Alternative zu Alps Poti für Volume (Pass B1 Buffer)?

Lautsprecherbau und -tuning

Alternative zu Alps Poti für Volume (Pass B1 Buffer)?

Beitragvon Guitarfreak » 01.01.2019, 18:39

Hallo,

Erstmal ein frohes neues Jahr in die Runde.
Leider war ich die letzten zwei Jahre eher weniger im Forum unterwegs, zum Glück habe ich mittlerweile wieder etwas mehr Zeit :)

Es geht um folgendes:
Für ein Diy Projekt für eine Passive Vorstufe basierend auf dem Nelson Bass B1 Buffer https://diyaudiostore.com/collections/printed-circuit-boards/products/mezmerize-b1-buffer
Suche ich eine hochwertige Alternative zu dem blauen Alps Poti, was standardmäßig verbaut wird.
Der Bauvorschlag sagt Albs RK27 logarithmisch mit 20 kOhm.

Das Poti an sich ist ja, in vielen Anwendungen Standard - ich würde aber gerne mit etwas regeln, was ggf. ein bisschen besser ist.

Hat da evtl. jemand Erfahrung, bzw. Einen Tipp für mich?

Was ist denn im Prinzip von soetwas zu halten?
https://www.audiophonics.fr/en/preamp-module/passive-audio-ladder-volume-control-module-bit-256-levels-by-logic-door-p-11662.html
Vielen Dank und viele Grüße

Daniel
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Beitragvon Guitarfreak » 04.01.2019, 10:46

Ich habe mich inzwischen für folgende Variante entschieden:

http://electronics.dantimax.dk/Kits/Con ... index.html
Ein Volume Control Board und ein Relais Ausgangsboard mit 64 Stufen:
http://electronics.dantimax.dk/Kits/Sel ... index.html
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Beitragvon SolidCore » 04.01.2019, 12:04

Hallo Daniel

Den gleichen Gedankengang hatte ich ebenfalls. Man findet im Internet kaum Informationen, was Poti-Klang angeht. Inzwischen fand ich heraus, das sie in der Tat etwas unterschiedlich klingen, und das Thema Kanalgleichheit vom Poti mitbestimmt wird.
Einen guten Kompromiss zwischen deiner Lösung, und einem konventionellen Poti finde ich eine Mischung daraus, was keinen Platz benötigt, kurze Signalwege hat, und lediglich mit 6V versorgt werden will.
Leider nicht Fernsteuerbar.

https://www.ebay.de/itm/New-VISHAY-SMD- ... 2867472431

Gruss
Stephan
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Beitragvon Mister Cool » 04.01.2019, 14:22

Guitarfreak hat geschrieben:Ich habe mich inzwischen für folgende Variante entschieden:

Ein Volume Control Board und ein Relais Ausgangsboard mit 64 Stufen


Hier gibt es z.B. 256 Stufen

https://www.ebay.de/itm/Passive-Pre-Amp ... 2842441799

Google nach Stpped Attenuator Passive, da gibt es hunderte Lösungen!

Grüssse,
Alwin
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Beitragvon Hans-Martin » 04.01.2019, 23:57

Guitarfreak hat geschrieben:Für ein Diy Projekt für eine Passive Vorstufe basierend auf dem Nelson Bass B1 Buffer
Hallo Daniel,
Nelson Bass B1 Buffer ist ein netter Tippfehler?
Eine passive Vorstufe ist es nicht, mit den impedanzwandelnden FETs im Signalweg und der netzbezogenen Stromversorgung.

ich meine, es war einst stereoplay, dort hat man einst verschiedene Poti-Alternativen verglichen, darunter auch widerstandsbestückte Drehschalter ("Ladder-Type").
Am besten kam (nach Gedächtnis) ein Noble Potentiometer weg.

Mit Relaisschaltung haben sich schon manche Hersteller die Zähne ausgebissen, innerhalb der Garantiezeit mussten Leiterplatten getauscht werden, auf denen andere Relais montiert waren. Langfristige Zuverlässigkeit ist auch ein Qualitätsargument, und Relaiskontakte, die auf große Ströme ausgelegt sind, haben nicht zwangsläufig auch gutes Kleinsignalverhalten (2V an mir unbekannten Widerständen, der Eingangswiderstand des FETs und der Gatewiderstand sind es nicht, die wären dagegen sehr hochohmig).

Relais sind mikrofonieempfindlich, das könnte auch einer der Gründe sein, weshalb die Naim Vorverstärker mit Relaissteuerung ein separates Netzteil bekommen können und bei Batteriebetrieb noch einmal besser klingen. Eine kapazitive/induktive oder Vibrations-Kopplung zwischen Erregerspule und stromdurchflossenen Kontakten spielt vielleicht auch eine Rolle.
Die Idee, mittels Binärkodierschalter Spannungsteiler per Relais auszuwählen, hatte ich auch schon, aber aus oben genannten Gründen verworfen.

Es gibt bei ebay auch vielpolige Stufenschalter, bereits mit SMD-Widerständen (Ladder-type) bestückt. Ich habe etwa 30 Euro dafür bezahlt, liegt aber noch in der Schublade, deshalb keine Aussage.
Stufenschalter mit 24 Schritten sind schon schwer zu finden, die gängigen mit 12 Stufen reichen nicht.

