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Ab wann lädt ein Horn wirklich?

Lautsprecherbau und -tuning
Hornguru
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Beitrag von Hornguru » 14.05.2019, 23:04

Hallo

Berechtigte Unklarheit :D

Wenn Hörner nicht so recht zusammen passen, und nicht richtig abgestimmt sind aufeinander, zur Hördistanz, im Abstrahlverhalten, und mit Liebe zum Detail, höre ich einfach bei 9 von 10 direkt innerhalb Sekunden beim Reinlaufen in den Raum:

- aufgedickter Grundton
- viel zu große aufgeblähte Phantomquellen
- dröhnt nach sodass Details überdeckt werden
- Nasal, Röhrig, Trompetig, Kasten, Resonanzkörper Klang verfärbt
- Agressivität Oben passt nicht zur Sanftheit unten, oder fett Unten und träge Oben fügt sich nicht zusammen
- Bühne hat nur 3 Positionen, linker LS, rechter LS, Mitte hervorgetreten, unscharf und keine Tiefe
- Flöte & Sopran tut weh im Ohr
- Nachhall von Aufnahmeraum oder Nachschwingen von Instrumenten ist nicht erkennbar
- Dynamikimpulse kommen nicht so unerwartet wie ein Blitz aus dem weichen schwarzen Nichts heraus

Oft ist beim Regalböxchen alles verschwommen bis man nah genug hört.
Bei Hörnern oft eben wie oben, bis man so weit weg ist dass es einrastet und "ahhhh jetzt ja" alles schön :)
Zu weit verschwimmts dann auch.

Gruß
Josh
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Hans-Martin
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Beitrag von Hans-Martin » 15.05.2019, 00:05

Hallo Josh,
ich sehe -ääh höre- einerseits das Zusammenspiel der Chassis über den Abstand - und zugleich die Raummoden.
Das eine eine konstruktionsbedingte Größe, die andere eine des heimischen Abhörraums, die nicht zwangsläufig beide harmonieren. Eher ist zu erwarten, dass es schiefgeht...
Grüße
Hans-Martin
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chriss0212
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Beitrag von chriss0212 » 15.05.2019, 07:35

Moin,

habe mal ein selbstexeriment gestartet. Also egal, ob ich einem Meter vor dem Lautsprecher stehe oder in 18m Entfernung... da steht EIN Lautsprecher.

- da reißt nix auseinander
- da schmiert nix
- da dröhnt nix

Klar ist die Bühne futsch, wenn ich vor einem Lautsprecher stehe... genau wie in 18 Metern Entfernung, da ich dann nur noch einen LS hören kann, da der Andere dann quasi „um die Ecke“ steht.

Und wenn ich mittig zwischen den LS bin kann ich auch ruhig 2 Meter vor oder zurück gehen... es bleibt eine realistische Bühne die sich in Breite und Tiefe fächert auch weit über die Grenzen der Lautsprecher hinweg.
Und das trotz unsymmetrischer Aufstellung und ohne wirkliche Raumoptimierungen.

Also vieles entgegen „der Regel“... aber natürlich bin ich bei Euch wenn man sagt: meist kann man folgendes erwarten...

Habe aber auch lange experimentiert, bis ich nun anscheinend den richtigen Lautsprecher für meinen Raum gefunden habe mit dem ich auch unter nicht optimalen Bedingungen sehr gut Musik genießen kann :cheers:

Glücklicherweise wird nicht jede Erwartung erfüllt ;)

Unreglementierte Grüße

Christian
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Sigi M.
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Beitrag von Sigi M. » 15.05.2019, 10:33

Hallo Chris,
ist ja witzig, bei 18 m stehe ich in der Küche vom Nachbarn :lol:

komisch, bei mir ist alles zwischen den Hörnern :wink:
ein bischen was davor und das Meiste dahinter 1/3 zu 2/3 ungefähr, je nach Lautstärke
So gefällt es mir jedenfalls Stand heute...
Damit ist jedenfalls auch das Entfernungsproblem entschärft, und es rastet schön ein

Lange Zeit hab ich mit den Dingern Kopfhöhrer gehört, und es hat mir sehr gut gefallen, na ja, vorbei ist vorbei 8) (nochmal Danke an Josh!)

