Messung von Gehäuseresonanzen

Lautsprecherbau und -tuning
musikgeniesser
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Beitrag von musikgeniesser »

Lieber Jens,
liebe Forenten,

wirklich eine ziemlich fette Wurst...

Meinst Du statt Grad vielleicht Millimeter?

Ich habe an V-förmige Nuten gedacht, gebe aber sofort zu, dass das nicht beherrschbar wäre, weil die Schnur immer wieder herausflutschen würde: da würdest Du irre werden, die vielen Schnüre gleichzeitig bändigen zu wollen.

18 mm x 7 mm, um eine 18 mm-Schnur einzuklemmen klingt in der Tat seltsam, denn eigentlich sollte jene ja erst auf Höhe von 9 mm die volle Breite erreichen, mithin eine Klemmwirkung bei 7 mm gar nicht eintreten können. Seltsam, seltsam, da gebe ich Dir recht. Aber ich sehe, dass Du viele Holzreste herumliegen und viel Zeit und Muße zu haben scheinst, dass Du derart ausgiebig testest. Ich bin da wirklich gespannt.

Dass unterschiedlich große Boxen unterschiedlich mitschwingen, dürfte klar sein, aber das würde ich jetzt auch nicht überbewerten. Wenn sich herausstellen sollte, dass die Dämpfung der Dröhnneigung gegenüber einer vergleichbar dicken oder schweren Platte erheblich ausfällt, würde ich nicht damit beginnen, eine Größenreihe zu bauen und zu testen. Aber ich weiß nicht, wie viele Holzreste in Deiner Werkstatt schlummern...

Danke für Euer Interesse

Peter
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Lauscher
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Beitrag von Lauscher »

musikgeniesser hat geschrieben:
09.02.2021, 12:16
Meinst Du statt Grad vielleicht Millimeter?
Peter - Du hast völlig Recht :D Oh ha - wie peinlich.
musikgeniesser hat geschrieben:
09.02.2021, 12:16
Aber ich sehe, dass Du viele Holzreste herumliegen und viel Zeit und Muße zu haben scheinst, dass Du derart ausgiebig testest. Ich bin da wirklich gespannt.
Zeit und Muße habe ich zur Zeit leider überhaupt nicht -Genau das Gegenteil ist der Fall.
Aber mich mit dem Thema Hifi und den handwerklichen Tätigkeiten auseinander zu setzten kompensiert meinen beruflichen Stress - bringt mich relativ einfach per Fingerschnipp auf andere Gedanken / in eine andere Welt. Sehr - sehr angenehm.
Als ich noch Fertiglautsprecher mit handelsüblichen Komponenten hatte, klappte das nicht so gut - ober besser gesagt stresste mich jede Unzulänglichkeit und jede Neuanschaffung wegen des ungewissen Ergebnisses.
musikgeniesser hat geschrieben:
09.02.2021, 12:16
…..würde ich nicht damit beginnen, eine Größenreihe zu bauen und zu testen.
Ich möchte es möglichst be-greifen. Dazu hilft es mir - wenn ich das mit meinen Möglichkeiten realisieren kann - etwas zu bauen usw. um es anschließend vergleichen zu können.

Viele Grüße
Jens
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musikgeniesser
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Beitrag von musikgeniesser »

Lieber Jens,
liebe Forenten,
Lauscher hat geschrieben:
09.02.2021, 13:22
Ich möchte es möglichst be-greifen. Dazu hilft es mir - wenn ich das mit meinen Möglichkeiten realisieren kann - etwas zu bauen usw. um es anschließend vergleichen zu können.
das verstehe ich gut. Ein großes und ein kleines Gehäuse, um die generelle Richtung zu verstehen, fänd ich ok und naheliegend. Ich meinte nur, dass es den Aufwand nicht lohnen würde, nun gleich eine ganze Reihe von Gehäusen unterschiedlicher Größen zu bauen. Auch sollte man keine grundlegend unterschiedlichen Verhaltensweisen erwarten. Das dürfte alles schon recht ähnlich sein.

Ich bin jedenfalls sehr gespannt, wie Dein Gehäuse am Ende aussehen wird und welche Ergebnisse es zeigen wird.

