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Erfahrungen mit Audio-over-IP

Musikwiedergabe über PC und Mac
thorsten
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Beitrag von thorsten » 04.04.2018, 19:48

So, gerade die Reihenfolge ausprobiert: einfach PC durchgestartet 8)

Und was soll ich sagen: es geht! Danke Fujak :cheers:
Lustig, dass die vom Support mich nicht gefragt haben...

Ich werde jetzt ein anderes Kastl, das immer an ist, als Master festlegen, weil der Dddac mit dem PC ein- und ausgeschaltet wird.

Schönen Gruß

Thorsten
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gregor
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Beitrag von gregor » 05.04.2018, 17:49

Sehr geehrte Daten,

für die Windows-Anwender, die Probleme mit ihrer Kiste im DANTE-Betrieb haben (besonders bei Knacksen usw.) könnte diese kleine Software eine Hilfe sein, sie hilft die Ursachen von zu hohen Latenzen zu entdecken: http://www.thesycon.de/eng/latency_check.shtml. Freeware obendrein.
Mit OSX scheinen Probleme mit DANTE seltener zu sein, ich konnte mit einem neuen LAN-Treiber allerdings eine deutliche Verbesserung erreichen, die Latenz liegt jetzt sehr stabil bei 1,2 msec und 0 Offset. Klingt auch besser.

Beste Grüße
gregor
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thorsten
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Beitrag von thorsten » 06.04.2018, 20:23

Hallo Gregor,

danke für das Tool!

Ich habe eine Latenz von 500µs, 38,5 MBit/s Netzwerklast auf eigener NW-Karte und 20% CPU-Last auf einem i5 dritte Gen.

Und trotzdem akustische Framedrops... wobei das nur bei Video ist, wie mir gerade auffällt. Ich habe einen Vorschaumonitor, vielleicht ist das schuld. Denn die Jungs haben letztens erstmalig einen Film gesehen und nichts über Aussetzer gesagt (die alle 50 Sekunden auftreten).

Also Zwischenstand: Musik geht jetzt bis auf die Drop-Geräusche beim Liedwechsel. Leise aber nervig. Da sich sonst hier noch keiner beschwert hat, muß ich mir nochmals die Settings im Jriver anschauen.

Keep you posted,

Thorsten
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gregor
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Beitrag von gregor » 06.04.2018, 20:31

Hallo Thorsten,

Freut mich, dass das Tool nützlich ist!
Das von Dir geschilderte Phänomen deutet auf periodisch auftretende Latenzspitzen hin. Das Tool sollte das anzeigen können. Windows kann tricky sein, sobald da etwas unrund läuft.

Beste Grüße
gregor

P.S.: hast Du schon mal geschaut, ob es neuere/andere Treiber für die LAN-Karte gibt?
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Bajano
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Beitrag von Bajano » 06.04.2018, 20:50

Hallo Thorsten,

hast Du mal im Dante Controller den Reiter "Latency" für das entsprechende Dante Device angeklickt? Dort kannst Du die Dropouts farblich ganz genau verfolgen.

Viele Grüße,
Oliver
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thorsten
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Beitrag von thorsten » 06.04.2018, 23:45

Hallo Gregor,

ich lasse das Tool jetzt laufen. Interessanterweise steigt die Latenz auf 1000µs bei Streamen von der NAS. Lokal sind es die 500µs.
Die Spitze war jetzt 1400µs. Ich habe ja alles auf 5.000µs gesetzt, sollte also noch weit weg sein.
Auch ein gesamter Film zeigt immer noch Knackser und Ruckler im Bild. GraKa ist bei 20%, CPU bei 20%, so ein Mist!
Ich bin inzwischen sicher, daß es was mit Jriver oder DVS zu tun hat. Also wird morgen weiter gesucht. Zuerst ein neuer Treiber für die Netzwerkkarte...

@Oliver: da ist alles grün! Auch beim Event Monitor ist nichts...

Schönen Gruß

Thorsten
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thorsten
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Beitrag von thorsten » 07.04.2018, 00:28

Hallo zusammen,

jetzt hacke ich ja schon seit Jahren am PC rum, aber es ist immer wieder verwundernd...

Ich habe die NW-Karte (Intel i210-T1) letzte Woche eingebaut und automatisch nach dem neuesten Treiber suchen lassen.
Nun habe ich bei intel auf der Homepage nochmals gesucht und die neueste Version (V23) vom Februar 2018 runtergeladen, installiert und die Eigenschaften kontrolliert (v.a. Energiesparmodus aus, wie vorher).

