S11 Regulated PSU

Lautsprecherbau und -tuning

Beitragvon SolidCore » 18.05.2018, 13:54

Hallo zusammen

Hinzufügend möchte ich noch erwähnen, das man mit Daniels Boards (wegen dem 4320) ein besseres Netzteil hat, als das S11 im Auslieferzustand. Das kann man im Hörbericht nicht als solches erkennen. Die Mosfets müssen bereits ab 1A gekühlt werden. Auffällig war noch, das mit dem Poti der Regelbereich der Spannung gravierend größer ist, als beim China S-11.

Gruss
Stephan
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Beitragvon meldano » 18.05.2018, 22:12

SolidCore hat geschrieben:Hallo zusammen
...
Getestet wurde an einem USB DAC, Meridian Director, und ein umgebautes Singxer F-1, dessen
DC-DC Konverter (seine Schwachstelle) ausgelötet wurde. Der XMOS wurde durchgehend mit 5V eines
weiteren Linearnetzteil versorgt, die S+M-11 speisten immer nur die Clocks/FPGA/SPDiF-Schaltung.
...


Hallo Stephan, um dein Test bzw. deine Beschreibung einordnen zu können:

Meinst du diesen DAC ?

https://www.whathifi.com/meridian/director/review

Habt Ihr den DAC mit den Netzteilen betrieben?

Daniel
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Beitragvon SolidCore » 19.05.2018, 12:11

Hallo Daniel

Genau um diesen DAC handelt es sich. Im Zeitschriften-Test wurde er mit Standart USB Kabel und Strom vom PC getestet. Und dennoch sehr gut bewertet.
Er steigt klanglich enorm auf, wenn man mit gutem Kabel und externer 5V arbeitet, per Y-USB.

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Er diente zum Gegenvergleich der Netzteile, da er sowohl USB, als auch DAC, als auch Analogstufe mit den 5V versorgt. Es sollte verhindern, das sich die Netzteilunterschiede nur an einer Clock zeigen.
Der erste Hörvergleich fand wie erwähnt an einem modifizierten Singxer F-1 satt, wo die Netzteile den FPGA, den SPDiF und die Clocks versorgten. Der XMos-Part über ein anderes, eigenes.
Wir waren wieder mal überrascht, wie man über den Director mit so wenig Geld, sehr gut und simpel hochwertig hören kann. Er bekam ungemein Präzision, Sauberkeit, Luftigkeit und Auflösung. Auch an ihm hörte man verschiedene Netzteilkonzepte schnell heraus.

Gruss
Stephan
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Beitragvon meldano » 20.05.2018, 17:41

Da hier so wenig Bilder vom Netzteil zu sehen sind und meins gerade ins Gehäuse gebaut wurde


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Im Moment teste ich mehrere 5V Regler (Singxer F1 Versorgung) und verschiedene Trafos.

Der R-Core sorgt für wesentlich höhere Ausgleichsströme zwischen den Geräten. Ausphasen ist nicht nötig, da die Messwerte bei beiden Steckerpolungen identisch sind, zudem ist trotz Schirmwicklung die Spannung Masse-PE wesentlich (Faktor 10) höher als beim Ringkerntrafo.

Irgendwie traue ich diesen China R-Core Teilen nicht so ganz über den Weg.

Unterschiede bei Komponententausch im S11 sind bei mir - also in meiner Kette und mit meinen Ohren - oft mehr als marginal.
Das kann an einer schlechten Kette, oder wie erwähnt - an meinen Ohren - liegen...

Zur Einordnung:
Ich nutze Pass Elektronik (Vor- Endstufe), Naim DAC, Sotm sms-200 ultra, Singxer F1 / das aus dem Forum bekannte Dante Device.
Lautsprecher Momentan die kleinsten Speaker Heaven.

