Konzept für eine aktive, Acourate-gesteuerte 3-Wege-Box

Lautsprecherbau und -tuning

Beitragvon Jupiter » 06.12.2017, 16:50

Hallo Alwin ,
Die Kurven rufen geradezu nach Basotect an der Decke und Steinwolle Rockwool Sonorock für die Ecken.
Melde dich Heute Abend doch mal, dann kann ich dir einige Messungen zeigen wie das Wirken kann.

Gruß Harald
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Jupiter
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Beitragvon Mister Cool » 07.12.2017, 11:38

Quall der Wahl
Auf der Suche nach dem optimalen Aufstellungsplatz für die Lautsprecher und den Sitzplatz, habe ich einige Aufstellungsombinationen ausprobiert und am Sitzplatz vermessen (noch mit den alten Lautsprechern):

1. Lautsprecher in verschiedenen Abständen von der Frontwand (90cm, 170cm und 250cm)
2. Sessel in verschiedenen Abständen von der Rückwand (70cm, 110cm und 150cm)

Hier eine Übersicht

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und hier die Messergebnise (1/6 Glättung) zu Lautsprecheraufstellung

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und zu Sesselaufstellung

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Was würdet Ihr nehmen? Gibt es weitere Messungen (RT60, Wasserfal, IR,...) die bei dieser Entscheidung hilfreich wären

Grüsse,
Alwin
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Beitragvon spendormania » 08.12.2017, 13:59

Hallo Alwin,

ehrlich gesagt sieht das alles ziemlich gruselig aus. Ich glaube auch nicht, dass Du mit den B&Ws in diesem Raum auf einen grünen Zweig kommst. Insofern würde ich die Dinger so aufstellen, wie es am erträglichen klingt und mich ansonsten an den Bau der neuen Lautsprecher machen.

VG
Ludger
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Beitragvon chriss0212 » 08.12.2017, 14:25

Hallo Alwin,

wenn ich mir die Messung an der Sesselposition anschaue... ist das mit Subwoofer?

Dann sähe das so aus, als wäre der evtl. in der Phase gedreht! Das würde das extreme Loch erklären.

Die anderen Messungen sind ja erst recht gruselig... wo stand denn da das Mikrofon?

Grüße

Christian
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Beitragvon Mister Cool » 08.12.2017, 15:12

Hi,

ich nutze zwar einen Subwoofer, aber der war bei den Messungen bewust ausgeschaltet. Das Mikro war immer senkrecht 15cm vor der Kopfstütze des Sessels also "zwischen den Ohren" platziert.
Ziemlich kompliziert das ganze. Ich befürchte, dass der gebaute Lautsprecher aufgestellt an der gleichen Stelle wie die B&Ws, nicht viel daran ändern wird. Vielleicht sollte ich einfach umdenken und das ganze Setup um 180° drehen, sprich die Lautsprecher und den Sessel andersrum aufstellen.

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Die wandnahere Aufstellung der Lautsprecher scheint laut Messung (entgegen der Erwartungen) die ausgewogenere zu sein. Rein optisch würde mir diese Variante sowieso besser gefallen (ruhiger Hintergrund)

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Wie heißt das noch mal: "Probieren geht über Studieren..." -> also einfach alles umdrehen und noch mal messen...
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Beitragvon wgh52 » 08.12.2017, 17:29

Hallo Alwin,

ich gebe zu bedenken, dass es zumindest riskant ist, von den B&Ws auf die noch nicht gebauten Lautsprecher zu schließen!

Welchen on- und off-axis Frequenzgang (bzw. welches Bündelungsmaß) werden die Neuen denn haben?
Welchen on- und off-axis Frequenzgang (bzw. welches Bündelungsmaß) haben die B&Ws?
Welche raumakustischen Maßnahmen sind geplant? Themen: Nachhallzeit und Reflektionen von der LS Position zum Hörplatz
.......

Unser Gert (Fortepianus) hat beispielsweise viel Aufwand in die akustische Raum- und Wand/Decken/Bodenbehandlung gesteckt bevor überhaupt Lautsprecher in den Raum kamen. Nachdem Du ja offensichtlich sorgfältig vorgehen möchtest, wäre also (möglicherweise unter Einbeziehung der präferierten Raumaufteilung und Anlagenplatzierung) an Raum und Wänden anzusetzen, dann erst bei den Lautsprechern. Bei den Laiutsprechern ist es dann wichtig neben ausgewogenem Verhalten auch das Richtverhalten zu optimieren, dann kommt mbMn bestimmt was überdurchschnittliches dabei heraus!

Viel Erfolg und Spaß bei der Realisierung!
Winfried

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Beitragvon Mister Cool » 08.12.2017, 21:23

Hi,
Ich bin da nicht „der große Meister“ auf diesem Gebiet, aber wenn ich mir die Messdiagrame anschaue, dann liegt die „Hauptproblemzone“ unter 200Hz. Das dürfte ein Bereich sein, wo der Bündelungsmass und das auf der Achse/ausser-Achse Verhalten eher kleine Rolle spielt (Omnidirektionale Ausbreitung im Bassbereich). Deshalb würde ich bei der gleichen Aufstellung keine grosse Unterschiede zwischen der B&W und der (ich nenne sie so) 3Cube erwarten.
Zu den Raumtuning-Massnahmen.
Wie gesagt, mein Hauptfokus liegt beim bekämpfen des Dröhnens / im Bassbereich. Dazu gibt es schon ideen ob man etwas machen kann. Die Seitenwände bleiben unangetastet - meine selbsgemalte Kandinskys, Marcs, und Modiglianis die da hängen, bleiben wo sie sind ;-) Ich bin nicht bereit kompromisslos alles der Akustik unterzuordnen (ich bin ein „Ästhet“).

