Aktiver Forumsgleichrichter LT4320 zum Nachrüsten

Lautsprecherbau und -tuning
wgh52
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Beitrag von wgh52 »

Hallo Freunde der aktiven Gleichrichtung,

auch wenn dieses Thema eingeschlafen ist, gibt es doch interessante Entwicklungen. Abacus hat ja einen neuen DoliFET Vollverstärker herausgebracht und ein interessantes Detail ist das darin verbaute Aktive Doppel-Leistungsgleichrichtungsmodul. Zwei mal symmetrische Ausgangsspannung, also getrennt für z.B. zwei Endstufen bzw. Verbrauchergruppen.

Ich hab mal bei Abacus angefragt ob man die Module für den privaten Gebrauch erwerben könne und man ist dem dort (wie ich eigentlich aus früherer Erfahrung schon erwartet hatte :wink: ) nicht abgeneigt.

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Wie man den Bildern entnehmen kann sind die Module sorgfältig und aufwendig, für Leistung, gemacht, also auch nicht ganz billig - grundsolide Elektronikmanufaktur wie mir scheint :cheers:

Grüße,
Winfried

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Hironimus_23
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Beitrag von Hironimus_23 »

Hallo,

auf dieser Seite der Abacus-Webpräsenz wird etwas Prosa zu Winfrieds Hinweis geschrieben (etwas nach unten scollen).

Unter den Überschriften "Stromversorgung mit geräumigen Tanks" und "Schlauer Gleichrichter" mal schauen.

Gruß Hironimus
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sunny_time_99
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Beitrag von sunny_time_99 »

Hallo Liebhaber der aktiven Gleichrichtung,

ich habe mir das Abacus-Teil mal angesehen. Da ich nun seit Oktober 2016 gut 150 unterschiedliche Geräte und Netzteile (Analoge Quellen, digitale Quellen und Verstärker) mit der für mein Empfinden klanglichen überlegenen aktiven Gleichrichtung ausgerüstet habe, traue ich mir zu, auch dieses beurteilen zu können.
Grundsätzlich finden wir hier - wie so oft - den reinen Nachbau des Datenblattes. Leider war man nicht in der Lage, die Platine in der erforderlichen Kupferauflage zu fertigen, was mich wirklich wundert, denn schön sieht das nicht aus - zumindest von der Unterseite her. Das kann man ohne Nachteile weniger aufwendig und ohne manuelle Nacharbeit gleich produzieren. Auch hier sehe ich, dass man sich vor Datenblattverliebtheit nicht ausreichend klanglich mit dem Schaltbaustein auseinander gesetzt hat. Der 4320 Chip reagiert nach meinen Erfahrungen verschnupft auf common-mode-noise. Dieser wird in dem Aufbau vom Trafo produziert. Eine Gegenmaßnahme zumindest in der eigenen Versorgung des 4320 kann ich nicht erkennen. Schade, denn durch einen sehr geringen finanziellen Aufwand wäre das zentrale Teil der Stromversorgung um einige Klassen besser. Das weiß man aber als Entwickler nur, wenn man das mal selber ausprobiert hat, was hier wohl nicht der Fall ist.

Ich habe hier mal einen Prototypen eines NewClassD Singularity 2 Amps mit aktiver Gleichrichtung gebaut:
Ein Gehäuse Netzteil + ein Gehäuse Siebung und Module

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Netzteilseitig habe ich 4 Module von Frickelfest benutzt (um das gleiche zu erreichen, was der Abacus auch macht), da sie kleiner von den Maßen her sind, als meines eigenen Platinen - dadurch mussten etwas größere CM-Chokes benutzt werden (die fallen im Bild quasi nicht auf). Diese Drosseln waren klanglich in allen Konstellationen deutlich herauszuhören. Alles wird klarer und differenzierter. Die Dynamik steigt. Ich weiß, welches Potential eine Nachrüstung mit aktiver Gleichrichtung mit oder ohne Choke erreichen kann.
Nun zum eigentlichen Thema meines Beitrags. Ein aktiver Gleichrichter klingt im Analogbereich und im Digitalbereich besser als jede andere Gleichrichtung - das haben unzählige Versuchsaufbauten gezeigt. Aber ich würde das im Bereich von Verstärkern definitiv nicht mehr einsetzten.

