NAS oder Musikserver - Vor-und Nachteile

Musikwiedergabe über PC und Mac

Beitragvon h0e » 14.09.2018, 19:49

Hallo Harald,

es wurde in diesem Forum meines Wissens nach von allen nur am Klang interessierten Menschen berichtet, dass das Trennen von Renderer und Daten(grab) sich klangfördernd auswirkt.
Natürlich sollte man sich dann auch mit Netzwerk Strippen je nach Bedarf mit Isolatoren, LWL Übertragen und Switchen auseinander setzen.

Theoretisieren hilft nicht, Probieren und Hören ist Pflicht.

Grüsse Jürgen
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h0e
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Beitragvon Horse Tea » 14.09.2018, 21:54

h0e hat geschrieben:Theoretisieren hilft nicht, Probieren und Hören ist Pflicht.


Ganz meine Meinung :cheers:.

Viele Grüße
Horst-Dieter
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Beitragvon Horse Tea » 14.09.2018, 21:59

Sigi M. hat geschrieben:
ich habe 3 Quellen verglichen:
- USB externe Festplatte 4 & 5 TB
- interne SSD
- 5 TB NAS von Synology

Die SSD klingt eher etwas hart. Das NAS war erst zufriedenstellend nachdem ich hochwertige Netzwerkkabel eingesetzt habe, unbedingt einen Switch vermeiden. Am besten klang erstaunlicherweise die externe USB Platte ,mit USB Filter Dongle von Würth. (USB Hierarchie beachten!!)
Trotzdem bin ich beim NAS geblieben, weil es den besten Komfort bietet, und mit dem Netzwerkkabel praktisch so gut wie die externe USB klingt.

...

Hoffe das hilft Dir auch ein wenig weiter.


Danke Sigi, das hilft durchaus weiter.

Viele Grüße
Horst-Dieter
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Beitragvon Horse Tea » 14.09.2018, 22:04

h0e hat geschrieben:Melco hatte ich mit Synology verglichen.
Auf beiden lief Minim und FFMPEG.
Damit ergab sich ein Patt.


Hallo Jürgen,

danke, gut zu wissen. Das hat Gewicht, weil ich Deine Synology bei mir zu Hause gehört habe.

Viele Grüße
Horst-Dieter
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Beitragvon Sigi M. » 20.09.2018, 14:18

Mister Cool hat geschrieben:
Du kannst doch in das externe USB Gehäuse genau die gleichen Platten verbauen. wie in ein NAS System
stimmt

Ich verstehe Deine konfiguration nicht. Angenommen die daten liegen auf dem NAS, aber die Medienverwaltung mach der PC (JRiver?) und die Faltung macht AcourateConvolver oder JRiver, wozu brauchst Du dann das NAS bzw. inwiefern steigert es das Komfort? Dann wäre die USB Platte einfacher, billiger und besser.
Raid, Datensicherheit, Netzwerkstorag , nicht nur für mich alleine für zu Hause, Sicherungskopie des NAS läuft nebenher ohne den PC etc etc.

Was mir bei NAS nicht gefällt (wen man es mit Faltung haben will) ist, das man wegen ConvoFS auf die FLACs eingeschränkt ist
Na Ja, das ist ja nicht als Fehler des NAS zu betrachten, das ist eine Möglichkeit, die man nicht nutzen MUSS

Wenn ich einen Weg finden würde, die Daten ausserhalb des NAS Systems auf dem Wege zum DAC zu falten, abewr ohne den PC dazwischen zu schalten, dann würde ich definitiv NAS nehmen.
Ja das wäre die perfekte Sache


NAS ist nicht muss, sondern kann und modern, eine USB Dockinstation mit bspw. 2 x 8 TB (eine für Sicherung) könnte man als ähnlich wertige Lösung betrachten, so lange es nur um Musik geht
Viele Grüße
Sigi
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Beitragvon Bajano » 20.09.2018, 15:43

Sigi M. hat geschrieben:...
Am besten klang erstaunlicherweise die externe USB Platte ,mit USB Filter Dongle von Würth. (USB Hierarchie beachten!!)
...

