AoIP jenseits von 96 kHz

Musikwiedergabe über PC und Mac

Beitragvon uli.brueggemann » 18.03.2018, 12:24

Bei all dem Mehrkanal-AoIP scheint ja immer im Hintergrund die Bedingung vorzuliegen, dass man eine I2S-Schnittstelle verwenden will. Sonst könnte man ja z.B. gleich auf fertige Rednet oder Hapi zurückgreifen.
Andererseits liegt ja bei diesen Geräten zumindest inwendig I2S vor, erst danach kommen z.B. DACs oder AES-Bausteine. Also könnte man auch ein fertiges Gerät nehmen (welches dann eben bis 192 kHz oder mehr kann) und dann an die I2S andocken. Ob das letztendlich günstiger und besser wird, muss jeder für sich entscheiden.

Grüsse
Uli
Bild
uli.brueggemann
Aktiver Hersteller
 
Beiträge: 3478
Registriert: 23.03.2009, 16:58
Wohnort: 33442

Beitragvon v_erich » 18.03.2018, 13:37

@Uli
Genau das ist auch meine Überlegung bei Mehrkanal. Da muss ich dann auch nicht krampfhaft was zusammenbasteln wenn es in einem ähnlichen Preisbereich was gutes fertiges gibt.

@Fujak
Das Board von Audinate wird so nicht funktioniieren, da benötigt es doch einiges an externer Beschaltung die über Spannungsversorgung hinausgeht, zB fehlt die LAN Schnittstelle.
Standard RGMII/MII interface for Ethernet PHY or switch chip

D.H. es ist ein CPU/µC typische Schnittstelle die sich zwischen Netzwerk Phy Chip oder Switch Chip und CPU befindet. Um da ein normales LAN dahinter zu machen ist (vorallem bei Gigabit) ein aufwändiges Layout mit Laufzeitausgleich der Leitungen und differential lines auf (wahrscheinlich) einen BGA Chip notwendig, nix was man mal eben bastelt, minimum in EGALE ein Layout zu machen, besser PADS o.ä.
Software ist dann nochmals eine andere Baustelle, keine Ahnung was in dem Board drinnen ist und noch an die Zielhardware/Configuration angepasst werden muss.

Schöne Grüße,
Erich
Bild
v_erich
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 186
Registriert: 05.10.2011, 12:49
Wohnort: Deutsch Wagram in Österreich

Beitragvon Schorsch » 18.03.2018, 16:25

Hi Uli,
uli.brueggemann hat geschrieben:Bei all dem Mehrkanal-AoIP scheint ja immer im Hintergrund die Bedingung vorzuliegen, dass man eine I2S-Schnittstelle verwenden will. Sonst könnte man ja z.B. gleich auf fertige Rednet oder Hapi zurückgreifen.
Andererseits liegt ja bei diesen Geräten zumindest inwendig I2S vor, erst danach kommen z.B. DACs oder AES-Bausteine. Also könnte man auch ein fertiges Gerät nehmen (welches dann eben bis 192 kHz oder mehr kann) und dann an die I2S andocken. Ob das letztendlich günstiger und besser wird, muss jeder für sich entscheiden.

Grüsse
Uli


korrektes Fazit. :)

Viele Grüße
Georg
Bild
Schorsch
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 318
Registriert: 17.02.2011, 04:33
Wohnort: Frankfurt am Main

Beitragvon cornoalto » 23.03.2018, 17:26

Hallo zusammen,
ich habe jetzt das Digimedia Board meines Nachbarn mit der BrooklinII Karte verglichen.
Das Board war über SPDIF Optisch mit dem Lynx Hilo verbunden. Spannungsversorgung über das Steckernetzteil. Samplerate 96 khz.
Das Board klang erkennbar heller, digitaler, Instrumente hatten weniger Körper. Ingesamt erheblich schlechter als die Booklin-Karte und gar nicht nach Dante, so wie ich es kenne. Eigentlich hat es keinen Spass gemacht, zuzuhören. Der Unterschied zwischen 96 khz und 192 bei Brooklin ist marginal.
Wie gross der Einfluss des Steckernetzteils und des Toslink- Verbindung auf den mässigen Klang war, kann ich nicht sagen.