Der o.a. Verstärker konnte z.B. bei den Rendsburger Hörerlebnistagen überzeugen - und einige Aussteller wollten auf ein Mal nur noch damit vorführen - aber jetzt mit einem Schaltnetzteil ausgerüstet, klingt er nochmals um Klassen besser. Ich habe zuerst den Aufbau genau so umgesetzt, wie es der Hersteller vorgesehen hatte. Schade des wird mit einer konventionellen Gleichrichtung sehr viel verschenkt! Danach erfolgte der Aufbau mit aktiver Gleichrichtung - ein deutlicher Gewinn! Aber: der Aufwand mit extra gewickelten Toroidy-Trafos für Dual Mono-Aufbau, getrenntem Aufbau, insg. 600.000uF Siebkapazitäten und aktiver Gleichrichtung sowie getrennter Versorgung der Vorstufensektion war nicht so gut wie ein 130 Euro Connex-Netzteil mit gegen Mlytic getauschten Kondensatoren. Der Hersteller NewclassD schreibt, dass er zum konventionellen rät, da es klanglich besser ist - das stimmt leider nicht, wie ich aus meinem Umfeld an mehreren anderen Verstärker Setups bestätigt bekommen habe. Ich würde heute in jedes Gerät eine aktive Gleichrichtung (natürlich nach meinem Muster ;-) ) einbauen. Die klanglichen Steigerungen sind nicht nur marginal. Bei einem Verstärker würde ich es nach meiner Erfahrung nicht mehr machen. Ein SMPS kann mit wenig Aufwand deutlich besser klingen - und ich spreche nicht nur von Nuancen. Leider macht ein SMPS auf Bildern in Magazinen nicht viel her. Und das wird auch der Grund sein, warum immer noch auf diesen Old-School-Netzteilen rumgeritten wird. Man kann damit versuchen, einen anderem Preis zu rechtfertigen. Wer darauf verzichten kann - erhält mehr Verstärkerklang für weniger Geld.

Gruß

Sunny
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wgh52
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Beitrag von wgh52 »

Hallo Sunny,

vielen Dank für Deinen ausführlichen Beitrag! Leider nimmt die Äusserung Deiner Emotionen gefühlt breiteren Raum ein als technisch klar nachvollziehbare bzw. implementierbare Details :( In diesem Thread sollte es ja eigentlich um nachrüstbare aktive Gleichrichter gehen und Du scheinst da viel beitragen zu können!

Mich wundert in diesem Zusammenhang, dass Du das Fehlen von Snubber-Schaltungen an den Ringkerntrafo-Sekundärwicklungen nicht angesprochen hast... :wink:
sunny_time_99 hat geschrieben:
17.10.2019, 12:52
...Der 4320 Chip reagiert nach meinen Erfahrungen verschnupft auf common-mode-noise. Dieser wird in dem Aufbau vom Trafo produziert. Eine Gegenmaßnahme zumindest in der eigenen Versorgung des 4320 kann ich nicht erkennen. Schade, denn durch einen sehr geringen finanziellen Aufwand wäre das zentrale Teil der Stromversorgung um einige Klassen besser...
Wir sind leider nicht alle so fundiert bewandert wie Du, darum sei doch bitte so freundlich, Deine Erkenntnisse und Empfehlungen in Bezug auf die Modifikation der 4320 Datenblattapplikationsschaltung konkret, also als Deinen Schaltungsvorschlag, mit uns zu teilen :cheers:

Danke für konstruktive Fortführung durch "Nägel mit Köpfen" im Sinne von: "Wenn jemand das bauen oder kaufen will braucht man folgendes zur Optimierung: 1. ...., 2. ...., ......., Hier die Schaltung dazu: ..... usw."

