Bau einer Grounding Box

Lautsprecherbau und -tuning

Beitragvon shakti » 08.08.2018, 14:49

wohl war!
mein Basis "Grounding" ist da ziemlich simpel.

Ich nehme eine schicken Silberbarren (gibts in der Bucht) und schliessen diesen mit einer Kabelklemme an der Erdungsbuchse meines Vorverstärkers an.

simpel, aber mitunter deutlich hoerbar :-)

Gruss
Juergen
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Beitragvon Klanghans » 08.08.2018, 16:37

Hallo Zusammen,

ich denke, ich sollte als Laie meinen „Senf“ in der Diskussion „Grounding Box beisteuern“. D.h., nicht technisch wissenschaftlich, aber mit Bezug auf Materialen und dem Hören.

Fraktionszugehörigkeit modifizierte Hausmannskostanlage – kein High End!

Meine Versuche mit einer „Grounding Box“ waren rein hörtechnischer und nicht technisch wissenschaftlicher Natur.
Zuerst habe ich mit einem Prototyp 1 mm Alu-Blech in Schiefergranulat (nicht leitend) begonnen. Über ein Stück Rest-Lautsprecherkabel mit dem Gehäuse der Endstufe verbunden. Klang war andersartig in Richtung mehr Konturen (marginal betrachtet).

Nächste Version Grounding Box:
Kupfer (Cu)
Cu-Blech (nicht sauerstofffrei 0,7 mm) bzw. Cu-Rohr 12 mm D und Materialstärke 1 mm.
Pro Lautsprecherklemme ( 4 Stück in einer Box) wurde ein Cu-Blech und Cu-Rohr (Hohlraum mit Quarzsand ausgefüllt) angeschlossen. Die 4 Cu-Bleche und 4 Cu-Rohre wurden in einer Kammer entsprechend schichtweise verbuddelt (Verbindung zu je einem Terminal) bzw. pro Terminal ein Gerät verbunden. Das Klangergebnis war noch beeindruckender in Auflösung und Reinheit.

Da Turmalinsand (stromleitend) doch sehr hochpreisig in Bezug auf Volumen ist, suchte ich nach einem ähnlichen Kohlenstoff-aufbauenden Kristall, Diamant, … Hier wurde ich fündig bei Graphit. Das kannte ich aber nur als Schmierstoff. Bis ich auf synthetischen Graphit-Granulat gestoßen bin.
Medium sollte weiterhin wasserresident, brandtechnisch und die Materialien nicht chemisch aggressiv gegenüber Cu bzw. Holz sein. Durch den mehrfachen Dialog mit einem Geschäftsführer für Industrie-Graphit wurden alle meine Bedenken ausgeräumt.
Synthetischer Graphit ist nur horizontal und nicht vertikal leitend. Das Granulat liegt aber unsortiert in der Holzkiste und somit „verzahnt“ – sprich leitend – in allen Richtungen.

Groundingbox Version I:
Cu-Rohre entfernt, da für EMV Fläche lt. Fachinformationen die bessere Wirkung aufzeigt.
Die 4 Cu-Bleche in einer Kammer entsprechend schichtweise mit Graphit-Granulat verbuddelt bzw. pro Terminal ein Gerät verbunden. Das Klangergebnis war gegenüber den Prototypen ein Highlight. Mehr Details und Homogenität in allen Frequenzbereichen (Bass, Mitten und Höhen).
Das war es, das Granulat musste stromleitend sein.

Irgendwann sollten die Holzkisten unter den Racks verschwinden. Das war der Startschuss für Grounding Box Version II:
Jetzt wurde sauerstofffreies Cu 0,3 mm mit größerer Fläche genommen. Mein Bauchgefühl sagte mir, pro Cu-Blech nur noch eine autarke Kammer zu verwenden. Zusätzlich wurden noch qualitativ bessere Lautsprecherbuchsen integriert.
Als Ground-Kabel habe ich sauerstofffreien Frequenzweichendraht 0,8 mm mit Baumwollschlauch verwendet. Die Enden sind mit Gabelschuhen bzw. Hohl-Bananas verlötet.
Das Klangergebnis war wieder einen Tick besser. Was mich überraschte, war die Weichheit (Schärfe entzogen) und trotzdem mit allen Details verbunden. Für mich war dies Gänsehaut-Feeling.

