Audioplayer-Software im Vergleich

Musikwiedergabe über PC und Mac

Beitragvon Fujak » 23.02.2018, 13:39

Hallo Georg,

ich habe mich still mitlesend u.a. an Deine Vorschläge gehalten und die ausprobiert, z.B. poly-sinc-shrt-mp, poly-sinc-shrt, aber auch andere. Wenn der Filter auf denKlang wenig Einfluss nahm, war auch die Künstlichkeit entsrechend weniger. Dann klang der HQP aaber auch wieder mehr so wie JPlay.

Mit der Künstlichkeit meine ich, dass es vor allem in den oberen Lagen "crisp" klingt, so als würde man wie mit einem "Harmonic Enhancer" etwas hinzuaddieren, was nicht dazugehört. Es lässt im Unterschied zu JPlay-Streamer den Rest des Klangs (=Grundtonbereich) dadurch etwas blutleer klingen. Ich kann mir vorstellen, dass manche wärmer abgestimmte Anlage davon profitieren könnte.

Das Upsampeln hatte auf diesen Effekt wenig Einfluss. Da habe ich so ziemlich alles durchprobiert.

Aber egal. Ich bin jetzt sehr zufrieden mit dem Erreichten.

Grüße
Fujak
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Beitragvon Jannemann » 23.02.2018, 13:46

Hallo Fujak,

Deine Erkenntnisse sind interessant.

Der HQPlayer sorgt in meiner Kette im Vergleich zu Roon eher für einen analogeren, geschönteren Sound. Und da ich auch auf 176/196 upsampele, nehme ich die Einstellungen, die auch Georg empfiehlt.

Mir klingt es zu analog und weniger richtig, weshalb ich ihn aus der Kette herausgenommen habe. Es ist auch nicht wirklich schlechter, einfach weniger nach meinem Geschmack.

Offensichtlich sind die Auswirkungen der einzelnen Player wirklich in erheblichem Maß abhängig vom eigenen Gesamtsystem.

Viele Grüße
Jan
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Beitragvon Fujak » 23.02.2018, 13:47

Hallo Thorben,
Thor_7 hat geschrieben:das Thema ist unglaublich spannend zu Verfolgen.
Darf ich mal ganz doof fragen, wie man Windoes 2016 Server dazu bringt, dass dieser aus dem RAM läuft?

Das ist eine recht aufwändige Prozedur, die der bereits erwähnte Horst ("Trinnov") vor einigen Jahren systematisch erarbeitet hatte.

Alles, was Du tun musst, ist Dich durch den 28-seitigen Thread "Windows RAM - die Krönung" durchzuarbeiten: viewtopic.php?f=30&t=5848. Außerdem brauchst Du eine gewisse Frustrationstoleranz, denn manches wird nicht von Anfang an funktionieren. Horst hatte dankenswerterweise damals eine recht systematische Anleitung geschreiben (Link dort im Thread), allerdings für WindowsServer 2012. Wenn man sich allerdings ein wenig auskennt, kann man das wesentliche (bis auf die Verkleinerung der VHD) auch auf WindowsServer2016 übertragen (der wesentlich besser klingt als die 2012- Fassung).

Grüße
Fujak
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Beitragvon taggart » 23.02.2018, 15:50

Hallo Fujak, hallo Georg,
freut mich, dass ihr meine Einschätzung zu den Player-Unterschieden teilt - vielleicht ist das ja auch interessant für andere.

Was ich noch gern wüsste:
Habt die die Player-Qualitäten als direkte Lieferanten an eine USB-Kette oder als Zuspieler für ein Dante-Device getestet?

Gruß, Christoph
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Beitragvon Fujak » 23.02.2018, 17:44

Hallo Chistoph,

ich habe die Playersoftware über deren Einstellung "Output-Device" an meinem modifzierten Dante-Device betrieben.

Grüße
Fujak
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Beitragvon Schorsch » 24.02.2018, 02:00

Hallo Fujak,
danke für die Erläuterung der bei Dir mit HQP wahrgenommenen Künstlichkeit.

Hallo Christoph,
die meisten Filtervariationen mit Roon und HQP hab ich mit der Rosita Pi gemacht, naturgemäß nur bei 44,1 kHz.
Die Ergebnisse habe ich dann auf die Dante Devices übertragen.