Grüße,
Winfried

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sunny_time_99
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Beitrag von sunny_time_99 »

wgh52 hat geschrieben:
17.10.2019, 16:23

Mich wundert in diesem Zusammenhang, dass Du das Fehlen von Snubber-Schaltungen an den Ringkerntrafo-Sekundärwicklungen nicht angesprochen hast... :wink:
Ich bin froh, das man auf Snubberglieder durch die aktive Gleichrichtung klanglich verzichten kann. War vor Jahren bei mir immer eine beliebte Spielwiese.
wgh52 hat geschrieben:
17.10.2019, 16:23
Wir sind leider nicht alle so fundiert bewandert wie Du, darum sei doch bitte so freundlich, Deine Erkenntnisse und Empfehlungen in Bezug auf die Modifikation der 4320 Datenblattapplikationsschaltung konkret, also als Deinen Schaltungsvorschlag, mit uns zu teilen :cheers:
Danke für konstruktive Fortführung durch "Nägel mit Köpfen" im Sinne von: "Wenn jemand das bauen oder kaufen will braucht man folgendes zur Optimierung: 1. ...., 2. ...., ......., Hier die Schaltung dazu: ..... usw."
gerne mit einer genauen Fragestellung/Aufgabenstellung per PN. Dann werde ich ausführlich nach bestem Wissen und Gewissen antworten. Ich bin Praktiker und kein Theoretiker. Die Arbeit dahinter sollte man nicht unterschätzen, die Anzahl an Details diesen Thread überfordern. Die Erfahrungen der letzten Jahre sind mir einfach zu kostbar, als sie ohne konkreten Anlaß in ein öffentliches Forum zu pusten. Ich teile die gerne, aber nicht im freien Bereich.

Gruß Sunny
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wgh52
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Beitrag von wgh52 »

OK Sunny,

PN schicke ich Dir gerne, auch mit der Versicherung der Vertraulichkeit der Antwort 8) . Allerdings klang (für mich) Dein Beitrag so, als wären die nötigen Schaltungsmodifikationen für wirkliche Fachleute sowas wie "offensichtlich" und wir sind halt keine...

Danke und Grüße,
Winfried

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wgh52
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Beitrag von wgh52 »

Hallo Sunny,

es hat ein bisschen gedauert, aber Du hast jetzt eine PN von mit :cheers:

Danke schonmal,
Winfried

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multiblitz
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Beitrag von multiblitz »

Hallo,

Ich bin n bissl spät bei der Lt4320 Party angekommen...wie ist denn der letzte Stand der Dinge ?

Sunny schlug ja vor, dass man nach dem Trafo eine dual CM-Drossel mit 3,3 mH / 4A nutzen sollte und ich sehe da noch so einen Filmkondensator, nehme mal an y2...150nF ? 330 nF ?

Hat sich das bewährt bzgl ist hörbar ?

Wie sieht es mit den Kondensatoren am Ausgang aus ? Braucht man wirklich nen 1uF Film (Keramik kommt mir auf keinen Fall ins Netzteil, das klingt gruselig) und nen 10uF mini Elko vor der typischer weisen grossen Elko-Bank, die dann ohnehin kommt ? Ich mag normalweise keine Mischung von Kondensatoren...und hatte auch von Kollgen gehört, die am Ausgang nix weiter machen.

Hat sich ein Mosfet als besonders geeignet herausgestellt ?

Viele Grüsse

Frank
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luebeck
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Beitrag von luebeck »

Hallo Frank,
zu den Kondensatoren mag ich nichts sagen.
Aber als Fets um den LT4320 herum haben sich die IRFI3205, wie in der Schaltung vorgeschlagen, bewährt.
https://www.reichelt.de/mosfet-n-ch-55v ... 6.html?r=1
Schöne Grüße
Günter
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multiblitz
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Beitrag von multiblitz »

Hallo Günter,

Vielen Dank...werd ich mal probieren...hab grad noch n paar https://www.reichelt.de/mosfet-n-ch-100 ... 9.html?r=1 hier...scheinen sehr ähnlich zu sein?

Wpbei ich mich frage, ov der niedrigste Rds auch besten Klang bedeutet oder es nicht ggfs. sogar zu straff wird...im Moment finde ich Mur150 vs. lt4320 zwar weicher, aber auch musikalischer....aber sicher hab ich das noch nicht ausgereizt....

Viele Grüsse

Frank
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multiblitz
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Beitrag von multiblitz »

Kleiner Update:

Ich hab die Quelle für den unnatürlichen Klang gefunden, der SMD 1uF Polyprop von CDE war Gift...es ist erstaunlich, wie sehr klanglich sich beim Lt4320 der richtige Kondensator auswirkt. Hab mal nen Mundorf Silver/gold/oil probiert...war aber auch nix, klang ziemlichdurcheinander, aber ganz anders als der smd cap. Mit nem 10uF Silmic läufts derzeit sehr gut....werde mal an dr Front weiter experimentieren ....Auch ein 18mH/0.1uF vorfilter ist fertig zum einschleifen, um mal Sunny's filter Erfahrungen nachzuvollziehen...dann folgt noch Umstellung auf choke input....
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sunny_time_99
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Beitrag von sunny_time_99 »

Moin zusammen,

also, auch wenn ich mir etwas Forenauszeit nehme wollte, hatte ich gestern 4 PN´s im Spamordner gefunden, scheint also noch ein ganz aktives Thema zu sein.
Ich möchte im Wesentlichen auf Franks Postings eingehen:

Im Grunde ist es ganz einfach: wie das Datenblatt schreibt "a 1μF ceramic and a 10μF minimum electrolytic capacitor must be placed across the OUTP and OUTN pins with the 1µF ceramic placed as close to the LT4320 as possible". Das as close as possible meinen die wirklich ernst. Nimmt man da eine Folie mit langen Zuleitungen, kann man dem nicht gerecht werden - und das ist das, was Du hörst, wenn Du schreibst, mit den Mundorfs hat es nicht gut geklappt. das hat weniger mit der Qualität der Bauteile zu tun - sondern vielmehr durch die richtige Platzierung der Bauteile. Das einfachste und effektivste wäre es, einfach einen 1uF SMD X7R direkt an die Beinchen OutN und OutP zu löten. Was danach kommt, ist dann jedem selbst überlassen. Ein Polymer Elko an der Stelle würde ich aus dem Bauch heraus einstufen, es klingt wie kaputt. Silmic 2 habe ich an der Stelle selbst schon mal gemacht - geht.

18mH ist etwas groß 3-4mH reichen vollkommen. Hintergrund ist CM Noise, das vom vorgeschalteten Trafo produziert wird. Ich versuche - soweit es mir möglich ist - so viele Noisequellen zu minimieren, wie möglich. Als Kondensator für den Netzfilter nehme ich 1-2 Stück X2 Kondensatoren mit 0,1-0,33uF. Bei Verwendung von 2 X2, kommt einer Eingangsseitig auf die Unterseite.

Als Mosfets kommen mehrere Typen in Frage - je nach Spannungserfordernis. 8 mOhm sind ein guter Wert. Es wird nur unnötig teuer, wenn man den noch weiter senken will. Ich selber nutze hauptsächlich die IRF3205.
Das Mischen von Kondensatoren ist ein einfaches Mittel zur Klangsteigerung. Jeder Kondensator (auch unterschiedliche Werte einer Gattung) hat seinen "sweet spot". Daher kann man mit einer gezielten Auswahl oft mehr erreichen. Deine Vorbehalte schränken dich im Endergebnis und im Erkenntniszuwachs nur ein. Es kommt noch hinzu, das es Typen gibt, die erst richtig aufleben, wenn sie ein" ideales" Schaltungsumfeld bekommen. Jahrelang habe ich die Panasonnic FC verteufelt, weil Sie in Vergleichstests klangen, wie toter Fisch. Je besser die Netzteile wurden, desto besser gelang es dem FC seine Vorteile zu zeigen - und die hat er. Heute mische ich lustig Silmic, BG, Muse (auch Bipolar), Mlytic, FC und weitere durcheinander und kann mich über meine vorherigen Klangeindrücke nur noch wundern. Mir fällt immer mehr auf, dass Materialunterschiede immer stärker ins Gewicht fallen, solange noch haufenweise Bottlenecks da sind. Wichtiger ist es, die richtigen Eigenschaften z.B. von Kondensatoren an der richtigen Stelle zu haben.

