LAN - Switch Modifikation

Musikwiedergabe über PC und Mac

LAN - Switch Modifikation

Beitragvon 190er-audio » 17.08.2018, 23:17

Guten Abend,
ich möchte meine LAN Switch modifizieren und hoffe etwas Hilfe dabei finden zu können. Als Grundlage dient ein D-Link DGS-108. Die Switch ist bereits mit einem linearem Netzteil versorgt. Jetzt möchte ich die Kondensatoren und die Clock tauschen.
Original-Clock
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Clock ausgelötet:
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Es soll eine Neutron Star Clock verbaut werden
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Würde mich darüber freuen, wenn mir jemand sagen kann, an welchen Stellen (+/-) auf der Platine das Coax Kabel von der Clock gelötet werden muss. Bin dahingehend leider noch unerfahren.

Die Kondensatoren würde ich auch gerne tauschen. Elna silmic 2 oder was würdet ihr nehmen?

Vielen Dank
Schöne Grüße
190er-audio
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Beitragvon 190er-audio » 18.08.2018, 11:27

Hallo,
ich habe die Verbindungsstellen gefunden. Werde bald mit Bildern berichten. Schöne Grüße
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Beitragvon Dilbert » 18.08.2018, 13:03

Hallo 190audio

was ist denn die Intention die Clock im LAN-Switch zu wechseln? Was versprichst Du Dir davon?

Grüsse

Dilbert
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Beitragvon HenSch » 18.08.2018, 13:10

Bitte vergiss nicht die beiden SMD Kondensatoren zwischen dem ehemaligen Quarz und dem Kühlkörper zu entfernen! Einer der beiden liegt sonst zwischen dem neuen Clock-Signal und GND und verzerrt das Clock-Signal unnötig. Siehe Einbauanleitung von NewclassD.
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Beitragvon 190er-audio » 18.08.2018, 23:01

Hallo,
der Versuchsaufbau ist abgeschlossen und funktioniert. Die SMD Kondensatoren sind auch raus, was unbedingt notwendig ist, da sonst das Klangbild durch Unruhe etc. zerstört wird. Vielen Dank für die wichtige Info.
Klanglich bin ich begeistert und froh darüber, dass sich der kleine Aufwand merklich
gelohnt hat. In allen Bereichen hat das Hörerlebnis zugenommen. Vor allem die Zunahme der Räumlichkeit in die Tiefe und Breite, Mikrodetails, der Körper um die Instrumente und Stimme, als auch eine detaliertere, straffere Basswiedergabe. Das Klangbild ist auch klarer geworden und musikalischer (weniger nervig).
Bei Tageslicht werde ich Bilder vom Versuchsaufbau mit linearem Netzteil und Neutron Star Clock nachliefern.
Vielen Dank für die Mithilfe
Grüße Harut
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Beitragvon 190er-audio » 19.08.2018, 13:46

Hallo,
Versuchsaufbau - Komponenten
-Lineares Netzteil mit S11 PSU und R-Core Trafo.
-D-Link-DGS 108 LAN Switch
-Neutron Star Clock mit dazugehörigem Netzteil
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Switch-Clock vor dem Umbau:
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Nach Entfernung der Clock / Lötpunkte Coax Kabel / smd Kondensatoren der alten Clock noch verbaut
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Verbindung neue Clock und etfernte smd Kondensatoren
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Als nächstes erfolgt der Einbau der Komponenten in das PC Netzteilgehäuse. Die Verbindungsstrecken werden dann maximal gekürzt und es wird ein anderes Netzteil zum Einsatz kommen.

Schönen Sonntag
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Beitragvon v_erich » 19.08.2018, 20:54

Hi, nach Deinem S11 folgt im Switch aber direkt noch ein Schaltnetzteil das die Core Spannung für den Chipsatz bereitstellt.
Könntest mal schauen ob die Versorgungspannung noch wo anders hinführt oder nur zu dem Regler, dann könntest das S11 auf diese Spannung einstellen und den DC/DC Regler überspringen.

Schöne Grüße,
Erich
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Beitragvon HenSch » 19.08.2018, 22:02

Hallo Harut,

jetzt habe ich mir das Foto vom dem Versuchsaufbau in Gänze noch genauer angesehen. Wenn ich das richtig sehe, hast Du alle Netzteile mittels einer Verschraubung auf der Metallplatte auf GND gelegt. Weil Du auch über die Zuleitung zwischen dem clock-Netzteil und dem NeutronStar eine GND-Verbindung hergestellt hast, gibt es nun eine sog. ground-loop, die sich in meiner Erfahrung sehr oft negativ auf den Klang auswirkt - auch und gerade bei empfindlichen digitalen Schaltungen.