Hallo Sigi,

da ich meine Festplatte mit den Audiodateien über USB an meinem HTPC mit RoonServer angeschlossen habe, interessiert mich der von Dir erwähnte und empfohlene USB-Filter von Würth. Könntest Du bitte eine Verlinkung zu einer Bezugsquelle posten?

Danke & viele Grüße,
Oliver
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Beitragvon hkampen » 21.09.2018, 22:18

Hi,

ein NAS mag modern sein, aber der entscheidene Vorteil gegenüber einer USB-Platte ist der RAID - wenn man ihn denn nutzt. Wenn man ein paar Terrabite Musik und Filme hat und eine Platte raucht ab, ist so eine Sicherung gold wert. Nur: eine USB-Festplatte am NAS ist dann Kokolores.

Grüße
Harald
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Beitragvon Mister Cool » 21.09.2018, 23:09

hkampen hat geschrieben:Hi,

ein NAS mag modern sein, aber der entscheidene Vorteil gegenüber einer USB-Platte ist der RAID - wenn man ihn denn nutzt. Wenn man ein paar Terrabite Musik und Filme hat und eine Platte raucht ab, ist so eine Sicherung gold wert. Nur: eine USB-Festplatte am NAS ist dann Kokolores.

Grüße
Harald


Ich sehe es andersrum. RAID hat mit Datensicherung nichts zu tun!
Beim RAID geht es entweder um Performance oder Systemverfügbarkeit oder Datensicherheit (nicht Datensicherung) oder um Kombinieren/Verbinden von kleinen Festplatten zu einem grossen Volume.

Hier Beispiele

Raid 0 -> auf mehrere Festplatten verteiltes Schreiben/Lesen -> steigert den Datendurchsatz -> für Musik unnötig

Raid 0 -> kombiniert kleine Festplatten zu einem Volume -> heutzutage unnötig (ich bekomme eine Festplatte mit 8-12 TB am Stück)

Raid 1 -> auf mehreren Festplatten gespiegelte Daten -> steigert die Systemverfügbarkeit (!!!) -> unnuterebrochener Betrieb beim Ausfal einer Festplatte ("hot swap"). Für Musik sinnlos (ich brauche keinen unnuterbrochenen 24/7 Betrieb.

Und es ist keine Datensicherung!!! Wenn ich per Bedienfehler eine Datei lösche, dann ist sie auf beiden Festplatten weg, wenn die Daten per Virus befallen werden, dann auf beiden gleichzeitig, wenn....
Also nix Datensicherung ;-) Von der gespiegelten Festplatte kann man nichts zurück kopieren, die ist auch futsch!

Wenn ich DATENSICHERUNG haben will, dann muß ich den Inhalt des NAS Systems auf ein weiteres externes Medium (USB-Festplatte,Bandlaufwerk,...) kopieren, das Medium abklemmen und in einen Schrank stellen.

Wann bring also ein NAS Vorteile in einer Audio/Musikwiedergabe-Kette?

Wenn die "Inteligenz" des NAS-System (das integrierte Betriebssystem mit den passenden Applikationen/Softwaremodulen) zum Aufbau, Verwaltung und Bereitstellung der Mediendatenbank genutzt werden. Dadurch kann man eine PC-lose Audio-Wiedergabekette aufbauen.

Und das geht auch mit einem NAS mit nur einer Festplatte!

Ich habe die ganze letzte Woche damit verbracht ein Synology DS218+ bestückt mit nur EINER 8TB Festplatte als Musikserver zu testen (also nix Kokolores :D )
Ein NAS hat sicherlich einige Vorteile und interessante Features, aber die meisten "missverstanden" angeblichen Vorteile (siehe oben) kann man einfacher, billiger und flexibler mit einem Mac Mini oder einem Windows PC erledigen.