Vorher hatte ich alle Gehäuse zu einem Sternpunkt verkabelt und am Stromeingang der Anlage über eine Erdleiterdrossel verbunden. Dies war klanglich auch nicht schlecht, aber die Einzel-„Erdung“ via „Grounding Box“ ist klanglich viel besser. Eine doppelte Verkabelung – zusätzlich mit „Grounding Box“ ist nicht optimal (Klang ist mehr gedämpft).

Wenn man jetzt noch betrachtet, dass die Grounding Box Version I und II an insgesamt 6 unterschiedlichsten Anlagen mit positiven Akzenten beurteilt wurde, so kann man diesem Konzept etwas Positives abgewinnen. Besser geht sicherlich immer, aber wenn sich Erfolge durch eigenes Tuning einstellen, freut man sich umso mehr.

Viele Grüße
Robert
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Beitragvon Trinnov » 08.08.2018, 22:44

Hallo zusammen,

zuerst möchte ich Robert danken danken dass er sich hier zu Wort gemeldet hat, da er der eigentliche Entwickler unserer Groundingbox bist.

Ich denke mittlerweile auch dass insbesondere die Auswahl des synthetischen Graphits ein sehr guter Schachzug war. Das Geheimnis liegt vermutlich im Kohlenstoff. Desweiteren das Einbringen von großflächigen, dünnen Kupferplatten mitten in das Graphit. Wir hatten damals vor der Realisierung des öfteren darüber disskutiert. Als alternative Kohlenstoff-Lieferanten fallen mir dann noch feiner Split vom schwarzer Turmalin (Schörl) oder Schungit Split bzw. Pulver ein. Edel Schungit möchte ich trotz des sehr hohen Kohlenstoffgehalts für diese Anwendung mal ausklammern, da der Preis insbesondere in Deutschland bereits extrem hoch ist und weiter steigen wird. Seine Möglichkeiten beim Thema Elektro-Smog (neben vielen anderen hochinteressanten Eigenschaften) sind aber hinreichend bekannt.

Die erste Variante von Roberts Box hatte ich bei mir zuhause gestestet und war von Einzelparametern der Musikwiedergabe angetan, von anderen widerum nicht so sehr.

Die aktuelle Variante mit dem Graphit jedoch hatte mich damals sofort vollends überzeugt, obwohl ich sie nicht bei mir gehört hatte, sondern bei einem unserer engeren Hörfreunde. Das Klangbild, wenn ich es hier so bezeichnen darf, wurde deutlich plastischer und gewann an Durchzeichnung, Räumlichkeit und Lebendigkeit aber ohne sich diese Verbesserung durch nervigen Klang zu erkaufen.

Der Bau einer eigenen Box war unaufschiebbar. Dieser erfolgte zum größten Teil nach Roberts Vorgaben mit kleinen persönlichen Anpassungen. Die Groundingbox hätte nicht den Weg in das Forum gefunden, wenn mich Martin, also unser Coburger Freund, nicht gebeten hätte zum geplanten Hörtermin bei Christian zusätzlich meine Groundingbox mitzubringen.

Ich muss hier leider die Kritik anbringen dass viele hochinteresante Sachen leider seit einiger Zeit nur noch außerhalb des Forums besprochen werden, da ich auf die immer wieder nervigen Quertreiber entgültig keine Lust mehr habe. Wem vielleicht aufgefallen ist dass ich nichts mehr schreibe, kennt nun den Grund dafür.

Da jedoch die Box auch in Christians sehr hoch entwickelter Anlage erstaunliches leistete, haben wir uns entschlossen auch das Forum daran teilhaben zu lassen. Ich hatte Christian in gefühlt 10 langen Mails alles zum Thema Bau der Groundingbox erklärt.Er hat sich dann dazu bereit erklärt das ganze ins Forum zu schreiben.

Den Interessierten wünsche ich viel Spass und Erfolg beim Bau

Viele Grüße,
Horst
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Beitragvon Horse Tea » 08.08.2018, 22:46

Hallo Robert,

sehr eindrucksvoll!

..."Laie"... :shock: :shock: :shock: Was bin ich dann?

