Bau einer Grounding Box

Lautsprecherbau und -tuning

Beitragvon shakti » 06.04.2019, 00:40

Turmalin sollte der richtige Stoff sein :-)
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Beitragvon Hans-Martin » 06.04.2019, 01:32

Interessant wäre in Vergleich der vielen Turmalin-Varianten, die es nun mal (leider) gibt.
Grüße
Hans-Martin
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Beitragvon SolidCore » 06.04.2019, 11:32

Hallo zusammen

Dazu müsste man 2 vollkommen identische Boxen haben, nur jeweils anders befüllt.
Allein der leitende Inhalt, oftmals ein Kupferblech, entscheidet in Dicke und Größe der Fläche mit.
Somit wäre ein Vergleich nur auf diese Weise aussagekräftig.
Es scheint für mich aber so, das bei kleinerer Korngröße der Füllung die Wirkung verstärkt wird, oder das man auf diese Weise das Innenvolumen verkleinern kann, bei gleicher Wirkung.
Bei der Turmalin Variante von Abschlusssteckern konnte ich die Körnergröße heraushören, je feiner, umso mehr Wirkung.
Das Audioquest nun ebenfalls Kabel für den Bereich Groundingbox anbietet, untermauert meine vorige Erkenntnis, das Kabel selbst bestimmt die Wirkung mit. Von versilbertem Kupfer würde ich abraten, bei einem 7-adrigen OCC versilbertem Leiter zeigte sich immer wieder eine leichte Schärfe im Klang. Die selbst nach Tagen nicht verschwand. Ein Tausch des Drahtes bei gleicher Konstruktion zeigte sofort, das tatsächlich der Draht die Ursache war.


Gruss
Stephan
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Beitragvon shakti » 06.04.2019, 12:30

versilbertes Kupfer habe ich im Bereich Signal- oder LS Kabel noch nie gut gehoert, im Bereich der Grounding Boxen aber durchaus. Insofern einfach mal offen an diese neue Thematik rangehen.

Auch HMS nimmt für die Grounding Kabel versilbertes Kupfer.

Gruss
Juergen



SolidCore hat geschrieben:Hallo zusammen

Dazu müsste man 2 vollkommen identische Boxen haben, nur jeweils anders befüllt.
Allein der leitende Inhalt, oftmals ein Kupferblech, entscheidet in Dicke und Größe der Fläche mit.
Somit wäre ein Vergleich nur auf diese Weise aussagekräftig.
Es scheint für mich aber so, das bei kleinerer Korngröße der Füllung die Wirkung verstärkt wird, oder das man auf diese Weise das Innenvolumen verkleinern kann, bei gleicher Wirkung.
Bei der Turmalin Variante von Abschlusssteckern konnte ich die Körnergröße heraushören, je feiner, umso mehr Wirkung.
Das Audioquest nun ebenfalls Kabel für den Bereich Groundingbox anbietet, untermauert meine vorige Erkenntnis, das Kabel selbst bestimmt die Wirkung mit. Von versilbertem Kupfer würde ich abraten, bei einem 7-adrigen OCC versilbertem Leiter zeigte sich immer wieder eine leichte Schärfe im Klang. Die selbst nach Tagen nicht verschwand. Ein Tausch des Drahtes bei gleicher Konstruktion zeigte sofort, das tatsächlich der Draht die Ursache war.


Gruss
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Beitragvon Salvador » 06.04.2019, 13:37

Hallo zusammen,

dann baue ich eben zwei vollkommen identische Single Unit-Groundingboxen mit hochwertigen Komponenten und berichte dann hier, ok? Dann hat jeder etwas davon!
Würde mir jemand dafür etwas hochwertiges Kabel für die Verbindung vom Kupferblech zum Lautsprecheranschlusspol zur Verfügung stellenen? Hat da jemand Empfehlungen?
Ansonsten wollte ich für die Boxen 0.5 mm Kupferblech, Holzkisten ca. 23x23x11 cm, WBT708 Ag-Polklemmenund das kleine Audioquest Erdungskabel verwenden.
Das Stabilant zum Kupfer einreiben ist Stabilant 22, ja?