Also ich würde ich Dir dringend empfehlen, versuchsweise mal die Verschraubung des NewclassD-Netzteils mit der Metallplatte zu lösen. Könnte nochmal was bringen.

Viele Grüße, Henning

P.S.: GND vom Newclassd-Netzteil und von dem Neutron Star würde ich an Deiner Stelle mal probeweise komplett frei floaten lassen, also weg von der Masse der anderen Geräte nehmen. Wenn Du wie unten an der Platte angedeutet auch noch die Schutzerde vom Stromnetz mit aufgelegt hast, dann hat die Maßnahme denke ich gute Aussicht auf einen klanglichen Erfolg.
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Beitragvon 190er-audio » 19.08.2018, 22:53

Hallo Henning, danke für den Hinweis mit dem GND, werde es Morgen testen.
Erich, auch hier werde ich nochmal genauer schauen, werde dann berichten. Bin gespannt, wie weit man das ganze noch klanglich treiben kann. Freue mich über jeden Tipp :)
Schöne Grüße Harut
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Beitragvon *Oliver* » 20.08.2018, 16:58

Hallo.
Ich bin mal neugierig...
Aqvox bietet eben genau diesen D-Link Switch mit eigenen Modifikationen an .
Entsprechen deine Maßnahmen denen von Aqvox ?

Beste Grüße,
Oliver
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Beitragvon Hans-Martin » 20.08.2018, 17:17

Hallo Harut,
eine Clockplatine würde ich immer schwimmend lagern, nie an eine Fläche festschrauben. Mechanische Schwingungen des Untergrunds überlagern sich zu den Schwingungen des Quarzes und erzeugen so Jitter, was dem Ziel einer externen Clock zuwider läuft.
Ein Trafo in der Nachbarschaft ist auch keine optimale Bedingung (Streufeld, Vibrationen).
Grüße
Hans-Martin
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Beitragvon 190er-audio » 21.08.2018, 10:27

*Oliver* hat geschrieben:Hallo.
Ich bin mal neugierig...
Aqvox bietet eben genau diesen D-Link Switch mit eigenen Modifikationen an .
Entsprechen deine Maßnahmen denen von Aqvox ?

Beste Grüße,
Oliver


Hi Oliver,
leider weiß ich nicht was Aqvox tatsächlich modifiziert...es gibt auch keine Aufnahmen, wo ich dies entnehmen könnte. Grundsätzlich bin ich schon mit dem Upgrade der Clock und des Netzteils sehr zufrieden, allerdings hoffe ich noch andere Punkte finden zu können, die noch etwas bringen. Der hier bereits angesprochene Ground-Loop wird natürlich gelöst.

- Kondensatoren tauschen
- Schaltnetzteil der Switch umgehen, wenn möglich
- Lagerung der Platinen(Clock) / Vermeidung von Vibrationen durch Dämmung etc.

hier noch die gelisteten AQVOX-Modifikation von deren Homepage:
Wir bitten um Verständnis, das wir hier keine zu genauen Details preisgeben.
Die Gehäuse sind mit einem Sicherheits-Hologrammversiegelt und alle Modifikationen sind von Vergussmasse verdeckt.
Die Klangqualität bzw. zu erwartende Klangverbesserung lässt sich nicht einfach anhand von Features oder speziellen Bauteilen beurteilen.
"State of the Art" LAN Signal-Entstörung und Optimierung.
Durch den Einsatz von Bauteilen aus der audiophilen Technik in der Stromversorgung und von AQVOX entwickelten innovativen Signalentstör-Konzepten, ist AQVOX ein Quantensprung in der Verbesserung der Signalqualität bei der Übertragung von Media-Digitaldaten über LAN gelungen. Die Datenpakete erfahren eine präzisere Neutaktung. Die dem Klang abträglichen Rauschanteile (EMI), induziert durch Quellen wie PC, NAS, Router, sowie durch die Netzwerk-Kabel, werden weitestgehend eliminiert.

Zusätzliche Modifikation der SE Version:

Die Klangqualität bzw. zu erwartende Klangverbesserung lässt sich nicht einfach anhand von Features oder speziellen Bauteilen ableiten.

- In die SE Version haben wir unsere neu entwickelte Phasenkorrektur integriert, die erstmalig im AQVOX USB-Detoxer QL 2 zur Anwendung kam und zu mehr Raum, sowie zur Verbesserung der Definition und Impulstreue beigetragen hat.