Und was ist: es geht! :shock: :roll: :mrgreen:

Erleichterte Grüße,

Thorsten
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taggart
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Beitrag von taggart » 07.04.2018, 11:59

Hallo Gregor, hallo Thorsten,
meines Wissens hat das Thesycon-Tool Fehler, die wohl nie behoben wurden. Es läuft zwar unter Windows 8/10 und Server 2012/2016, liefert aber falsche Werte. Nur unter Windows 7 sind die Werte korrekt.

Auf der Thesycon Seite steht dazu folgendes:
"Windows 8 Compatibility: The DPC latency utility runs on Windows 8 but does not show correct values."

Für die neueren OSe kann man aber dieses Tool einsetzen:
http://www.resplendence.com/latencymon

Gruß, Christoph
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gregor
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Beitrag von gregor » 07.04.2018, 12:16

Hallo Christoph,

danke für den Hinweis. Ich hatte schon gezögert den Hinweis auf das Thesycon-Tool zu geben, weil ich seit Jahren kein Windows mehr auf dem Rechner habe.
Wahrscheinlich sollte man bei Knacksen u. ä. generell erst einmal den LAN-Treiber erneuern und erst wenn das nicht hilft, mit dem von Dir verlinkten Tool weitermachen.

@Thorsten: freut mich sehr, dass es jetzt läuft.

Beste Grüße
gregor
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frankl
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Beitrag von frankl » 09.04.2018, 00:25

Hallo Ethernet-Kabel-Zerschneider,

in meinem Streamer-Setup habe ich auch eine kritische Ethernet Verbindung zwischen Convolver-Rechner und dem eigentlichen Audiorechner, der (nur) Daten über Ethernet liest und per USB zum DAC schickt.

Hier habe ich früher schon zwei hilfreiche Optimierungen vorgenommen: den Switch rausgeworfen und ein separates Netzwerk mit Direktverbindung eingerichtet; und das Standard-Patchkabel gegen ein Meicord Opal (25 cm) getauscht. In diesem Beitrag ist das blaue Kabel im ersten Bild zu sehen.

Nun wollte ich auch einen Test machen mit einem auf 4 Adern reduzierten und nicht geschirmten Ethernet-Kabel. Allerdings möchte ich mein Meicord nicht zerschneiden und habe eher an einen Eigenbau gedacht. Dabei war mir auch aufgefallen, was Henning vor einiger Zeit schon vorweg genommen hatte:
HenSch hat geschrieben: Der 20 AWG Neotech UP-OCC Draht passt hier doch fast perfekt mit 1,54mm Außendurchmesser, habe ich gerade festgestellt.
Und von genau diesem Draht (Solidcore) hatte ich noch einen Rest von kürzlichen Basteleien übrig. Fehlen noch passende Ethernet-Stecker, die mit so dickem Draht verbunden werden können. Da bin ich bei diesen Steckern von Telegärtner fündig geworden. Deren "Adermanager" kann so gerade die genannten Drähte mit Teflonisolierung aufnehmen, und die Drähte für die Aderpaare 1/2 und 3/6 kommen sich nicht sehr nahe. Die Kontakte werden durch Zusammendrücken mit einer Rohrzange hergestellt, es ist also kein Spezialwerkzeug nötig.

Ich habe also zwei twisted pairs aus dem genannten Draht geflochten und dann für meine Anwendung jeweils die Kontakte 1 und 3, bzw. 2 und 6, als Crossover verbunden. Beide Paare werden mit einigem Abstand geführt. Das sieht dann so aus:

Bild

Da diese Konstruktion sehr steif ist, ist das nur etwas für einen festen Einbau, der nicht bewegt werden muss.

Klanglich hat sich das Experiment gelohnt, es war vom ersten Moment klar, dass damit mein Meicord-Kabel arbeitslos wird (bis sich eine andere Verwendung findet). Vielleicht hat ja jemand Lust, das nachzumachen.

Viele Grüße,
Frank
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Fujak
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Beitrag von Fujak » 09.04.2018, 08:12

Hallo Frank,

das sieht perfekt aus. Genau das ist auch bei mir in Planung - wenn auch aus Kostengründen (bei mir sind andere Längen zu überbrücken) mit dem Alpha Wire 2856/1. Die Telegärtner-Stecker scheinen dafür ideal zu sein. Das Beste natürlich ist die klangliche Auswirkung - freut mich, dass es sich so gut bewährt.

