Spannungsregler +/- für Stromversorgung

Lautsprecherbau und -tuning

Spannungsregler +/- für Stromversorgung

Beitragvon Tinitus » 19.11.2017, 00:07

Hallo,

ich informiere mich gerade bezüglich einer Stromversorgung, die sowohl + als auch - 7 Volt liefert. Ulli hatte den TPS7A4700 empfohlen. Im Netz habe ich den gefunden, der allerdings zur Zeit nicht erhältlich ist:

http://www.ldovr.com/category-s/121.htm

Es gibt auch das da:

http://tekdevice.com/chapter2/index.php ... uct_id=172

Die behaupten, dass trotz Bestückung mit zwei TPS7A4700 je nach Verdrahtung auch eine +/- Versorgung machbar ist. Da fragt sich ein Laie wie ich, warum es den TPS7A3301 überhaupt gibt, liefert der doch einen höheren ripple. Woanders im Netz habe ich gelesen, dass die Verwendung eines für positive Spannungen gedachten Reglers für negative Spannungen grundsätzlicch möglich ist, der Schreiber präzisierte die Aussage aber mit dem Zusatz, dass er schon ganz schön auf den Hund gekommen sein müsste, um das zu tun.

Der da: http://www.ldovr.com/category-s/121.htm scheint mir abgesehen vom für die negative Spannung verwendeten Regler fürbeide Seiten gleich aufgebaut.

Der da http://tekdevice.com/chapter2/index.php ... uct_id=172
vermute ich mal, ist sicher für beide "Seiten" gleich aufgebaut, da ja in beiden Fällen der gleeiche Regler verbaut ist.
Seltsamerweise hat tekdevice auch den TPS7A3301 im Angebot. Da frage ich mich warum die keine TPS7A4700/TPS7A3301 Kombi anbieten. Könnte man auf diesem Board:

http://tekdevice.com/chapter2/index.php ... uct_id=172

einfach einen TPS7A4700 durch einen TPS7A3301 ersetzen und das Board funktionierte?

Wobei dann der Preisunterschied mit dann 89 $ zu 50 $ schon ganz schön üppig wäre.

Gruß

Uwe
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Beitragvon Trinnov » 19.11.2017, 00:51

Hallo Uwe,

ich versuche mal zu helfen.

Einen Negativregler in die Platinenpostion eines Positivreglers einzubauen wird nicht funktionieren.

Ich bin auch kein Freund der symmetrischen Netzteile mit 2x Positivregler, daher meide ich sie.
Das scheint aber mittlerweile der Trend zu sein es mit zwei Positivreglern zu machen.
Man hat dann einmal den Regler ganz normal in der Plusleitung und einmal in der positiven Groundleitung der negativen Spannung.
Eine echte Symmetrie der gemeinsamen Bezugsleitungen (GND) der beiden Spannungen ist nicht mehr gegeben.

An deiner Stelle würde ich hier mal hier schauen, ob der Händler Lagerbestand hat.
Out of stock habe ich jedenfalls nirgends lesen können.
https://www.showmodern.top/tps7a4700tps7wbra3301-ultralownoise-416%CE%BCvrms-dual-polarity-power-supply-p-19683.html

Viele Grüße,
Horst
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Beitragvon Tinitus » 19.11.2017, 12:02

Hallo Horst,

vielen Dank für die kompetente und schnelle Auskunft. Jetzt sehe ich klarer. Besonderen Dank für den Link, den hätte ich noch gar nicht gesehen. Jetzt habe ich genug Infos, um mal mit jemanden zu reden, der das Projekt praktisch für mich umsetzt.

Schönen Sonntag

Gruß

Uwe
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Beitragvon KSTR » 19.11.2017, 12:08

Trinnov hat geschrieben:Ich bin auch kein Freund der symmetrischen Netzteile mit 2x Positivregler, daher meide ich sie. Das scheint aber mittlerweile der Trend zu sein es mit zwei Positivreglern zu machen.
Man hat dann einmal den Regler ganz normal in der Plusleitung und einmal in der positiven Groundleitung der negativen Spannung.
Eine echte Symmetrie der gemeinsamen Bezugsleitungen (GND) der beiden Spannungen ist nicht mehr gegeben.
Sie ist aber auch gar nicht nötig. Betrachtet man eine Versorgung aus Sekundärwicklung, Gleichrichterbrücke, Speicherkondenstator, Spannungsregler, Ausgangskondensator als das was es ist, eine Blackbox mit zwei Anschlüssen, dann wird das schnell klar. Zwei identische solcher Blackboxen aufeinander gestapelt ist der Fall technisch maximaler Gleichheit bzw Symmetrie, auch wenn es optisch nicht so aussieht *innerhalb* der Blackbox, wohl aber vom Ausgang her betrachtet (und nur das zählt).

Es gibt einen minimalen Unterschied in den Parasitics (der kapazitiven Kopplung ans Netz über die Wicklungskapazität) : die durch den Ripple erzeugte zusätzliche Streu-Spannung der Wicklungen, sich auswirkend auf das Potential von Masse ggü"Welt" (=Netz PE, in etwa), ändert sich für beide Wicklungen im Gleichtakt statt im Gegentakt. Da reden wir von ein paar Volt maximal, während das grundsätzliche Potential ja eher 100V oder mehr betragen kann, ziemlich irrelevant für die resultierenden Ausgleichsströme.
Wie immer ist es für diese aber sinnvoll, die Netz-Koppelkapazität nicht unnötig zu schalten durch die Dioden (vor allem wenn sie hoch ist), also braucht jede Sekundärwicklung zB eine Mittelanzapfung, welche an einen seriell gesplitteten Ladekondesator geht, und damit relativ hart an Masse hängt. Es gibt aber noch andere Möglichkeiten dafür, einen nicht-unterbrechenden Pfad für die Ausgleichsströme zu schaffen.
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Beitragvon SolidCore » 19.11.2017, 15:31

Hallo Uwe

Ich würde den ganzen "Firlefanz" gar nicht machen. Es gibt sie doch, die kompletten, guten Netzteile.
Ich würde einen R-Core mit 0-9V + 0-9V 30VA empfehlen. Besser noch den Hersteller anfragen, welche Eingangsspannung fürs Board ideal ist. Darauf achten, das die Primärseite eine mitgewickelte Schutzerde hat,
und bis 1A Strom folgende fertige Platine dazusetzen:
https://www.ebay.de/itm/ULN-PS1-Ultra-L ... 0512380165


Rechnet man 2 TPS-Regler, incl der notwendigen zusätzlichen Beschaltung, Siebung usw, ist das preislich ähnlich.

Dazu ein schickes Gehäuse, nur als Beispiel mal eins:
https://www.ebay.de/itm/DIY-Aluminum-En ... 2477861839
Die gibts auch mit fertig gebohrten Aussparungen für Kaltgeräteanschluss.

Damit bist du schon auf einem sehr hohem Niveau. Der TPS Regler wird dagegen keine Verbesserung darstellen, eher anders herum.

Gruss
Stephan
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Beitragvon Tinitus » 19.11.2017, 22:05

Hallo,

Danke für die zusätzlichen Informationen.

@Klaus
Das werde ich demjenigen, den ich mit der Umsetzung betrauen werde mitteilen. Ich bin mit deinen Ausführungen (bzw. dem Verständis deiner Ausführungen), die anderen Foristen mit mehr Vorbildung als ich sicherlich hilfreich sind, leider überfordert.

@Stephan

Ja fertig ist das Ding schon, ich habe jetzt festgestellt, dass es sich beim TPS... um einen Bausatz handelt. Aber selbst, wenn ich den zusammenlöten lasse, sollte der noch günstiger sein als die 176 Euro, der von dir verlinkten Lösung, auch wenn deine Lösung bezüglich Restwelligkeit und PSRR dem TPS... überlegen ist, fragt sich halt ab wann es gut genug ist. Wobei, wenn ich es richtig verstehe ein PSRR von 55 dB ja einen Ripple von 100 mV auch schon auf ca. 0,2 mV reduziert. Ich hatte verstanden, dass die von horst bzw. mir verlinkte Sache (nennt sich auch power supply) auch wie die von dir verlinkte Sache mit Spannung und Strom versorgt werden müssen. Fehlt da bei der TPS... noch was? Da muss ich mal mit demjenigen, der mir das ganze zusammenbauen soll drüber reden.


Gruß

Uwe
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