Bevor ich „auf Verdacht“ schon etwas unternehme, drehe ich den ganzen Krempel zuerst um, probiere andere Aufstellung aus, dann sehen wir, was passiert :-)
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Beitragvon Jupiter » 08.12.2017, 21:35

Hallo Alwin,

Hört man mit schlechter Raumakustik verhält es sich wie mit einem Sehfehler.
Wehe man macht den Fehler und läßt sich eine Brille anpassen.

Liebe Grüße Harald
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Beitragvon Sathimas » 31.01.2018, 12:57

Die Bassfallen in den Ecken waren Resonatoren, wenn ich das richtig verstanden habe?

Sinniger wäre Eckabsorber aus Steinwolle, damit kannst du auch im Tiefbass eine relavante Wirkung erzielen, so sie denn dick genug sind. Damit wird ja auch in den Studios gearbeitet.

Helmholtz-Resonatoren sind eine prima Sache, aber man muss sie eben sorgfältig abstimmen - im Raum! Meine beiden waren zwar auch exakt berechnet, im Raum hat es dann aber doch um ein paar Herz nicht gepasst.

Acourate kann dir im Bassbereich sehr weit helfen, gerade wenn man noch mit Vorfiltern oder virtuellem Gegenbass spielt, aber letztlich bleibt es eine Krücke - wenn auch eine aus Carbon mit Raketenantrieb, bildlich gesprochen.

Ich verfolge dein Thema übrigens auch sporadisch "drüben" im DIY-hifi-Forum. Für mich ist auch die Acourate-Aktierung interessant, da ich etwas ähnliches plane. Vermutlich werde ich aber eher als du richtig anfangen.
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Beitragvon Mister Cool » 31.01.2018, 18:08

Hallo,

aus einem für mich unerklärlichen Grund sind viele früheren Bilder-Links kaputt, und ich nicht sicher bin, was die anderen sehen können habe ich zumindest die wichtigsten Bildern aktualisiert, damit wir sehen und verstehen können, wovon ich spreche.

1. Designstudie - meine Vorstellung, wie die geplanten Lautsprecher und die dazugehörige Elektronik (DSP + 6-Kanalendsstufe) aussehen sollen

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2. Funktionsschema – welche Hardware-/Software-Module eingesetzt werden und wie sie miteinander spielen

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3. Stand heute - die ersten, zum Teil fertigen und bestücken Module

- DSP und Endstufen (furniert, gebeizt aber noch nicht final lackiert)

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- DSP ist zuerst mit einem „vorläufigen“ Ersatz-DSP bestückt

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Die Endstufe ist zuerst nur 2-kanalig bestückt

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Das Horngehäuse ist fertig (ohne Finalanstrich)

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Die dazu passende Beleuchtung :mrgreen: -> „Resteverwertung“ gebastelt aus übrig gebliebenen Furnierststücken ist auch fertig

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Da entgegen der weit verbreiteten Meinung „das Geld liegt auf auf der Strasse, man muß sich nur bücken“ habe ich da noch keins gefunden (ich würde mich schon gerne bücken), also musste ich ein Baustop einlegen und warten, bis sich das Konto erholt hat und die weitere Finanzierung gesichert ist. Dann geht es weiter :D

Das Thema Helmoltzresonatoren, Raumakustik usw. habe ich in einen getrennten Thread ausgelagert.

viewtopic.php?f=28&t=9235

Auch das Thema Steinwolle in den Raumecken werde ich dort verfolgen. Dazu gibt es schon bestimmte Ideen. Mehr dazu in Kürze

Grüsse,
Alwin
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Beitragvon Matty » 31.01.2018, 18:24

Hi Alwin,

ich finde das Design vor allem der Elektronik-Gehäuse genial. Gefällt mir richtig gut! :cheers:

Woher stammt denn der Innenteil des Gehäuses, also Front-, Rück- und Bodenplatte?
Sind die selbstgebaut oder gibt es die irgendwo fertig zu erwerben?

Viele Grüße
Matthias
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Beitragvon Mister Cool » 31.01.2018, 18:39

Hallo Mathias,

es ist alles im wahrsten sinne des Wortes selbst geschnitzt. Jede Leiste, Plate ist eigenhändig gesägt, gebohrt, gefräst, geklebt, furniert, geschraubt... Mit den primitivsten Werkzeugen in der Küche auf der Arbeitsplatte!!! (mein Lieblingsarbeitsplatz; neben Musik und Basteln gibt es noch ein paar weitere Leidenschaften)

Wo der Wille da der Weg. Ich bin ein "Weltmeister" im Basteln und Resteverwertung :-)

Es ist ein Mordsaufwand, aber dafür ist das Ergebnis absolut einzigartig und furs Geld nicht zu bekommen...

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Beitragvon grobian.gans » 31.01.2018, 18:45

Wollte nur kurz den Hut ziehen :cheers:

Grüße

Hartmut
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