PCI(e) Soundkarten für Audio-PCs

Musikwiedergabe über PC und Mac

PCI(e) Soundkarten für Audio-PCs

Beitragvon Rudolf » 22.12.2012, 22:10

Edit: Die nachfolgende Diskussion wurde aus diesem Thema viewtopic.php?f=30&t=3632 hierhin ausgelagert.


Was haltet ihr anstelle des von mir angedachten externen USB-Interface von einer internen Soundkarte wie der RME Hammerfall DSP 9632?

Bild

Diese Breakoutkabelanschlüsse gibt es z.B.

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2 x S/PDIF Coax (als I/O konfigurierbar)

Bild

4 x analog Cinch (als I/O konfigurierbar)

http://www.rme-audio.de/products_hdsp_9632.php

Wenn die Soundkarte auf dem Niveau des Babyface spielt, hätte man glatt 200 € gespart und eine Schnittstelle (USB) weniger. Kann sie aber Aktivlautsprecher direkt treiben?

Viele Grüße
Rudolf
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Beitragvon Matty » 22.12.2012, 22:53

Rudolf hat geschrieben:Wenn die Soundkarte auf dem Niveau des Babyface spielt, hätte man glatt 200 € gespart und eine Schnittstelle (USB) weniger. Kann sie aber Aktivlautsprecher direkt treiben?

Hi Rudolf,

kann sie im Prinzip. Es sind zwar auf der Soundkarte nur zwei analoge Ausgänge vorhanden (also meines Wissens nicht, wie ich Deine Aussage interpretiere, 4 konfigurierbare I/O's ).

Mit diesem Erweiterungsboard

Bild

bekommt man 4 weitere analoge Ausgänge.

Zu erwerben z.B. hier.

Wie es qualitativ ausschaut, kann ich nicht sagen.Ich selbst benutze sie inkl. Erweiterungsboard, mir fehlt allerdings ein Vergleich. Grundsätzlich ist aber im die Rede von der 'gewohnten' RME Qualität'. :D

Gruß
Matthias
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Beitragvon Rudolf » 22.12.2012, 23:11

Hallo Matthias,

danke für deinen Hinweis; ich hatte gedacht, die Ein-/Ausgänge seien wahlfrei mittels Totalmix frei konfigurierbar. :cry:

Viele Grüße
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Beitragvon Matty » 22.12.2012, 23:28

Rudolf hat geschrieben:ich hatte gedacht, die Ein-/Ausgänge seien wahlfrei mittels Totalmix frei konfigurierbar. :cry:

Dann hätte ich bisher was übersehen (will ich gar nicht ausschließen :mrgreen: ).

In den Specs ist aber die Rede von:

- "Stereo Analog Ein- und Ausgang, symmetrisch*, 24-Bit/192kHz, > 110 dB SNR"

Das Erweiterungsboard benötigt übrigens keinen zusätzlichen PCI-Steckplatz, sondern nur sozusagen einen Gehäuseslot. Es wird über ein Flachbandkabel an die Hauptkarte angeschlossen. Also, es würde nicht daran scheitern, wenn Dein Board nur einen PCI-Steckplatz hat.

Gruß
Matthias
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Beitragvon Daihedz » 22.12.2012, 23:41

Hallo Rudolf

Rudolf hat geschrieben:Was haltet ihr anstelle des von mir angedachten externen USB-Interface von einer internen Soundkarte wie der RME Hammerfall DSP 9632?

Ich habe in meinem Wohnzimmersystem 2 RME HDSP 9632 mit je einer AO4S-192 mit je 4 weiteren DA-Kanälen und betreibe damit unter Linux/Brutefir einen 12-Kanal-Convolver. Alle 12 Kanäle sind direkt an die Endstufen angeschlossen. Das klappt. Die Lautstärkeeinstellung geschieht sowohl über die eingebauten Empfindlichkeitseinstellungen der Karte (HiGain/+4dBu/-10dBV), als auch über Parameter, welche das Convolving betreffen (über die Brutefir CLI CFOA-Parameter). Klappt hervorragend.

