Varianten von Netzanschlüssen

Lautsprecherbau und -tuning

Beitragvon SolidCore » 12.12.2018, 15:21

Hallo Hans-Martin

Deine erwähnten Stromkabel habe ich schon vor Jahren verkauft, von daher fällt mir der Vergleich schwer.
Aufgrund des Nachbarsforum hatte ich letzte Woche nochmal mit einigen Bekannten das Eupen3G1 1² gegen andere verglichen. Ein Ölflex unterlag gehörig, das Eupen 2,5² war uns "zu" müde. Ein 5x 1,5 Lapp gefiel ebenfalls nicht. In diesem Vergleich war das 3G1 noch das beste. Für 9,- Meterpreis war es wirklich kein schlechtes. Versilberte Stecker mochte es nicht, sie zeigten einfach zu stark den billigen, verzinnten Kupfer klanglich auf. Die normalen Messingstecker vertuschen das ganz gut. Mit dem fehlendem Tiefbass hast du Recht, weiss aber aus Erfahrung, das fällt den wenigsten auf, weil der Oberbass knackig wirkt. Ebenso die obersten höhen, die ein Klavier im Raum nachhallen lassen, sind unterbelichtet. Dafür wirkt der Präsenzbereich durch die Litzen schön frisch. Letztendlich hilft wie immer ein Hörtest an der eigenen Anlage. Alles subjektiv in meinen Ohren, ohne Anspruch darauf, ob es jemand nachvollziehen kann.

Zu Haralds letztem Beitrag: Ich würde vor dem Tausch prüfen, ob du durch die geplanten Schaltnetzteile keinen klanglichen Rückschritt erreichst.

Gruss
Stephan
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Beitragvon Thor_7 » 12.12.2018, 15:36

Hallo in die Runde,

auf der anderen Seite sollte berücksichtigt werden, dass ein Schaltnetzteil nicht immer schlecht ist.
Schaut man in das Produktportfolio von Funk, so sind dort zahlreiche Schaltnetzteile zu finden, die Daten aufweisen von denen einige Netzteile nur "träumen" können.
Auch ist der Aufbau seiner Netzteile sehr komplex (Filterung etc.) ggü. vielen DIY-linear Netzteilen.

Ich habe schon mehrfach seine Netzteile gehört und ein S11 hat es deutlich hinter sich gelassen (Dante-Versorgung).

Gruß
Thorben
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Beitragvon bvk » 12.12.2018, 18:04

Na klar, ein riesiges Feld mit tausenderlei gegenseitigen Abhängigkeiten. Jedenfalls kaum in den Griff zu bekommen in der Welt der Rechner, Streamer, Switches und Router, die ihrerseits wieder Wechselwirkungen induzieren und eigene Fehler machen. Schon aus Effizienz und Komfortgründen kann man auf SNTs nicht verzichten. Selbst wenn sie in der eigenen Anlage zu verbannen wären, so gibt es noch welche beim Nachbarn, beim Kühlschrank, bei der Hausautomation den Fernsehern, Settopboxen und viele viele mehr.

Vielleicht ist da ein Ansatz wie in ifi macht hilfreich. Die behaupten ja die Störungen gegenphasig zu eliminieren, wenn’s denn stimmt wäre das eine Option.
Ansonsten hilft es die eindeutig schlechten zu eliminieren und durch bessere zu ersetzen. Schon wenn sie optisch und in der Bauqualität ordentlich daherkommen, klingen sie auch besser, Psycho eben. Aus Kosten und Qualitätsüberlegungen schaue ich da zuerst einmal keinesfalls im sog. HiFi oder Highendbereich, sondern bei den Industrieprodukten oder Studioausrüstern. Dort sind SNTs in nahezu jeder Qualitätskategorie verfügbar und Restwelligkeiten und sonstige Störungen sind in der Regel dokumentiert.
Harald hat ja soeben ein Beispiel genannt.
Grüße, Bernd
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Beitragvon Fujak » 12.12.2018, 18:28

Hallo Harald,

zwei Einwände hätte ich dazu:

1. die in den technischen Daten angegebene Restwelligkeit von max. 50mVpp ist aus audiophiler Sicht viel zu hoch. Zum Vergleich: Gute Gleichstromausgänge liegen max. im einstelligen µV-Bereich und darunter. Da müsste man also mit geeigneten nachgeschalteten Linearreglern arbeiten, um noch etwas audiophiles daraus zu machen.
2. Das Oberwellenspektrum eines solchen SNT-Gleichstroms ist eine nicht zu unterschätzende Störkomponente, die gerade im schwingungskritischen D/A-Bereich sein Unwesen treibt - Stichwort Phasenrauschen/Jitter.