viele Grüße

Martin
Bild
cornoalto
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 115
Registriert: 20.07.2014, 22:16
Wohnort: Bei Coburg

Beitragvon chriss0212 » 23.03.2018, 17:39

Hallo Martin

Ich glaube das kann man nicht mehr Vergleich nennen, da das jetzt fast Äpfel mit Birnen ist... aber immerhin beides Obst ;)

Deine Brooklin Karte wird intern sicher über I2S angebunden sein, sind also mindestens 2 Wandlerstufen weniger. Dann ist Toslink auch nicht gerade als das beste Medium hier verschrien... und dann noch das Steckernetzteil...

Ich denke nicht, dass man daraus Rückschlüsse ziehen kann.

Viele Grüße

Christian
Bild
chriss0212
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 2338
Registriert: 06.01.2015, 22:03
Wohnort: Wuppertal

Beitragvon Bernd Peter » 23.03.2018, 17:40

Hallo Martin,

Das Board klang erkennbar heller, digitaler, Instrumente hatten weniger Körper.


besser kann man den Einsatz von Steckernetzteilen nicht beschreiben.

So klang auch mein RME Digiface mit dem serienmäßigen Schaltnetzteil.

Gruß

Bernd Peter
Bild
Bernd Peter
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 3169
Registriert: 04.05.2010, 19:37

Beitragvon Schorsch » 23.03.2018, 20:12

Hallo Martin,

cornoalto hat geschrieben:Wie gross der Einfluss des Steckernetzteils und des Toslink- Verbindung auf den mässigen Klang war, kann ich nicht sagen.


vielleicht kann Dein Nachbar dem Digimedia Board noch ein Funk Netzteil spendieren. :cheers:
Hier mein Testaufbau für den Digimedia DAC.

Bild

Viele Grüße

Georg
Bild
Schorsch
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 318
Registriert: 17.02.2011, 04:33
Wohnort: Frankfurt am Main

Beitragvon music is my escape » 23.03.2018, 20:34

Schorsch hat geschrieben:Hallo Martin,

cornoalto hat geschrieben:Wie gross der Einfluss des Steckernetzteils und des Toslink- Verbindung auf den mässigen Klang war, kann ich nicht sagen.


vielleicht kann Dein Nachbar dem Digimedia Board noch ein Funk Netzteil spendieren. :cheers:
Hier mein Testaufbau für den Digimedia DAC.

Bild

Viele Grüße

Georg


Hallo Georg,

ich höre seit einiger Zeit unter anderem mit genau den beiden von Dir gezeigten Teilen (Funk PWS 04 BT + Micromedia DAC XLR Pro) und eins ist mal sicher: die zwei passen zusammen wie Arsch auf Eimer. :D

Ein gutes Netzkabel zum Funk plus soliden DC-Verbinder Richtung DAC-Board, das Ganze in ein mit Sylomer entkoppeltes Gehäuse und man hat für weit weniger als 500,- einen für meine Ohren beinah unglaublich guten DA-Wandler.

Um das eindeutig zu toppen, muss man sicher erst so etwas wie Christians Küchenbrett auffahren... :mrgreen:

Grüße,
Thomas

P.S.: wie macht sich der Emosystems EN-30 Isolator bemerkbar?
Bild
music is my escape
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 819
Registriert: 03.07.2012, 10:56
Wohnort: Leipzig

Beitragvon Schorsch » 23.03.2018, 20:54

Hallo Thomas,

ja die zwei spielen gut zusammen.
cornoalto hat geschrieben:P.S.: wie macht sich der Emosystems EN-30 Isolator bemerkbar?

Er ist u.a. für das gute Gewissen, da noch Verbesserungspotential beim Aufbau besteht. Tatsächlich löst sich die Musik etwas stärker von den LS und die Höhen sind sauberer. Probier es mal in jedem Falle!

Viele Grüße
Georg
Bild
Schorsch
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 318
Registriert: 17.02.2011, 04:33
Wohnort: Frankfurt am Main

Vorherige

Zurück zu Computer-HiFi

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste