G-MMC Mini Media Converter

Gerts Modifikationen
Fortepianus
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G-MMC Mini Media Converter

Beitrag von Fortepianus »

Hallo liebe Forumsmitglieder,

kürzlich fragte mich Oliver (olliht), ob ich ihm nicht auch zwei 11Gtek für seine LWL-Strecke vom Router zur Anlage machen könnte. Klar sag ich, mach ich, besorg Clocks und die 10Gtek LWL-Konverter, dann kann's losgehen. Ja nun, sagt er, Clocks bestell' ich, aber die 10Gteks habe ich schon, wobei, das sind genau genommen gar keine 10Gtek, sondern sowas Ähnliches, aber mit zwei LAN-Ports, so brauche ich keinen Switch an der Anlage. Und übrigens, die laufen mit 12V, nicht mit 5V, und der Grund ist, ich brauche welche mit 12V, weil ich eben ein Keces P8 mit 12V habe und am anderen Umsetzer ist auch schon ein 12V-Netzteil. Mach doch mal ein Bild vom Inneren, sag ich. Immerhin sehe ich da ungefähr bekanntes Gelände.

Nun sind die Teile da und ich habe einen davon umgebaut:

Bild

Äußerlich unterscheiden sich die beiden nur durch den Aufkleber. Innen durch mehr:

Bild

Beim Original links findet sich ein Qualcomm Chip, der mit 1,2V läuft. 3,3V hat es außerdem in dem Schächtelchen. Wermutstropfen: Natürlich sind das Schaltregler, denn mit Linearreglern würde von 12V runter auf 1,2V soviel Wärme entstehen, dass man die in dem winzigen Schächtelchen nicht wegkriegen würde. Die MMC-GASFP sind noch ein kleines bisschen kleiner als die ohnehin schon kleinen 11Gtek, vor allem flacher. Da wird's dann ziemlich eng in der Höhe:

Bild

Die Eingangsspannung und die beiden Versorgungsspannungen mit 1,2V/3,3V habe ich mit Polymerelkos abgepuffert. Bei der Clock ist Vorsicht geboten, denn die will 5-10V. Deshalb kommt wie im G-Cisco ein passender Vorwiderstand rein, damit sie mit 12V läuft. Und der Quarz schwingt mit nur 0,8V Amplitude beim Original - kein Problem, passender Spannungsteiler in das Sellarz-Clockmodul die Spannung passt.

Ich vermute, dass ein 11Gtek etwas besser spielen wird, weil er mit Linearreglern arbeitet. Vermuten ist nicht wissen, also nehme ich das Teilchen mit in den Hörraum. Kurz die Ohren kalibrieren mit dem 11Gtek davor, dann schalte ich mein Netzteil Uptone LPS 1.2 um auf 12V und klemme den G-MMS vor den Streamer. Bei der Misa Criolla ist kaum ein Unterschied zu bemerken, der Chor steht um mich rum, die Stimme der Sosa ist ergreifend und die Panflöte schwebt in der richtigen Höhe. Dann bei Karmosin von Tord Gustavsen (Ihr wisst schon, das Stück mit dem Doppelgebelle oder auch Knarzen) hat das Schlagzeug nicht ganz die gewohnte Durchschlagskraft. Der Unterschied ist aber klein, und ich würde sagen, für die Randbedingungen (zwei LAN-Ports und 12V) kann man den G-MMS als sehr guten LWL-Umsetzer so lassen.

Viele Grüße
Gert
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Fujak
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Beitrag von Fujak »

Hallo Gert,

es gibt wohl kein Gerät, was nicht vor Deiner Gertifzierung sicher wäre. :D

Die Tatsache, dass der GMMC-Konverter 2 LAN-Ports aufweist, finde auch ich interessant für alle, die nur eine Abzweigung benötigen und sich damit eine weitere Kiste in Form eines Switch sparen können.

Wenn der klangliche Unterschied so gering ist zu den 11Gtek-Konvertern wäre es interessant, die internen 3,3V direkt mit einem Linearnetzteil zu versorgen und zu schauen, ob sich dadurch ein klanglicher Vorsprung gegenüber den 11Gtek ergibt. Ich sag nur: unendliche Spielwiesen...