Grüße
Fujak
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Salvador
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Beitrag von Salvador » 09.04.2018, 08:55

Hallo Frank,
vielen Dank für diese Infos zu Kabeln und Steckern! :)
Könntest Du bitte noch eine Bezugsquelle für das Kabel angeben?
Vielen Dank,
Andi
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HenSch
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Beitrag von HenSch » 09.04.2018, 09:07

Hallo zusammen,

bei mir sieht das Netzwerkkabel mit Neotech 20AWG UP-OCC Kupferdraht so aus:
Bild

Bei der größeren Länge von 1m habe ich mit Trinkhalmen den Abstand zwischen den beiden Paaren konstant gehalten.

Die verwendeten Stecker sind auch von Telegärtner. Ich werde bei den nächsten Kabeln noch wechseln auf die ungeschirmte Variante mit Plastikgehäuse, Typnummer J00026A3000.

Es klingt deutlich sauberer und ruhiger als das vorher eingesetzte Meicord Opal oder auch als ein gestripptes Supra CAT8 Kabel. Ein wenig vermisse ich in meinem Setup jedoch ein Quäntchen Energie, Auflösung und Luft im Hochtonbereich. Ich bin mir bewusst, dass ein Teil der vorher wahrgenommenen Luft im Hochtonbereich auf Unsauberkeiten zurückzuführen ist. In den nächsten Tagen werde ich noch ein Kabel mit 24AWG UP-OCC Kupfer aufbauen, um den Einfluss des Drahtdurchmessers auf den Klang zu erfahren.

Mittelfristig werde ich auf jeden Fall auch Silberdraht ausprobieren, spätestens von dem erhoffe ich mir bei gleichbleibender Sauberkeit ein wenig mehr Ausleuchtung im Hochton.

Hier noch ein Foto von dem bei mir zum Einsatz kommenden, stark modifizierten Squeezebox Duet Receiver:
Bild

Derzeit noch provisorisch auf einem Holzbrett aufgebaut, daher sind manche Verbindungen, insbesondere bei dem SPDIF Ausgang, noch zu lang ausgeführt. Auf ein Minimum reduzieren werde ich diese noch, wenn ich ein Gehäuse dafür gebaut habe.

Viele Grüße,
Henning

P.S.: Die Neotech Kabel kaufe ich immer bei audiophonics.fr, der Preis ist dort vergleichsweise günstig. Lohnt sich aber erst bei größeren Längen, da der Versand recht teuer ist.
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StreamFidelity
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Beitrag von StreamFidelity » 09.04.2018, 12:49

Hallo Gregor,

vielen Dank für diesen Tipp:
gregor hat geschrieben:für die Windows-Anwender, die Probleme mit ihrer Kiste im DANTE-Betrieb haben (besonders bei Knacksen usw.) könnte diese kleine Software eine Hilfe sein, sie hilft die Ursachen von zu hohen Latenzen zu entdecken: http://www.thesycon.de/eng/latency_check.shtml. Freeware obendrein.
Als Nicht-DANTE, aber dafür als PC-Streamer hatte ich gelegentlich im gefühlten Millisekundenbereich drop-outs beim Musik hören. Dies zeigte mir dieses geniale Tool an. Als Verursacher habe ich den Windows-Media-Player ausgemacht. Dieser lässt sich natürlich nicht über die "Systemsteuerung / Programme deinstallieren" beseitigen. :x Auch ein deaktivieren war auf meinen Windows Server nicht möglich. Aber ich konnte das Programm im Task-Manager sehen, wie es Resourcen beanspruchte. Verdammte Axt! Erst diese Befehlszeile

„start /w ocsetup WindowsMediaPlayer /uninstall“

beförderte den Windows-Media-Player in's Nirvana. Jetzt sind meine Latenzen endlich auf dem gewollten Niveau. :cheers:

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Grüße Gabriel
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Twity
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Beitrag von Twity » 09.04.2018, 17:33

HenSch hat geschrieben:Hallo zusammen,

bei mir sieht das Netzwerkkabel mit Neotech 20AWG UP-OCC Kupferdraht so aus:
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Hallo zusammen,

ich muss da nochmal nachhaken bezgl. der verdrillung der Kabel. So wie ich sehe sind beide Kabel hier gleich stark und fest verdrillt. Ich habe mal gelesen, das Netwerkkabel unterschiedlich stark verdrillte Paare haben.
Das war auch so als ich meine Lautsprecherkabel mit Lankabel aus Solidcore Kupfer Adern gebaut habe.
Da musste ich alle Kabel mit Hilfe des Akkuschrauber auf gleich starke verdrillung bringen.

Jetzt frage ich mich, ob dies für Dante egal ist oder ob da auch unterschiede hörbar sind wie man die Aderpaare Verdrillt ?

Viele Grüße
Wasfi
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