Fireface UCX Mod

Musikwiedergabe über PC und Mac

Fireface UCX Mod

Beitragvon Stammheim » 11.08.2015, 22:55

Hallo zusammen,

nachdem Chris seine 800er aufmotzt, habe ich mich nun meiner UCX angenommen.
Zwei Gründe hierfür:
Objektiv gesehen kommt auf jedem Ausgang HF zum Vorschein. Was genau, werde ich morgen posten.
Darüber hinaus werden alle OPA's über eine ziemlich zugemüllte gemeinsame Leitung versorgt. Was da genau ankommt, werde ich auch morgen posten.
Ich möchte damit auch herausfinden, woher der HF-Müll herkommt. Leider ist die UCX zweistöckig, somit ist ein Messen am offenen Gehäuse sehr schwierig, da man nicht an die untere Platine kommt.
Damit wird es auch schwierig herauszufinden, ob möglicherweise der AK4621EF das HF rausschickt.

Kennt sich jemand mit diesem DA-Wandler aus? Er wird laut Datenblatt mit mehreren Spannungen versorgt und das Reverse-Engineering ist bei der UCX nicht einfach.

Als weiteres überlege ich, die UCX mit "besseren" Koppel-C's auszustatten. Im Moment sind einfache 220uF/35V verbaut. Die Kapazität erscheint mir sehr hoch. Spricht was gegen 22uF/35V? Oder 33uF/25V?
Darüber hinaus möchte ich die OP-Amps probeweise tauschen. Über folgende Kandidaten denke ich nach: LME49720, LME49860 und LME49990. Für letzteren baue ich noch ein Platinchen, um aus zwei Single-OPA's einen Dual-Amp zu machen. Der LME49990 wäre mir der Liebste, da mich dieser in einem anderen Amp völlig überzeugt hat. Ob dieser sich in der UCX wohlfühlt, wäre noch zu testen. Bei 6 Ausgängen (Convolver) kämen jedoch insgesamt 24 LME49990 zusammen.

Für Tipps bin ich überaus dankbar, eventuell hat jemand bereits eine UCX optimiert, dann freue ich mich natürlich über Erfahrungen :D

Grüße,

Stammheim
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Beitragvon Stammheim » 12.08.2015, 17:19

Hallo zusammen,

Urlaub sei Dank konnte ich heute ein paar Messungen machen.

An dem AK liegen folgende Werte vor:
AVDD wird über den M39100 mit 5,002V versorgt. Die Versorgung weist ein sauberes Dreieckssignal von 4,5MHz / 40mV auf.
DVDD wird über den 3462/N05A mit 3,28V versorgt. Die Versorgung weist ein sauberes Dreieckssignal von ebenfalls 4,5MHz / 40mV auf.
VREFH konnte ich bisher nicht messen, da ich hierfür ein Kabel direkt auf dem Wandler auflöten müsste.

Die Versorgung der OP-Amps sieht folgender Maßen aus:
-13,8V / +14,3V
Beide weisen ein Signal von 180kHz / 75mV auf, was genau dem Signal im Output entspricht.

Ich bin etwas überrascht, dass ich das Signal der Stromversorgung der OP-Amps im Ausgang finde. Zumindest würde ich das Signal daraus deuten.

Hat jemand ähnliches gemessen?

Die Versorgung der OP-Amps ist von der oberen Platine über Steckleisten realisiert. In der Tat würde ich gerne einen RC-Filter einbauen, allerdings müsste ich mir da was einfallen lassen, weil es tatsächlich überaus eng in der Kiste zugeht.

Grüße,

Stammhrim
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Beitragvon Stammheim » 12.08.2015, 22:15

Keiner 'ne Idee?
Keiner die Hand angelegt an seine UCX?
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Beitragvon chriss0212 » 12.08.2015, 22:25

hallo stammheim,

hast du mal gemessen welche spannungen du nach dem internen dc/dc wandler benötigst? evtl. wäre es doch bei dir auch ein weg ein komplett esternes netzteil zu nutzen?

vielleicht kann daniel uns hier ja noch ein paar tips geben ;) die kombie aus dem thel netzteil und dem peaktech ist ja nicht der weisheit letzter schluss....zudem ich da heute richtig glück hatte. ich bin versehentlich beim peaktech an den spannungregler gekommen...und hatte dann anstelle der 5 volt 15 volt anliegen..... zum glück nix passiert ;) alles schnell aus...alles abgeklemt...5 volt neu eingestellt...eingeschaltet und gebetet ;)

viele grüsse

christian
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Beitragvon Stammheim » 12.08.2015, 23:48

Hallo Christian,

hatte über eine externe Stromversorgung auch schon nachgedacht, allerdings wäre zu prüfen, was notwendig ist, was nicht.
Meines Erachtens sind die DA-Wandler und die OP-Amps die "wichtigen" Komponenten, darüber hinaus wäre der Clock noch eine Alternative.
Ich möchte aber nicht unnötig "viele" Netzteile bauen, stattdessen richtig priorisieren. Das 12V Original-Netzteil ist bereits ausgetauscht, allerdings eher aus praktischen Gründen.