Viele Grüße
Horst-Dieter
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Beitragvon shakti » 08.08.2018, 23:18

hoffentlich mein ihr nicht mich mit "Quertreiber", da ich öfters gegen die DIY Aktivitäten "schiesse",
aber das Thema Grounding box finde ich an sich einfach sehr interessant!

gruss
Juergen
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Beitragvon Trinnov » 09.08.2018, 05:42

Hallo zusammen,

bei Verwendung von Graphit sollte unbedingt auf absolute Sauberkeit beim Aufbau der Box geachtet werden. Es muss unbedingt vermieden werden, dass ein ohmscher Kurzschluss zwischen den Kammern entsteht. Die Zwischenplatten also nicht einfach auf das darunterliegende Granulat fallen lassen, da das Granulat sonst außen hochgewirbelt wird und an den Seitenwänden haftet.

Ich habe mir mit gutem Klebeband und einem umgedrehten Plastikdeckel einer Spraydose jeweils eine Art temporären Griff gemacht zum Ablassen der Platten ins Gehäuse auf die seitlichen Auflagen. Die Kammern fülle ich aus diesem Grund nicht ganz bis zum oberen Rand.

@Jürgen
Keine Sorge, du warst nicht gemeint.
Ich möchte das Thema aber auf keinen Fall vertiefen.
Hier geht es um die Groundingbox.

Viele Grüße,
Horst
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Beitragvon aktivator » 09.08.2018, 05:58

Hallo

Danke für die sehr interessanten Berichte. Gibt es eine Mindestfläche bei den Boxen also je mehr desto besser ? Oder reichen da schon 20x20 ? Habt ihr Versuche mit Kupferspäne gemacht?

Gruss Andreas
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Beitragvon Daihedz » 09.08.2018, 07:24

Hallo Horst

Hast Du mich mit meinem kritischen Nachfragen gemeint mit Quertreiber?

Kollektivangeschuldigter Gruss
Simon
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Beitragvon KSTR » 09.08.2018, 09:25

Ja Simon, solche wie wir sind gemeint. Aufgeschlossene, freundliche aber kritisch-weiterdenkende Realos sind in diesen Forum zunehmend unerwünscht. Von der einstigen ingenieursgetriebenen Subtanz ist so gut wie nichts mehr übrig.
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Beitragvon chriss0212 » 09.08.2018, 09:42

Hallo Robert

vielen Dank für den Bericht und die Offenlegung!

Synthetischer Graphit ist nur horizontal und nicht vertikal leitend.

Das hat mich neugierig gemacht. Hat nicht wirklich was mit der Box als solches zu tun, aber ich fand es interessant. ;)

Das habe ich dazu gefunden: http://www.cumschmidt.de/s_leitf_el01.htm

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon Klanghans » 09.08.2018, 10:40

Ich möchte noch ein paar Randbedingen ergänzen:
Synthetisches Graphit-Granulat ist niederohmig (Horst „Trinnov“ vorher schon eruiert). Je weiter man die Prüfspitzen (bis zum Kunststoff im Granulat gesteckt) des Messgerätes auf einer Linie den Abstand vergrößert, wird auch der niederohmige Wert marginal größer.

Wo bei einem Cu-Blech der optimale Ableitpunkt liegt - mittig oder an Kanten – kann ich nicht beurteilen. Vorstellbar ist aber, dass mittig – in diesem Fall - der optimalere Ableitpunkt sein könnte, da die Molekül-Gitter sich unmittelbar mit dem niederohmigen und flächig verteilten bzw. sehr kleinen Graphit-Granulat, austauschen und somit die vorhandene Energie sehr schnell in Wärme umsetzt wird.

An meiner Anlage liegen die einzelnen Ableitströme (Gehäuse zu Terminal „Grounding Box“) im mV-Bereich. Zu den anderen Anlagen liegen mir keine Werte vor.
Ableitungsoption (kann ich nicht wissenschaftlich belegen) - Je schneller die Ableitströmen der einzelnen Gerätegehäuse in Wärme umgesetzt werden, umso idealer das Ergebnis. D.h., Materialien haben einen Einfluss bei der “Grounding Box“. Wurde auch schon in diesem Forum attestiert (z.B. Ground-Kabel in Silber-Ausführung, …).

@Horst-Dieter
Ich bezeichne mich weiterhin als Laie, da mir in einigen Segmenten das Wissen fehlt. Ich lese mich sehr gerne ein und bin experimentierfreudig, wenn der Preis-Leistungsindex im Rahmen (bei jeden verschieden) bleibt. Horst (Trinnov) dagegen ist eine Koryphäe, den ich auch menschlich sehr schätze!