Grüße,
Andi
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Beitragvon Fujak » 06.04.2019, 16:59

Hallo zusammen,

ich verfolge dieses Thema mit großem Interesse und finde es prima, dass Du, Andi, den Vergleich Turmalin vs. Graphit so systematisch angehen willst. Wegen Stabilant 22 frage ich mich, ob nicht ein ganz normales Maschinenöl oder auch Klarlack als Korrosionsschutz reicht.

Grüße
Fujak
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Beitragvon Salvador » 06.04.2019, 19:27

Hallo Fujak,
gerne, aber Stabilant ist ja ein Kontaktverstärker und nicht nur ein Antikorrosionsmittel. Letztere, sowas wie Klarlack, faende ich physikalisch betrachtet sogar kontraproduktiv! Habe das jetzt schon bestellt :)
Ich denke, ich werde das Kupferblech direkt an die Lautsprecherklemme anlöten, mit Cardas-Silberlötzinn.
Kann mir jetzt noch einer eine Quelle für hochreines Kupferblech nennen bitte?

Beste Grüße,
Andi
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Beitragvon Salvador » 06.04.2019, 19:49

Hallo Christian,

magst Du bitte mal die versprochene Materialliste einstellen?

Beste Grüße,
Andi
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Beitragvon Salvador » 14.04.2019, 12:24

Hallo,

was mich mal interessieren würde, wo groundet man denn am besten?

Bei Quelle/Vorstufe besser das Gehäuse oder besser über einen Cinchanschluss? Wo liegen denn nach Eurer Erfahrung die klanglichen Unterschiede?

Intuitiv:

Klanglich ist da eh ein Unterschied denke ich. Bevorzuge die Erdung des Gehäuses. Will keinen Sog hin zu den Signalausgängen erzeugen. Lieber dafür sorgen, dass da nichts hinkommt. Was meint ihr?

Koennt ihr ein paar konkrete Tipps geben, wo und wie man z.B bei Cinch am besten anschließt?

Beste Grüße,
Andi
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Beitragvon Hans-Martin » 14.04.2019, 12:57

Hallo Andi,
schau mal, was Juergen mir auf diese Frage antwortete: https://www.aktives-hoeren.de/viewtopic.php?p=123147#p123147
Grüße
Hans-Martin
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Turmalin Finale Versionen Aufbau und Wirkung

Beitragvon SolidCore » 14.04.2019, 20:52

Hallo zusammen

Abschliessend möchte ich davon berichten, was ich alles über die Grounding-Box, als auch turmalingefüllte
Cinch-Abschlussstecker herausgefunden habe. Mir ist bewusst, das folgende klingt schon reichlich schräg,
wer es einfach mal nachstellt wird jedoch nichts anderes feststellen.

- An der Grounding-Box spielt sowohl das Zuleitungskabel, als auch die in der Box verbaute Platte eine ganz klare
klangliche Rolle ! Eine dicke Kupferplatte zeigt ein leicht trägeres, verschwommeneres Klangbild als eine dünne Folie.
Ein Alukühlkörper zeigt beim Langzeithören eine Art Rauhigkeit, oder Grobkörnigkeit.

- Das Kabel zum Gerät bewirkt die Dämpfung der freien Räumlichkeit. Hochwertiges Vollsilber schränkt die weiträumige
Wiedergabe in Breite und Tiefe am wenigsten ein, in Verbindung mit einer hochwertigen dünnen Platte in der Box
erscheint das Klangbild sogar noch offener, breiter als ohne Box. Mit dicker Kupferplatte und Kupferdraht hingegen
wird die breite Bühne zusammengerückt, das Klangbild wirkt kompakt, bedämpft dann besser Nervösitäten, wenn man sie hat.
So habe ich versuchsweise mal ein Schaltnetzteil statt einem linearem angeschlossen, um einen Anflug von Nervösitäten
zu erzeugen. Diese kann man dann mit Kupferkabel sehr gut beruhigen.