Der Unterschied zu meinem alten Netzteil ist allerdings eindeutig.
Die Musik gewinnt an Körper, Klangfarbe und Luftigkeit. Oft ist es ja so, als wenn das Eine das Andere ausschließt, also mehr Klangfarben, dafür weniger Raum/Luftigkeit - hier nicht.

Ich höre alternativ analog über ein dickes TW Masselaufwerk mit zwei Tonabnehmer/Arm Kombinationen.
Dort sind Unterschiede WESENTLICH größer als im digitalen Umfeld.

Gruß
Daniel
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Beitragvon luebeck » 21.05.2018, 09:29

Hallo Daniel,
das Gehäuse mit deinen Platinen paßt gut zusammen. Gefällt mir.
Unterschiedliche Ausgleichsstöme würden mich auch beunruhigen.
Ich könnte mir vorstellen, dass ein R-Core ein stärkeres Streufeld hat als ein gut laufender RKT.
Hast du mal versucht, ob eine 90°-Drehung der Trafos einen Einfluß hat auf die Ausgleichsströme?
Bei den RKTs soll das Hauptstörfeld im Bereich der Kabeleinführung austreten, bei R-Cores wird es wohl kein so definiertes Leck geben.
Schöne Grüße
Günter
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Beitragvon SolidCore » 21.05.2018, 09:46

Hallo Daniel

Sieht alles sauber und super aus in deinem Gehäuse.
Den R-Core würde ich versuchsweise mal gegen einen anderen R-Core tauschen. Wenn ich meinen messe,
erhalte ich deutlich bessere Werte als vom Ringkern, und auch die Polung ist erkennbar.
Beim Trafomessen hatte ich vormals eine Zeitlang die eigenartigsten Werte, die ich mir nicht erklären konnte.
Bis ich ein Meßgerät mit TruRMS kaufte. Dies zeigt felsenfeste, und nachvollziehbare Ergebnisse.
So z.B Sekundärwicklung ohne Verbraucher gegen Erde 2V, umgepolt 6V, ohne Schirmwicklung ungefähr das 3fache. Beim Ringkern 10V. Das andere Messgerät zeigte besonders bei mehrfachen Wicklungen nur Wiedersprüche.
Bei deinem Hörtest würde ich den Netzfilter auch versuchsweise mal ganz rausnehmen, und wieder rein.

Gruss
Stephan
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Beitragvon h0e » 21.05.2018, 09:57

Hallo Daniel,

mir ist aufgefallen, dass Du beide Sekundärwicklungen verwendest, hat das einen speziellen Sinn?
Ich habe nur einen Abgriff verwendet und konnte die Netzteilpolung extrem deutlich hören,
gemessen habe ich nicht.

Grüsse Jürgen
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Beitragvon KSTR » 21.05.2018, 12:04

Der Ableitstrom durch die kapazitive Kopplung misst sich am besten mit dem Oszi (als Spannungsabfall am 1M oder 10M-Eingangswiderstand, je nach Tastkopf), weil da sieht man auch die Wellenform.

meldano hat geschrieben:Der R-Core sorgt für wesentlich höhere Ausgleichsströme zwischen den Geräten. Ausphasen ist nicht nötig, da die Messwerte bei beiden Steckerpolungen identisch sind, zudem ist trotz Schirmwicklung die Spannung Masse-PE wesentlich (Faktor 10) höher als beim Ringkerntrafo.
Das ist eigentlich fast unmöglich (du vergleichst mit einem RKT gleicher Leistungsklasse ohne Schirmwicklung?). Ein RKT hat von allen Bauformen die größte Koppelfläche pro VA....
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Beitragvon KSTR » 21.05.2018, 12:08

luebeck hat geschrieben:Ich könnte mir vorstellen, dass ein R-Core ein stärkeres Streufeld hat als ein gut laufender RKT.
Hast du mal versucht, ob eine 90°-Drehung der Trafos einen Einfluß hat auf die Ausgleichsströme?
Äh, Ausgleichsströme sind ein rein kapazitiver Mechanismus, das Streufeld usw hat darauf keinerlei Einfluss. Bei einem R-Core ist es fast so niedrig wie bei einem Ringkern (ist ja praktisch ein flachgedrückter Ringkern mit Sektor-Wicklungen, und es gibt keine Blechstöße).
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Beitragvon SolidCore » 21.05.2018, 12:26