Danke für Euer Interesse

Peter
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Lauscher
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Beitrag von Lauscher »

Hallo in die Runde,

ich gebe mal einen Zwischenstand - die Zeichnungen sind nun fertig - außer es gibt noch Hinweise:

Jeweils als Zeichnung und anschließend zur besseren Vorstellung als Körper.

Boden und Deckplatte in MDF

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Mittellage ohne Verstrebung in MDF

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Mittellage mit Verstrebung in Multiplex

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Der Aufbau soll - um ungefähr das gleiche Innenvolumen wie die anderen Gehäuse zu haben - wie folgt erfolgen:
Angaben in cm

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Das fräsen wird sich etwas hinziehen da ich zur Zeit arbeitstechnisch ziemlich eingespannt bin - aber schauen wir mal.

Viele Grüße
Jens
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Hans-Martin
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Beitrag von Hans-Martin »

Hallo Jens,
ich hatte angenommen, dass Verstrebungen dort stabilisieren, wo die Durchbiegung am stärksten ist, also in der Mitte, nicht in der Ecke.
Und dass dafür Festigkeit gefordert ist, kein Geschlängel mit Federwirkung.
Grüße
Hans-Martin
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Lauscher
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Beitrag von Lauscher »

Hallo Hans-Martin,

Ob bei einer Materialstärke von 1,8 cm in Buche Multiplex von Geschlängel mit Federwirkung gesprochen werden kann ? Bei einer durchgehenden Platte mit Aussparungen und einer Wandstärke von 3,8 cm drüber und drunter ? :D Meinst Du ? Ich könnte mir vorstellen das dass ziemlich fest wird.

Die Verstrebungen werde ich umzeichnen und statt in den Ecken auf den langen Seiten positionieren - das ist ein guter Hinweis - danke :D

Viele Grüße
Jens
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Hans-Martin
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Beitrag von Hans-Martin »

Hallo Jens,
ein Zylinder ist die besonders stabile Form. Hast du mal darüber nachgedacht?
Grüße
Hans-Martin
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Lauscher
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Beitrag von Lauscher »

Hallo in die Runde,

Ich gebe mal eine kurze Wasserstandsmeldung:

Ich wollte nur mal eben kurz - was die Sache wohl etwas verlängern wird. :D
Bei der Zeichnung habe ich nicht auf Spiegelgleichheit geachtet und bei den Fräsungen nicht ordentlich gearbeitet.
Es wird kein schönes Gehäuse - aber das muss es ja auch nicht.

Die einzelnen Schichten sind soweit gefräst. Jetzt werde ich die Schichten zu Spanten zusammen leimen.

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Viele Grüße
Jens
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musikgeniesser
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Beitrag von musikgeniesser »

Lieber Jens,
lieber Hans-Martin,
liebe Forenten,
Lauscher hat geschrieben:
14.02.2021, 21:48
Die Verstrebungen werde ich umzeichnen und statt in den Ecken auf den langen Seiten positionieren - das ist ein guter Hinweis - danke
puh, da habe ich ja Glück gehabt, da ich die letzten Tage beschäftigt war und die Sache hier aus den Augen verloren hatte. Die Streben in die Ecken sind in der Tat wertlos. Gut, zur Schallwand hin geht es dort, wo die Chassis sitzen, nicht anders, aber an den drei anderen Wänden schon.
musikgeniesser hat geschrieben:
05.02.2021, 11:54
Das finde ich schon mal eine brauchbare Idee. Die Verstrebungen möglichst in die Mitte der Wände laufen lassen. Da kann man sich jetzt austoben, aber ich würde eine Verstrebung dem Symbol des Japanischen Yen nachempfunden ins Auge fassen,

¥
Daran sei an dieser Stelle nochmal erinnert. Vielleicht nützt es etwas und ist im Eifer des Gefechts untergegangen. Auf jeden Fall finde ich die Entwicklung sehr spannend. Bitte weiter so!

Danke für Euer Interesse

Peter
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chriss0212
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Beitrag von chriss0212 »

Hallo Jens

Ich habe nicht alles gelesen, also sie es mir nach, wenn das schon geschrieben wurde ;)

Du könntest die Wände ja teils Doppelwandig mit inneren Streben Fräsen und dann mit Sand oder einen Sand- Blei- Gemisch füllen?

