Dämmung und Dämpfung

Lautsprecherbau und -tuning

Beitragvon Raal » 14.08.2013, 11:13

Hallo Charles,

in der Tiefe sind es gut 14cm Luft, in der Breite sind wir bis auf den Innendurchmesser (186mm) heran gegangen.
Aktuell lassen wir ein Polyestervlies mit progressiven Aufbau herstellen.

Viele Grüße
Andreas
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Beitragvon phase_accurate » 14.08.2013, 11:42

"...lassen herstellen .." tönt schon irgendwie nach Serienfertigung ?!?

Gruss

Charles
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phase_accurate
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Beitragvon Raal » 14.08.2013, 11:53

Hallo Charles,

eine Serienfertigung wird sich davon sicherlich nicht lohnen, da das Interesse doch eher gering ist.

Da ich nach Preisen gefragt wurde.

Polyesterflies 20 mm Dicke
CARUSO-ISO-BOND WLG 045 (15 kg/m³ - 3 kPa*s/m²) 2,50 €/m² + MWSt.
CARUSO-ISO-BOND WLG 040 (20 kg/m³ - 5 kPa*s/m²) 3,30 €/m² + MWSt.
CARUSO-ISO-BOND WLG 035 (40 kg/m³ - 11 kPa*s/m²) 6,60 €/m² + MWSt.
CARUSO-ISO-BOND RG 60 (60 kg/m³ - 17 kPa*s/m²) 9,90 €/m² + MWSt.

Schwerfolie 2,9 mm Dicke
Schwerfolie auf Polyethylenvinylacetat (EVA)-Basis (2.000 kg/m³) 63,30 €/m² + MWSt.

Die Schwerfolie wird dem Namen also gerecht.

Viele Grüße
Andreas
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Beitragvon Salvador » 19.02.2014, 22:40

Hallo Andreas,

kannst Du die Bezugsquelle für die Schwerfolie nennen, ggf. auch einen link oder ein Bild einstellen?
Ist es die Steinbach M1721 in 2,9 mm?
Danke,
Andi
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Beitragvon Raal » 19.02.2014, 22:54

Hallo Andi,

ja ist sie. Beste Schwerfolie am Markt und hat daher leider auch seinen Preis. Allerdings ist am günstigsten wenn du was brauchst das du mir eine PM schreibst. Beziehe die Schwerfolie inzwischen Palettenweise.

http://www.steinbach-tech.de/industrial ... m-1721.pdf

Viele Grüsse
Andreas
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Beitragvon Salvador » 19.02.2014, 22:55

Ok, vielen Dank!
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Schallabsorption im Lautsprechergehäuse

Beitragvon aston456 » 15.03.2014, 10:43

Hallo,
ich denke, daß dieser Link hier am besten aufgehoben ist:
Schallabsorption im Lautsprechergehäuse
Hochinteressant und informativ, wie ich finde.

Gruß,
Kai
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Beitragvon Zwodoppelvier » 15.03.2014, 11:05

Hallo Kai,

sehr interessant - vielen Dank für den Link !

Habe das btw gleich im OEF eingestellt, weil ja dort einige Leute ihre Tannoy zu bearbeiten sich anschicken...

Gruß Eberhard
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Beitragvon ZZTop » 02.06.2015, 21:47

Vielleicht kann und will mir hier jemand etwas helfen.
Ich suche geeignetes Material und Bezugsquelle.

Ich bin dabei meine Klipsch RP-280 mit Hilfe von Acourate zu aktivieren.
Der Tiefton soll, wie beim Original, erstmal bis 1750 Hz laufen.
Um Reflexionen im Mittelton Bereich zu minimieren möchte ich den Korb bedämpfen. Ausser den breiten Stegen hat er zwei noch heftigere Reflexionsquellen. Siehe Bild

Bild

Ich habe soetwas schon einmal bei einer Adam A5X gemacht. Mit erstaunlichem Erfolg bezüglich Sauberkeit und Räumlichkeit. Damals hatte ich Zugriff zu schweren, selbstklebenden Moosgummimatten. Heute leider nicht mehr.
Mein erster Gedanke war Selbstklebende Filzmatten aus dem Baumarkt. Da ist aber die Oberfläche zu hart was zu strarker Reflexion im Mittelton-Bereich führt. In den diversen Baumärkten finde ich nur relativ leichtes Dichtband mit max. 4mm. ich könnte bis 12mm Materialstärke gehen.
Kann mir jemand einen Tip geben welches Material sich am besten eignet? Sollte über Internet bestellbar sein, da ich hier in Leipzig keine Spezialläden finde.

greetz
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Beitragvon Hans-Martin » 02.06.2015, 22:30

Hallo Uwe
1750Hz entspricht etwa 20cm Wellenlänge. Was kann da ein Steg mit 30mm oder nur 12mm Breite reflektieren?
Luftschall wird wohl kaum nennenswert zu bedämpfen sein, weil die vermeintlichen Hindernisse zur Beugung tendieren.
Wenn Antriebskräfte Magnet/Membran den Korb belasten, kann ich mir durch Dämpfung der Bleche Beruhigung vorstellen. Am besten mit einer Verlagerung zu hohen Frequenzen hin, die nicht mehr dank Frequenzweiche angeregt werden, also Stahlschienen mit 2-Komponentenkleber aufbringen. Es gibt Hersteller, die Ihre Magneten mit Dämpfung bekleben, mit Antiresonatoren oder Gummikappen oder Greytack.

Kantenturbulenzen kann man "entschärfen", indem Halbzylinder oder Quader aus Schaum oder Filz auf einer Seite aufgeklebt werden, bei Bassreflexrohren funktioniert das auch, und da ist der Druck viel größer...
Da gibt es sicher viele Meinungen, das Feld ist weit.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon Zwodoppelvier » 02.06.2015, 22:34

Hallo Uwe,

die Firma MANGER hatte für ihre DIY-Projekte so etwas im Angebot - 10mm selbstklebende Filzmatten, die auch recht weich und "fluffig" waren (habe irgendwo noch einen winzigen Fitzel). So etwas müßte auch in den einschlägigen Lautsprechershops zu bekommen sein (Strassacker, Hifisound,...).
Zur Not einfach bei MANGER anfragen, welches Produkt sie eingesetzt haben bzw. noch einsetzen.

Viele Grüße
Eberhard

P.S.: die Hinweise von Hans-Martin sind sicher beachtenswert! Stelle aber meine Antwort trotzdem noch ein - evtl. ist sie irgendwie/-wann doch noch von Nutzen.
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Beitragvon ZZTop » 03.06.2015, 00:41

@ Hans Martin
danke erstmal für die promte Info. Toll dass hier jemand echt Ahnung hat!
Wenn ich dich richtig verstehe reflektieren weder die Stege noch die Flansche den Schall wieder in Richtung Membrane. Können also auch nicht zu Verfälschungen im Hörraum führen.
Dann muss der Effekt bei der kleinen Adam A5X wohl dadurch entstanden sein, dass ich auch das Gehäuse innen beklebt hatte???

Zum Aufkleben von Stahlschienen: Gibt es da Erfahrungswerte ob ein 20cm Chassis überhaupt in einen Bereich und Intensität mitschwingt der als Verfälschung hörbar wird?

Vielleicht ist es dann besser das Gehäuse innen stärker zu dämpfen? Es ist voller Verstärkungen und Verstrebungen und hat nur eine sehr leichte 30mm Polyesterwatte als Dämpfung.

Bild

dafür so etwas?
Schwerschaum, 6 Platten (1m²), MDM-30
oder besser so etwas?
Bitumen-Schwerfolie, 6 Platten (1m²), ca. 5kg/m², MDM-830
hier:
http://www.lautsprechershop.de/index_google_de.htm
was bringt mir für die Absorbtion der Innenreflexionen 300-1750Hz mehr?

Oder einfach mit Glas/Steinwolle auffüllen?
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Beitragvon Hans-Martin » 03.06.2015, 01:39

Bassreflexboxen darf man nicht beliebig stopfen, schon gar nicht mit lungengängiger Glaswolle.
*****
Karl-Heinz Fink hat bei den ALR Note LS einen Steg im Gehäuse mit dem TT-Magnet über Greytack (klebende, dämpfende Knete) verkoppelt. Auf alten Naim-Chassis und Gehäusewänden findet man schwere Metallblöcke auf Gummi als Resonator (später, bei den BMR-Chassis der Ovator Serie, hat das Gewicht aber eine andere Aufgabe, da hat KHF auch die Hand im Spiel, vorher nicht).
Hohe Frequenzen sind leichter zu dämpfen, außerdem sind sie schneller vorbei, also weniger hörbar, wenn die Schwingung z.B. nach 7 Zyklen abgeklungen ist.
Eine Eigenschaft von Dämpfung ist, dass sie die Resonanzfrequenz etwas nach unten verlagert (die Zahl der Schwingungen pro Sekunde reduziert).

Grüße Hans-Martin
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Beitragvon ZZTop » 11.06.2015, 19:24

ich habe jetzt jeweils ein Badetuch aus schwerem Frotee hinter den Chassis eingeklemmt. 4-fach gefaltet.
Die mitten sind nun hörbar sauberer, allerdings könnte es sein dass der Bass 1db abgefallen ist. Was solls :cheers:
hat gut funktioniert!

greetz
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