Viele Grüße
Fujak
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Fortepianus
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Beitrag von Fortepianus »

Hallo Fujak,
Fujak hat geschrieben:
18.06.2020, 15:00
Die Tatsache, dass der GMMC-Konverter 2 LAN-Ports aufweist, finde auch ich interessant für alle, die nur eine Abzweigung benötigen und sich damit eine weitere Kiste in Form eines Switch sparen können.

Wenn der klangliche Unterschied so gering ist zu den 11Gtek-Konvertern wäre es interessant, die internen 3,3V direkt mit einem Linearnetzteil zu versorgen und zu schauen, ob sich dadurch ein klanglicher Vorsprung gegenüber den 11Gtek ergibt. Ich sag nur: unendliche Spielwiesen...
mir kam da so ein ähnlicher Gedanke. Wenn man nicht auf die 12V als Versorgungspannung angewiesen ist wie Oliver, könnte man mit 5V reingehen und dann beide Schaltregler durch Linearregler ersetzen. Ich bestelle mir mal so ein Teil und messe dann nach, welche Ströme auf den 3,3V und den 1,2V fließen. Wahrscheinlich geht das. Und wenn das klappt und der G-MMS dann mindestens mit dem 11Gtek gleichziehen sollte, könnte ich mir einen LWL-Umsetzer an der Anlage sparen und hätte damit zugleich einen SFP-Slot im Hörraum-Switch frei. Damit könnte ich dann noch eine LWL-Strecke zum Router aufbauen.

Viele Grüße
Gert
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h0e
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Beitrag von h0e »

Hallo Gert,

bei allem Pragmatismus und Sicht auf die positive finanzielle Bilanz eines 2-port Gerätes stellt sich mir die Frage,
ob nicht die Zusammenlegung zweier LAN Devices nicht klanglich kontraproduktiv sind.
Denn zwei Baustellen im Netzwerk meine ich, dass wir ausgemacht haben,
galvanische Trennung / HF-Entkopplung und gutes Clocking.
Der erste Teil würde wenigstens theoretisch verschlechtert werden !?

Grüsse Jürgen
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Fortepianus
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Beitrag von Fortepianus »

Hallo Jürgen,
h0e hat geschrieben:
18.06.2020, 17:10
bei allem Pragmatismus und Sicht auf die positive finanzielle Bilanz eines 2-port Gerätes stellt sich mir die Frage,
ob nicht die Zusammenlegung zweier LAN Devices nicht klanglich kontraproduktiv sind.
Denn zwei Baustellen im Netzwerk meine ich, dass wir ausgemacht haben,
galvanische Trennung / HF-Entkopplung und gutes Clocking.
Der erste Teil würde wenigstens theoretisch verschlechtert werden !?
wir werden sehen bzw. hören. Im Grunde wäre mir eine geringfügige Verschlechterung wegen fehlender HF-Entkopplung in meinem Anwendungsfall egal. Im Normalfall nämlich würde ich den G-MMS nur an einem LAN-Port nutzen, hätte aber bei Vergleichstests die Möglichkeit, ein zweites Gerät damit zu füttern. Selbst wenn das Anstöpseln eines zweiten Geräts den Klang geringfügig verschlechtern sollte, hätten beide Kandidaten gleiche Voraussetzungen. Die beiden LAN-Ports sind außerdem galvanisch entkoppelt.

Ich finde das Teil jedenfalls interessant.

Viele Grüße
Gert
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h0e
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Beitrag von h0e »

Fortepianus hat geschrieben:
18.06.2020, 17:32
Ich finde das Teil jedenfalls interessant.
Zweifellos. :P
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olliht
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Beitrag von olliht »

Guten Tag zusammen,

ja in der Tat die Dinger haben Vorteile wenn zwei Ports reichen. Der MMS läuft mit 5 Volt bis 12 Volt und mit seinen zwei Ports wird der G Hub und ein Loewe Bild 7 gefüttert. Da die Netzteile schon vorhanden (s.o. )waren und weitere Kandidaten für Internet oder Netzwerk nicht vorgesehen sind, sind diese Knirpse hier die Beste / einzige Variante am Markt. Zudem müßte eine Switch auch wieder ein Netzteil erhalten und weitere Kabel wären von nöten. Schon im direkten Vergleich zwischen LAN Kabel 20m und dieser Variante LWL zeigte der G hub, dass er die MMC deutlich bevorzugt. Ich bin schon ganz aus dem Häuschen die G MMC zu erhalten.... :) :)

Gert auch an dieser Stelle herzlichen Dank es ist immer wieder sensationell was nach einer "Gertifizierung" an mehr zu hören ist.

