Neuer Audio-Codec: Meridian MQA

Musikwiedergabe über PC und Mac

Beitragvon never » 04.04.2018, 22:27

uli.brueggemann hat geschrieben:Ein weiterer Bericht zu MQA

Grüsse
Uli


Hallo Uli,

lebt J.Peter Moncrieff eigentlich noch oder kommuniziert er inzwischen über ein Medium?

Freundliche Grüße,
never (Udo)
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never
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Beitragvon Hans-Martin » 05.04.2018, 00:11

Peter Moncrieff wählte zumindest unmissverständlich drastische Worte, man muss über wiederholte Passagen einfach schneller hinweglesen, ich habe aber noch 3 Seiten vor mir..
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon rpaul » 05.04.2018, 07:21

Guten Morgen,

auf dem 2027er Koingress des CCC war MQA auch ein Thema:

https://media.ccc.de/v/34c3-9113-mqa_-_ ... drm-trojan

Viele Grüße
Robert
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Beitragvon Buschel » 05.04.2018, 07:55

Hallo zusammen,

gestern Abend habe ich versucht aus dem Text die Inhalte und Aussagen zu extrahieren. Der Verfasser hat einen wirklich schwierig zu lesenden und für mich ermüdenden Schreibstil. Die Inhalte selbst sind mir weitestgehend aus anderen Dokumenten bekannt.

Ich bin mir aber nicht sicher, ob die Aussagen zum sehr kurzen Rekonstruktionsfilter so passen -- gerade was das entstehen von mehrfachen aufeinander folgenden Peaks anbelangt. So wie ich aus anderen Berichten kenne deckt das Rekonstruktionsfilter sehr wohl mehrere Samples ab und liegt nicht nur "zwischen" den Samples des noch nicht hochgesampelten Signals. Die Impulsbreite des ersten Hauptimpulses liegt bei 96 kHz bei etwa 50 us (stereophile), und nicht bei 5 us. Zielfrequenz Messungen bei archimago zeigen, dass das Filter bei 44.1/48 kHz angewendet die ersten Aliasingkomponenten (fs/2 bis fs) nahezu linear abnehmend (in dB/Hz) unterdrückt. Eine Messung auf hifinews wiederum macht deutlich, dass diese Charakteristik offenbar bei jedem unfolding-Schritt greift. Man sieht, dass der Bereich 24-28 kHz dem (gedämpften) Aliasing des Nutzbereichs 0-24 kHz entspricht. Dasselbe gilt noch deutlicher für den zweiten unfolding-Schritt, bei dem der Bereich 48-96 kHz der (gedämpften) Spiegelung von 0-48 kHz entspricht. Sprich: Entgegen dem vom Text suggerierten direkten Upsampling von 48 kHz auf 192 kHz mit einer 5us breiten Impulsantwort, erfolgt das Upsampling offenbar zweistufig und mit wesentlich unkritischeren Impulsantworten.

Andererseits passt die Beschreibung zum Aliasing und dessen Auswirkungen sehr gut. Wenn man sich die Auswertung des MQA-Albums auf hifinews anschaut, sieht man überdeutlich, dass MQA oberhalb des Nutzsignals quasi nur Aliasing produziert. Halleluja, was für ein Fortschritt.

All das sollte wieder einmal klar machen, dass MQA kein HiRes ist. Echtes HiRes ist nur PCM mit hoher Abtastrate und hoher Auflösung. MQA blendet nur den Verbraucher.

Grüße,
Andree
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Beitragvon never » 06.04.2018, 17:39

Hallo zusammen,

wie wir immer wieder feststellen können, wird der kontroverse Themenblock MQA seit längerem aus höchst unterschiedlichen Perspektiven betrachtet und meist höchst kontrovers diskutiert, doch der von Uli verlinkte Artikel http://www.iar-80.com/page170.html des ähnlich kontroversen Urgesteins der amerikanischen HiFi-Szene, J.Peter Moncrieff, war für mich eine interessante Ergänzung der meist technisch-fundamentalistisch oder ideologisch aufgemachten Beiträge auf diversen Plattformen oder in den gängigen Publikationen.

Warum „interessante Ergänzung“? Weil hier tatsächlich von Höreindrücken ausgegangen wird!

Die ersten beiden Seiten des Artikels brachten für mich genau das auf den Punkt, was ich selber wenige Tage zuvor bei einem TIDAL MQA-Test als meinen Klangeindruck empfunden hatte, der vor allem Homogenität vermissen ließ: Eine sehr detaillierte, aber diffus und unnatürlich wirkende Räumlichkeit im Hochtonbereich, wogegen aber die verhangeneren und weniger konturenreichen Mitten an Qualität und Durchsichtigkeit abfielen. Die technische Argumentation des Artikels beziehe ich ausdrücklich nicht in meine Beurteilung ein ...

Ich habe zur Zeit mal wieder ein TIDAL-Probeabo, um meine letztjährigen Eindrücke aufzufrischen. Der direkte Anlass dazu war das kostenlose Firmware-Update für meinen iFi micro iDSD, wodurch dieser MQA-fähig gemacht wurde. In meinem Test allerdings wirkten MQA-Recordings bei TIDAL klanglich niemals wirklich ganzheitlich und ich kann mir nicht vorstellen, nach meinen bisherigen MQA-Erfahrungen bei TIDAL das TIDAL-Probeabo auf Dauer zu schalten.

Freundliche Grüße,
never (Udo)
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Beitragvon Tinitus » 02.06.2018, 22:55

Hallo,

ich hatte schon mal Stellungnahmen von Charles Hanson und Schiit zum Geschäftsmodell von MQA verlinkt. Schiit befürchten ein Monopol ähnlich wie es Dolby bei Surround hat. Dies ist nun noch wahrscheinlicher:

http://www.esstech.com/index.php/en/new ... abre-dacs/

Es wird Sabre DAC Chips mit integriertem MQA Decoder geben. Dann kann jeder Dilettant einen MQA fähigen DAC zusammen bauen. Bin gespannt, wann die ersten Geräte mit solchen Chips auf den Markt kommen.
Wahrscheinlich werden wieder unzählige Mitglieder der HiFi Journaille in den höchsten Tönen von diesen Geräten schwärmen, die wahrscheinlich alle Dateien (MQA codiert oder nicht) wie der Mytek Brooklyn 2 durch den MQA Filter jagen.

Schöne neue Welt.

Skeptische Grüße

Uwe
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Beitragvon StreamFidelity » 03.06.2018, 10:46

Hallo zusammen,

ich möchte weiter dazu ermuntern selbst MQA zu hören, wie es zum Beispiel Udo gemacht hat. Wenn der Höreindruck zur Ablehnung führt ist das für mich in Ordnung. Politische Diskussionen halte ich für grenzwertig. Letztendlich entscheidet der Markt oder möchte jemand zurück in die Planwirtschaft?

Ich bin nach wie vor begeistert vom Klang. Vor allem, da Roon das MQA Software-Decoding macht und ich meine Raumklangkorrektur weiter nutzen kann.

Grüße Gabriel
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