Grüsse,
Alwin

https://www.tecchannel.de/a/raid-im-ueb ... s-7,401665
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Beitragvon Dilbert » 22.09.2018, 22:10

Hallo Alwin

2 Einsprüche Euer Ehren:
ja, ein Raid 5 ist keine Datensicherung, aber es kann eine Festplatte ausfallen, und ich habe keinen Datenverlust, wenn ich sie rechtzeitig erneuere. Hilft nicht bei unbeabsichtigtem Löschen, aber dazu gibt es andere Funktionen ("Papierkorb"), die hier helfen Fehlbedienungen ungeschehen zu machen (damit habe ich letztens meine gesamten1200 FLAC-Files wieder herstellen können).

nein, ein NAS im Hörraum ist tatsächlich fragwürdig, und auch ich möchte keinen Lüfter oder andere Laufgeräusche von Festplatten im Hörraum haben. Aber bei aktuell 3,2 TB an Daten (Musik, Bilder Videos) wird es mit einer integrierten MacMini/SSD-Lösung schon schwer. Mein MacMini ist deshalb nur Audio/Video-Server und das NAS steht weit weg vom Hörraum. Und nein, ich höre keine Unterschiede zwischen Switch-Netzteilen, da zwischen meinem NAS und meinem MacMini nur paketorientierter TCP/IP-Verkehr stattfindet :D .

Grüsse

Frank
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Beitragvon Mister Cool » 22.09.2018, 22:27

Hi Frank,

es spricht nichts dagegen den Mac Mini dort hinzustellen wo das NAS steht, dann ist er auch nicht zu hören.

Bevor ich Geld in eine Redundante RAID Festplatte stecke, nehme ich lieber eine TimeMachine oder eine echte externe Datesicherungs-Festplatete. Dann habe ich eine "echte Datensicherung".
Sollte mal (alle 4-5 Jahre) eine Festplatte den Geist aufgeben, finde ich die Zeit sie auch in einem nicht laufenden Betrieb auszutauschen.

Es gib auch andere "Ausfall-Ursachen", nach denen man die Daten per Mühlkorb nicht mehr restaurieren kann ;-)

Aber das muß jeder für sich selbst entscheiden, wie wichtig ihm eine verlässliche Datensicherung ist.

Meine wichtige Daten sind mindestens zweifach gesichert (TimeMachine in Realtime und abklemmbare externe USB-Festplatten zyklisch gespiegelt)

Grüsse,
Alwin
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Beitragvon cassco » 23.09.2018, 07:17

Dilbert hat geschrieben:Hallo Alwin

2 Einsprüche Euer Ehren:
ja, ein Raid 5 ist keine Datensicherung, aber es kann eine Festplatte ausfallen, und ich habe keinen Datenverlust, wenn ich sie rechtzeitig erneuere. Hilft nicht bei unbeabsichtigtem Löschen, aber dazu gibt es andere Funktionen ("Papierkorb"), die hier helfen Fehlbedienungen ungeschehen zu machen (damit habe ich letztens meine gesamten1200 FLAC-Files wieder herstellen können).

nein, ein NAS im Hörraum ist tatsächlich fragwürdig, und auch ich möchte keinen Lüfter oder andere Laufgeräusche von Festplatten im Hörraum haben...
Grüsse

Frank


Hallo Frank,

es geht IMHO nicht um das Löschen von Daten, für den Papierkorb brauchst du keine RAID. Wenn du aber z.B bei Konvertierungen einen Fehler machst, hilft dir kein RAID System dieser Erde, die Daten sind verhunzt...oder wenn du einen Überspannungsschaden hast...oder beim Update der Firmware das NAS ungünstig abraucht...
Meiner Meinung nach, braucht man die Ausfallsicherheit eines RAID Systems im privaten Gebrauch eher selten.
Eine Single Disk hat auch ihre Vorteile: günstiger, stromsparender und vor allem deutlich leiser.
Meine diskstation steht zusammen mit Fritzbox und Sonos Bridge in einem kleinen Schrank im Wohnzimmer und ist praktisch unhörbar. Entkoppelt mit 2 mal 3mm Moosgummiplatten, oben liegt ebenfalls eine Lage Moosgummi mit einem Riegel Auswuchtgewichte fürs Auto. Als Disk kommt eine WD Red zum Einsatz.