- Der neue, optimierte Oszillator, den wir zusätzlich mit einem Tuning versehen haben, ist ein um den Faktor 10 präziserer Taktgeber. Präzisere Fokussierung und Definition ist der Gewinn.

- Die Peripheriebeschaltung des Switch Controllers haben wir mit zusätzlichen Entstörkomponenten abgestimmt. Ein Plus an Räumlichkeit.



- Die internen Stromversorgungskreise sind nun mit zusätzlichen ultra-schnellen Kondensatoren sorgfältig optimiert.

- Das Metallgehäuse mit schwerem Butylkautschuk auszukleiden und somit zu beruhigen, hat auch einen Beitrag zur klanglichen Verbesserung geleistet. Schwärzerer Hintergrund, ein Quentchen mehr Ruhe im Klangbild.



- Auch das Netzteil haben wir noch weiter optimieren können.
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Beitragvon Hans-Martin » 21.08.2018, 12:03

Hallo,
in den 1980ern haben Hersteller gern die Aufdrucke von ihren Halbleitern entfernt, um Nachahmern das Leben zu erschweren. Die Kehrseite der Medaille ist, dass irgendwann der Produzent Taxi fährt oder Pommes an der Bude verkauft oder sich wegen Krankheit aus dem Geschäft zurückzieht, und der Besitzer des Gerätes bei einer irgendwann erfoderlichen Reparatur es abschreiben kann.
Ich habe bei einer ausgezeichneten Omtec Antares Phonostufe einen Reparaturversuch abgebrochen, der Bauschaum im Gehäuse machte das sehr gute Produkt zum Wegwerfartikel (der Inhaber der gut gehüteten Pläne steht nicht mehr zur Verfügung). Für die Ewigkeit sind solche Geräte nicht gebaut, Elkos halten nur begrenzte Zeit, Schalter (Mäuseklavier) machen irgendwann Kontaktprobleme usw.
Vergießen oder Bauschaum reduziert Mikrofonieeffekte, kann klanglich gerechtfertigt sein, schützt aber auch das Know-How vor Plagiaten. Servicefreundlich ist es nicht, aber dafür hat der Hersteller vermutlich eine Rücklage gebildet, geprüftes Austauschgerät aus Lagerbestand statt individueller Reparatur.
Aqvox lässt sich das Entwicklungs-Know-How per modifiziertem Gerät bezahlen. Wenn sie verraten, was sie ändern, verbreitet sich die Information über interessierte Foren und entwertet die geistige Leistung, reduziert sie auf den Preis der erforderlichen Bauteile, man denke auch an Mark Levinsons Red Rose Music und die Chinafertigung (umgelabelt - kein weiterer Unterschied?), schnell sprach sich das herum. Oder auf der Lampizator Webseite wird das Theta CD-Transport als leicht modifizierter Philips Laserdiscplayer im neuen Gehäuse enttarnt (aber das wussten Insider schon lange und schnappten sich Geräte aus der Lagerauflösung dieses Artikels), andere High-End Anbieter haben Marantz CD-Player in eigene Gehäuse verpackt, mit Netzfilter versehen und zum vielfachen Preis in Umlauf gebracht, oft durch bessere Performance zumindest im Ansatz gerechtfertigt (der Rest mag Marketing gewesen sein).

Wenn man sein eigenes Gerät tunt, nach jedem einzelnen Schritt den Fortschritt bewertet und sicherstellt, dass der Schuss nicht in die falsche Richtung geht, ist man doch auf der sicheren Seite...
Grüße
Hans-Martin
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Beitragvon sunny_time_99 » 03.12.2018, 16:53

Welche Frequenz benötigt der Router? 25MHZ?

Vielen Dank für dein Posting. Die Aqvox-Geschichte finde ich nicht so interessant, da wird mir Zuviel mit Informierung gearbeitet. Aber so, wie hier mit der Neutron Star und meinen Netzteilen könnte ich mir da was sehr interessantes vorstellen.

Beste Grüße

Sunny
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Beitragvon 190er-audio » 16.12.2018, 10:22

Die Switch benötigt 25 mhz.
Der Umbau lohnt sich klanglich auf jeden Fall.
Ebenso wichtig ist die Stromversorgung mittels eines guten linearen Netzteiles, als auch das Netzkabel.
Die Clock hat jetzt keine Verbindung zur Masse. Das Netzteil der Neutron Star hängt bei mir aber an ground und dies wirkt sich für meine Ohren positiv aus.
Grüße Harut
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