Aktivbox mit Breitbänder (Tangband)

Lautsprecherbau und -tuning

Beitragvon Guitarfreak » 12.11.2015, 13:13

Hallo Charles,

den Versuch werde ich vermutlich auf später verschieben müssen, da ich dafür erst nochmal teile bestellen müsste, bzw. evtl. ein ganzes board, da die OPs aufgelötet und nicht gesteckt sind.

@alle

Ich habe jetzt mal ein bisschen hören können und muss sagen es ist gar nicht mal so übel :D
Auf jeden Fall besser als über die eingebauten Lautsprecher im Laptop.

Nee im Ernst, ich weiß zwar, dass das jetzt nicht unbedingt High-Endig ist, erst recht wegen der Übernahme in der Frequenzweiche.
Aber dafür, dass es mein erster selbstgebauter Lautsprecher ist, kann ich zumindest vorerst damit leben (bis entweder mehr Geld oder mehr Know How da ist *g*)

Und es macht Spaß zu hören, habe schon verschiedene Sachen getestet:

Chris Jones - Roadhouses & Automobiles - Sehr schöne Räumlichkeit
Peter Fox - Stadtaffe - Bassgewaltig
Manger CD - Ozone Percussion Group - dynamisches echt interessant
Habe hier auch eine CD (Gültekin Kaan & Divan), die zwar von der Produktion nicht unbedingt High Endig ist, aber ein paar Bass-Passagen hat, bei denen der E-Bass bis 23Hz runter geht - gibt der Speaker ohne zu murren wieder. Auf vielen Anlagen, hört man da nix mehr.

Verschiedene CDs Querbeet zum testen der Alltagstauglichkeit: (Halestorm, Philip Sayce)


Was man definitv sagen kann:
Gut produziert Aufnahmen lösen sich schön von den Boxen, bei weniger gut produzierten bemerkt man schon die geringere Räumlichkeit, allerdings kann man sich die Aufnahmen trotzdem anhören ohne direkt "Ohrenkrebs" zu bekommen.
Dementsprechend auch für Mainstream zu gebrauchen ;)

Achso und man neigt dazu gern mal etwas weiter aufzudrehen - es nervt nicht.

Viele Grüße und vielen Dank für die Unterstützung!!!

Daniel
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Beitragvon O.Mertineit » 12.11.2015, 13:39

Hi Daniel,

das klingt doch bisher recht zufrieden von Deiner Seite, und ich kann mir durchaus vorstellen, daß dieser LS auch in der jetzigen "Ausbauphase" durchaus schon seine Qualitäten hat.

Einen einigermaßen "homogenen" Mittelton (Rundstrahleigenschaften recht gleichmäßig) und ebenso Ausgewogenheit im Mittel-Hochton (eher "rund", kaum "giftige" Bereiche mit Energieüberschuss außer der Achse ...) würde ich dem Teil schon zutrauen.

Hinreichend Pegelfestigkeit und hohe Bandbreite (insbesondere rel. tiefreichender Bass) sind wohl vorhanden bei insgesamt geringen harmonischen Verzerrungen. Schade daß man Online nicht probehören kann.

Es gäbe natürlich einige Konstruktionsmerkmale und Kniffe, mit denen man ein derartiges Konzept mit (nicht zu großem und gut ausgesuchtem ...) Breitbänder und niedriger Übernahmefrequenz auch noch weiter nach vorn hätte bringen können, jedoch lässt sich nicht alles davon "nachträglich hineinfummeln".

Ich würde das beste Ergebnis wohl leicht außerhalb der Achse erwarten, das könnten z.B. so 10 Grad sein, die man "am Hörer vorbei" ausrichtet und z.B. hinter den Hörplatz "zielt". Wie hörst Du momentan ?

Wie sind bei Dir die Seitenwände links u. rechts beschaffen hinsichtlich Abstand zu den LS und Ausstattung im Raum ?

Herrscht einigermaßen Symmetrie links und rechts ?


Guitarfreak hat geschrieben:Achso und man neigt dazu gern mal etwas weiter aufzudrehen - es nervt nicht.


Das ist m.E. schon ein gutes Zeichen "an sich" und das gibt es auch schon nicht mehr "an jeder Ecke" ...

Guitarfreak hat geschrieben:Gut produziert Aufnahmen lösen sich schön von den Boxen, bei weniger gut produzierten bemerkt man schon die geringere Räumlichkeit, allerdings kann man sich die Aufnahmen trotzdem anhören


Wenn das wirklich so hinkommt, dann ist es diesbezüglich (m.E.) so, "wie es sein soll":

Man erkennt "herausragende" Aufnahmen deutlich, aber das "genussvoll hörbare Repertoire" bleibt insgesamt groß.