- Gleiches gilt für Abschluss-Cinchstecker mit Turmalinfüllung.

- Sowohl Stecker, als auch Box spielen sich tatsächlich ein. So zeigen die Cinchstecker nach 3 Tagen klar eine bessere Wirkung.

Einsatzbereiche:
Gute Ergebnisse habe ich mit der Box am Gehäuse oder Phonoklemme von Vorstufen gemacht. Aber auch an DAC-Gehäusen. Die Turmalin Cinchstecker gefallen oft auf freien Eingängen von Vorstufen, aber auch sehr gut an freien Digitaleingängen. Sehr gute Ergebnisse, auch wenn das vielleicht niemand glauben will, sind die Stecker in freien Eingängen am Subwoofer. Er zeichnet besser durch, brabbelt noch weniger, wirkt "unauffälliger", bei gleichem Druck und besserer Durchzeichnung. Erstaunlich!
Ein Allgemeinrezept gibt es jedoch nicht. Ideal ist eine eigene Erkundung an der heimischen Anlage, man sollte auch mal da versuchen, wo man eigentlich meint, das wird nichts bringen. Im Beispiel des Subwoofers
zeigte sich dies sehr deutlich. Die Box funktioniert auch sehr gut am PC USB-Anschluss. Einfach einen leeren USB-Stecker in die Buchse stecken, und die Groundingbox am Steckergehäuse, sprich USB-Masse, anklemmen.

Ich für mich habe eine endgültige Fassung der Groundingbox, als auch der Turmalin Abschlussstecker, gefunden.
In die Cinchstecker, möglichst großvolumige aus Vollmetall wählen, kommt UPOCC Solidcore Silberdraht, das Turmalin
sehr fein gemahlen, und der Stecker hinten mit Alufolie HF-dicht verschlossen.
Als Groundingbox eine Holzkiste mit 2-3 Liter Volumen, eine Bananenklemme von Eichmann, die mit wenig massivem Kupfer.
In die Box vom Sinn her die größte realisierbare Kupferfläche, das Kupfer selbst jedoch so dünn und hochwertig wie möglich.
Als Beispiel kann man die OFC Flachkupferspulen von Mundorf verwenden, genannt M-cfc12 oder M-cfc10.
Die kleinste kostet <20,- und reicht für mehrere Boxen. Einfach abwickeln, und entweder strahlenförmig wie einen Kamm
in die Box packen, oder Zieharmonika-mässig gefalten, davon mehrere. Als Zuleitung ein Vollsilberdraht.
Ich verwende Turmalin mit 20% Schungit-Anteil.
Will man mehr Bedämpfen,,einen dicken Kupferdraht verwenden.
Wir sind schon ganz schön schräg mittlerweile. Früher haben wir Lautsprecher oder Verstärker verglichen,
heute vergleichen wir schon Holzkisten mit "Dreck" drin. Erwähnenswert daran finde ich noch, das die letzte Version
der Cinchstecker sogar "besser" ist, als die erste Version der Groundingbox. Es besteht also nur durch den Aufbau allein Potential.

Beide oben genannte finale Versionen haben bisher in 4 verschiedenen Anlagen eine positive Wirkung erzeugt. Meine Erstlingswerk,
dicke Kupferplatte mit versilberten Leitern, macht keinen Spass mehr. Obwohl sie mir anfangs gefiel. Das bessere ist eben des guten Feind.
Allen anderen viel Erfolg bei eigenen Versuchen !

