Diskrete OPs

Lautsprecherbau und -tuning

Beitragvon O.Mertineit » 20.06.2015, 15:16

OpAmps ...

Nur zur Unterhaltung, nicht um eine konkrete Auffassung - oder einen konkreten OpAmp Typ - zu favorisieren:

https://www.youtube.com/watch?v=bpTv2jAree8

Der Zusammenhang ist hier sicher ein wenig anders, als in HiFi Schaltungen ... trotzdem finde ich die Stories um die einzelnen Chip-Versionen und die Publikumsreaktionen interessant.

Es kommt mir irgendwie bekannt vor ...

Auch daß ein Drummer aus dem Publikum die größten Unterschiede hörte, ist natürlich reiner Zufall.
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Beitragvon Trinnov » 20.06.2015, 18:23

Wenn ich nichts etwas Besseres zu tun hätte, würde ich bei der amüsanten Diskussion hier vielleicht noch etwas mitmachen.
Aber eigentlich habe ich nach der übereinstimmenden Meinung der "aktiven Entwickler" sowieso schon ein Problem, da mein Verstärker "klingt", statt leblos aber technisch perfekt Musiksignale vor sich hin zu verstärken.
Trotzdem mache ich mir keine Sorgen, dass ich nicht so viele Nullen hinter dem Komma bei den technischen Daten erreiche.

Zum Beispiel finde ich es auch gut dass Röhrenverstärker noch "klingen" dürfen und trotz ihrer nicht absolut perfekten techn. Daten gebaut werden.
Denn "richtig" ist für nicht gerade wenige Musikhörer das was gefällt und Emotionen weckt.
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Beitragvon Zwodoppelvier » 20.06.2015, 18:33

Horst,

Du bist nicht allein... :cheers:

Auf der einen Seite bewundere ich, wenn Menschen mit ganz bodenständigem Vorgehen und sehr geradeaus ganz solide Gerätschaften konstruieren. Andererseits freue ich mich, wenn eine Kombination mich richtig toll mitzureissen vermag. Meist sitzt da irgendwo "etwas Röhre" drin... :cheers:
Und eine gute Röhrenvorstufe mit (geregelten) Aktiv-LS - warum nicht?

(Mein nächster Pre wird definitiv einer mit Röhren - da ist bislang kein einziges Halbleiterteil zufriedenstellend gewesen)

Viele Grüße
Eberhard
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Beitragvon O.Mertineit » 20.06.2015, 18:47

Trinnov hat geschrieben:Zum Beispiel finde ich es auch gut dass Röhrenverstärker noch "klingen" dürfen und trotz ihrer nicht absolut perfekten techn. Daten gebaut werden.


@Horst

Röhrenverstärker (auch Röhrenendstufen) sind nicht verboten und dürfen weiterhin verkauft werden.

Es ist aber m.E. so:

Je besser man die angeschlossene Elektroakustik im Griff hat und je "passender" die Lautsprecher-/Raum Interaktion im Sinne einer "zuträglichen Neutralität" wird, desto weniger empfindet man Geräte mit erheblichem "Eigenklang" als Bereicherung.

Zumindest mir geht das so ... und ich bin damit wirklich nicht allein. Nicht alle Hörer kommen in diesem Stadium an, ich kenne jedoch einige.

Für mich sind derartige Komponenten - z.B. Verstärker mit geringem Dämpfungsfaktor oder auch hohem K2 - eher Effektgeräte, die das für mich genussvoll hörbare Repertoire eher verkleinern als vergrößern, wenn sie ihren jeweiligen "Effekt" - sie beherrschen ja meist nur einen einzigen - ständig "ungefragt in die Wiedergabekette drücken".

Neutrale Verstärker oder resonanzarme Lautsprecher mit (zum Raum) passendem Rundstrahlverhalten klingen ja nicht "freudlos", weil eine "schlackefrei", "impulsauber" und "ausgewogen" spielende Anlage auch alles andere als "freudlos" klingt: Man kann damit sehr unmittelbar Musik hören und genießen.

Wer lieber "eine Anlage" hören möchte als die Musik, der benötigt anderes Equipment ..

Grüße Oliver
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Beitragvon Zwodoppelvier » 20.06.2015, 21:06

Hallo Oliver,

das ist teilweise zwar OT, aber eine kleine Bemerkung doch noch:
wenn ein (Röhren-)gerät einen starken Eigenklang mitbringt, ist es sicher kein adäquater Spielpartner innerhalb einer richtig guten Allround-Kette - hierin stimme ich voll zu.

Meine Erfahrungen sind aber andere: da findet man z.B. eine Vorstufe, die zwar nicht ganz diese Minimalklirrwerte von 0,00X % und Störabstände von < -80dB erreicht wie moderne Halbleiterschaltungen - aber klanglich trotzdem vorn liegt. Erklärung hierfür ??? :?

