Erfahrungen mit China-Replikaten?

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Erfahrungen mit China-Replikaten?

Beitragvon plattenpuck » 11.07.2018, 07:48

Hallo zusammen,

hat jemand von Euch zufällig schon Erfahrungen mit China Replikaten gemacht?

Ich bin die letzten Tage hier über so etwas gestolpert:

http://www.diyerzone.com/audio-preamp/f ... ifier.html

oder http://www.diyerzone.com/audio-preamp/f ... reamp.html

... und habe mich gefragt, wie da die Qualität wohl sein mag :lol:

Freue mich über Feedback und Kommentare :cheers:
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Beitragvon Hans-Martin » 11.07.2018, 10:12

Hallo Plattenpuck,

wenn man die Kondensatoren gegen gute europäische Ware tauscht, wohl wissend, dass man in China nicht davor zurückschreckt, eigene Kondensatoren mit WIMA, Roederstein (heute Vishay), Philips, Epcos Labels zu bedrucken, könnte man ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bekommen. Der Vergleich mit einem Original muss dann allerdings noch bestanden werden.

Wer beim Lötzinn verschiedene Sorten mal verglichen hat (z.B. bei Kabeln mit ansonsten identischen Steckern und Basiskabelmaterial gleicher Laufrichtung), weiß, wie schwierig es sein kann, eine Replik zu identischem Kalng zu bringen.

Aber ein Plagiat bleibt ein Plagiat, wer das haben will ...

Grüße
Hans-Martin
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Beitragvon Siriuslux » 11.07.2018, 19:27

Hallo zusammen,

Und da gibt‘s keine Probleme bei der Einfuhr in die EU wenn der Hersteller schon selbst schreibt, dass er kopiert hat? Ich würde sowas nicht unterstützen wollen, dass man Intellectual Property einfach stiehlt. Wenn auch das Kopieren ja zu den in der chinesischen Schule gelernten Fähigkeiten gehört, denn etwas anderes ist ja das Erlernen der chinesischen Schriftzeichen nicht als Kopieren lernen.

Gruß, Jörg
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Beitragvon Hans-Martin » 11.07.2018, 21:11

Hallo,

die Chinesen denken anders. Es zeugt von einer Verehrung eines Produktes, ist eine Anerkennung des Herstellers, eine Reverenz, wenn man das Produkt vollständig kopiert. Auf der IFA werden jedes Jahr asiatische Hersteller (Plagiatoren) verhaftet, wobei die sich keiner Schuld bewusst sind ...

Gefälschte Markenklamotten oder Sportschuhe werden im großen Stil containerweise verschoben, da greift der Zoll gern mal zu. Aber bei einem einzelnen Elektronikprodukt wäre der Aufwand zu groß, da müsste man schon den gesamten Markt der letzten 10 Jahre kennen, um das Plagiat zu erkennen, zumal im diskutierten Fall wohl kaum MBL draufstehen würde.

Mir ist ein Fall bekannt, wo ein deutscher Ingenieur eines in China produzierenden deutschen Autohersteller beim Zoll mit 5 gefälschten Rolex-Uhren auffiel. Hätte er nur eine gehabt, zum persönlichen Gebrauch, hätte man wohl nichts gemacht, aber bei dieser wenn auch kleinen Menge über den Eigenbedarf hinaus sah die Situation ganz anders aus.

Grüße
Hans-Martin
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