Zum Thema Klang leiste ich aber keinen Beitrag, ich sehe das eher nüchtern :wink:

Grüße
Sascha
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Beitragvon SolidCore » 23.09.2018, 09:11

Hallo zusammen

Das Eingangsthema finde ich überaus interessant. Seit kurzem steht auch bei mir ein Meitner DAC. So wäre die nächste Überlegung, wie befeuert man ihn denn nun mit einer klanglich hervorragenden Lösung, wenn es um gerippte Musikfiles geht. Mit meinem modifizierten Singxer SU-1 bestimmt schon mal auf hohem Niveau, aber besser geht immer. Und ein Hörtest muss es entscheiden.
Nun sind die letzten Beiträge doch sehr technisch und für mich nicht immer ganz verständlich. Es fehlt mir auch die klangliche Vergleichsmöglichkeit.
So werfe ich auch mal einen Linn Acourate, oder Aries G2 ins Rennen, die rein technisch einfacher zu handhaben sind. Aber auch diese wollen ja irgendwo ihre Musik herbekommen. Womit wir wieder beim Thema wären. So verfolge ich diesen Beitrag interessiert weiter. Dabei geht es mir persönlich um den maximal erreichbaren Klang. Datensicherheit, und Anbindung von anderen Geräten, oder zugriff von wo auch immer, ist dabei zweitrangig. Ich würde meine Musiksammlung immer, wie auch bereits erwähnt, auf einer zusätzlichen, externen Platte im Schrank aufbewahren. Sicher ist sicher.

Gruss
Stephan
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Beitragvon h0e » 23.09.2018, 10:29

Hallo Stephan,

Deine Frage nach maximalen Klang trieb Horst-Dieter als er den Eingipst startete.
Ich war darauf hin mit meinem NAS -auf dem Minimserver läuft - bei ihm und er war überascht,
dass trotz Powerlan Verbindung zwischen PC bzw NAS und seinem Linn Akurate deutlich das NAS heraushörbar war. Es klang einfach viel besser als der PC.
Der genutzte Server spielt allerdings auch eine Rolle.
So klingt der Synology eigene Medienserver deutlich schlechter als Minim,
Twonky auf einem Melco fand ich auch schlechter als Minim.

Ich persönlich habe ein Raid mit zwei Festplatten - Tolleranz im Betrieb,
d.h. es können zwei Festplatten ausfallen, bevor es zum Datenverlust kommt.
Das erhöht die Verfügbrkeit, denn mit der Zeit gehen die Platten schon auch mal kaputt.
Außerdem kann ich dadurch die Kapazität einfach erweitern,
eine Platte raus und gegen eine neue ersetzt, Raid neu organisiert,
anschließend steht mehr Speichplatz zur Verfügung.
Selbstredend gibt es eine Datensicherung.

Grüsse Jürgen
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Beitragvon Radiohörer » 23.09.2018, 11:02

Hallo,
ich hole auch die weiter oben geführte Diskussion zurück, in der Hoffnung, dass nicht zu viele verschiedene Fragen von verschiedenen Seiten gestellt werden und das ganze hier unübersichtlich wird, aber etwas ist ja bei allen gemeinsam...

Es geht um die Serverlösung vor einem Streamer, in meinem fall konret:
Soll ich die bestehende alte Synology-NAS (mit Minim) gegen einen Server wie z.B. Innuos (Zen oder Zenith II) tauschen, nicht nur um die Möglichkeit für Roon und idiotensicheres Rippen und dann auch lokales Speichern zu haben, sondern um sich davon auch klangliche Vorteile zu versprechen. Dahinter werkelt ein G-Linn Akurate.

Lohnt sich klanglich ein Innous (der mir an sich wirklich gut gefällt)? Oder was gäbe es Alternativen??

Danke, Balazs
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Beitragvon h0e » 23.09.2018, 11:41

Hallo Balazs,

klanglich glaube ich nicht, dass ein Innuos dem NAS die Butter vom Brot nimmt.
Wie oben beschrieben tuts ein Melco nicht, der Innuos ist dem Vernehmen nach nicht wirklich besser.

Für Synology gibt es auch ein Roon Server Paket.
Die Frage ist nur, ob das NAS schnell genug ist und genügend Speicher hat.

Für Rippen und taggen finde ich pers. einen PC optimal, aber das sehen manche anders.
Kommt eben drauf an.
Da hilft nur probieren.

Grüsse Jürgen
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