Viele Grüße

Georg
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Beitragvon 190er-audio » 24.02.2018, 10:15

Fujak hat geschrieben:Hallo Christoph,

Du bist sicher einer derjenigen, die im Forum die hörbar(!) größte Kompetenz in Sachen Audio-PCs haben. Insofern hat mir Deine Äußerung keine Ruhe gelassen:
taggart hat geschrieben:(...)
Folgende Player habe ich im Laufe der letzten Monate getestet:
- JPLAY mit JPLAYMini
- JPLAY mit JPLAYStreamer
- HQPlayer in Form des Network Audio Adapters (NAA)
- J.River Media Center

Meine wichtigste Erkenntnis dabei war, dass alle Player dann ähnlich gut klingen, wenn OS, BIOS und Hardware extrem optimiert sind. Durch unterschiedliche Einstellungsmöglichkeiten, kann man natürlich weiterhin klangliche Unterschiede produzieren. Bei diesen geht es dann aber weniger um "gut oder schlecht", als vielmehr um "so oder anders".
(Farbliche Hervorhebung von mir)
In den vergangenen Tagen habe ich mit Unterstützung von Horst (Danke an dieser Stelle nochmal :cheers: ) eine WinServer2016-VHD zum Laufen gebracht. Sie läuft noch nicht als RAM-Disk Version, weil die entsprechenden RAM-Speicher noch im Zulauf sind. Aber bereits mit der File-Disk-Version kann ich Deine oben zitierte Aussage bestätigen: Die Unterschiede werden tatsächlich kleiner.

JPlay-Streamer hört sich jetzt so detailliert und aufgelöst an, wie auf Windows 8.1 der HQ-Player - allerdings viel weniger künstlich, als ich es beim HQP immer vernommen hatte. Diese Künstlichkeit klingt beim HQP auch auf der VHD im Vergleich zu JPlay-Streamer durch - wenn auch nicht so deutlich wie auf Windows 8.1. Für mich ist der Vergleich zwischen Foobar (mit JPlay-Engine), Mediamonkey, HQ-Player und JPlay-Streamer marginaler geworden - mit allen kann ich klanglich glücklich werden. Jplay-Streamer klingt aber in meinen Ohren am natürlichsten.

Vielleicht ändert sich das noch, wenn ich die Ramdisk in Betrieb nehme. Ich werde berichten.

Grüße
Fujak


Hallo Fujak,
aktuell bin ich genau so weit wie du :)
Ich benötige noch mehr Ram, um Windows VDH in RAM zu laden.
Allerdings nutze ich Windows server 2016 im Core Mode. Ob alles gelingen wird weiß ich nicht.

Was ich jedoch empfehlen kann ist Foobar2000 in einem stark optimierten Windows System zu hören. Dabei empfehle ich neben Audiophil optimzer, Fidelizer Pro und Process Lasso auszuprobieren. Alle drei zusammen haben bei mir Verbesserungen zum Vorschein gebracht. So spielt Foobar allein bei mir besser als Jplay+ Foobar2000. Vorausgesetzt man verwendet bei Foobar den ASIO Treiber. Jplay klingt mit KS und Kombination mit Foobar minimal dynamischer als Foobar alleine, ist aber etwas dunkler vom Klangbild und von den Höhen leicht rauer.
Wenn man auf Bedienungsoberflächen verzichten kann, dann ist es sinnvoll Player wie Hysolid oder Jplay+JplayMini zu testen, wobei der Unterschied zu Foobar immer geringer wurde, desto mehr mein System optimiert war.

Ich kann jedem nur empfehlen seine eigenen Erfahrungen zu sammeln, da jedes System sich voneinander unterscheidet und verschiedene Klangcharakter vorliegen. Daher gibt es meiner Ansicht nach keine generelle Lösung, es gibt nur individuelle Lösungen. Man kann aber festhalten, dass eine Optimierung von Windows für alle Player Vorteile bringt.

Fujak, du wirst vermutlich schneller Windows im Ram installiert haben, freue mich auf deinen Erfahrungsbericht.
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Beitragvon Thor_7 » 24.02.2018, 10:53

Guten Morgen Fujak,
vielen Dank für die ausführlichen Ausführungen - das klingt mal wieder richtig spannend. Wieviel RAM sollte ich für Windows 2016 Server mit vhd vorsehen?

Viele Grüße und ein schönes Wochenende
Thorben
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Beitragvon Fujak » 24.02.2018, 11:12

Hallo Harut,

danke für Deine Rückmeldung. Bei JPlay ist übrigens klanglich noch zu unterscheiden zwischen Jplay-Engine (zB. in Foobar eingebunden, JPlay mini (als stand-alone-anwendung) und JPlay-Streamer (Dienst im OS). Genau in der Reihenfolge legen sie zumindest in meinem Setup klanglich zu.