Nicht nur Geschmäcker sind verschieden, und sowohl Erfahrung als auch Geschmack unterliegen dem Wandel der Zeit. :cheers:

VG
Sigi
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chriss0212
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Beitrag von chriss0212 » 15.05.2019, 14:05

Nicht nur Geschmäcker sind verschieden, und sowohl Erfahrung als auch Geschmack unterliegen dem Wandel der Zeit. :cheers:
:cheers:
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Hornguru
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Beitrag von Hornguru » 15.05.2019, 21:54

Hans-Martin hat geschrieben:Hallo Josh,
ich sehe -ääh höre- einerseits das Zusammenspiel der Chassis über den Abstand - und zugleich die Raummoden.
Das eine eine konstruktionsbedingte Größe, die andere eine des heimischen Abhörraums, die nicht zwangsläufig beide harmonieren. Eher ist zu erwarten, dass es schiefgeht...
Grüße
Hans-Martin

Hallo Hans Martin!
Das ist der Punkt. Da sehe ich auch die Kunst.
Deswegen kann man auch kaum ein Horn von der Stange kaufen.
Es gibt moderate Mittelwege wie Ulis Abacus Horn die sich recht universell verhalten.
Die meisten großen jedoch stehen und fallen mit der Integration. Wie Avantgarde Trio zB.
Deshalb glaube ich sind Hörner auch überwiegend in der DIY Szene. Weil du nur selbst das alles maßgeschneidert zusammen stellen kannst. Aber auch etwas Erfahrung und Vorstellung mitbringen musst.

Da glaube ich mittlerweile den Gen Code des Jetihorns von Klaus S. Geknackt zu haben.
Das sind garnicht die teuren Goto Treiber.
Das ist das gekonnte abmischen und zusammenfügen von Horn, Raum und Hörplatz.

Gruß
Josh
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Daihedz
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Beitrag von Daihedz » 15.05.2019, 23:22

Hallo Uli
uli.brueggemann hat geschrieben:... Allerdings sind auch die meisten Hörner so "zusammengestückelt". Es passt oft nicht bei Weichen und beim Timing. Das könnte man so schön machen. Ich hätte da Ideen ...
Meinst Du mit den Ideen, das Zusammengestückel mittels Acourate in eine hochwertige Legierung zu überführen? Oder vielleicht an ganz etwas anderes?

Ideeale Grüsse
Simon
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HornJunkie
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Beitrag von HornJunkie » 11.08.2019, 11:48

Moin,

einmal zur Thematik wie ich feststelle ab wann ein Horn richtig lädt.
Also bei meinem JBL 2360 mit BMS 4592 richte ich mich nach den Daten des Abstrahlverhaltens von JBL und Matthias. Somit kommt man auf ca 350-450hz da so das Horn nicht anfängt zu breit abzustreiten.
Werde aber auch vorher mal Freifeldmessungen meiner neuen Basslösung machen müssen, JBL 2242H in 200l geschlossenem Gehäuse, da ich finde dass das Abstrahlverhalten beider Treiber an der Stelle der Trennfrequenz ca. gleich sein sollte.
Zum Hörabstand, ich denke dass dies natürlich am Konzept des Horns und an der Aufstellung liegt.
Meine JBL 2360 werden im neuen Aufbau ca 3,3-3,6m von Hornschlitz zu Hornschlitz auseinander sein, wodurch sich auch mein Hörabstand von 3,3-3,6m ergeben wird um ein perfektes Stereo Dreieck zu erzeugen, so hat man meiner Meinung nach auch die größte Bühne und beste Bühne.

Beste Grüße,

Florian
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