Gruss
Stephan
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Beitragvon Salvador » 15.04.2019, 08:30

Hallo Stephan,

vielen Dank für Deine Ausführungen, die eine sehr gute Zusammenfassung Deiner Erfahrungen aus dem Open-End-Forum darstellen!

Kannst Du mir auch Hinweise dazu geben, wie am besten ich Geräte erden könnte? Lieber über Cinch/XLR oder lieber per Gehäuseschraube (per Groundingbox)?

Danke und beste Grüße,
Andi
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Beitragvon SolidCore » 15.04.2019, 18:20

Hallo Andi

Mit der Groundingbox würde ich an Gerätegehäuse gehen. z.B mit einer Deckel-oder Rückwandschraube, die nicht lackiert ist. Immer pro Gerät eine eigene Box!
Für die Cinch Minus Pole (Signalgrounding) empfehle ich dann eher die Stecker. Man kann problemlos beides zusammen einsetzen. Die Wirkung erhöht sich. Meist reichte jedoch eins von beiden.
Hatte die Box auch an Schutzerde der Netzleiste versucht. Dort gefiel sie mir nicht, kann aber, je nach Leiste, zumindest mal versucht werden.

Nochmal kurz zum Cinch-Abschlussstecker am Sub:
Dies ist nur vorteilhaft, wenn im Stecker UPOCC Silber ist. Ein Vergleichsstecker mit vergoldetem Draht spielte nachteiliger als ohne. Das Brummeln erhöht sich, er fängt an zu matschen. Die Silbervariante jedoch erzeugt ein besseres Durchzeichnen, der Sub verliert sein "Eigenleben".

Gruss
Stephan
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Beitragvon Hans-Martin » 15.04.2019, 23:28

Hallo Stephan,
darf man das alles so verallgemeinern?
Es macht vermutlich einen Unterschied, ob die zentrale Einheit (mit welchem Querschnitt?) schutzgeerdet ist oder nicht.
Es gibt Audiokabel mit niederohmigem Schirm und Kabel mit geringerem Querschnitt an dieser Stelle (wo Geräte stärker brummen, wenn beide schutzgeerdet sind).
Ein Stecker auf einer Cinchbuchse an einem Subwoofer weckt bei mir sofort die Gedanken, dass beide Buchsen per Widerstände auf den gemeinsamen Eingang gemischt werden, und dass bei der vergoldeten Oberfläche (meist über einer Nickelschicht) darunter ein unbekanntes Plastikmaterial den Abstand zur nicht vergoldeten (clevere Chinesen wissen, wo man unbemerkt sparen kann) Innenbuchse besorgt. Leiterbahnmaterrial verbindet alles, das ist aufgewalztes Kupfer auf Klebeschicht auf Epoxy. Nach diesem -je nach Hersteller variablem- Materialcocktail soll ein spezielles Steckermaterial den Segen bringen?
Beim Subwoofer sind nach meiner Beobachtung die Mikrofonieeigenschaften des Kabels wichtiger.
YMMV
Grüße
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Beitragvon SolidCore » 16.04.2019, 00:35

Hallo Hans-Martin

Natürlich darf man das nicht. Deswegen tat ichs auch nicht. Ich schrieb: Versuchen.

Natürlich ist das Signalkabel zum Subwoofer enorm wichtiger, vielleicht sogar viel wichtiger, als so manch einer denkt. Diese Thematik hatte ich früher schon einmal angesprochen, ebenso die Wichtigkeit eines passenden Stromkabels an Subwoofers. Und ja, natürlich klingt das erstmal unvorstellbar, wenn ein anderer Draht in einem Abschlussstecker, oder an der Groundingbox, hörbare Veränderungen zeigt.
Genau aus diesem Grund habe ich es erwähnt. Du brauchst es nur nachzustellen, und entdecken.
Und falls eine ansonsten gut gemachte Groundingbox partout keine Verbesserung erzielt, hat man nun einen möglichen Grund dafür.

Gruss
Stephan
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