ABER:
- Die auf der Karte eingesetzten DA-Wandler sind nicht mehr die ganz aktuellsten; ich habe den Eindruck, dass z.B. der Wolfson WM8741 (oder sogar schon ein AKM AK4395) feiner auflöst.
- Die Karte rauscht vernehmbar, besonders bei Verwendung der Ausgangsempfindlichkeit HiGain, was in der Stille der Nacht in ca. 50-100cm vom Lautsprecher weg knapp noch hörbar ist (denn das Rauschen kommt ja immer mit dem max. Pegel durch, da es keinen Pot. zwischen Soundkarte und Endstufe hat). +4dBu/-10dBV rauschen entsprechend weniger; bei -10dBV ist das Rauschen absolut kein Problem mehr - aber die Wiedergabe logischerweise auch nicht mehr so laut.

ABER jetzt noch ein ABER zum ABER:
Wenn Du jedoch SPDIF-Out benützen möchtest, dann ist die Karte nach meinem Erachten uneingeschränkt zu empfehlen, dank der RME-eigenen Jitterminimisierung (von RME SteadyClock genannt). Ich plane, mein aktuelles System irgenwann mal zu ersetzen, d.h. vielleicht in ca. 2-3 Jahren, wenn ich meine Horbach-Keele's fertig ausgetüftelt habe. Dann werde ich wohl die RME-Karten weiterbenützen, aber ausschliesslich als SPDIF-Out-Devices. No more DA-Out.

Beste Grüsse und gute Festtage
Simon

PS: Ich finde Dein Projekt erfrischend und interessant, lese gerne die damit entstehende Fortsetzungsgeschichte.
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Beitragvon Markus » 24.12.2012, 17:15

Hallo Rudolf,

Rudolf hat geschrieben:Was haltet ihr anstelle des von mir angedachten externen USB-Interface von einer internen Soundkarte wie der RME Hammerfall DSP 9632?
Diese Breakoutkabelanschlüsse gibt es z.B.

Ich hatte mir die Karte auch schon mal angesehen und würde für die Aktivlautsprecher lieber diese symetrische Ansteuerung verwenden. Oder soll es nicht für Deine Silbersand FM303 sein, Du hattest unsymetrische Kabel gezeigt.

Bild

(15-polig D-Sub to 4 x XLR Analog 2 x MIDI, 1 x Kopfhörer, für HDSP 9632 und HDSPe AIO)


Viele Grüße
Markus
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Beitragvon Raal » 08.01.2013, 13:02

Daihedz hat geschrieben:Hallo Rudolf

Rudolf hat geschrieben:Was haltet ihr anstelle des von mir angedachten externen USB-Interface von einer internen Soundkarte wie der RME Hammerfall DSP 9632?

Ich habe in meinem Wohnzimmersystem 2 RME HDSP 9632 mit je einer AO4S-192 mit je 4 weiteren DA-Kanälen und betreibe damit unter Linux/Brutefir einen 12-Kanal-Convolver. Alle 12 Kanäle sind direkt an die Endstufen angeschlossen. Das klappt. Die Lautstärkeeinstellung geschieht sowohl über die eingebauten Empfindlichkeitseinstellungen der Karte (HiGain/+4dBu/-10dBV), als auch über Parameter, welche das Convolving betreffen (über die Brutefir CLI CFOA-Parameter). Klappt hervorragend.

ABER:
- Die auf der Karte eingesetzten DA-Wandler sind nicht mehr die ganz aktuellsten; ich habe den Eindruck, dass z.B. der Wolfson WM8741 (oder sogar schon ein AKM AK4395) feiner auflöst.
- Die Karte rauscht vernehmbar, besonders bei Verwendung der Ausgangsempfindlichkeit HiGain, was in der Stille der Nacht in ca. 50-100cm vom Lautsprecher weg knapp noch hörbar ist (denn das Rauschen kommt ja immer mit dem max. Pegel durch, da es keinen Pot. zwischen Soundkarte und Endstufe hat). +4dBu/-10dBV rauschen entsprechend weniger; bei -10dBV ist das Rauschen absolut kein Problem mehr - aber die Wiedergabe logischerweise auch nicht mehr so laut.