Grüße

Christian
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Lauscher
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Beitrag von Lauscher »

Hallo Peter,

nein es ist nicht untergegangen - ich habe es bewusst -noch etwas überlegen- ignoriert da:

1) ich keine weiteren Zeitversatz mehr wollte (nach der Arbeit mich endlich mit etwas handfesten beginnen wollte)
2) meine innerliche Überlegung war das bei einer Wandstärke von 3,8 cm und einer Wandhöhe von 9 cm keine wesentliche Unstabilität auftreten dürfte.

Punkt 1 war der wesentliche Faktor (wilder Aktionismus gepaart mit dem Gedanken nicht noch einmal Zeit mit Zeichnen zu verlieren)
Die Verstrebungen zu den Seitenteilen kann ich im Nachgang auch anleimen. Was ich auch machen werde.

Meine Gedanken schielen auch zum parallelen Projekt = eine Fernbedienung aus Holz zu bauen in Anlehnung an die FB von Devialet - ohne die Kugeltasten. Das Gehäuse soll bei mir auch etwas länglich werden.

Einfach mal die Bilderreihe nach Links durchklicken.
https://www.devialet.com/de-de/amplifie ... -pro-dual/


Viele Grüße
Jens
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Lauscher
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Beitrag von Lauscher »

chriss0212 hat geschrieben:
23.02.2021, 13:04
Hallo Jens

Ich habe nicht alles gelesen, also sie es mir nach, wenn das schon geschrieben wurde ;)

Du könntest die Wände ja teils Doppelwandig mit inneren Streben Fräsen und dann mit Sand oder einen Sand- Blei- Gemisch füllen?

Grüße

Christian
Hallo Christian,

alles Gut :D Ich freue mich über Deinen Hinweis.

Das könnte man auch probieren. Die inneren Streben zwischen den Doppelwänden würde ich allerdings vermeiden wollen. Das auf Entfernung halten könnte man auch anders lösen.
Sand verdichtet sich mit der Zeit - irgendwie habe ich die Überlegung schon einige Male durchdacht und immer wieder verworfen.

In meinen mit Gummi ausgekleideten HMT Gehäusen höre ich momentan ohne weitere Bedämpfung sehr gut. Ich muss da mal ein Micro vorhalten ob da noch Schweinerein zu sehen sind die ich evtl. nicht höre.

Viele Grüße
Jens
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chriss0212
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Beitrag von chriss0212 »

Hallo Jens
Sand verdichtet sich mit der Zeit - irgendwie habe ich die Überlegung schon einige Male durchdacht und immer wieder verworfen.
Du kannst Die Lautsprecher ja von Zeit zu Zeit hochheben und schütteln... dann hast Du gleich ein Workout und sparst Dir das Fitnessstudio ;)

Und Du kannst Ja ein Loch zum Nachfüllen vorsehen!

Viele Grüße

Christian
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phase_accurate
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Beitrag von phase_accurate »

Hallo Christian

Eine naheliegendere Variante hast Du ganz vergessen: Ab und zu einmal das Lautstärkepoti etwas nach rechts drehen bei basslastigem Signal (Reggae, Hip Hop, EDM , ......). ;)

Gruss

Charles

Edit: Ganz vergessen: Einen Nachfülltrichter könnte man auch noch fix einbauen.

Spass beiseite: Im Speaker Builder war einmal ein Beitrag über das DIY eines hochdämpfenden Werkstoffs. Wenn mir das Heft in die Finger gerät, werde ich darüber berichten.
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Lauscher
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Beitrag von Lauscher »

musikgeniesser hat geschrieben:
23.02.2021, 12:52
. Gut, zur Schallwand hin geht es dort, wo die Chassis sitzen, nicht anders, aber an den drei anderen Wänden schon.
Zunächst werde ich das Chassis in den Deckel einsetzen. Wandstärke auch dort 3,6 cm.

Nach dem Messen werde ich das Chassis in einen der beiden längeren Seiten einpassen.

Hallo Charles - wenn Du den Artikel findest wäre das klasse :D

Viele Grüße
Jens
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