Hallo zusammen
Ich schliesse mich Klaus/KSTR an.
Zum Streufeld:
R-Cores streuen in 2 Richtungen, der RKT überall. Deshalb sollte ein R-Core quer zum Board stehen,
was Daniel auch vollkommen richtig gemacht hat.
Den Hörvergleich der beiden Trafotypen, genau wie Daniels Bild, habe ich bereits gemacht.
Wie immer subjektiv, und in meinen Ohren, gewann der R-Core mehr an Ruhe, weniger Nervös.
Der RKT hatte mehr Sportsgeist, eine gute Attacke, wirkte lebhaft, was aber auch auf Maskierung durch mehr Störungen schliessen lassen lässt. Ein anderer RKT (for Audio) mit 5N Kupfer und Schirmwicklung näherte sich klanglich dem R-Core. Er zeigte ebenfalls bessere Messwerte als ein normaler.
Diese Differenzen waren klanglich jedoch kleiner, als ein nachgeschalteter Regler vermag.

Gruss
Stephan
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Beitragvon meldano » 21.05.2018, 15:33

Hier ist ja was los ;)

- Der eingesetzte Ringkerntrafo ist ein deutsches hochwertiges Teil MIT Schirmwicklung

- Die Sekundärwicklungen des R-Core sind parallel geschaltet

- „Ausphasen“:
Ich messe immer die Schaltungsmasse gegen PE. Ihr geht da wohl anders dran.
Messgerät ist ein Fluke True RMS
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Beitragvon h0e » 21.05.2018, 16:03

meldano hat geschrieben:- Die Sekundärwicklungen des R-Core sind parallel geschaltet


Gibt es dafür einen Grund?
Macht das Sinn?

Ausphasen habe ich in dem Fall per Gehör gemacht, das ging wirklich leicht.

Laienhafte Grüsse

Jürgen
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Beitragvon KSTR » 21.05.2018, 16:06

meldano hat geschrieben:Der eingesetzte Ringkerntrafo ist ein deutsches hochwertiges Teil MIT Schirmwicklung
Ok, dann kann es sein.

„Ausphasen“:
Ich messe immer die Schaltungsmasse gegen PE. Ihr geht da wohl anders dran.
Messgerät ist ein Fluke True RMS
Kurvenform des tatsächlichen Stromes nach PE ansehen oder besser, in situ zwischen den Geräten um die es geht. RMS heißt gar nichts, speziell bei Schaltnetzteilen.
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Beitragvon KSTR » 21.05.2018, 16:15

Ich befürchte, der R-Core ist genau ein solcher von mir beschriebener falscher, also einer mit je einem Stück Primär- und Sekundär-Wicklung(en) pro Schenkel, anstatt ein Schenkel für Primär und der andere für Sekundär. Und die "Schwirmwicklung" ist auch unklar. Man sollte man einen im Interesse der Wissenschaft obduzieren....
Wenn die Dinger als tauglich für Schutzklasse II beworben werden, sollte man das eh mal machen aus Sicherheitsgründen, meine Erfahrungen mit chinesischen Trafowicklern sind da leider eher schlecht. Erst wenn ich denen den negativen Prüfbericht eines deutschen Prüflabors unter die Nase gehalten habe, war die Ware dann im zweiten Anlauf endlich sicherheitskonform, manchmal auch erst im dritten.
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Beitragvon meldano » 21.05.2018, 17:42

Das hier habe ich für einen Freund gebaut

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Wie sehen eure Gehäuse aus???
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