Gibt es denn bessere Alternativen (bessere Wandler) für eine interne PCI Lösung?

Viele Grüße
Andreas
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Beitragvon Fujak » 08.01.2013, 13:49

Hallo Andreas,

aus meiner Sicht ist eine interne Wandler-PCI-Lösung nur dann sinnvoll, wenn zumindest die Stromversorgung der PCI-Karte nicht über den PC sondern über eine eigene saubere (d.h. Lowripple-) Stromversorgung läuft. Es sind mir immer mal wieder PCI-Zwischen-Adapter im Internet begegnet, bei der die Stromversorgung getrennt herausgeführt werden kann. Dann können RME-Karten, aber auch die ganz hervorragende Asus Xonar STX durchaus mit externen DACs mithalten.

Gerade die Asus Xonar STX hat durch ihr Mass-Layout (sog". Hypergrounding"), analoges EMI-Shielding, eigene Molex-Stecker für externe Stromversorgung (allerdings leider nur für die analoge Ausgangsstufe), gesockelten OP-Amps, eigener 6,3mm-KH-Ausgang, mit ca. 150,- € das Zeug zum Preis-Leistungs-Überflieger - vor allem gegenüber den RME-Karten.

Meine persönliche Erfahrung ist aber, dass man mit externen Wandlern klanglich wesentlich weiterkommt - aber natürlich auch mehr ausgeben muss.

Grüße
Fujak
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Soundkarte Asus Xonar STX

Beitragvon Daihedz » 12.01.2013, 18:37

Hallo Fujak

Fujak hat geschrieben:Gerade die Asus Xonar STX hat durch ihr Mass-Layout (sog". Hypergrounding"), analoges EMI-Shielding, eigene Molex-Stecker für externe Stromversorgung (allerdings leider nur für die analoge Ausgangsstufe), gesockelten OP-Amps, eigener 6,3mm-KH-Ausgang, mit ca. 150,- € das Zeug zum Preis-Leistungs-Überflieger - vor allem gegenüber den RME-Karten.

Danke für den Hinweis. Diese Soundkarte habe ich zu Unrecht bis dahin völlig übersehen. Sie wird aber nun sicherlich aus folgenden Gründen in die engste Auswahl für mein nächstes Projekt kommen:

- Sie läuft auch unter Linux/ALSA.
- Sie ist u.a. mit einem PCM1792 und LM4562's, also mit Top-IC's und -Komponenten bestückt.
- Sie ist mit der Xonar H6 6-Kanal-Tochterkarte (60€) zu einem 8-Kanal-System ausbaubar.

8 Kanäle beste Hardware in einem No-Nonsense-Voodoofree-Konzept verbaut und das für lächerliche 200€ bis 250€ ... da wird die Luft für andere Hersteller ganz, ganz dünn. Wahrscheinlich kann sowas nur ein Hersteller wie ASUS leisten, der seine Produkte 10'000-weise absetzt und deshalb seine Komponenten nicht bloss stückweise und deshalb zu Apothekerpreisen einkaufen muss.

Eigentlich wäre es diese Karte wert, als Vergleichs-Normreferenz in jedem Forums-PC zu stecken.

Simon
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Beitragvon nightingale » 13.01.2013, 12:13

Simon,

bist du dir sicher, dass die Xonar H6 mit der Xonar Essence STX kompatibel ist? Lt. Asus homepage ist sie lediglich mit Xonar Essence ST bzw Xonar HDAV1.3 zu verwenden. Woher hast du deine Informationen?
Übrigens habe ich die H6 heute morgen schon um <40€ gesehen.

LG
Peter
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Beitragvon cantusfirmus » 13.01.2013, 12:21

Hallo Simon, Hallo Peter,

ich sehe das auch so wie Peter, habe kurz recherchiert, und es scheint, dass die Erweiterung nur mit der ST Karte kompatibel ist.

Viele Grüße Horst
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Beitragvon veloplex » 13.01.2013, 13:53

Hallo,

ich betreibe seit Kurzem die Asus essence ST ohne X mit der H6 Erweiterung zur Aktivierung meiner Lautsprecher. Die Asus ST hat eine ASUS ONE und ein Fireface400 ersetzt und steht den beiden im Nichts nach!

Die Asus ST ist sicher einen eigenen Strang wert. Nur eine Anmerkung, die ST bitte nicht für akustische Messungen verwenden. Der Line IN ist dafür absolut nicht geeignet.

Gruß Christoph
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Beitragvon Daihedz » 13.01.2013, 14:20

Hallo Peter und Horst

nightingale hat geschrieben: ... bist du dir sicher, dass die Xonar H6 mit der Xonar Essence STX kompatibel ist?
Lt. Asus homepage ist sie lediglich mit Xonar Essence ST bzw Xonar HDAV1.3 zu verwenden...

Asche über mein Haupt (zumal sie auch schnell wieder abgewaschen ist).

Auf dem Bild der ST ist eine Pfostensteckerleiste unterhalb der Anschlüsse für die externe Stromversorgung der ST sichtbar, welche auf dem Bild der STX fehlt. Diese Pfostensteckerleiste dürfte der Anschluss für die H6 sein. Ich habe in meiner Begeisterung beide Karten bis auf die Bus-Schnittstelle zum PC (PCI vs. PCIe) als identisch wahrgenommen und das Fehlen der Pfostensteckerleiste auf der STX schlichtweg übersehen.

Also, Ihr habt leider recht: Die Xonar H6 ist nicht kompatibel mit der Xonar Essence STX. Es bleibt nach dieser Enttäuschung bei mir jedoch eine Hoffnung auf eine ensprechende Hardware-Revision der STX, zumal die PCI-Schnittstelle gemäss dem Willen von Intel langsam aber sicher am aussterben ist. Ich gehe mal davon aus, dass dies ASUS wissen müsste. :)

Nicht zuletzt auch ein Danke an Euch beide. Ich war schon daran, eine STX und eine H6 zu bestellen.

DesBesserenBelehrte Grüsse
Simon
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Beitragvon veloplex » 13.01.2013, 14:38

Simon,

was spricht gegen die PCI Version der Asus? Meines Wissens ist die stx keine native PCIe Karte sondern quasi eine ST mit einem Chip zum convertieren von PCIe auf PCI. Klangliche Vorteile sind von der STX gegenüber der ST meiner Meinung nach nicht zu erwarten.

Gruß Christoph
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Beitragvon Daihedz » 13.01.2013, 16:03

Hallo Christoph

veloplex hat geschrieben: ... was spricht gegen die PCI Version der Asus? Meines Wissens ist die stx keine native PCIe Karte sondern quasi eine ST mit einem Chip zum convertieren von PCIe auf PCI...

Somit werden im Betrieb potenziell die digitalen Datenflüsse bei beiden Kartenvarianten ST und STX zwischen den beiden Bussystemen konvertiert (was sich mit grosser Wahrscheinlichkeit klanglich nicht auswirken dürfte):

Bei der STX geschieht gemäss Deinen Angaben eine Konversion PCIe nach PCI (auf der Karte). Möglicherweise fehlte deshalb der Platz für das H6-Interface? Für die ST hingegen müsste zunächst eine Konversion von PCIe nach PCI auf dem Motherboard erfolgen, zumal nach meinem Wissen bei den meisten modernen Motherboards der PCI-Bus nicht mehr direkt an den Chipsatz angebunden ist, sondern über ein Kompatibilitätslayer auf dem PCIe-Bus aufsetzt.

Falls man dieser Hin-und-her-Konvertiererei nun nicht traut (z.B. wegen befürchteten Latenzen, Buskonkflikten etc.), müsste man eine ST in einem etwas älteren Motherboard aus der Zeit betreiben, in welcher der PCI-Bus direkt an den Chipsatz angebunden war. Oder aber auf eine hypothetische STE mit nativer PCIe-Schnittstelle warten.

veloplex hat geschrieben: ... Klangliche Vorteile sind von der STX gegenüber der ST meiner Meinung nach nicht zu erwarten...

Das nehme ich auch nicht an.

Simon
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