Diese Märchen von den "analytischen LS" die so ungeheuer toll "Schwächen von Aufnahmen aufdecken können" glaube ich persönlich nicht, weil sie meiner Erfahrung widersprechen. Die meisten der so beschriebenen LS-Kandidaten haben in Wahrheit ernste Probleme "mit sich selbst" und ihrem Eigenklang ...

Ein guter LS, der mit dem Raum, in dem er steht, vernünftig klarkommt, hat grundsätzlich ein großes - im Idealfall unbegrenztes - Repertoire an Aufnahmen, welches genussvoll hörbar sein sollte.

Grüße Oliver
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Beitragvon phase_accurate » 12.11.2015, 13:49

Hallo Daniel

Für den Versuch wäre es nicht nötig, einen grossen Aufwand zu treiben. Ein Draht an den Ausgang des ersten Hochpasses gelötet würde funktionieren. Da diese Filterstufen einen genügend kleinen Ausganswiderstand aufweisen, sollte das gehen. Falls Du ängstlich bist, könntest Du auch einen Widerstand in Serie schalten.

So schlecht ist der Frequenzgang Deiner Box tatsächlich nicht. Aber es ist sicher noch etwas möglich in dieser Beziehung mit etwa gleichem Aufwand.

aber ein paar Bass-Passagen hat, bei denen der E-Bass bis 23Hz runter geht


Kann mich gar nicht daran erinnern, dass ich auf dieser CD spielen soll ! :wink:

Gruss

Charles
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Beitragvon Guitarfreak » 12.11.2015, 14:31

Hallo Charles,

hm, dann werde ich das demnächst mal testen, kann jetzt aber evtl. noch ein paar Tage dauern, bis ich noch mal alles aufschraube ;)

Kann mich gar nicht daran erinnern, dass ich auf dieser CD spielen soll ! :wink:


lol, naja du spielst auf der CD sicher nicht, aber mein alter Chef (Mario Bartone mit seinem 9-Saitigen Bass).
Du bist auch Bassist?

Viele Grüße
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Beitragvon Guitarfreak » 12.11.2015, 14:40

Hallo Oliver,

also falls du mal im Saarland bist, oder daran vorbeikommst, bist du herzlich eingeladen zum Testhören :)

Wie sind bei Dir die Seitenwände links u. rechts beschaffen hinsichtlich Abstand zu den LS und Ausstattung im Raum ?

Herrscht einigermaßen Symmetrie links und rechts ?


Mein Hörraum ist jetzt nicht so ganz optimal, erstmal recht klein (12m2) und eigentlich eher Wohnzimmer.

Also die Lautsprecher stehen gleich weit von der Rückwand weg, allerdings ist neben dem linken Speaker eine Kommode und neben dem Rechten ein Absatz der Wand, dementsprechend zwar ähnlich aber nicht optimal.
Entfernung zum Hörplatz sind knapp 3m, wobei dazwischen noch der Couchtisch steht, so ca 2 m von den Lautsprechern entfernt.

Momentan habe ich die Lautsprecher eingewinkelt auf den Hörplatz, werde aber noch weiter probieren!

Viele Grüße
Daniel
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Beitragvon phase_accurate » 12.11.2015, 16:25

lol, naja du spielst auf der CD sicher nicht, aber mein alter Chef (Mario Bartone mit seinem 9-Saitigen Bass).

Sowas nenne ich fies, der hat ja eine Saite mehr als ich ! :cry: :wink:

Ja ich spiele auch Bass, aber im Moment mehr für den Hausgebrauch. Vier- bis achtsaitig. Derjenige, der so tief hinunter geht ist sozusagen ein Cousin von diesen hier:

http://www.listerudbass.com/Hovedsider/ ... es_ERB.htm:

Gruss

Charles
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Beitragvon Guitarfreak » 12.11.2015, 23:15

Hallo Charles,

coole Sache :)
Jupp, hier ist das Teil mal im Einsatz:
https://www.youtube.com/watch?v=gkP8mRhzkJk

Viele Grüße

Daniel
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Beitragvon Guitarfreak » 02.12.2015, 23:37

So ich habe mir gerade noch mal ein paar Gedanken gemacht, wie ich die Weiche evtl. besser gestalten kann.
Da es analog nicht so einfach ist, immer die Kondensatoren/Widerstände zu tauschen, habe ich das ganze mal in der Software vom Hifiakademie DSP simuliert.

