Verstärker, Leistungsbedarf, Stromnetz

Lautsprecherbau und -tuning

Beitragvon Lauscher » 05.12.2018, 20:43

Hallo Erich,

Vielen Dank Deine Rückmeldung :D

Für meine Subs könnte ich die Pascal auch verwenden - gedacht sind die bei mir allerdings für den Mitten- und Hochtonbereich.

Mich würde auch interessieren ob die IMGs oder die angeschlossen Chassis rauschen.

Viele Grüße
Jens
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Beitragvon Ralph Berres » 29.12.2018, 22:30

bvk hat geschrieben:Guten Tag,
Demnächst möchte ich neue Class D Verstärker in Betrieb nehmen. Die technischen Daten nennen einen Leistungsbedarf von 2300 VA. Davon gibt es 2 also 4600 VA. Wenn ich da in den Sicherungskasten schaue sind derartige Bedarfe, zB für Kochherde mit dreiphasigen Sicherungen ausgestattet. Natürlich ist die Sicherung fürs Wohnzimmer nur eine mit 16 A. Ich glaube zwar nicht dass ich die Verstärkerleistung für gehobene Zimmerlautstärke jemals komplett benötige, aber es kommt doch so einiges zusammen, weil das ganze Wohnzimmer ja auch noch dranhängt. Rechnerisch reicht eine Sicherung schon mal nicht, denn 230 x 16 = nur 3680.
Muss ich jetzt als erstes den Elekrtiker holen, oder geht das vielleicht auch so?

Grüße, Bernd

4600 Watt Leistungsaufnahme in Class D??

Willst du eine PA für eine 12 köpfige Musikband aufbauen?

Selbst wenn die Endstufen nur einen Wirkungsgrad von 50% hätten ( Class D hat sicherlich einen wit höheren Wirkungsgrad ) wären das 2300 Watt NF Leistung. Das reicht für eine Band in einen Saal der 400 Leute fassen kann locker aus. Was für Lautsprecher sind denn das die diese Leistung in Schall umsetzen kann?

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Beitragvon bvk » 30.12.2018, 12:14

Hallo Raph,
Es sind PA Verstärker, die gibt es nicht schwächer. Da es die derzeit die preisgünstigsten Verstärker mit Pascal Class D Modulen sind, ca 180 € je Kanal, habe ich sie für ein Dreiwege Aktivsystem vorgesehen. Da ich natürlich die Maximalleistung mit Sicherheit nicht in Lautstärke umsetzen kann und will, wird sicher nur ein geringer Teil der möglichen Leistung benötigt.
Grüße, Bernd.
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Beitragvon Ralph Berres » 30.12.2018, 12:30

bvk hat geschrieben:Hallo Raph,
Es sind PA Verstärker, die gibt es nicht schwächer. Da es die derzeit die preisgünstigsten Verstärker mit Pascal Class D Modulen sind, ca 180 € je Kanal, habe ich sie für ein Dreiwege Aktivsystem vorgesehen. Da ich natürlich die Maximalleistung mit Sicherheit nicht in Lautstärke umsetzen kann und will, wird sicher nur ein geringer Teil der möglichen Leistung benötigt.
Grüße, Bernd.


Hallo Bernd

Dann würde ich mir aber mal anschauen ob man die maximale Ausgangsleistung nicht auf ein vernünftiges Mass reduzieren kann. ( z.B. durch Reduzierung der Betriebsspannung der Endstufen ).

Sonst kannst du bei einer Olympiade in Lautsprechermembranweitschießen teilnehmen, und hättest durchaus die Chance aufs Siegertreppchen zu kommen.

Bei einer Reduzierung der maximalen Leistung würde dann auch das Problem, die 4600 Watt Anschlussleistung bereitzustellen, entfallen.

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Beitragvon uli.brueggemann » 30.12.2018, 13:10

Wenn das Class D PA-Endstufen sind, dann ziehen die beim Einschalten bestimmt nicht die max. Leistung aus dem Netz. Sondern nur, wenn sie das entsprechende Eingangssignal erhalten und auch der Ausgang entsprechend gefordert wird.
Insofern sollte die Endstufen auch problemlos laufen ohne dass man einen "Membranweitwurf" ausführt.

Einen "Einschaltknacks" sollten die Endstufen auch nicht kundtun, so vernünftig konstruiert. Allerdings würde ich sie dann immer als letztes einschalten und als erstes ausschalten.

Und, sofern es die Vorstufe hergibt, auch die Signalspannung auf hifi-übliche Pegel reduzieren und Studiopegel vermeiden.

Einen Porsche kann man ja auch in der 30er Zone fahren :)

Grüsse
Uli
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Beitragvon Ralph Berres » 30.12.2018, 13:16

Hallo Uli

Das ist mir schon klar.

Aber wie schnell ist es passiert, das man im Eifer des Gefechtes doch mal vergessen hat den Lautstärkregler vor dem Einschalten auf Null zu drehen.

Die Gefahr das durch ein zu lautes Signal am Eingang bei einer deartigen Überdimensionierung der Lautsprecher augenblicklich zerstört wird, ist durchaus gegeben.

Ich persöhnlich würde nicht mit einer 1000W Endstufe eine Kalotte ansteuern wollen.

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Beitragvon uli.brueggemann » 30.12.2018, 14:00

Ralph Berres hat geschrieben:Aber wie schnell ist es passiert, das man im Eifer des Gefechtes doch mal vergessen hat den Lautstärkregler vor dem Einschalten auf Null zu drehen.

Deshalb hab ich ja auch was zur Begrenzung der Eingangsspannung geschrieben. Dann passiert auch bei maximaler Lautstärke nichts. Der Verstärker hat ja nun seinen vorgegebenen Verstärkungsfaktor und man kann ja zumindest rückwärts aus Impedanzen und max. gewünschter Leistung rechnen, wie hoch die maximale Eingangsspannung sein darf.

Grüsse
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Beitragvon Ralph Berres » 30.12.2018, 14:03

uli.brueggemann hat geschrieben:
Ralph Berres hat geschrieben:Aber wie schnell ist es passiert, das man im Eifer des Gefechtes doch mal vergessen hat den Lautstärkregler vor dem Einschalten auf Null zu drehen.

Deshalb hab ich ja auch was zur Begrenzung der Eingangsspannung geschrieben. Dann passiert auch bei maximaler Lautstärke nichts. Der Verstärker hat ja nun seinen vorgegebenen Verstärkungsfaktor und man kann ja zumindest rückwärts aus Impedanzen und max. gewünschter Leistung rechnen, wie hoch die maximale Eingangsspannung sein darf.

Grüsse
Uli

Hallo Uli
Alles richtig. Aber wer achtet in der Praxis auf sowas?

Guten Rutsch

Ralph Berres
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Beitragvon uli.brueggemann » 30.12.2018, 14:22

Ralph Berres hat geschrieben:Alles richtig. Aber wer achtet in der Praxis auf sowas?

Ralph,

in der allgemeinen Praxis eher selten einer. Im speziellen Fall des Threaderstellers dann vielleicht ebendieser, da er sich zumindest der Problematik bewusst ist und nun vielleicht auch eine passende Maßnahme durchführen kann, die eben nicht unbedingt die Installation von Starkstromsicherungen bedeutet :)

Grüsse
Uli
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Beitragvon bvk » 30.12.2018, 14:34

Natürlich ist es genau dieses Problem welches auch mich bewegt, da ich keine Lust habe die Chassis zu verglühen, was mir in meinem bisherigen Setup mit einigen leistungsstarken Monoblöcken durchaus schon gelungen ist. Die ganze Einschalterei ist leider etwas mühsam, auch in dem heutigen Setup, weil auch dieses leistungsseitig total überdimensioniert ist. Aus Schäden wird man klüger. Deshalb sieht die Reihenfolge so aus:
- Mehrkanal Soundkarte ein, dann Computer ein.
- in der Wiedergabesoftware sollte die Lautstärke auf null sein bevor die Endstufen eingeschaltet werden.
- dann kommen hintereinander die Endstufen, dabei merke ich schon bei der ersten ob beispielsweise ein Plugin verrückt spielt bevor alle Endstufen feuern.
- immer!! werden zusätzlich die Leistungsregler der Endstufen auf null gestellt, wenn etwas am Gesamtsystem Hardware / Software geändert wurde.

So klappt es seit einigen Jahren, trotz Haushalt mit Kindern die gerne an Knöpfchen drehen oder an der Tastatur rumfingern, ohne Katastrophen. Letztlich schrottet eine 150 Watt Endstufe die Hochtonchassis genauso wie eine mit 500 wenn etwas daneben geht. Da aber alles was schief gehen kann auch irgendwann passiert, müssen im schlimmsten Fall Chassis ausgetauscht und alles neu gemessen werden.
Bernd
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