AoIP jenseits von 96 kHz

Musikwiedergabe über PC und Mac

Beitragvon Fujak » 17.03.2018, 00:07

Liebe Danten,

ich habe heute Abend von Herrn Wismer eine Antwort bekommen. Grundsätzlich ist ein solches Board wohl möglich. Da auf diesem Board der schon besagte Brooklyn-Chip eingebaut ist, verursacht dies neben seinem höheren Preis auch ein paar zusätzliche Kosten, wie eine teurere Audinate Lizenz für den Chip, einen speziellen Marvell Switch, aufwändigere Peripherie-Elektronik, ein größeres Gehäuse etc. - Herr Wismer rechnet mit einem Endpreis von 700-800,-€.

Bevor es nun an die Feinheiten geht, wäre zunächst die Frage, ob dies preislich im Rahmen dessen ist, was die bisherigen Interessenten erwartet haben oder bereits darüber hinaus geht.

Grüße
Fujak
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Beitragvon morphologic » 17.03.2018, 01:08

Für mich fein - da wäre ich definitiv dabei.

FG - Albert


Fujak hat geschrieben:Liebe Danten,

ich habe heute Abend von Herrn Wismer eine Antwort bekommen. Grundsätzlich ist ein solches Board wohl möglich. Da auf diesem Board der schon besagte Brooklyn-Chip eingebaut ist, verursacht dies neben seinem höheren Preis auch ein paar zusätzliche Kosten, wie eine teurere Audinate Lizenz für den Chip, einen speziellen Marvell Switch, aufwändigere Peripherie-Elektronik, ein größeres Gehäuse etc. - Herr Wismer rechnet mit einem Endpreis von 700-800,-€.

Bevor es nun an die Feinheiten geht, wäre zunächst die Frage, ob dies preislich im Rahmen dessen ist, was die bisherigen Interessenten erwartet haben oder bereits darüber hinaus geht.

Grüße
Fujak
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Beitragvon Schorsch » 17.03.2018, 02:49

Hallo Fujak,

Damit habe ich gerechnet, das wäre für mich in Ordnung.

Viele Grüße

Georg

PS: Wir sollten die IP-Core Variante doch mal preislich checken
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Beitragvon Fbee » 17.03.2018, 04:57

Hallo zusammen,

Für eine maßgeschneiderte Karte geht der Preis m.E. in Ordnung

Die Brooklyn II - Alternative "von der Stange" liegt bei 249US$ bzw. 299€.
https://vintageking.com/burl-audio-bkii-card-for-b2-dac
Diese Einsteckkarte wird nicht jeden Wusch unseres Forderungskataloges erfüllen.
Zu klären wäre außerdem, ob noch Peripherie zum Ansteuern dieser Karte notwendig ist....

Gruß
Frank
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Beitragvon chriss0212 » 17.03.2018, 06:14

Hallo Frank

Dabei handelt es sich ja um die normale Brooklyn ii Karte von Audionate.

https://www.audinate.com/products/manufacturer-products/dante-brooklyn-ii

Und wie Du sagst, gilt es dann zu checken, was noch an externem Hard- und Softwareaufwand zu betreiben wäre. Denn da kommt definitiv noch etwas auf uns zu.
Diese Karte wird von vielen Hrestellern genutzt, und wenn man sich die Lösungen anschaut, ist immer noch externe Hardware nötig.
Ob und was noch an Softwareaufwand kommt, ist auch nicht so einfach zu sagen.

Außerdem stellt sich die Frage, ob man auch hier noch einmalig Lizenzgebühren zahlen muss, um von Audionate auch den Zugang zu den technischen Unterlagen zu bekommen um damit ein funktionierendes System aufzubauen.

Die von Fujak genannte Summe wäre für mich auch in Ordnung!

Viele Grüße

Chistian
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Beitragvon HaraldP » 17.03.2018, 10:08

Hallo Fujak,

Fujak hat geschrieben:Herr Wismer rechnet mit einem Endpreis von 700-800,-€.


final festlegen will ich mich bei dem Preis noch nicht. Wie schon geschrieben, interessiert mich Dante vor allem für eine aktive 4-Wege-Lösung. Zusammen mit 4 Stereo DACs (z.B. DDDAC) ergibt sich dann eine Summe, bei der ich auch fertige Komponenten (z.B. Rednet) in Betracht ziehen kann.

