:29
das ist ja schön, dass mein Genörgel bezüglich des festen Kabels jetzt nicht nur zu einer Sonderlocke für mich führt, sondern dass es die DC-Buchse sogar in die "Serie" schafft. :-)

Ich muss zugeben, ich bin ja mittlerweile gespannt wie ein Flitzebogen auf das Netzteil.
und ich erst. Nachdem das neue externe LNT schon an der bisherigen Supercap-Schaltung im Linn (die mit "G-LNT intern" bezeichnet ist) gestern Abend sehr vielversprechend geklungen hat, wollte ich natürlich wissen, was mit der neuen "G-LNT intern" geht. Das erste Board ist fertig:

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Das habe ich dann erstmal mit Labornetzteilen getestet und so eingestellt, dass der Ladestrom auf den richtigen Wert hochläuft. Dann meinen G-ADS3 aus der Anlage rausoperiert und das Board dort eingebaut.

Heute Nachmittag wurde das fertig. Mit leicht zittrigen Händen in den Hörraum geeilt und alles angeschlossen. Meine Erwartungshaltung war nicht allzu hoch, denn beim Prototypen durfte ich ja lernen, dass die SCaps eine elend lange Einspielzeit brauchen, bis sie richtig gut klingen.

Die Erwartung wurde jäh übertroffen. Und zwar ganz anders, als man eventuell denken mag. Unglaublich sauber und scharf gestellt klang das schon mit den Prototypen-SCaps. Nein, es zieht den Raum jetzt ganz unerwartet in die Breite und Tiefe! Damit hatte ich nicht gerechnet. Bei meinem Lieblings-Titel von Supertramp, "It's A Hard World" auf dem Album "Some Things Never Change" gibt's doch diese klasse gemachte mehr als einminütige Einleitung. Da kenne ich jeden Ton. Und ich bin erschrocken nach links gezuckt, weil da plötzlich fast 90° links von mir Töne kamen, wie bei QSound! Aber das ist kein QSound. Die Bühne geht schlicht weit über die Lautsprecher raus, viel weiter als bisher. Na, das kann ja noch was werden heute Abend - ich habe dann schnell die Lautsprecher ausgemacht und lasse den Linn jetzt einfach ein paar Stunden Musik spielen, um dann heute Abend zu hören, ob und wie sich das weiterentwickelt hat.

Ich denke, auch hier sind die besseren Spulen von Vorteil, niederohmigere Mosfets am Ausgang und eben die niederohmigeren Supercaps, besseres Relais und und und. Und wahrscheinlich hat so eine professionelle Platine mit extradicken Layern auch Vorteile gegenüber dem Lochrasteraufbau. Jedenfalls klingt das sehr vielversprechend!

Viele Grüße
Gert
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Thomas86
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Beitrag von Thomas86 »

Hallo Gert,

Habe Ich das richtig gelesen, du baust nun auch "nur" das interne LNT um?

Das muss ein Lese- und Verständigungsfehler von mir gewesen sein.

Viele Grüße
Thomas
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Fortepianus
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Beitrag von Fortepianus »

Hallo Thomas,

da liegt jetzt ein Missverständnis vor. Das originale Netzteil bezeichne ich als SNT, Schaltnetzteil. Das LNT, Linearnetzteil, um das es hier geht, besteht aus zwei Teilen und zwei Platinen, dem G-LNT extern und dem G-LNT intern. G-LNT extern ist in dem externen Gehäuse, da ist all das 230V-Gedöns drin mit Kaltgerätebuchse, Sicherung, Netzfilter, Einschaltstrombegrenzung, Schalter und dickem Ringkerntrafo. Dann die drei Aktivgleichrichter für die drei Spannungen, erste dicke Elkos, dicke Gleichtaktdrosseln, wieder dicke Elkos, 5A-Lowdrop-Regler und noch ein bisschen drumrum. DC-Buchse mit komplett galvanisch getrennten 2x13,8V und 1x7V. Raus über OCC-Reinkupfer (99,99998%) in Teflon zum Linn. Dort sitzt das G-LNT intern, um das es im letzten Beitrag ging - das hat nichts mit dem internen SNT zu tun, da liegt das Missverständnis. Auf dem G-LNT intern sitzen wiederum dicke CLC-Filter, dann MOSFET-basierte Stromquellen und dann die drei Supercap-Bänke plus die ganze Ein- und Umschaltlogik. Jetzt klarer?

Viele Grüße
Gert
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Thomas86
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Beitrag von Thomas86 »

Hallo Gert,

Danke.
Jetzt klarer.

Grüße
Thomas
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Fortepianus
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Beitrag von Fortepianus »

Leute,

kurzer Bericht von meinem iPad mini aus dem Hörraum. So unglaublich körperhaft, direkt und dabei detailliert habe ich bisher nicht gehört. Zugleich detaillierter, aber auch wärmer als vorher. Das neue G-LNT ist der Hammer. Spagat zwischen Detailporno und Analog. Gerade läuft Patricia Barber, Companion, 192/24. Ich sitz’ mitten drin im Club. Und habe mir jetzt zur Feier dieses kleinen Erfolgs ein Gläschen Macallan Fine Oak 15er eingegossen. Zum Wohl!

Viele Grüße
Gert
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Bajano
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Beitrag von Bajano »

Hallo Gert,

herzlichen Glückwunsch zum nächsten Level! :cheers:

Vielleicht gibt es ja doch noch irgendwann ein G-LNT für die „armen“ G-DAC-Besitzer … ich würde mich auf jeden Fall schon mal anmelden :wink:.

Viel Hörspaß & beste Grüße,
Oliver
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Horse Tea
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Beitrag von Horse Tea »

Fortepianus hat geschrieben:
24.10.2021, 21:26
So unglaublich körperhaft, direkt und dabei detailliert habe ich bisher nicht gehört. Zugleich detaillierter, aber auch wärmer als vorher. Das neue G-LNT ist der Hammer. Spagat zwischen Detailporno und Analog.
Hallo Gert,

sehr schön zu hören. Na bitte, geht doch. Man muss nur etwas von der Sache verstehen. Ist wie immer im Leben :roll: :oops: .

Viele Grüße
Horst-Dieter
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