Mir fällt schwer zu glauben, daß alle Highend-Röhrenhörer auf euphonischen Klirr hereinfallen. Spätestens wenn mal komplexe Werke, z.B. von großem Orchester gespielt, wiedergegeben werden sollen, trennt sich die Spreu.
Diese Diskussion ist indessen uralt und wird wahrscheinlich nie abgeschlossen sein.

Viele Grüße
Eberhard
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Beitragvon KSTR » 21.06.2015, 11:15

Trinnov hat geschrieben:Aber eigentlich habe ich nach der übereinstimmenden Meinung der "aktiven Entwickler" sowieso schon ein Problem, da mein Verstärker "klingt", statt leblos aber technisch perfekt Musiksignale vor sich hin zu verstärken.
Nein, hast du nicht weil (wie du ja selbst geschrieben hast) :
Denn "richtig" ist für nicht gerade wenige Musikhörer das was gefällt und Emotionen weckt.
Es geht um den Unterschied zwischen richtig und "richtig".
Wie gesagt, ich praktiziere für meinen privaten Hörgenuss auch die letztere Variante in durchaus heftigem Maße (ich manipuliere das Quellsignal sogar vergleichweise extrem). Und es ist legitim, nicht zuletzt deshalb weil der Toningenieur zu 99.9% auch macht/nimmt was "klingt", und nicht was richtig wäre.
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Beitragvon Hans-Martin » 21.06.2015, 15:20

Hallo Rainer,
die Klangfärbung könnte auch ein Mikrofonieeffekt sein.
Wenn man auf ein Kabel klopft, kann man am Oszilloskop einen Puls mit Nachschwinger im Bereich 1500Hz sehen, im Bereich mV. Druck auf das Kabel verringert den Abstand der Leiter, erhöht die Kapazität, bei gleicher Ladungsmenge sinkt dann die Spannung.
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aus unserem Kabelthread: http://www.aktives-hoeren.de/viewtopic.php?p=43782#p43782
punktuelle Verdichtung zieht Elektronen (negativ) hierher, am Kabelende entsteht ein positiver Puls.
Auch Verunreinigungen können im Spiel sein (Piezoeffekt).

Eigentlich gehört der äußere Schirm beim Vorverstärker aufgelegt, wo der zentrale Erdungspunkt ist.
Ben Duncan hat einen laufrichtungsabhängigen Unterschied beim HF-Rauschen gemessen.
Robert Harley (http://www.stereophile.com) hat laufrichtungsabhängige Jitterunterschiede bei Digitalkabeln gemessen.Der Laufrichtungsunterschied ist also messbar, liegt im HF-Bereich und ist oft auch hörbar, warum auch immer.

Das Sommer Gallileo 238 hat 2 voneinander isolierte Abschirmungen über 2 verdrillten Innenleitern. Baut man ein quasi-symmetrisches Kabel mit RCA/Cinch-Steckern, kann man den inneren Schirm bei der Quelle, den äußeren Schirm beim Vorverstärker auflegen. Die Masseleitung liegt mit dem Signalleiter gleichberechtigt unter beiden Schirmen. Das klingt besser als würde der äußere Schirm bei der Quelle aufgelegt, der innere am VV.

Bei meinen Experimenten mit anderen quasisymmetrischen Kabeln hatte ich den Eindruck, dass auch der Schirm und dessen Laufrichtung das Kabel in der Laufrichtung prägen können. Konkret: Schirm jeweils am VV aufgelegt, aber Signalfluss von VV zu Endstufen in anderer Orientierung als von Quelle zu VV.
Teilweise waren die hörbaren Unterschiede recht deutlich. Und wenn man den Unterschied nicht hören kann, kann er einem auch egal sein.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon KSTR » 21.06.2015, 15:56

Hans-Martin hat geschrieben:Das Sommer Gallileo 238 hat 2 voneinander isolierte Abschirmungen über 2 verdrillten Innenleitern. Baut man ein quasi-symmetrisches Kabel mit RCA/Cinch-Steckern, kann man den inneren Schirm bei der Quelle, den äußeren Schirm beim Vorverstärker auflegen. Die Masseleitung liegt mit dem Signalleiter gleichberechtigt unter beiden Schirmen. Das klingt besser als würde der äußere Schirm bei der Quelle aufgelegt, der innere am VV.
Mäßig gute Idee. Je "härter" man die Massen mehrerer Geräte verbindet, desto besser (ohne dabei Schleifen zu bilden, natürlich!) ... ergo: die Schirme dafür nutzen und beidseitig anschließen.

Dieser Betrag und der von HM wird bestimmt gleich wieder in den unsichtbaren Bereich verschoben werden, Gott machts möglich (als ob jemand etwas, oder auch mehr, Offtopic stören wurde... aber nein, lieber vernichtet man nützliche Informationen... diese Forum wird mir immer mehr zu "typisch deutsch", und leider im schlechten Sinne des Wortes...).
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Beitragvon phase_accurate » 22.06.2015, 13:30

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