Viele Grüße
Harald
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Beitragvon Schorsch » 17.03.2018, 10:57

Hallo Harald,
HaraldP hat geschrieben: Wie schon geschrieben, interessiert mich Dante vor allem für eine aktive 4-Wege-Lösung. Zusammen mit 4 Stereo DACs (z.B. DDDAC) ergibt sich dann eine Summe, bei der ich auch fertige Komponenten (z.B. Rednet) in Betracht ziehen kann.

da hast Du sicher recht, dass man so preislich in den Bereich "fertiger Komponenten" gelangt. Unsere Grundidee ist ja ein für 2 Kanäle optimiertes Brooklyn Board, da der Brooklyn 192 kHz statt 96 kHz und kleinere minimale Latenzen als der Ultimo bietet. Optimierungen wären u.a. im Hinblick auf Größe, bessere Clock, Stromversorgung und sym. I2S Anschluss sinnvoll. Die vorhandenen Systeme mit Brooklyn bieten aufgrund der Multichannel-Eigenschaft des Brooklyn Moduls alle weit mehr als 2 Kanäle und bleiben so für Deine Anwendung prädestiniert.

Hast Du Dich mal mit dem Hapi http://www.merging.com/products/networked-audio/specifications#base-unit-hapi befasst? Es muss ja nicht Dante sein. :wink:

Viele Grüße
Georg
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Beitragvon Salvador » 17.03.2018, 11:48

Hallo Fujak,

Ich hatte so einen Preis erwartet und wäre dabei.

Weitere Informationen zu Hardwareanforderungen in der Peripherie wären hilfreich.

Grüße,
Andi
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Beitragvon v_erich » 17.03.2018, 13:24

Hi,
für mich nur interessant wenn Mehrkanal möglich wäre.

Da so eine Steckkarte (wie man ja sieht) Schaltnetzteile drauf hat (für den FPGA der ja mehrere Corespannungen benötigt), hat man auf jeden Fall nicht den sauberen Strom den wir jetzt auf den kleinen Board mit Akku und ohne jeglichen Zusatzregler haben.
Weiters braucht es dann einen Gigabit Netzwerk Phy Chip oder gar Switch am Board, der läßt sich auch nicht mit 3V3 einfach versorgen, der hat dann wieder eine kleinere Core Spannung was weitere DC/DC Regler nach sioch zieht usw.
Also so klar und einfach wie jetzt ist das Board dann nicht, ob die kürzere Latenz und die höhere Samplingrate diese klanglichen Nachteile wieder wett machen wird dann leider erst der Versuch/Hörtest zeigen.

Also wenns nur Stereo wird bin ich nicht interessiert, nur bei Mehrkanal.

Gruß,
Erich
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Beitragvon Fujak » 17.03.2018, 15:02

Hallo Erich,

Du errätst meine geheimsten Gedanken, die mich seit der gestrigen Antwort-Mail von Micromedia beschäftigen.

Ich habe da noch kein abschließendes Urteil, aber es geht auch aus meiner Sicht tatsächlich um die Frage, ob der für 24/192 zu erwartende Klanggewinn am Ende wieder aufgezehrt wird durch die vielen zusätzlichen Prozesse auf dem Board. Ob man dies durch eine komplexere Stromversorgung mit Linearreglern an allen strategisch wichtigen Punkten effektiv in den Griff bekommt, ist vom heutigen Stand noch nicht geklärt.

Grüße
Fujak
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Beitragvon music is my escape » 17.03.2018, 15:55

Hallo Erich, hallo Fujak -

Vielen Dank für die letzten beiden Beiträge, ähnliches ging mir auch durch den Kopf.

Ich denke, dass ein Großteil des heuer erreichten Klangniveaus gerade aus dem simplen Aufbau heraus resultiert. Der für mich, der kein 192er und Mehrkanal benötigt, momentan einzig erkennbare Vorteil des größeren Chips besteht in der geringeren möglichen Latenz und der Hoffnung, dass ein besseres Design noch ein paar Klangpunkte herauskitzelt. Das müsste man aber zuvor direkt hören und vergleichen können, denn die klangliche Katze im Sack zu kaufen gestaltet sich bei dem avisierten Preis etwas schwieriger als bisher.

Grüße,
Thomas
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Beitragvon HaraldP » 17.03.2018, 19:50

Hallo Georg,

Schorsch hat geschrieben:Hast Du Dich mal mit dem Hapi http://www.merging.com/products/networked-audio/specifications#base-unit-hapi befasst? Es muss ja nicht Dante sein. :wink:


ein Merging HAPI ist wohl nicht mehr innerhalb meines momentanen Budgets. Ich denke auch nicht, dass es so gut werden muss. Insofern will ich erstmal mit dem vorhandenen Equipment (Lynx E44) das Ziel ansteuern. Später kann ich dann über AoIP nachdenken.