Wenn ich den vom Gehäuse gegebenden ca. 12 db abfall des Breitbänders mit in die Weiche einbeziehen würde, wäre die Simulation optisch am besten (Falls man soetwas überhaupt machen kann/darf)
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Die Trennung wäre bei 180Hz, der Tieftöner wäre mit 24db abgekoppelt und der Breitbänder käme ohne zusätzliche Maßnahmen aus.
Könnte aber ggf. etwas Tief sein, bzw. weiß ich nicht, ob das gut ist für den Breitbänder?

Bei allen anderen getesteten Varianten habe ich Einbrüche im oder kurz nach dem Übernahmebereich, die sich auch durch umpolen der Chassis nicht verhindern lassen - gingelaut SImulation nur mit Delay auf dem Breitbänder?

Vielen Dank und viele Grüße
Daniel
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Beitragvon Koala887 » 03.12.2015, 16:39

Hallo Daniel,
Guitarfreak hat geschrieben:Wenn ich den vom Gehäuse gegebenden ca. 12 db abfall des Breitbänders mit in die Weiche einbeziehen würde, wäre die Simulation optisch am besten (Falls man soetwas überhaupt machen kann/darf)

darf und sollte man in dem Fall tun. Ich würde den Breitbänder aber noch mit 12dB Hochpass und den TT wie gehabt mit 24dB Tiefpass trennen.

Schöne Grüße
Daniel

P.S.: Will man es ganz genau machen, kann man auch noch das Hochpassverhalten des TT mit einbeziehen und im Breitbänderzweig einen Allpass mit der entsprechenden Frequenz einbauen. :wink:
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Beitragvon lukivision » 03.12.2015, 16:49

Hallo Daniel,

auch wenn Du jetzt schon sehr viel Zeit und Mühe in Dein Projekt gesteckt hast - stellt sich Dir nicht die Frage, stattdessen ein ganz normales 2-Wege-Konzept zu realisieren? Das sympathische an Breitbändern ist doch eigentlich, daß sie alleine (quasi Fullrange) arbeiten, oder?

fragt sich nachdenklich

Luki
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Beitragvon Guitarfreak » 03.12.2015, 18:07

Hallo Daniel,

danke für deinen Hinweis.

Ich muss mir das nochmal genau anschauen, aber ich meine gestern war das in der Simulation mit 12db zusätzlich beim Breitbänder irgendwie nicht so dolle - hatte ich nämlich auch daran gedacht.

@Luki,

Also nur Breitbänder/Fullrange bringt mir doch zu wenig Bass muss ich gestehen...
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Beitragvon Guitarfreak » 15.12.2015, 16:32

Bei welcher Entfernung macht es eigentlich Sinn zu messen ob z.B. der Frequenzgang stimmt?
1m oder habe ich dann schon zuviel "Raum" mit drauf?

Viele Grüße
Daniel
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Beitragvon NNEU » 15.12.2015, 17:04

Hallo Daniel,

Ob du bei einem Meter schon zu viel Raum drauf hast kannst du doch ganz einfach überprüfen indem du mal in Nahfeld misst (ca 10cm abstand von der Membran).

Wenn der F-Gang sich unterscheidet hast du zu viel Raum drauf.

Bei mir haben 1m Messungen kaum noch Aussagekraft in besuch auf den Lautsprecher selber.

Um den kompletten F-Gang zu messen (also nicht nur ein Chassis) musst du natürlich auf ein Meter gehen.

Den Bereich unter ca. 250 Hz kannst du dann aber ausser Betracht lassen.


Viele Grüsse,

Noel
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Beitragvon KSTR » 15.12.2015, 17:26

Mit frequenzabhängiger Fensterung (Acourate, HolmImpulse) bekommt man auch weiter weg realistische Ergebnisse, inbes. auch Einfluss der Schallwand. Natürlich blendet sich der Raum immer stärker ein je tiefer man kommt, deshalb Mikro und Chassis/Box in die Raummitte bringen und die Messachse entlang der längsten Raumdimension wählen, und Box und Mikro symmetrisch daran entlang plazieren.

Im Nahfeld (10cm) misst man eher 'irgendwas' und eher etwas nicht besonders relevantes, nur für den Bassbereich brauchbar und uU auch nur gewissen Anpassungen und ggf einigen Tricksereien (bei BR/TML etc).
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Beitragvon Guitarfreak » 15.12.2015, 17:31

hm okay…
Ich stehe jetzt vor folgender Frage.
Im Abstand von 50 cm sieht der Frequenzgang im Übernahmebereich der Chassis ganz gut aus, im Abstand von 1m bricht dieser ein - Welche Messung hat da jetzt mehr Aussagekraft und wäre zu berücksichtigen?
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