Nelson Pass ist bekannt für seine minimalistischen Schaltungen, allerdings sind die 1 kOhm Widerstände im Ausgang der ersten Generation nicht gerade das, was man bei einem Vorverstärker sehen möchte. Es empfiehlt sich, die Leitung zum Endverstärker kurz oder besonders kapazitätsarm zu halten, was bei AktivLS keine einfache Aufgabe ist. Die 2. Version hat einen deutlich niedrigeren Ausgangswiderstand.
Das Netzteil (Trafo , Gleichrichter, 18V Regler) würde ich auslagern, die internen Kabelwege kurz halten (es gibt Achsverlängerungen). Die ersten 3 Bilder der Seite https://orronoco.blogspot.com/2014/10/building-and-testing-b1-buffer-pre.html finde ich sympathisch, die nachfolgenden weniger. Der Artikel bezieht sich allerdings auf die erste Generation und bestimmte Elemente (Minimalismus) spiegeln in der Machart Nelson Pass' Grundgedanken wieder, Straight&Simple.
Mit einer fernbedienbar-prozessorgesteuerten Multi-Relaisschaltung von Abschwächern könnte ich diesen Gedanken nicht fortsetzen, andererseits ist das Kaskadieren von Widerstandsabschwächern keine großartige geistige Leistung, hingegen die Minimierung schon.
Mich hat bisher die passive Vorstufe Passion von Audio Synthesis, basierend auf Ben Duncans Ideen, bei der Eingangswahl auch noch die Signalmasse unbenutzter Quellen zu unterbrechen, und zwischen Eingangswahlschalter und Ausgangsbuchse nur einen 3kOhm Widerstand allerbester Qualität zu löten, den (Make before Break) Drehschalter nur jeweils den erforderlichen Widerstand nach Masse zu schalten. Im Sinne von Nelsons Minimalismus zugunsten der Qualität wäre das ein geeignetes Konzept für die dazu passende Lautstärkeregelung auf Augenhöhe...
Grüße
Hans-Martin

P.S.:
der Grund für meine späte Antwort ist ein vor dem Absenden abgestürzter Firefox, wo ich in der irren Menge offener Tabs Mühe hatte, meinen bereits geschriebene Text wiederzufinden.
Ich bin ein Freund guter Kabel, kein Freund großflächiger Leiterplatten, schon gar nicht, wenn darauf mikrofonieempfindliche Bauteile montiert sind.

Und wenn Widerstände am Magneten kleben, weiß man, dass sie nicht frei von Hysterese sein werden, also klirrverdächtig. Immerhin kann man solche Schaltungen regelmäßig entmagnetisieren, manchmal ist das sehr lohnenswert.
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Beitragvon Guitarfreak » 05.01.2019, 16:55

Hans-Martin hat geschrieben:
Guitarfreak hat geschrieben:Für ein Diy Projekt für eine Passive Vorstufe basierend auf dem Nelson Bass B1 Buffer
Hallo Daniel,
Nelson Bass B1 Buffer ist ein netter Tippfehler?
Eine passive Vorstufe ist es nicht, mit den impedanzwandelnden FETs im Signalweg und der netzbezogenen Stromversorgung.


Hallo Hans-Martin,
Danke für deine Ausführungen.
Du hast natürlich recht, direkt zwei Fehler im ersten Satz :D
Ich wollte auch eigentlich „analoge Vorstufe“ schreiben...

Die Nachteile Relais-basierter Schaltungen waren mir nicht so bewusst.
Ich war eigentlich auf der Suche nach einer vernüftigen und auch dauerhaften Lautstärkeregelung :(

Es ist echt gar nicht so einfach für mich als Laien, da jetzt die richtige Variante auszuwählen.
Zumal es auch für mich auch umsetzbar sein muss. Ich kann zwar ganz gut löten kann, meine Elektronikkenntnisse aber sehr übersichtlich sind.

Ursprünglich wollte ich einen Regelung z.B. mit einem Pga2310 verwenden, hatte da aber auch sehr gemischte Erfahrungswerte gehört.

Ich hatte gestern noch etwas gefunden und zwar hat Nelson Pass in einem seiner Vorverstärker eine Lautstärkeregelung über einen Muses Chip realisiert, was wohl auch eine sehr hochwertige Variante sein soll.
Das ganze gäbe es z.B. hier:
http://www.academyaudio.com/product-pag ... trol-board

Da bin ich jetzt echt noch am überlegen....

Viele Grüße
Daniel
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Beitragvon meldano » 05.01.2019, 17:04

Ich setze erfolgreich so etwas ein

https://www.diyaudio.com/forums/swap-me ... olume.html

Alleine vom Comfort (optionales Display, fernbedienbar usw.) jedem normalen Poti überlegen.
Hinzu kommen Vorteile wie der gute Gleichlauf, feine Abstufung, problemlos für mehrere Kanäle / symmetrisch etc. zu Erweitern.

Wer vom SMD Löten nicht zurück schreckt, kann sich gerne bei mir melden.
Ein paar Platinen plus Controller habe ich noch ;)

Gruß
Daniel
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Beitragvon Guitarfreak » 05.01.2019, 17:10

Die Variante hatte mich auch interessiert, es scheitert aber hier am SMD löten :/
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Beitragvon meldano » 20.01.2019, 16:13

Ist aber relativ einfach machbar. Jeder der Löten kann (und entsprechendes Werkzeug hat), ist auch in der Lage nach einem YouTube Video den Muses zu löten!
Ich hatte mal ein paar Platinen vom Bestücker aufbauen lassen. Das ist bei geringen Stückzahlen finanziell hinterher nicht zu rechtfertigen - leider...
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