Grüße
Fujak
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Beitragvon HaraldP » 12.12.2018, 18:44

Hallo zusammen,

vielen Dank schon mal für euren Input zu meinem Plan.

In meinem vorigen Beitrag habe ich meine Idee leider nicht klar beschrieben. Ich will das vermeintlich bessere SNT nur für die Verbraucher nutzen, die mit der AV-Anlage 'nichts' zu tun haben. Ich erhoffe mir so u.a. weniger Rückwirkungen auf das Netz, als mit den vielen Billig-SNTs. Der Einfluss auf die Audio-Anlage sollte ehr positiv sein. Die AV-Komponenten sollen davon unabhängig versorgt werden, möglicherweise mit guten linearen Netzteilen.

Grüße
Harald
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Beitragvon Hans-Martin » 13.12.2018, 01:29

Hallo Harald,
mein aktueller Kühlschrank hat völlig unerwarteter Weise eine dem Schaltnetzteil ähnliche Elektronik, welche den Kompressor steuert. Kein Wunder, dass der konventionelle Thermofühler-Schaltkontakt dem Anlaufstrom nicht gewachsen war und ich diesen mit Relaissteuerung entlasten musste. Wer denkt denn an sowas und schützt einen vor solcher Elektronik?
Liest oder sieht man Berichte über moderne Haushaltsgeräte, deren Software aus der Ferne missbräuchlich gehackt werden kann, schwant einem, dass hier Elektronik ein unerwartetes Eigenleben führen kann, aber mit digitaler Signalbearbeitung auch Störkomponenten ins Netz gibt.

Die aktuell üblichen energiesparenden LED Lampen geben ein gutes Stroboskop zur Plattenspielerdrehzahleinstellung ab. LEDs haben keine lineare Kennlinie, Leuchtstoffröhren auch nicht, und von Phasenanschnittssteuerungen (Dimmer) ganz zu schweigen.
Wenn ein SNT den Netzelko mit 75kHz getaktet entlädt, müsste das Netzfilter diese Frequenz vom Netz fernhalten, denn die Zeitspanne der Gleichrichterdurchschaltung ist während der Elko-Ladung viel zu lang, um zu verhindern, dass die viel höherfrequente Taktung der Entladung zum Verbraucher hin durchschllagen kann.
Grüße
Hans-Martin
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Beitragvon uli.brueggemann » 13.12.2018, 09:59

Es scheint aber auch audiophile SNTs zu geben, siehe einen Ansatz beim SilentSwitcher von Jan Didden. Und der ist ja als Herausgeber von Linear Audio sicherlich für audiophile Schaltungen bekannt (siehe z.B. seine anderen Projekte auf der Webseite).
Wenn man beim SilentSwitcher weiter runterscrollt findet man auch Angaben zum Output Noise.

Grüsse
Uli

PS: der SilentSwitcher ist allerdings ein DC-DC-Wandler. Wenn man davor also wiederum ein SNT verwendet, muss man natürlich dessen Eigenschaften mitbetrachten.
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Beitragvon taggart » 13.12.2018, 12:32

Hallo zusammen,

John Svenson hat im CA-Forum schon vor längerer Zeit seine Sicht auf Schaltnetzteile beschrieben:
https://www.computeraudiophile.com/foru ... grounding/

Gruß, Christoph
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Beitragvon Tinitus » 13.12.2018, 13:01

Hallo,

sehe gerade das der silent switcher MK II ein Fortschritt gegenüber der ersten Version ist, die hatte zwar einen sehr guten Ripple auf der +/- Versorgung aber der zweite Ausgang für +5 V war nichts besonders bezüglich Ripple, fragt sich wie der Ripple sich verhält, wenn Widerstände zwecks Anpassung der Ausgangsspannung getauscht werden. Die Ausgangsleistung ist auch nicht sehr üppig.

Gruß

Uwe
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Beitragvon Hans-Martin » 13.12.2018, 13:18

Hallo Christoph,
man muss nicht zu CA, wenn wir hier das Thema auch schon5 Jahre früher beim Wickel hatten, (2012):
https://www.aktives-hoeren.de/viewtopic.php?p=46590#p46590
https://www.aktives-hoeren.de/viewtopic.php?p=115622#p115622
https://www.aktives-hoeren.de/viewtopic.php?p=132112#p132112
Grüße
Hans-Martin
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