Beste grüße

Oliver
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Fujak
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Beitrag von Fujak »

Hallo Oliver,

kannst Du eine Bezugsquelle bzw. die Homepage des Herstellers posten? Vielen Dank.

Grüße
Fujak
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Fortepianus
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Beitrag von Fortepianus »

Hallo Fujak,
Fujak hat geschrieben:
19.06.2020, 08:48
kannst Du eine Bezugsquelle bzw. die Homepage des Herstellers posten? Vielen Dank.
das kann ich gerne übernehmen: https://www.fs.com/de/products/35334.html

Viele Grüße
Gert
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Fujak
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Beitrag von Fujak »

:cheers: !

Viele Grüße
Fujak
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Fortepianus
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Beitrag von Fortepianus »

Liebe LWL-Bastler,

heute habe ich noch MMC-GASFP geliefert gekriegt, und neue Clocks aus Südkorea kamen ebenfalls. Da hatte ich doch vollmundig angekündigt:
Fortepianus hat geschrieben:
18.06.2020, 16:51
Wenn man nicht auf die 12V als Versorgungspannung angewiesen ist wie Oliver, könnte man mit 5V reingehen und dann beide Schaltregler durch Linearregler ersetzen. Ich bestelle mir mal so ein Teil und messe dann nach, welche Ströme auf den 3,3V und den 1,2V fließen. Wahrscheinlich geht das. Und wenn das klappt und der G-MMS dann mindestens mit dem 11Gtek gleichziehen sollte, könnte ich mir einen LWL-Umsetzer an der Anlage sparen und hätte damit zugleich einen SFP-Slot im Hörraum-Switch frei. Damit könnte ich dann noch eine LWL-Strecke zum Router aufbauen.
Damit habe ich heute den ganzen Tag zugebracht. So sieht die Platine jungfräulich aus:

Bild

Und so einige Stunden später:

Bild

Man sieht direkt links von der DC-Buchse einen der beiden ausgelöteten Schaltregler. Um Platz zu schaffen, hatte ich zunächst auch die ganzen zugehörigen Spulen ausgelötet, musste aber - nachdem nichts mehr funktioniert hat - lernen, dass einige der Spulen nicht für den Schaltregler sind, sondern zur Glättung der Versorgungspannungen nach den Reglern. Also habe ich Spule für Spule wieder eingelötet, bis es wieder lief. Man sieht zwar vier feine Polymerelkos, aber wo sind denn nun die Linearregler? Ich hatte gemessen, dass mit SFP-Modul und LAN-Leitung ohne nennenswerte Last auf dem durchgeschleusten Netzwerk folgende Ströme fließen:

3,30V: 280mA
1,25V: 90mA

Mit richtig Datendurchsatz:

3,30V: 320mA
1,25V: 160mA

Speist man beide Linearregler (3,3V und 1,25V) aus 5V, kriegt der 3,3V-Regler im worst case 544mW Verlustleistung zu verdauen, der 1,25V-Regler 600mW. Damit werden die schon deutlich warm, und ich wollte damit nicht direkt die Platine heizen. Also habe ich genau nachgemessen: Der Abstand zwischen Platine und Bodenblech beträgt 4,1mm, die Dicke eines Reglers ist 4,4mm. Da könnte man die Regler evtl. unter der Platine anbringen, und die drei Zehntel zu viel sorgen dann für den richtigen Anpressdruck, wenn man die Platine festschraubt. Allerdings sind unten noch jede Menge Bauteile drauf, die Platine ist doppelseitig bestückt. Ich habe mir also für die beiden Regler jeweils ein freies Plätzchen gesucht:

Bild

Die Regler sind zudem dünn mit Wärmeleitpaste eingeschmiert, damit sie die Wärme optimal ans Bodenblech weitergeben können. So heizt sich die winzige Elektronik innen nicht unnötig auf. Man könnte meinen, dass sich die oberen beiden Anschlüsse des oberen Linearreglers verdächtig nahe kommen: Das täuscht, weil das Bild nicht 3D ist.