Zunächst würde mich interessieren, woher das Signal in den Ausgängen stammt. Da ich die Spannungen gegen Masse der UCX messe, war meine Überlegung, ob das Signal tatsächlich der Gleichheit wegen aus der OP-Amp-Versorgung stammt (aber wie kommt es dorthin), oder ob die Masse der UCX nicht schon verseucht ist.

Christian, hast du deine Ausgänge mal am Oszi anschauen können?

Dass da etwas nicht stimmt ist mir eher durch das merkwürdige Signal hinter den Endstufen aufgefallen. Zwar ist nichts zu hören, allerdings sag das Signal nicht normal aus. So kam ich auf die UCX.

Zum Verständnis: Ist es irgendwie möglich, dass das Signal der Stromversorgung sich in den OP-Amp-Out schummelt?

Grüße,

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Beitragvon Daihedz » 13.08.2015, 05:20

Stammheim hat geschrieben: ... einfache 220uF/35V verbaut. Die Kapazität erscheint mir sehr hoch. Spricht was gegen 22uF/35V? Oder 33uF/25V ...

Ja. Was spricht denn gegen eine "sehr hohe" Kapazität? Gemäss den Messungen von D.Self sind die von Elkos verursachten Verzerrungen desto höher, je kleiner die Kapazität ist. Ich würde deshalb den Wert dieser Elkos sicher nicht verändern, sofern ich eine UCX hätte.

Stammheim hat geschrieben: ... Die Versorgung weist ein sauberes Dreieckssignal von 4,5MHz / 40mV auf ... Die Versorgung weist ein sauberes Dreieckssignal von ebenfalls 4,5MHz / 40mV auf ...

Bist Du Dir da sicher, da nicht etwas von Aussen in deine Messung hineinstreut, was nicht zum UCX gehört? Es ist doch auffällig, dass das Dreieck beidesmal dieselbe Amplitude aufweist.

Grüsse
Simon
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Beitragvon chriss0212 » 13.08.2015, 07:31

hallo simon,

nach meiner meinung spricht nicht direkt etwas gegen die hohe kapazität ausser: audiophile c's mit der kapazität sind recht teuer und gross oder?

4,5 mhz kommt mir auch recht "spanisch" vor. der dc/dc wandler wird doch sicherlich nicht auf so einer hohen freq. arbeiten oder?

grüssle

christian
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Beitragvon Stammheim » 13.08.2015, 12:33

Hallo zusammen,

zu den Elkos..
an meinen Endstufen sind ohnehin keine mit mehr Kapazität als 22uF vorhanden, also wäre das ohnehin zu vernachlässigen. Eventuell statte ich die Endstufen mit besseren Elkos aus und brücke die sich in der UCX befindlichen.

Zu meinen Messungen:
Ich will nicht ausschliessen, dass mich mein Oszi veräppelt, allerdings erhalte ich beim "reingehen" ins Signal ein sauberes Dreieickssignal von 4,5 - 5MHz (0,2us) mit 40mV. Gemessen habe ich an der Stromversorgung der OP's, an den Ausgängen, vor und nach den Spannungswandlern der DA-Wandler.
Es befinden sich keine weiteren Geräte in der Umgebung, die das Signal beeinflußen könnten.
Wie kann das sein?

Darüber hinaus...
DVDD und TVDD hängen zusammen.
AVDD und VREF hängen zusammen.
An beiden ist das Dreieickssignal messbar.

Für den Augenblick weiß ich nicht weiter.

Grüße,

Stammheim
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Beitragvon Stammheim » 16.08.2015, 22:05

Hallo zusammen,

habe heute wieder ein paar Messungen u.a. an der UCX getan. Ergebnis ist nach wie vor, dass mich immer das genannte 4,5 - 5 MHz Signal begleitet.
Dabei habe ich einen kleineren Kondensator und einen RC-Filter genutzt, allerdings hat sich an dem genannten Signal überhaupt nichts geändert. Ich gehe so langsam davon aus, dass die Masse der UCX der Grund hierfür ist. Kann das sein? Wie kann ich es beseitigen?