@Andreas
Bauchgefühl würde ich sagen, dass Kupferspäne (Masse visuell) nicht so den Effekt haben, wie dünne Cu-Bleche. Die Entfernung der Cu-Rohre hatte keine negativen Auswirkungen.
Grounding Box Version I
Cu-Bleche 250 mm x 150 mm x 0,7 mm (Dachdecker-Cu-Blech – DIN Cu-ETP)
Grounding Box Version II
Cu-Bleche 350 mm x 250 mm x 0,3 mm (Cu-Blech – DIN Cu-OF-CW0008A = hochreines, sauerstofffreies Cu)
Eine relative Fläche ist von Vorteil und kann nicht auf ein bestimmtes Maß heruntergebrochen werden (wüsste keine Formel dazu). In der EMV (Elektromagnetische Verträglichkeit) findet man projektspezifisch unterschiedlichste Flächengrößen.

Experimente bringen stets neue Erkenntnisse und sind somit vorteilhaft in der Projektarbeit (egal ob Laie oder Experte).

Viele Grüße
Robert
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Beitragvon shakti » 09.08.2018, 11:07

hier mal ein link zu einem der "Originale", falls jemand mal eine Grounding Box einfach kaufen mag, ohne diese selber bauen zu wollen :-)

(finde Text und Beschreibungen aber auch so ganz interessant)

http://www.entreq.com/products/ground-boxes-17667704
http://www.tripointaudio.us


aber auch in anderen Foren wird debattiert, ob es da ueberhaupt eine Wirkung geben darf:

https://www.computeraudiophile.com/forums/topic/34650-how-does-the-grounding-boxes-work/

viel Spass beim Schmökern!

Gruss
Juergen
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Beitragvon nihil.sine.causa » 09.08.2018, 12:24

Hallo Christian, Robert, Horst und Martin, hallo zusammen,

danke für Eure Berichte hier. Ihr habt ja schon jede Menge Erfahrung gesammelt und gebt vieles davon wieder. Das finde ich sehr gut und nachahmenswert. Danke!

Nun kenne ich mich mit dem Thema Grounding-Box überhaupt nicht aus. Habt denn mittlerweile Erklärungen für den Wirkmechanismus? Ist es, wie Klaus (dessen Beiträge ich übrigens sehr schätze) weiter oben schreibt, eine Verschiebung der HF-Resonanzen zwischen den Geräten in andere Frequenzbereiche? Oder gibt es andere Mechanismen und Erklärungen?

Viele Grüße
Harald
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Beitragvon jackelsson » 09.08.2018, 12:30

Hallo zusammen,

ein wie ich finde sehr interessantes Thema, das ja in einigen internationalen Foren schon seit längerer Zeit diskutiert wird, um welches ich mich selbst bisher aber noch überhaupt nicht gekümmert habe. Der Faden hier macht mich jetzt gerade neugierig.

Auf die technische Für-und-Wider-Diskussion will ich mich hier gar nicht einlassen, das wäre für mich ob der technischen Tiefe ganz, ganz dünnes Eis. Ich finde Klaus' technische Darlegung plausibel, finde aber das daraus folgende Fazit, dass es besser oder schlechter sein *kann*, eigentlich ganz entspannt - auch wenn er selbst das anscheinend etwas anders sieht und hauptsächlich Placeboeffekte vermutet.

Ausprobieren, und wenn besser, dann ist doch gut, woran es auch liegen mag. Und wenn nicht, dann isset nicht schlimm. Und wenn das nur ein Placebo-Effekt sein sollte, naja, was soll's? Dann tut's zumindest im Kopf wohl.

Es stellen sich mir beim lesen des Threads aber prompt eine Reihe praktischer Fragen zum Thema selbstgebaute Grounding Box (den Namen finde ich übrigens wirklich bescheuert, aber da kann hier ja keiner was für):

  • wenn ich das richtig verstehe, dann soll ja jedes Gerät an eine Grounding Box angeschlossen werden. Was ist denn z.B. mit Geräten, die aus mehreren Einheiten bestehen? Beispiel bei mir zuhause: meine Pass XP-30 ist ein dreiteiliges Gerät, besteht aus einem Steuermodul und zwei Eingangsmodulen. Eine Box bzw. ein Anschluß pro Gerät?

  • Irgendwo im Text hat Christian geschrieben, dass die vorhandene Kiste die Größe seiner Grounding Box definiert hat. Da Klaus ja dargelegt hat, dass die Box einen nicht recht vorherzusehenden Effekt haben wird, gehe ich mal davon aus, dass es keine wirklichen Empfehlungen bezüglich der Größe gibt / geben kann. Gibt es denn Erfahrungen in Bezug auf "bigger is better", oder könnte man auch theoretisch kleine Kästchen machen? Ist die Größe/Fläche der Kupferplatte relevant?