Viele Grüße
Harald
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Beitragvon Fujak » 18.03.2018, 10:48

Liebe Danten,

ich habe mir die ganze Sache nochmal im Detail angeschaut und bin zum Schluss gekommen, dass die in den vergangenen Tagen in Erwägung gezogene maßgeschneiderte Lösung durch Micromedia für mich zumindest nicht in Frage kommt - vor allem aus den schon genannten Gründen der Nichtvorhersagbarkeit des klanglichen Resultats bei doch relativ hohen Kosten.

Da ich ja den entsprechenden Kontakt mit Micromedia aufgenommen habe, würde ich Herrn Wismer entsprechend eine Mitteilung schreiben, welche zugleich die Möglichkeit für diejenigen unter Euch, die das Projekt gerne weiter betreiben wollen, weiterhin offenlässt, mit Micromedia in Kontakt treten/bleiben zu können.

Für mich selbst wäre ein sinnvoller Zwischenschritt, zunächst mit der BrooklyII-Karte von Audinate (https://www.audinate.com/products/manuf ... rooklyn-ii) zu experimentieren, die ja praktisch alles an Bord hat, was man braucht.

Grüße
Fujak
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Beitragvon chriss0212 » 18.03.2018, 11:03

Hallo Fujak

Erst einmal bis hierhin vielen Dank für Deinen Einsatz :)

Was die Broollin II Karte angeht: bevor Du die bestellst wäre es sicher wichtig sich zu erkundigen, ob man die so einfach an den Start bekommt.

Mein Eindruck ist, dass man da einiges machen muss. Woher soll die Karte wissen, was sie machen soll? Das muss ja irgendwie da rein und gespeichert werden.

Ich denke die Broolklin Karten die die zum von Herstellern für Ihre Greäte kaufen kann, sind auch genau darauf konfiguriert.

Ich habe so ein bisschen den Eindruck, dass man zuerst das hier bestellen muss:
https://www.audinate.com/products/manufacturer-products/dante-brooklyn-ii-pdk

Da ist dann anscheinend neben dem „Mainboard“ auch mehrere Brooklin II Karten als auch alles an Software dabei.

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon Schorsch » 18.03.2018, 12:09

Hallo Fujak, Christian und AoIP Freunde,
Fujak hat geschrieben:ich habe mir die ganze Sache nochmal im Detail angeschaut und bin zum Schluss gekommen, dass die in den vergangenen Tagen in Erwägung gezogene maßgeschneiderte Lösung durch Micromedia für mich zumindest nicht in Frage kommt - vor allem aus den schon genannten Gründen der Nichtvorhersagbarkeit des klanglichen Resultats bei doch relativ hohen Kosten.

Die Brooklyn Variante ist für mich nun auch obsolet, da zu risikobehaftet, insbesondere für Micromedia. Danke an Fujak, der das geprüft hat.

Fujak hat geschrieben:Für mich selbst wäre ein sinnvoller Zwischenschritt, zunächst mit der BrooklyII-Karte von Audinate (https://www.audinate.com/products/manuf ... rooklyn-ii) zu experimentieren, die ja praktisch alles an Bord hat, was man braucht.

Wie Christian schreibt, macht das vermutlich wenig Sinn. Es wäre so, als ob Du Dir nur den Ultimo Chip kaufst. Und ...
chriss0212 hat geschrieben:Ich habe so ein bisschen den Eindruck, dass man zuerst das hier bestellen muss:
https://www.audinate.com/products/manufacturer-products/dante-brooklyn-ii-pdk

... der Product Development Kit liegt knapp unter 10.000 Euro :shock:

Der Brooklyn ist schon über 6 Jahre alt. Vielleicht gibt es bald einen Nachfolger wie den Broadway - der kam erst letztes Jahr raus - aber mit mehr als 96 kHz. Möglicherweise setzt audinate zukünftig nur noch auf eine moderne FPGA Lösung.

Ich persönlich befasse mich weiter mit der IP-Core Variante
(https://www.audinate.com/products/manuf ... te-ip-core)
und beobachte Ravenna
(https://www.ravenna-network.com/adoptin ... solutions/).

Denn klanglich bin ich überzeugt von AoIP! :cheers:

Viele Grüße
Georg
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