Viel Spass beim Basteln

Sunny

letzter Stand vom Netzteil aktiver Gleichrichter:
Toroidy Trafo, Mlytic, Nichicon Muse, Silmic 2,PC, LC58xx regler, Hammond-Choke, Miflex Bypass, aktives Filterelement, Innenverkabelung Duelund AWG 16
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wgh52
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Beitrag von wgh52 »

Liebe Freunde der aktiven Gleichrichtung,

leider ging das mit der Forumsgleichrichterplatine mit Klaus' Ausscheiden zwar unter, aber das Thema an sich lebt! ...und sollte das auch!

Vor einigen Monaten bin ich im diyaudio.com Forum auf einen aktuell aktiven Gruppenbestellungsfaden gestoßen, in dem man verschiedene Platinen (allerdings unbestückt) bestellen kann. Es werden auch klar empfohlene Bauteileauswahllisten gepostet. Es gibt SMD basierte und mit bedrahteten Bauelementen bestückbare Platinen (Snubberbauteile sind standardmäßig vorgesehen). Zusätzlich gibt es aktive Netzteilplatinen, also Gleichrichtung inklusive Snubber und Siebung. Also Einiges an Auswahl und die Platinenpreise sind zivil! Ich hab bei einem Gruppenkauf mitgemacht und der lief total einfach und reibungslos! Interessierte sollten sich das mal anschauen.

Übrigens für diejenigen, die sich erinnern: Ich hatte ja eine ganz kompakte aktive Gleichrichterplatine mit zwei SMD DoppelFETs entworfen, um diese in ZeroZone S11 Netzteilen anstatt der Dioden einzusetzen. Diese Platinchen hatte ich damals dann für mich produzieren lassen und Bauteile gekauft, aber dann lag das Projekt brach... Inzwischen habe ich diese Lösung aber aufgebaut und sie funktioniert (mit zwei Dremeleingriffen :roll: :wink: ) - ich baue gerade eine kleine Serie für meine Kleinverbraucher bis wenige -zig Watt damit auf. Für meine Aktivlautsprecher und ggf. andere "Mehrverbraucher" nehme ich dann die oben beschriebenen Gleichrichterbords mit bedrahteten Bauelementen her.

Soweit mein Stand.

Grüße,
Winfried

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Fortepianus
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Beitrag von Fortepianus »

Liebe Aktivgleichrichtergemeinde,

von Anfang an habe ich mich gefragt, warum die hier aufgebauten Aktivgleichrichter alle so zart ausfallen mussten :mrgreen: :

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Das ist einfach auf Lochraster aufgebaut, bei wenigen Exemplaren mach' ich für sowas keine Platine. Die Mosfets sind mit 187A angegeben bei 3,6m0hm Innenwiderstand und 100V Spannungsfestigkeit, das sind sog. NexFETs von TI. Die beiden Gleichrichter füttern jeweils 33.000µF/63V, in meiner zweiten Version 47.000µF/63V. Die Spannung beträgt dann +-45V, der Trafo im Hintergrund hat 2kVA. Das Bild stammt übrigens aus dem Sockel meiner AGM 9.4, auch wenn die Kabel nach oben inzwischen aus UPOCC-Kupfer mit 4mm² ausgeführt sind. In meinen 3.3 ist das inzwischen auch drin, das wollte ich Euch eigentlich beim ausgefallenen Forumstreffen vorführen :cry: . Das ganze füttert dann aber erst die unzähligen Elkos lokal auf den Endstufen.

Viele Grüße
Gert
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wgh52
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Beitrag von wgh52 »

Hallo Gert,

alter „Schlingel“! Hab ich‘s mir doch gedacht! :cheers:

Darf man davon ausgehen, dass auch die OPV Versorgung aktiv gleichgerichtet wird?
Welche subjektiven Eindrücke konntest Du mit aktiver Gleichrichtung gewinnen?

Grüße,
Winfried

PS: Wo hast Du eigentlich die Sekundärwicklungssnubber versteckt? :wink:

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