  • Ich gehe mal davon aus, dass die "Fachhöhe" auch durch die Maße der Holzkiste definiert wurde. Aber wieviel Graphit braucht es denn um die Kupferplatte? Reicht eine ganz dünne Lage, oder sollte es schon eine amtliche Schicht sein?

  • Ist eine Holzkiste von Vorteil weil elektrisch relativ neutral? Ich gehe mal davon aus, dass eine Metallbox keine gute Idee ist, aber was ist mit Kunststoff?

  • Ist es von Vorteil, mehrere "Ebenen" in eine Grounding Box einzuziehen? Die werden sich doch sicherlich gegenseitig beeinflussen. Wäre es nicht sinnvoller, für jedes Gerät eine eigene, kleinere bzw. flachere Box zu bauen. Das wäre gegebenenfalls praktischer und handlicher und würde doch außerdem die Option offen lassen, mit der Stapelung der Boxen zu experimentieren.

  • Wo an den Geräten werden denn die Grounding Box Kabel angeschlossen?

Viele Grüße,
Swen
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Beitragvon shakti » 09.08.2018, 13:59

@Sven
hier meine Erfahrungen:

jackelsson hat geschrieben: Eine Box bzw. ein Anschluß pro Gerät?

Ja, das waere am besten. Zum Start geht auch eines mir drei Kabeln, besser ist aber definitiv der separate Anschluss.

Irgendwo im Text hat Christian geschrieben, dass die vorhandene Kiste die Größe seiner Grounding Box definiert hat. Da Klaus ja dargelegt hat, dass die Box einen nicht recht vorherzusehenden Effekt haben wird, gehe ich mal davon aus, dass es keine wirklichen Empfehlungen bezüglich der Größe gibt / geben kann. Gibt es denn Erfahrungen in Bezug auf "bigger is better", oder könnte man auch theoretisch kleine Kästchen machen? Ist die Größe/Fläche der Kupferplatte relevant?

Die Taiko Setchi ist kleiner, hat allerdings mit der 9v Batterie einen "booster", bei einem DIY Ansatz wuerde ich mich an die Größe der kommerziellen Boxen anlehnen

Ich gehe mal davon aus, dass die "Fachhöhe" auch durch die Maße der Holzkiste definiert wurde. Aber wieviel Graphit braucht es denn um die Kupferplatte? Reicht eine ganz dünne Lage, oder sollte es schon eine amtliche Schicht sein?

Die kommerziellen Boxen verwenden zumeist eher ein Granulat, mitunter auch ein gemischtes, auch Metalle werden mitunter gemischt. Zumeist sind Folien ein das Granulat eingebracht

Ist eine Holzkiste von Vorteil weil elektrisch relativ neutral? Ich gehe mal davon aus, dass eine Metallbox keine gute Idee ist, aber was ist mit Kunststoff?

Kunststoff leitet mitunter statisch, Holz ist zumindest bei den mir bekannten Herstellern die beste Wahl.
Interessanterweise hat die Holzsorte , Spikes usw einen grossen Einfluss. Taiko verwendet Panzerholz

Ist es von Vorteil, mehrere "Ebenen" in eine Grounding Box einzuziehen? Die werden sich doch sicherlich gegenseitig beeinflussen. Wäre es nicht sinnvoller, für jedes Gerät eine eigene, kleinere bzw. flachere Box zu bauen. Das wäre gegebenenfalls praktischer und handlicher und würde doch außerdem die Option offen lassen, mit der Stapelung der Boxen zu experimentieren.

Eine Box ergibt eine hoehere Gesamtmasse, was mitunter von Vorteil ist.

Wo an den Geräten werden denn die Grounding Box Kabel angeschlossen?

Schau mal bei zB Entreq oder Taiko . Dort gibt es sehr viele vorkonfektionierte Anschlusskabel. Diese bilden die Bandbreite ab, bei denen man die Kabel anschliessen kann.

Als wichtig hat sich bei den kommerziellen Anbietern der Anschluss an der Box selber erwiesen, hier werden nun zumeist massive Kupfer Anschlüsse mit spades gewählt.

Bei DIY wuerde ich evtl das angelötete Kabel durchführen um diesen Übergang zu umgehen.

Gruss
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