Das Kunstwerk läuft perfekt und ersetzt jetzt zwei 11Gtek vor der NAS:

Bild

So habe ich zwei 11Gteks frei. Theoretisch, denn einen davon hat gerade schon ein Forumsteilnehmer gekauft :-). Den anderen kann ich nun verwenden, um mit dem freigewordenen LWL-Kabel vom Switch auch die Verbindung zum Router über eine LWL-Strecke zu machen.

Aber vielleicht werden ja noch zwei 11Gteks frei: Als nächstes mache ich mir nochmal so einen G-MMC, um ihn vor dem Streamer einzusetzen. Da bauche ich für Vergleichszwecke ja auch manchmal zwei LAN-Ausgänge nach der LWL-Strecke, weshalb ich momentan zwei 11Gtek dort habe. Ob die dann tatsächlich durch den G-MMC ersetzt werden, hängt aber davon ab, ob der G-MMC mit Linearreglern klanglich dort mit dem 11Gtek mithalten kann. Ich werde berichten.

Viele Grüße
Gert
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dirk-rs
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Beitrag von dirk-rs »

Hallo Gert,

welche SFP Module und welches LWL Kabel hast Du genau eingesetzt am MMC?

Danke & Gruss Dirk
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Fortepianus
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Beitrag von Fortepianus »

Hallo Dirk,
dirk-rs hat geschrieben:
24.06.2020, 17:56
welche SFP Module und welches LWL Kabel hast Du genau eingesetzt am MMC?
SFP-Modul: Startech 1000BASE-EX SFP -SM LC-40KM
LWL: Startech 10m Singlemode 9/125 Duplex LSZH LC auf LC OS1

Diese SFP-Module und LWL verwende ich auch bei den 11Gtek.

Viele Grüße
Gert
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Fortepianus
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Beitrag von Fortepianus »

Hallo liebe LWLer,

nun habe ich auch noch einen zweiten und dritten G-MMC fertiggestellt. Der Hörtest ergab nämlich, dass es keinen nennenswerten Unterschied gibt im Klang zwischen einem 11Gtek und einem G-MMC mit Linearreglern. Letzterer hat eben den Vorteil, dass er zwei LAN-Anschlüsse hat, aber den Nachteil, dass er deutlich aufwändiger zu modifizieren ist, weil eben die beiden Linearregler noch zwischen Platine und Gehäuseboden reingeklemmt werden müssen. Da geht es schon sehr eng zu:

Bild

Bild

Die Regler erkennt man im Bild gar nicht, weil sie so tief hinten sitzen, nur an den roten Zuleitungskäbelchen kann man ihre Existenz erahnen.

Nun habe ich also einen G-MMC vor der NAS mit ihren zwei LAN-Zuleitungen, einen am G-DAC mit der Möglichkeit, einen zweiten Streamer zum Vergleich anzuschließen, und einen habe ich in die Zuleitung vom Router zum G-SG2424 gemacht, also zum Switch vor dem Hörraum mit seinen vier SFP-Einschüben. Der zweite LAN-Port dieses dritten G-MMC geht zum WLAN-Accesspoint für den Hörraum, und der vierte nun freie SFP-Port bedient einen 11Gtek beim G-Oppo. Ja, ich weiß, ein Bild sagt mehr, das müsste man aber erstmal eins malen. Mach ich bei Gelegenheit in meinem V-Thread.

Viele Grüße
Gert
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dirk-rs
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Beitrag von dirk-rs »

Hallo Gert,

mit wieviel Volt möchte er denn jetzt versorgt werden? 5V oder 12V ?

Danke

Gruss Dirk
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