Zu Winserver im RAM: Das ist leider nicht so einfach wie mit WinServer2102 zu bewerkstelligen, da es vor allem kein Verkleinerunsgtool wie dort gibt.
So muss man einen physischen RAM von mindesten 16GB installiert haben. Die installierte Partition muss dann auch noch mit einigen Tricks verkleinert werden, denn sie sollte max. 11GB am Ende haben. Im Moent scheitere ich daran, dass das booten in Grub4DOS mit einer Fehlermedung endet, wonach der Bootmanager nicht starten kann, weil eine Datei fehlt. Aber das ist eine anderee Story und gehört nicht mehr hierher. Ich werde vielleicht dazu einen anderen Thread aufmachen.

Grüße
Fujak

P.S.: @Thorben: Für eine VHD aus dem RAM gestartet sollten es mindestens 16GB sein, für eine VHD regulär von der Platte gestartet können es auch die Hälfte (8GB) oder weniger sein. Alle Angaben beziehen sich auf ein installiertes WindowsServer2016 Desktop-Version.
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Beitragvon Buellerich » 24.02.2018, 15:38

Moin

der Verlauf der Diskussion zeigt,dass die meisten davon ausgehen, dass es weniger die Playersoftware ist, die bei gegebener Hardware Unterschiedliche bewirkt, als die Betriebssysteme bzw. deren Optimierungen.ich bin diesbezüglich eher skeptisch. Wenn ich meinen Windows10 Rechner, der nach dem auf "the well tempered Computer " nachzulesenden Leitfaden getweaked wurde, mit einem komplett unbehandelten Windows10 Rechner vergleiche, höre ich keine Unterschiede.
Meinen Erfahrungen zufolge hat die Frage nach dem OS hauptsächlich zwei Antworten: Funktioniert oder funktioniert nicht. Wer eine DAC Treiber Kombination hat, die sich unter kurzen Latenzen am wohlsten fühlt, ist beispielsweise bei Windows 10 wesentlich besser aufgehoben als bei Windows 7. Kurze Ltenzen führen jedoch zumindest bei JPLAY im KS Modus schnell zu knock outs, wenn Windows 10 im Hintergrund anfängt planmäßige Wartungsroutinen abzuarbeiten. Dies wäre dann einer der "funktioniert nicht" Fälle.
Dass bis auf die Grundmauern abgespeckte Betriebssysteme nicht zwangsläufig besser klingen, zeigt mir WTF Play deutlich auf.
Ich bezweifele auch, dass Enhancers wie der Fidelizer so tief in das OS eingreifen, dass die wirklich harten Problemfälle beseitigt werden (s.o). Auch bei einem völlig unbehandelten Rechner reduziert der Fidelizer bei mir gerade mal knapp 10 Prozesse.....das sind nicht einmal 10 Prozent
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Beitragvon Thor_7 » 24.02.2018, 15:56

Hallo Fujak,
dankeschön für die Info!

Ein separater Thread - ala "Windows 2016 im Ram - die Krönung Teil 2" würde mich brennend interessieren.

Viele Grüße und ein sonniges Wochenende,
Thorben
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Beitragvon chriss0212 » 24.02.2018, 19:53

Hallo Buellerich

Dass bis auf die Grundmauern abgespeckte Betriebssysteme nicht zwangsläufig besser klingen, zeigt mir WTF Play deutlich auf.


Das kann ich nicht nachvollziehen. Bei für mich klanglich eines der besten Betriebssystem/ Player Kombis die ich je gehört habe. Leider in der Benutzbarkeit eine Katastrophe und in meiner Kette mit Dante und Acourate nicht nutzbar.

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon Buellerich » 24.02.2018, 21:56

Moin Christian

die Bedienbarkeit von WTF ist nicht mein Kritikpunkt, wenn man vom fehlenden Gapless Playback absieht.

Im Vergleich zu JPLAY mini klingt Wtf bei mir dünner und metallischer.

Gruß vom

Büllerich

P.S. Werde in den nächsten Tagen noch einmal Daphile ausführlich testen
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Beitragvon chriss0212 » 24.02.2018, 22:27

Hallo Büllerisch...

Da sieht man mal wieder wie sehr es auf die Kette ankommt...

Ich hatte wtf im Vergleich mit Daphile und JRiver und da war das damals für mich das "rundeste" Ergebnis. Dicht gefolgt von Daphile ;)

Habe dann damals zu Gunsten des Komforts zu Daphile gewechselt.

Jetzt bin ich bei Roon in Verbindung mit dem HQ Player


Viele Grüße

Christian
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Beitragvon Buellerich » 24.02.2018, 23:08

Moin Christian

In einigen Foren wird immer wieder berichtet, dass die RealTime Version von Daphile besser klingen soll als die normale Version.

Hast Du die RT Version mal getestet?
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