Und nach wie vor dir Frage: Haben auch andere UCX-Besitzer ihren Oszi mal dran gehängt?

Beste Grüße,

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Beitragvon uli.brueggemann » 17.08.2015, 09:25

Stammheim hat geschrieben:Dabei habe ich einen kleineren Kondensator und einen RC-Filter genutzt, allerdings hat sich an dem genannten Signal überhaupt nichts geändert. Ich gehe so langsam davon aus, dass die Masse der UCX der Grund hierfür ist. Kann das sein? Wie kann ich es beseitigen?

Wenn die Masse die Ursache ist und ich mir dazu mal die kürzlich von Simon verlinkte PDF anschaue und über die Anforderungen an die Masse lese, sieht es wohl eher schlecht mit einer Beseitigung aus.
Vielleicht hilft der Artikel aber trotzdem bei der Suche.

Grüsse
Uli
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Beitragvon Stammheim » 17.08.2015, 12:27

Hallo Uli,

Interessant, danke! Werde mir das Dokument heute mal durchlesen.
Interessant wäre, ob nur meine UCX dieses Problem aufweist, oder ob es ein generelles Problem ist. Im ersten Fall wäre ja dann ein Defekt einer Komponente dafür verantwortlich zu machen.
Ich frage mich daher umso mehr, warum kein UCX- Besitzer hier mal postet. Sicher bin ich auch nicht der erste, der seinen Oszi an die Ausgänge halt.

Beste Grüße,

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Beitragvon chriss0212 » 17.08.2015, 13:32

hallo stammheim,

ich könnte mir vorstellen, dass das in der tat hier noch keiner gemacht hat ;)

die fireface serie genießt hier im forum nicht gerade den besten ruf. das das eierlegende wollmilchsäue sind ist jedem klar, aber klanglich nicht "erste sahne". und da gerade das uc und ucx extrem kompakt ausgeführt sind, gibt es sicherlich nicht viele, die sich an eine modifizierung wagen ;)

ich hab mich ja zum modden auch für das ff800 entschieden und hab das uc erst mal in der ecke gelassen. glücklicherweise hatte ich beides "hier rumliegen" ;)

mich würde jedoch interessieren, ob jemand erfahrungen mit dem ufx sammeln konnte?!

viele grüsse

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Beitragvon Stammheim » 17.08.2015, 14:00

Hallo Chris,
 
welche Interfaces gibt es denn noch, um noch „audiophiler“ eine aktive Weiche zu realisieren? Die meisten High-End DAC’s sind in der Stereo-Variante erhältlich und eher als DA-Wandler zu verstehen. Oder täusche ich mich?

Die UFX dürfte von der Hardware gleich sein, wenn auch nur mit mehr Anschlüssen und eben einstöckig. Falls es hier also Forenten mit diesen Devices gibt… habt ihr schon mal geschaut, was am Ausgang rauskommt?
 
Grüße,
 
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Beitragvon chriss0212 » 17.08.2015, 15:14

hallo stammheim,

habe von Uli mal diesen tip bekommen:
http://www.lynxstudio.de/

diese karte hier hat 4 mono in und out! mit zwei karten wären es also 8 mono in/out.
http://www.lynxstudio.de/de/produkte_lynxe44_info.html

die haben auch interne karten...die kaskadierbar sind!

gehört habe ich die aber noch nicht

grüsse

christian
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Beitragvon Stammheim » 01.09.2015, 10:10

Hallo zusammen,
 
habe mich an den RME-Service gewendet, der leider etwas karg an Worten ist, auch wenn ich all meine Ergebnisse sehr konsolidiert zusammen getragen habe: Das Signal am Ausgang sei unbekannt, ich komme über die Quelle nicht weiter.
 
Eigentlich hatte ich gedacht, dass hier im Forum einige UCXer unterwegs seien und sich schon der einige oder andere bereits die Mühe gemacht hat, seinen Oszi dran zu hängen ... spätestens nach meinem Post bezüglich es Störsignals.

Zwar könnte ich das Signal wegfiltern, prinzipiell geht es mir aber um ein einwandfrei funktionierendes Quellgerät, wobei mir derzeit schlicht der SOLL-Zustand unbekannt ist. Und nur, weil sich darin ein paar Schaltregler befinden, ist ein solches Signal auch nicht gerechtfertigt.

Dummerweise kaufte ich die UCX als neu und originalverpackt im Netz, sodass ich keinen Anspruch auf Garantie habe. Am liebsten hätte ich die Büchse natürlich zur Reparatur / Umtausch weggeschickt.
 
Hat denn irgendwer noch Ideen? Vorschläge?
 
Grüße,
 
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